Newsticker Archiv August 2005
30.08.2005
Stolpe warnt vor Aufgabe alter Bausubstanz
Bundesbauminister Manfred Stolpe hat vor der
Aufgabe historischer Bausubstanz aus Geldmangel gewarnt. Wertvolle Gebäude
müssten auch dann erhalten werden, wenn die Mittel zur vollständigen Erneuerung
derzeit fehlten, sagte er am Montag zur Eröffnung des 13. Kongresses
Städtebaulicher Denkmalschutz in der Unesco-Welterbestadt Quedlinburg. Die
Verantwortlichen in den Städten sollten sich "auf die Ausdauer der Aufbruchphase
nach 1990 zurückbesinnen" und nicht wie in den letzten Jahren der DDR "zum
Abriss aus Resignation zurückkehren". Kernthema der Tagung sind Chancen und
Gefährdungen durch Stadtumbau und -erneuerung.
www.berlinonline.de
29.08.2005
Versorgungsleitungen müssen angepasst werden
„Wo weniger Menschen wohnen, wird weniger verbraucht“,
sagt der Geschäftsführer der Stadtwerke Magdeburg (SWM), Johannes Kempmann. Doch
hydraulische Systeme ließen sich nicht einfach zurückfahren. Kleinere
Querschnitte, veränderte Trassenführungen und ähnliche technisch aufwändige
Lösungen sind erforderlich.
Überaltert ist kaum ein Meter der betroffenen Leitungen. Nach der Wende gab es
ein umfassendes Modernisierungsprogramm. Allein die SWM steckten jährlich rund
25 Millionen Euro in solche Vorhaben. Wasserleitungen haben eine Lebensdauer von
bis zu 100 Jahren. Von Verschleiß könne da keine Rede sein.
Diese Probleme machen besonders den größeren Städten des Landes wie Halle,
Dessau, Magdeburg oder Stendal zu schaffen. In einer Arbeitsgemeinschaft suchen
deren Stadtwerke gemeinsam nach Lösungen. Allein in Magdeburg sind bis 2014
jährlich etwa 40 Millionen Euro für den Rückbau der Anlagen eingeplant.
Im Regelfall ist es nicht damit getan, die Netze zu verkürzen. Der Abriss
einzelner Häuser in Siedlungen des industriellen Plattenbaus macht auch die
Errichtung neuer Leitungswege notwendig. Trinkwasserleitungen benötigten eine
bestimmte Durchfl ussgeschwindigkeit, damit die Qualität gesichert bleibt. Steht
das Wasser zu lange, erhöhen sich die Keimzahlen, bilden sich Ablagerungen.
Sinnvollste Lösung bleibt da die Verringerung der Rohrdurchmesser.
Dort wo wie in Stendal-Süd ganze Plattenbausiedlungen verschwinden, haben es die
Nahversorger noch relativ einfach. Werden jedoch nur einzelne Häuser in
Wohngebieten abgerissen, beginnt ein kompliziertes Anpassen an die sinkenden
Abnehmerzahlen.
www.volksstimme.de
26.08.2005
In Sachsen sollen bis Jahresende 50 000 Wohnungen
zurückgebaut sein
Die Abrissbirne soll Sachsen den Weg in die Zukunft frei
machen. «Wir wollen den Rückbau beschleunigen», kündigte Innenminister Thomas de
Maizière am Donnerstag in Dresden an. Nach seiner Darstellung stehen dem
Wohnungsmarkt im Freistaat noch die nächsten 20 Jahre starke Veränderungen
bevor. Nach seiner Einschätzung werden langfristig 400 000 Wohnungen
verschwunden sein.
Da nimmt sich die Zahl der bisher mit staatlicher Hilfe abgerissenen 40 000
Wohnungen vergleichsweise mager aus. Bis zum Jahresende soll nach Angaben des
Ministers immerhin die Marke von 50 000 Wohnungen erreicht sein. Da immer noch
rund 400 000 Wohnungen in Sachsen leer stünden und jedes Jahr durch den Bau von
Eigenheimen Tausende Wohnungen hinzukämen, während zugleich für weite Teile des
Landes ein massiver Bevölkerungsschwund vorhergesagt wird, bleibe der Stadtumbau
auch künftig «die herausragende Zukunftsaufgabe», betonte de Maizière.
Die Koalition hatte im Herbst 2004 vereinbart, den Abriss von mindestens 250 000
Wohnungen anzustreben. Diese Zahl umfasst nach den Worten de Maizières den
Zeitraum bis 2015. Um das laut Minister ehrgeizige Vorhaben zu verwirklichen,
müssten die Kommunen ihre städtebaulichen Konzepte weiterentwickeln.
