Newsticker Archiv Dezember 2002
31.12.2002
Rostock: Erstes Hochhaus fällt
"Wie geht man mit den Mietern um?" Diese Frage steht für den Mieterverein
Rostock beim geplanten Abriss und Rückbau von Wohnhäusern im Nordwesten und
Nordosten der Hansestadt im Mittelpunkt. Wie Vereins-Geschäftsführer Christian
Rudolph gestern weiter sagte, bleibe beim Rückbau von sechsgeschossigen
Plattenbauten zu Viergeschossern "die daraus entstehende besondere Struktur der
Betriebskosten" beachtenswert. Als Interessenswart der Mieter sieht Rudolph
Klärungsbedarf, da die Betriebskostenumlage von einem großen Block auf kleinere
Wohneinheiten umgelegt werde. Auch sei zu eruieren, "welche Rechte aus einem
DDR-Mietvertrag mit in den neuen übernommen werden".
Alle Vorhaben für 2003 auf Abriss von Wohnbauten im Rostocker Nordwesten
betreffen keine Mieter direkt, da die Häuser freigezogen sind, sagte Norbert
Kröger, Abteilungsleiter Wohnungswesen im Bauamt, auf NNN-Anfrage. Ein Abriss
von Wohnhäusern erfolgt nur punktuell."
"201 Wohnungen werden nächstes Jahr in Rostock abgerissen oder rückgebaut,
Fördermittel, die an die Wohnungsunternehmen weitergeleitet sind, wurden durch
das Land bewilligt", sagte Norbert Kröger vom städtischen Bauamt. Bis zum Ende
vom "Stadtumbau Ost" in sieben Jahren werde der Bestand von 112 000 Wohnungen um
2700 reduziert; daran haben 500 Wohnungen durch Zusammenlegungen Anteil.
www.svz.de
30.12.2002
Land Brandenburg: Minister warnt vor Pleiten bei
Wohnungsunternehmen
Vor der Insolvenz kommunaler und
genossenschaftlicher Wohnungsunternehmen hat Brandenburgs Bauminister Meyer
gewarnt.
Deren wirtschaftliche Lage sei angesichts landesweit rund 150 000 leer stehender
Wohnungen äußerst angespannt, stellte Meyer jetzt in einem Bericht fest. Durch
den Wegzug von Familien vor allem aus den Randregionen werde sich das Problem
weiter verschärfen.
Gingen Wohnungsunternehmen pleite, wäre eine Destabilisierung der lokalen
Wohnungsmärkte die Folge.
www.orb.de
30.12.2002
Nordhausen: Mieter achten mehr auf ihr Wohnumfeld
Mehr als zwölf Millionen Euro hat im Jahr 2002 die Wohnungsbaugenossenschaft
Nordhausen (WBG) investiert. Das gab gestern der Vorstand bekannt. Im
Mittelpunkt der Arbeit hätten Sanierungsvorhaben gestanden, hieß es.
Begonnen hat die WBG mit dem "Rückbau" von Wohnungen entsprechend des
Stadtratsbeschlusses. Nicht mehr benötigter oder unvermietbarer Wohnraum werde
abgerissen. Dadurch würden zum einen Wohnungsstandorte aufgelockert und
angenehmer gestaltet. Zum anderen verbessere sich auch die wirtschaftliche
Situation der WBG, weil der Leerstand reduziert werde. Der Abriss ist
eingebunden in das deutschlandweit laufende Programm "Stadtumbau Ost".
www.thueringer-allgemeine.de
27.12.2002
Schwerin: Öffentliche Hand soll Pläne der
Vermieter unterstützen
Frage: Glauben Sie an das große Vorhaben
Stadtumbau Ost?
Geschäftsführer der WGS Lemke: Ich gebe zu, dass es mir schwer fällt, daran zu
glauben. Doch etwas Optimismus ist auch in schwierigen Zeiten von Nöten -
deshalb: Ein Stadtumbauprogramm Ost ist allemal besser als keines.
Frage: Trotzdem kritisieren Sie das Vorhaben in seiner Konsequenz?
Lemke: Es muss realistischer angegangen werden. Wir erleben im Osten
Deutschlands seit geraumer Zeit Strukturveränderungen im erheblichen Ausmaß.