Und dann wäre da noch die Sache mit dem Geld: Laut Ministerium ist derzeit durch
das Bund-Länder-Programm «Stadtumbau Ost» der Abriss von insgesamt 150 000
sächsischen Wohnungen bis 2009 finanziert. In den Jahren 2002 bis 2004 wurden
für den Rückbau laut Innenministerium insgesamt 215 Millionen Euro bewilligt,
von denen die Kommunen bis Anfang August insgesamt 112 Millionen Euro abriefen.
www.freiepresse.de
24.08.2005
Schwerin: Gestaltung der Wärmestationen im
September
Die Entwürfe von Ute Laux und Tino Bittner werden schon
bald die Wärmeübergabestationen vor den Hochhäusern in der Hamburger Allee 7 und
13 zieren. Das entschied (am 15. August) eine Jury, der neben Baudezernentin
Heidrun Bluhm auch Vertreter der Wohnungsgesellschaften, des Ortsbeirates, der
AG Wohnumfeldverbesserung, der Stadtwerke und des Kulturbüros angehörten. In der
Begründung heißt es: „Der Entwurf von Tino Bittner mit dem Märchenmotiv ,Die
sieben Raben’ ist sehr lebendig und eignet sich wegen der Nähe zum Spielplatz
besonders gut für die Hamburger Allee 7." Die in Gelb gehaltene
Text-Grafik-Variante von Ute Laux fand vor allem wegen der Fröhlichkeit und
Bewegung Zuspruch. Sie könne durch die Integration jugendlicher Gedanken auch
als Zusammenspiel der Kulturen verstanden werden, ein wichtiges Thema für Neu
Zippendorf.
Über den Künstlerwettbewerb hinaus soll eine dritte Wärmestation gestaltet
werden, die Rostocker Straße 6. Sie wird von Cecilia Boisier verschönert, die
mit Wasser und Strand die attraktive Umgebung Neu Zippendorfs thematisiert.
„Warme Farben und eine bildliche Darstellung vermitteln einen einfachen Zugang
zum Bild", so die Jury.
Das Projekt, das aus Mitteln für den Stadtumbau Neu Zippendorf finanziert wird,
soll ab 5. September von den Künstlern umgesetzt werden.
www.schwerin-news.de
24.08.2005
Hof: Stadtentwicklungskonzept
Gestern fiel der Startschuss zu einem der umfassendsten
gutachterlichen Projekte in der jüngeren Geschichte der Stadt Hof: dem
„Integrierten Stadtentwicklungskonzept“ (ISEK). Dabei handelt es sich laut
Mitteilung um eine fachübergreifende Konzeption für die Entwicklung der Stadt
bis zum Jahr 2020 im Rahmen des bundesweiten Programms „Stadtumbau West“.
Das ISEK werde eine zukunftsfähige Konzeption sein für beinahe alle städtischen
Angebotsbereiche – vor allem die Wirtschaft und das Standortmarketing,
Bevölkerung und Sozialstruktur, den Wohnungsmarkt, die sozialen und technischen
Infrastruktureinrichtungen, Verkehr, Umwelt, die Stadtplanung sowie die
Landschafts-, Grün- und Freiflächenplanung.
Mit dieser anspruchsvollen Aufgabe wurde in Abstimmung mit der Regierung von
Oberfranken und nach einem komplexen Auswahlverfahren ein erfahrenes
Fachberaterteam betraut. Die beteiligten Firmen und Institute haben bereits
langjährige Erfahrungen beim Stadtumbau und der Stadtsanierung gesammelt, und
viele Erfolge bei zahlreichen Stadtentwicklungskonzepten in ganz Deutschland
vorzuweisen. Von Seiten der Stadt Hof wird das Projekt durch den
Unternehmensbereich Recht, Planen, Planen, Umwelt betreut. Für die Leitung wurde
eigens eine Stabsstelle geschaffen, die Baudirektor Davor Tepez bekleiden wird.
Aber auch die Bürger sollen mit einbezogen werden, um die Arbeit der Gutachter
möglichst transparent zu gestalten und alle Beteiligten in die bevorstehenden
Entscheidungen zu integrieren. Die Fachgutachter werden den Beteiligungsprozess
nämlich „interdisziplinär“ betreiben. Dies bedeutet, dass Themen der Stadt Hof
unter den verschiedensten Blickwinkeln betrachtet werden. Die ökonomischen,
sozialen, kulturellen, umweltrelevanten und räumlichen Aspekte einer
Fragestellung fließen in die Betrachtung ein. Erst damit wird „integriertes“ und
damit sinnvolles Handeln und Entscheiden möglich.
Außerdem sind öffentliche Veranstaltungen geplant, denn die Bürgerbeteiligung
ist ein wesentliches konzeptionelles Element. Interessierte können zum Beispiel
in Arbeitskreisen gemeinsam mit den Fachberatern Ziele definieren und Vorschläge
machen, aber auch ihre Kritik los werden.
Hintergrund des ISEK sind die besonderen Herausforderungen, mit denen auch die
Stadt Hof konfrontiert ist: Sinkende Einwohnerzahlen und die parallel dazu
ansteigenden Zahlen älterer Bürger sind dafür nur ein Merkmal. Aus den
demographischen Entwicklungen ergibt sich, dass städtische und private
Infrastruktureinrichtungen angepasst werden müssen, aber auch die Ziele für den
Wohnungsmarkt und für alle städtebaulichen und verkehrlichen Planungen, heißt es
in der Mitteilung weiter. Kinderbetreuungseinrichtungen, das Busnetz oder der
Gebäude- und Wohnungsbestand stehen ebenso auf der Agenda wie die Sport-,
Freizeit- und Kultureinrichtungen oder die Erholungsflächen. Besonderes
Augenmerk genießen Struktur und Entwicklungen im Bereich Wirtschaft.
Die Arbeiten für das Integrierte Stadtentwicklungskonzept Hof werden
voraussichtlich ein Jahr in Anspruch nehmen. Sobald erste Ergebnisse der
Bestandsaufnahmen vorliegen, sollen die Termine für Zukunftswerkstatt und
Workshops bekannt gegeben.
www.frankenpost.de
22.08.2005
Waltershausen: Internat im Plattenbau ?
Neuerliche Diskussionen gibt es um den Standort des
Internats der Salzmannschule Waltershausen. Nachdem mit der Übernahme des
ehemaligen Hotels Landgraf die Unterbringung der Gymnasiasten zumindest für
mehrere Jahre gesichert ist und die so genannte Campus-Lösung als Bauvorhaben
aus pädagogischer Sicht unstrittig ist, kommt es nun dennoch zu einer
Untersuchung eines weiteren Standorts.
Aber: "Nicht aus dem hohlen Bauch". Als die Stadt Waltershausen vor Jahren
vorschlug, eine wenige hundert Meter entfernte Platte zum Internat umzubauen,
kam von Landrat Liebezeit nur ein glattes "kommt nicht in Frage". Die
Stadt Waltershausen setzt im Stadtumbau auf den Rückbau der Sechsgeschosser auf
Viergeschosser und ist seit Jahren dabei weit voran gekommen.
Ob nun überhaupt noch die Kapazitäten bestehen, Plattenbauten als
Internatsgebäude umzubauen, müsse untersucht werden, sagt Brychcy. Weiteres
Problem: In jedem Falle wären Umzüge in Größenordnungen nötig und keineswegs
sicher, ob jedem Bürger eine wunschgemäße Wohnung angeboten werden kann. Deshalb
die Studie.
www.tlz.de
22.08.2005
Eilenburg: Abriss der Schule in Ost
Gemeinsam ziehen Landratsamt Delitzsch und Stadt Eilenburg
zumindest in der Regenbogengrundschule in Eilenburg-Ost an einem Strang. Bei der
Schule, die früher auch Berufsschule und Schornsteinfegerschule war, handelt es
sich um eine Kreisimmobilie, die das Stadtbild Eilenburgs erheblich stört und
inzwischen zugleich auch eine Gefahr darstellt.
Artur Beuchling, der im Landratsamt für Schulen zuständig ist: "Wir versuchen,
das Schulgebäude noch in diesem Jahr abzureißen." Ein entsprechender
Kreistagsbeschluss werde derzeit vorbereitet.
Möglich wird dies durch Mittel aus dem Programm Stadtumbau-Ost, die Städte
erhalten können und die Eilenburg dafür zur Verfügung stellen würde.
Stadtplanerin Petra Zimmermann: "Der Abriss der früheren Regenbogenschule hat
dabei für uns auf diesem Gelände oberste Priorität." Außerdem würden
Nebengebäude wie Heizhaus und Küche unter den Abrissbagger kommen. Noch nicht
geklärt ist dagegen die Zukunft der Turnhalle. Den Spielplatz möchte die Stadt
aber auf alle Fälle erhalten. Geprüft werde derzeit auch noch, ob auf dem
insgesamt drei Hektar großen Areal, das sich zwischen Ernst-Mey-Straße und
Puschkinstraße erstreckt, noch mehr nicht mehr benötigte Gebäude abgerissen
werden können. Voraussichtlich 180.000 Euro stehen für den Rückbau zur
Verfügung, bei dem zum Teil erhebliche Umbauarbeiten im Leitungsnetz
erforderlich sind..