Eine Folge dieser Veränderungen sind u. a. die Leerstände, welche die
Wohnungsunternehmen belasten. Das hat inzwischen auch die Politik erkannt und
Handlungskonzepte entwickelt. Aber, warum musste diese Analyse mit einer solchen
Lautstärke erfolgen, dass nicht nur die Kreditinstitute in ihrer
Branchenbewertung ziemlich verunsichert wurden? Warum wurde die
Altschuldenentlastung an den Abriss von Wohnungen geknüpft? Und wenn sowieso -
nur - ein notleidendes Unternehmen die Anträge stellen kann, warum muss es dann
zuvor in den Abriss investieren? Das führt einerseits dazu, dass durch den
Abriss eine wirkliche Marktbereinigung nicht stattfinden wird, weil die
Unternehmen je nach Sanierungsstand eingeschränkt sind. Andererseits wird
dadurch eine spürbare Altschuldenentlastung nicht erreicht werden können, da die
belasteten Objekte ja zunächst verschwinden müssen.
Hier muss dringend nachgebessert und den Unternehmen die Entlastung bei
anerkanntem strukturellen Leerstand auch ohne die gleichzeitige
Abrissverpflichtung in voller Höhe des Leerstandsbestandes gewährt werden.
Frage: Können Sie dafür eine Rechnung für die WGS aufmachen?
Lemke: Wir haben uns verpflichtet, im Stadtumbauprogramm bis 2006 etwa 1100
Wohnungen abzureißen. Dieser Abriss führt zu einer Altschuldenentlastung von
durchschnittlich 220000 Euro pro Jahr. Bei einer Entlastung der Altschulden für
alle leerstehenden Wohnungen der WGS dagegen würde sich die finanzielle Lage
sofort um rund 800000 Euro im Jahr verbessern. Das macht viel au
Frage: Dennoch wird sich auch entlasteter Leerstand auf Dauer nicht auszahlen...
Lemke: Deshalb ist die Politik gefragt. Sie muss Entwicklungen intensiv steuern
und fördern. Die soziale und technische Infrastuktur ist vorhanden. Wir sind
gegenwärtig auch in der Lage Industrie- und Gewerbeansiedlungen in fast jeder
Größenordnung durch Wohnraumangebote zu unterstützen. Wenn wir also jetzt
anfangen bedarfsgerecht abzureißen, dann bitte nur so, dass wir morgen nicht
wieder anfangen neu aufzubauen, weil ein Großinvestor plötzlich Schwerin
entdeckt hat.
Frage: Also lieber Etagenrückbau statt kompletter Abriss von Wohnhäusern?
Lemke: Ja. Die größten Probleme haben wir mit Wohnungen im vierten oder fünften
Obergeschoss. Ein solcher Umbau erfordert aber unstreitig mehr Aufwand als ein
Abriss. Um das finanzieren zu können, muss die öffentliche Hand unterstützen.
Sie könnte Bürgschaften ausreichen, um Stadtumbaumaßnahmen finanzierbar zu
machen. Wir könnten so nicht nur Probleme lösen, auch unsere Stadt würde noch
lebenswerter werden. Ganz zu schweigen von den Arbeitsplätzen die entstehen.
www.svz.de
24.12.2002
Land Brandenburg: Wohnungsbaufirmen brauchen
Reform der Grunderwerbsteuer
Brandenburgs Bauminister Hartmut Meyer dringt
auf eine Reform des Grunderwerbsteuerrechts. Demnach müssten ostdeutsche
Wohnungsunternehmen, die wegen Leerstand fusionieren, von der Grunderwerbsteuer
befreit werden. Derzeit verhindere die Rechtslage in Ostdeutschland jede Fusion
von Wohnungsunternehmen. Das Brandenburger Kabinett werde deshalb eine
Bundesratsinitiative zur Änderung des Gesetzes unterstützen, die Sachsen gerade
vorbereite.
Entscheidend sei dabei, dass die Befreiung der Unternehmen keine Steuereinbußen
für das Land zur Folge hat. Das sei aber auch nicht zu fürchten. Denn das
Steueraufkommen aus Fusionen wäre nach Angaben von Meyer auch so Null gewesen,
da die Steuerpflicht Fusionen bisher unmöglich macht.