www.lvz-online.de
18.08.2005
Magdeburg: Städtischer Vermieter investierte über
71 Millionen Euro in das älteste Neubaugebiet der Stadt
Neu-Reform war ab 1972 das erste Neubaugebiet, das in
Magdeburg auf einem einstigen Acker entstand. Entsprechend begehrt waren die
Neubauwohnungen mit Fernheizung und nahe gelegenen Einkaufsmöglichkeiten. Nach
der Wiedervereinigung Deutschlands stand das Neubauviertel mit rund 5300
Wohnungen bei keinem der fünf Vermieter (Wobau, MWG, „Stadt Magdeburg“,
„Stadtfeld“ und „Otto von Guericke“) auf der Sanierungs-Prioritätenliste ganz
oben. Zwar sanierten die Vermieter fast überall Heizungsanlagen und Fenster,
doch nur selten wurden Fassaden erneuert, Blöcke umgebaut oder Fahrstühle
angebaut. Der „traditionsbewusste Mietermix“ hatte nach 1990 dafür gesorgt, dass
die Reformer Leerstandsquote deutlich unter denen „jüngerer“ Neubaugebiete lag.
Deshalb machte der „Stadtumbau Ost“ zunächst vor allem im Kannenstieg,
Neustädter Feld, Neustädter See oder Neu-Olvenstedt Fortschritte – sehr zum
Bedauern der Neu-Reformer, die erst jüngst ihr vernachlässigtes Wohnumfeld, u.
a. mit alten Gehwegplatten beklagten. Knapp die Hälfte unserer Wohnungen sind
saniert, rund 40 Prozent sind teilsaniert. Es gibt im Kernbestand praktisch
keine Wohnung, welche überhaupt keine Sanierung erfuhr. Die Wobau investierte
bis dato über 71 Millionen Euro in Reform. Aktuell konzentrieren wir uns auf den
Stadtumbau.“ Mit „Stadtumbau“ meint der Wobau-Sprecher in erster Linie Abriss,
und erst in zweiter „Bautätigkeit“. Prusseit: „Wir werden in Reform 338
Wohnungen vom Markt nehmen. Die ersten Abrissobjekte befinden sich in der Sojus-,
Sputnik- und Gallileostraße. Die Wohnungen sind fast alle leer gezogen, sodass
im September mit der Entkernung begonnen werden kann.“
www.volksstimme.de
15.08.2005
Magdeburg: 1031 Haushalte der Wobau befragt
Das Abschlusspapier zum Geschäftsjahr 2004 hat es gezeigt:
Für den städtischen Großvermieter Wobau – Fehlbetrag im vergangenen Jahr 48, 5
Millionen Euro – bleibt die Lage angespannt investiert. Tausende leer stehende
Wohnungen wurden und werden abgerissen. Die Schmerzen lassen sich damit
aber keinesfalls beheben, sondern allenfalls lindern.
Eine Mieterbefragung – erstmals wieder nach fünf Jahren von der Wobau beauftragt
– soll Aufschluss darüber geben, ob die Maßnahmen von Abriss, Um- oder Rückbau
nicht in die falsche Richtung laufen. Der Fachbereich Sozialwesen der Hochschule
Magdeburg-Stendal sowie die Bic GmbH haben Mieter in 1031 Haushalten interviewt.
Das Ergebnis bescheinigt dem Auftraggeber eine „kontinuierliche Entwicklung in
die richtige Richtung“. Die Mehrheit der Mieter zeigt sich danach zufrieden mit
Wohnung (65 Prozent), Wohnumfeld (69 Prozent) und Randbedingungen. Minuspunkte
konnte die Wobau abbauen: Äußerten 1997 beispielsweise noch 15, 5 Prozent
Verbesserungswünsche bei Ordnung und Sauberkeit, waren es jetzt 11, 3 Prozent.
Parkplatz-Wünsche rutschten von 9, 1 auf 5, 6, Hof- und Vorgärtengestaltung von
11, 7 auf 6, 2 Prozent.
Interessantes liefert die Frage nach möglichen Umzügen. 80 Prozent planen in den
nächsten zwei Jahren gar keinen Umzug. Von den verbleibenden 20 Prozent würden
rund 44 Prozent innerhalb des Wohnviertels umziehen und lediglich 9, 5 Prozent
ins städtische Umland. Da freut sich Wobau-Geschäftsführer Heinrich Sonsalla
nicht nur für sein Unternehmen: „Das zeigt doch, dass die Magdeburger wieder
mehr Stadtbewusstsein entwickeln und gern hier leben.“
www.volksstimme.de
09.08.2005
Deutschland teilt sich weiter und weiter
Prosperierende Städte in Westdeutschland, verödete
Landstriche im Osten der Republik: dieses oft beschworene Zukunftsszenario wird
wahrscheinlicher. Eine Projektionsstudie des Nürnberger Instituts für
Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) ergibt, dass die Zahl der Jobs im Osten
bis zum Jahre 2020 um eine Millionen Stellen abnimmt. Im Westen dagegen steigt
in diesem Zeitraum die Zahl der Erwerbstätigen um 2,3 Millionen kräftig. Für die
schlechte Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt im Osten sind zwei Faktoren
verantwortlich: Einmal wächst das reale Bruttoinlandsprodukt in den neuen
Bundesländern im Projektionszeitraum schwächer als im Westen - die Forscher
kamen auf eine Rate von nur einem Prozent pro Jahr. Zum zweiten aber steigt die
Produktivität der Erwerbstätigen im Osten prozentual stärker als im Westen.
Innovationen und der verbesserte Einsatz von Maschinen führen jedoch nicht zu
einem höheren Bedarf an Arbeitskräften. In den alten Bundesländern hingegen
sorgt vor allem der wachsende Dienstleistungssektor für neue Jobs. In den
nächsten 15 Jahren wird es in den unternehmensbezogenen Dienstleistungen in der
IT-Branche, aber auch in der Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung, in
Ingenieurbüros und Werbeagenturen mehr als zwei Millionen neue Jobs geben,
errechneten die Forscher. Die Stellenzahl im verarbeitenden Gewerbe, auch in der
Bauwirtschaft, im Handel, im öffentlichen Dienst und in der Landwirtschaft
hingegen schrumpft.
Der demografisch bedingte Bevölkerungsrückgang fängt im Osten allerdings viel
von den Stellenverlusten auf: Nach einem weiteren, jetzt veröffentlichten
IAB-Kurzbericht sinkt die Zahl der Deutschen im Erwerbsalter in den neuen
Bundesländern zwischen 2004 und 2020 um 1,8 Millionen. Deswegen sorgt die
demografische Entwicklung in den nächsten Jahren auf dem Arbeitsmarkt "für etwas
Entspannung". In den alten Bundesländern geht die Zahl der Deutschen im
Erwerbsalter im gleichen Zeitraum um 2,5 Millionen zurück - Migranten sind in
diesen Zahlen nicht berücksichtigt. Der Bevölkerungsrückgang beschleunigt sich
noch einmal bis zum Jahre 2050, ergab die Hochrechnung. Im Westen nimmt die Zahl
der deutschen Erwerbspersonen im Vergleich zu heute um insgesamt 11,7 Millionen,
also um etwa ein Drittel, ab. Im Osten sinkt die Zahl der Deutschen im
Erwerbsalter in diesem Zeitraum auf 3,6 Millionen und wird sich damit im
Vergleich zu heute mehr als halbieren. Firmen dürften dann Probleme haben,
geeignete Arbeitskräfte zu finden, so Fuchs. Im längeren Zeitverlauf entwickele
sich der demografische Rückgang "dramatisch".
www.taz.de
09.08.2005
Gera: Bevölkerungsrückgang in Gera gebremst
Ende 2004 hatte Gera 105 153 Einwohner. Das waren rund 1
200 weniger als ein Jahr zuvor. Im Jahr 2003 hatte die Stadt noch 1 700 und 2001
sogar fast 3 000 Einwohner verloren. Zum Vergleich: Nach der Gebietsreform, mit
der Gera zehn Orte eingemeindete, waren es am 31. Dezember 1994 noch rund 128
000 Einwohner. Hauptursache für den gebremsten Rückgang sei eine positive
Tendenz bei Zu- und Wegzügen, informierte Bürgermeister Norbert Hein. So habe
Gera durch Abwanderung im Vorjahr nur noch 669 Menschen verloren, gegenüber fast
1 200 im Jahr 2003 und mehr als 2 400 im Jahr 2001. Das nachteilige Verhältnis
von Geburten zu Sterbefällen habe sich dagegen auch im vergangenen Jahr kaum
verändert.
www.otz.de
09.08.2005
Sangerhausen: Geplanter Hausabriss erhitzt die
Gemüter
"Es war ein Schock." Christel und Rudolf Lemaire sind
erbost über das Schreiben der Städtischen Wohnungsbaugesellschaft (SWG), das vor
einigen Tagen bei ihnen einging. Darin teilt das Unternehmen den Mietern mit,
dass ihr Wohnblock Am Gonnaufer 7 - 25 im Stadtteil Nord in den Jahren 2007 /
2008 der Abrissbirne weichen soll. Grund ist der große Wohnungsleerstand in
Sangerhausen. Dabei würde das Ehepaar wie die meisten anderen Mieter gern in
seiner Wohnung bleiben - immerhin wohnen die Lemaires seit 1978 dort. Bisher
hatte die SWG auch immer nur von einem Abriss eines Teils des Blocks gesprochen.
Lediglich die Eingänge 7 bis 17 sollten verschwinden. "Wir hätten deshalb nie
gedacht, dass auch unsere Wohnung an die Reihe kommt", schimpfen die Lemaires.