„Für das Gelingen des Stadtumbaus ist die Grunderwerbsteuer ein wichtiges
Thema“, unterstrich der Minister. Die Steuer komme den Ländern zu Gute, beruhe
aber auf einem Bundesgesetz. Meyer ist zuversichtlich, dass der Steuerbefreiung
ostdeutscher Wohnungsfirmen von den alten Ländern keine Steine in den Weg gelegt
werden
www.welt.de
www.moz.de
www.brandenburg.de
24.12.2002
Chemnitz: Fördermittel für Abriss bewilligt
Die Weihnachtsüberraschung für die Chemnitzer
Wohnungsunternehmen flatterte am 18. Dezember auf den Tisch von
Baubürgermeisterin Petra Wesseler. Nach monatelangem flutbedingten Stillstand in
Sachen Stadtumbau hat die Sächsische Aufbaubank (SAB) für den Rückbau von
Wohnungen insgesamt 9,1 Million Euro Fördermittel bewilligt. Eine erste Rate von
450.000 Euro hat die Stadt bereits abgefordert.
„Mit diesem Bewilligungsbescheid haben die Chemnitzer Wohnungsunternehmen
zumindest für die nächsten zwei Jahre eine gewisse Planungssicherheit und können
ihr Rückbauprogramm in größerem Umfang umsetzen. Für den Stadtumbau ist dies
eine ganz wichtige Hilfe“, so Wesseler. Mit dem Geld der SAB können in den
nächsten zwei Jahren mehr als 2000 Wohnungen abgerissen werden. Zugleich
bekommen die Großvermieter dadurch einen Teil ihrer Altschulden erlassen. Die
Baubürgermeisterin geht derzeit auch davon aus, dass die finanziell
angeschlagene Wohnungsbaugenossenschaft Chemnitz-Helbersdorf (WCH) im nächsten
Jahr planmäßig in den Stadtumbauprozess eingebunden werden kann.
In Dresden sind aus Chemnitz bisher 281 Anträge auf Rückbau von Wohngebäuden
eingegangen. Diese umfassen 11.979 Wohnungen mit einer Gesamtwohnfläche von
656.570 Quadratmetern. Die Rückbauanträge gliedern sich folgendermaßen auf:
Privatvermieter 28 Anträge für 211 Wohnungen, GGG 193 Anträge für 6680 Wohnungen
und Genossenschaften 60 Anträge für 5.088 Wohnungen.
Dass Stadtumbau trotz mittlerweile 42.000 leerstehender Wohnungen in Chemnitz
nicht nur Abriss bedeutet, belegt die Baubürgermeisterin mit den Förderanträgen
der Wohnungswirtschaft für Modernisierung von Wohngebäuden. Bis Mitte Dezember
hat die Kreditanstalt für Wiederaufbau zinsgünstige Kredite für die Sanierung
von 2144 Wohnungen zugesagt. Über weitere 1019 Wohnungen der GGG steht eine
Entscheidung noch aus.
Wo diese Mittel konkret eingesetzt werden, darüber wollen sich die in der
Stadtumbau GmbH zusammengeschlossenen Großvermieter bis Ende Januar abstimmen.
Bis dahin, so Claus Peter, Geschäftsführer der Stadtumbau GmbH, sollen die über
1000 Mietergespräche der letzten Wochen und Monate ausgewertet sein. „Anhand der
Ergebnisse werden auch die Quartierskonzepte für Markersdorf-Süd und
Hutholz-Nord nochmals modifiziert“, so Peter. In einigen Fällen wird es sogar so
sein, dass ursprünglich zum Abriss vorgesehene Blöcke nach den Mietergesprächen
wieder belegt und damit auch modernisiert werden können.
Für das Gebiet Hutholz-Nord, wo die GGG einen durchschnittlichen Leerstand von
56 Prozent verzeichnet, zieht Claus Peter eine positive Bilanz der
Mietergespräche. So sei es zum Beispiel gelungen, die meisten der in den zum
Abriss vorgesehenen Blöcken in der Friedrich-Viertel-Straße (Leerstand 72
Prozent) wohnenden Mieter in andere Wohnungen der GGG zu vermitteln. Insgesamt
wurden für die soziale Abfederung der Umzüge in diesem Jahr rund 500.000 Euro
eingesetzt.
www.freepresse.de
23.12.2002
Meyer fordert Novellierung des
Altschuldenhilfegesetzes
Brandenburgs Bauminister Hartmut Meyer
(dringt auf eine Novellierung des Altschuldenhilfegesetzes (AHG). Die derzeitige
Regelung des AHG ermögliche nur bei den Unternehmen eine Entlastungen von
Altschulden auf abgerissenen Wohnraum, die einen Leerstand von mindestens 15
Prozent aufweisen, sagte Meyer in Potsdam. Wohnungsunternehmen mit niedrigeren
Leerstandsquoten blieben dagegen nach dem Abriss von Wohnhäusern auf den darauf
liegenden Altschulden sitzen und müssten dann auch für Zins und Tilgung
aufkommen.