Die Bürgerinitiative "Pro Sangerhausen Nord", will das "Aus" für den Block aber
nicht so ohne weiteres hinnehmen. Mitglieder sind dabei, Unterschriften zu
sammeln. "Bis gestern Nachmittag haben 30 Mieter für den Erhalt des Blocks
unterschrieben", so Michael Krüger, der stellvertretende Vorsitzende. Außerdem
sollen Protestschreiben an die SWG geschickt werden. Die Bürgerinitiative hofft,
das Haus so vielleicht noch retten zu können.
www.mz-web.de
08.08.2005
Wittstock: Fördermittel an Wittstock
Das schmälert aber die gute Laune der Wittstocker, die den
Infrastrukturminister auf seinem Stadtrundgang begleiten, keineswegs.
Schließlich hat der kurz zuvor Förderbescheide für insgesamt 2,06 Millionen Euro
an den Bürgermeister übergeben. Eine Million ist für die weitere Sanierung der
Wittstocker Altstadt bestimmt, je 450 000 Euro fließen in den Abriss und die
Aufwertung beim Stadtumbau. Fürs Sanierungsgebiet "Historische Altstadt
Freyenstein" gab es 160 000 Euro.
Prächtige Kulisse für so eine Übergabe war der Hof am Fachwerkhaus von Anita und
Helmut Kmetsch Auf der Freiheit 8. Dank der Städtebauförderung erstrahle das
Haus wieder in neuem Glanz, sagte Bürgermeister Lutz Scheidemann. Von den
Gesamtkosten in Höhe von 148 000 Euro kommen 45 000 aus Bundes- und
Landesmitteln und 65 000 von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Der Bauherr
gab 31 000 Euro Eigenanteil dazu und erbrachte nochmal 7000 Euro als
Eigenleistung beim Dachdecken, an Fassade und Feldsteinsockel. "Nur mit dem
Engagement der Familie Kmetsch konnte das Haus erhalten werden", meinte der
Bürgermeister. Dabei hätten die Bauherren ursprünglich nur das marode Dach
sanieren wollen, ergänzte Architektin Bärbel Kannenberg.
www.maerkischeallgemene.de
08.08.2005
Sachsen-Anhalt: 22100 Plattenbau-Wohnungen wurden seit 2002 abgerissen
Von 2002 bis zum Juni 2005 wurden knapp 22 100 Wohnungen
demontiert, das waren 73 Prozent der bislang bewilligten Abrisse. In diesem
Zeitraum flossen rund 125 Millionen Euro Bundes- und Landesgelder in den
Wohnungsabriss, 66 Millionen Euro wurden für die Aufwertung der Stadtviertel
(Grünflächen, Spielplätze verwandt. In diesem Jahr in Sachsen-Anhalt für
Stadtumbau Ost rund 49 lionen Euro vorgesehen. etc.) sind den Mil-Die bisherige
Abrissquote ist unterschiedlich. Einige Beispiele: In Magdeburg fielen bislang
2623 Wohnungen der Abrissbirne zum Opfer (71 Prozent der bewilligten Abrisse),
in Halle waren es 5368 (98 Prozent) und in Dessau 1424 (85 Prozent). In Zerbst
wurden 172 Wohnungen (21 Prozent) vom Markt genommen, in Wolmirstedt waren es
120 (27 Prozent), in Stendal 908 (63 Prozent), in Halberstadt 1078 (97 Prozent),
in Schönebeck 609 (98 Prozent) und in Salzwedel 48 (100 Prozent). Nach Angaben
des Bauministeriums stehen derzeit 226 000 Wohnungen im Land leer.
Bauminister Daehre verwies darauf, dass allein in diesem Jahr Stadtumbau-Gelder
des Bundes und des Landes in Höhe von rund vier Millionen Euro für
sanierungsbedürftige Schulen und Kindergärten in Sachsen-Anhalt ausgegeben
werden.
www.volksstimme.de
04.08.2005
Taucha: IBV saniert 110 Wohnungen
Die Immobilienbetreuungs- und Verwaltungsgesellschaft (IBV)
Taucha geht neue Sanierungsprojekte an. Im Visier hat sie dabei vor allem zwei
Straßen - die Theodor-Körner-Straße (Nummern 18 bis 28 und 30 bis 40) sowie die
Lindnerstraße (Nummern 18 bis 24).
In der Körnerstraße handelt es sich um teilsanierte Objekte, die Innen wieder
auf Vordermann gebracht werden. Die Arbeiten laufen bereits. Die Wohnungen
bekommen moderne Bäder, neue Elektrik und Heizung. Ein Block erhält Balkone, der
andere nicht. Wie steht es überhaupt um Angebot und Nachfrage? "Wir kriegen
momentan unsere sanierten Wohnungen voll. Unser Problem ist, dass wir zu wenig
davon haben", antwortet der IBV-Chef. Die unsanierten Häuser seien fast nicht
mehr loszukriegen. Der Trend ginge eindeutig zu vollsanierten Wohnungen. "Das
wollen die Leute." Ein nächstes Projekt ist deshalb schon fest im Blick: Den
IBV-Objekten in der Friedrich-Ebert-Straße soll neues Leben eingehaucht werden.
"Insgesamt sanieren wir in diesem Jahr 110 Wohnungen." 1400 Wohnungen befinden
sich im Eigentum des Tauchaer Unternehmens. Darunter gibt es auch einige, die
wohl nicht mehr zu retten sind. Natürlich müsse man auch Abrissarbeit machen, so
Teichmann. Doch die dafür nötigen Fördergelder aus dem Bundesprogramm Stadtumbau
Ost seien noch nicht da. "Abriss ist nicht zu vermeiden.
www.lvz-online.de
04.08.2005
Aschersleben: 1,2 Millionen Euro fließen in Abriss
Die Schule in der Welzstraße Aschersleben ist leer
geräumt, die Fenster werden zurzeit ausgebaut. Bis zum Jahresende wird es nur
noch eine freie Fläche geben, wo einst Kinder lernten. Weichen werden auch die
Kindertagesstätte und die Turnhalle in diesem Wohngebiet. Alle drei Gebäude
gehören der Stadt. In unmittelbarer Nachbarschaft, in der Helmut-Just-Straße und
in der Richard-Sorge-Straße, wird die Wohnungsgesellschaft Wohnungen abreißen.
Ebenso wie beispielsweise am Zollberg, im Pfeilergraben oder Vor dem Wassertor.
Die Wohnungsgenossenschaft "Einigkeit" wird ebenfalls Wohnungen "vom Markt
nehmen", wie es heißt: Im Neubaublock in der Richard-Lehmann-Straße wohnt schon
niemand mehr, auch an der Mehringer Straße wird einer der Plattenbauten
abgerissen. Beim Stadtumbau setzen die Stadt Aschersleben, die
Wohnungsgesellschaft und die Wohnungsgenossenschaft auf Zusammenarbeit - mit
Hilfe einer gemeinsamen Ausschreibung könnten Kosten gesenkt werden. Insgesamt
180 Wohnungen sollen bis zum Jahresende noch abgetragen werden - eine Summe von
insgesamt 1,2 Millionen Euro fließt in diesen Abriss.Nach wie vor zeige der hohe
Leerstand die Brisanz des Themas. Von den 15 239 Wohnungen in Aschersleben
stehen 3 175 leer. Darunter sind viele, in denen niemand mehr wohnen möchte und
die einfach nicht mehr wirtschaftlich zu sanieren seien.
www.mz-web.de
02.08.2005
Leipzig: Finanzspritze für den Anker
Durchatmen im Möckern'schen Stadtteilzentrum Anker: Die
Verwaltungsspitze des Rathauses beschloss gestern, für einen besseren,
gesetzlich vorgeschriebenen Brandschutz noch außerplanmäßig in diesem Jahr 114
900 Euro bereitzustellen. Davon kommen 76 600 Euro aus dem Förderprogramm
Stadtumbau Ost. Die unaufschiebbare Investition betrifft unter anderem die
Erneuerung der Außenwandventilatoren, den Ersatz der Kohlefeuerung im kleinen
Saal, die Erweiterung der Brandmeldeanlage im großen Saal, diverse
Elektroarbeiten und die Schaffung eines Notausgangs. Wie berichtet, können im
großen Saal des Ankers derzeit vor allem auf Grund gravierender
sicherheitstechnischer Mängel nur Veranstaltungen mit maximal 99 Teilnehmern
stattfinden. Diese Begrenzung macht es dem Trägerverein jedoch unmöglich,
erforderliche Eigenmittel zu erwirtschaften, um die dauerhafte Existenz des
Stadtteilzentrums und seiner vielfältigen anderen Angebote für Jung und Alt zu
finanzieren. Ziel der vorgesehenen brandschutztechnischen Verbesserungen ist es,
dass Veranstaltungen mit bis zu 600 Personen stattfinden können.
www.lvz-online.de
01.08.2005
Frankfurt (Oder): Millionen für Stadtumbau
Frankfurt ist, was Stadterneuerung und
-entwicklung angeht, für Jürgen Schweinberger ein Erfolgsmodell. "Davon kann man
schon sprechen, wenn man sich die Sanierungsgebiete ansieht", sagte der für
Stadtentwicklung und Wohnungswesen zuständige Abteilungsleiter im
brandenburgischen Ministerium für Infrastruktur und Raumordnung am Freitag. Die
Oderstadt sei einen eigenen Weg gegangen, habe sich anfangs auf die Innenstadt
konzentriert, mit der Fischerstraße, der Gubener Straße und Altberesinchen, das
demnächst als eines der ersten Sanierungsgebiete im Land abgeschlossen werden
könne. Schweinberger zufolge sind seit 1991 rund 116 Millionen Euro von Bund und
Land für Stadterneuerung und -entwicklung in die Oderstadt geflossen, 35
Millionen zahlte die Komune bislang selbst.
Beim Stadtumbau-Teilprogramm Rückbau habe Frankfurt nach langsamen Anfang an
Fahrt gewonnen, schätzte Schweinberger ein. Es sei weiterhin notwendig, sich
zuerst auf den Abriss zu konzentrieren, um eine Konsolidierung der beiden großen
Wohnungsunternehmen in der Stadt zu erreichen. Mit dem mittlerweile vierten der
jährlich verteilten Förderbescheide - diesmal über 6,15 Millionen Euro - hat
Frankfurt seit 2002 nun insgesamt 19,4 Millionen Euro Fördergeld für den Rückbau
bekommen. Die neuerliche Zuwendung ermöglicht den Abriss von weiteren 1700
Wohnungen. Schweinberger: "Die Mittel davor waren für den Abriss von 3700
Wohnungen. Die betrieblichen Sanierungskonzepte der Wohnungsunternehmen bis zum
Jahr 2010 sehen 7600 Wohnungen vor. Damit sind rund 70 Prozent des Bedarfs
abgedeckt."
In diesem Jahr stehen insgesamt 1066 Wohnungen auf dem Abrissplan. Seit
Start des Umbauprogramms im Jahr 2002 sind in Frankfurt 2786 Wohnungen
abgerissen worden, vor allen in Nord und Neuberesinchen. Weitere 1178 Wohnungen
sollen im nächsten Jahr folgen. Das sind rund 400 mehr, als noch vor zwei Jahren
vorgesehen.
www2.moz.de
01.08.2005
Zu schade zum Plattmachen
In einer sechs Meter mal drei Meter großen Betonplatte,
wie sie für ostdeutsche Fertigteil-Bauwerke eingesetzt worden ist, stecken rund
400 Liter Heizöl – viel zu schade, um einfach zertrümmert und zu Straßenbelägen
oder Gleisschotter verarbeitet zu werden.
Doch für Claus Asam vom Institut für Erhaltung und Modernisierung von Bauwerken
(IEMB) an der Technischen Universität (TU) Berlin ist das nicht der einzige
Grund, warum Fachleute neue Wege im Plattenbau-Recycling gehen: "Da der Platte
eine Lebensdauer von etwa hundert Jahren zugeschrieben wird, ihr Abriss aber nun
schon nach 20 bis 30 Jahren erfolgt, ist das Material keineswegs ermüdet", sagt
der promovierte Ingenieur.
Wissenschaftler des IEMB und der TU Berlin haben untersucht, ob und wie die
Betonplatte weiterverarbeitet werden kann. Das Forschungsprojekt
"Zukunftsorientierter Umgang mit Plattenbaustrukturen" ist vom Bundesamt für
Bauwesen ins Leben gerufen worden – als Teil des Vorhabens "Stadtumbau Ost".
"Ausgangspunkt für die Untersuchungen war ein ökologischer Gedanke", sagt Claus
Asam vom IEMB, der das Projekt geleitet und maßgeblich mit angeschoben hat. Die
400 Liter Heizöl, die in üblichen Platten stecken, ist für ihn "Energie, die
gespart werden kann, wenn die alten Platten im Hausbau weiterverwendet und nicht
neue hergestellt werden".
Wenn Platten für bis zu dreigeschossige Bauten wiederverwendet werden, ließen
sich zudem 20 Prozent der Rohbau-Kosten sparen – nicht nur im Vergleich zum
Einsatz neuer Platten, die pro Stück 900 Euro kosteten, sondern auch zu üblichen
Massiv-Neubauten aus Kalksand- oder Ziegelstein.
Doch dies gilt Asam zufolge nur, wenn die ausgebauten Platten nicht weiter als
maximal 60 Kilometer auf Sattelschleppern transportiert werden müssen. "Weiter
können wir das noch nicht, sonst sind wir ungünstiger als ein Neubau", räumt der
Bauwissenschaftler ein.
Die wesentliche Zielgruppe für das Verfahren sind indes die vom Platten-Abriss
betroffenen Wohnungsbaugesellschaften. "Die wollen die Platten loswerden", sagt
Asam. Deshalb seien sie an Alternativen zum Zerschreddern interessiert.
Das muss nicht der Bau von kleineren Häusern, sondern kann auch der Einsatz von
Platten als Lärmschutzwand oder Hochwasserschutz-Element sein. Selbst im
Landschaftsbau sind Platten denkbar und wurden im sächsischen Gröditz dafür auch
schon eingesetzt.
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