Meyer hat sich mit diesem Anliegen im Namen aller ostdeutschen Amtskollegen in
einem Brief an Bundesbauminister Manfred Stolpe (SPD) gewandt. Darin danken die
ostdeutschen Minister Stolpe für die zusätzliche Bereitstellung von 300
Millionen Euro für die Altschuldenhilfe. Damit stünden jetzt insgesamt 658
Millionen Euro zur Verfügung und alle gegenwärtig bei der Kreditanstalt für
Wiederaufbau (KfW) vorliegenden Anträge von Wohnungsunternehmen könnten
abgearbeitet werden. Die Unternehmen mit einer Leerstandsquote von weniger als
fünf Prozent bekämen aber keine Unterstützung.
Die kommunalen und genossenschaftlichen Wohnungsunternehmen sind nach Ansicht
von Meyer «die wichtigsten Akteure des Stadtumbaus». Der Abriss von Wohnraum sei
unverzichtbar für den Stadtumbau. Deshalb sei die Entlastung von Altschulden aus
Gründen der Gleichbehandlung und zur Erreichung der Ziele der
Stadtentwicklungskonzepte «grundsätzlich erforderlich». Ohne die Entlastung von
Altschulden auf alle abgerissenen Wohnflächen werde der Stadtumbau in den neuen
Ländern nicht erfolgreich sein.
www.moz.de
www.brandenburg.de
21.12.2002
Mieterbund: Mieten entwickeln sich uneinheitlich
Die Schere zwischen den Mieten in
wirtschaftsstarken und strukturschwachen Regionen klafft immer weiter
auseinander. Entsprechend stiegen die Mieten auch 2002 in Großstädten und
Ballungszentren wie München (12 Prozent) oder Frankfurt am Main (10 Prozent)
überdurchschnittlich stark.
In strukturschwachen Gegenden stünden dagegen immer mehr Wohnungen leer, sagte
die Präsidentin des Deutschen Mieterbundes, Anke Fuchs in Berlin. In
Ostdeutschland sei der Wohnungsleerstand auf 1,3 Millionen angestiegen. Und auch
im Westen klagten einzelne Wohnungsunternehmen, etwa in Niedersachsen, über eine
Leerstandsquote von 8 bis 12 Prozent.
Der Mieterbund forderte die Bundesregierung auf, endlich regional ausgerichtete
zielgenaue Förderprogramme zu entwickeln. Das bisherige »Gießkannenprinzip«
funktioniere nicht mehr, sagte Fuchs. Es bedürfe »differenzierter Instrumente
für differenzierte Wohnungsmärkte«. Nötig sei deshalb sowohl eine Förderung von
»bezahlbarem Wohnraum« in strukturstarken Regionen, aber auch eine Förderung der
städtischen Infrastruktur in wirtschaftlich schwachen Gebieten. Die Konzepte
müssten künftig vor Ort mit Verwaltung und den zuständigen Verbänden entwickelt
werden. Dazu gehöre auch bei einem Abriss von Wohnungen, frühzeitig die weitere
Nutzung der freigewordenen Fläche festzulegen. »Es gibt keinen Königsweg«, sagte
Mieterbund-Direktor Franz-Georg Rips.
www.nrz.de
www.mieterbund.de
21.12.2002
Neustadt: Erste Stufe des Konzeptes zur
Stadtentwicklung fest
Die erste Stufe des Entwicklungskonzeptes für
die Stadt Neustadt wurde am Donnerstagabend vom Neustädter Stadtrat beschlossen.
14 Ja-Stimmen standen in der Abstimmung eine Nein-Stimme und drei Enthaltungen
gegenüber. Die erste Stufe sieht den Rückbau mehrerer Wohnhäuser und Gebäude
vor.
Im Thüringer Landesverwaltungsamt werde ein Stufenplan als erster Schritt des
Stadtentwicklungskonzeptes akzeptiert, habe eine Beratung im Amt Anfang Dezember
ergeben. Mit einem solchen Plan bestehe zudem die Möglichkeit, in das Programm
"Stadtumbau Ost" aufgenommen zu werden. Die Aufnahme in dieses Programm sei vor
allem hinsichtlich des von der Stadt aufzubringenden Eigenanteils von Bedeutung.
Denn das Stadtumbauprogramm sehe einen Stadtanteil von nur 20 Prozent vor.
Andere Städtebauprogramme würden 33,3 Prozent fordern, heißt es in der
Beschlussvorlage.
www.otz.de
20.12.2002
Zschopau: Zu wenig Geld für Abriss im Bebel-Wohngebiet
Doch die dafür über das Bund-Länder-Programm „Stadtumbau Ost“ für das nächste
Jahr beantragten Fördergelder stehen augenblicklich in den Sternen. Zumindest
sollen nur 170.100 Euro der für den Abriss des 120-Wohneinheiten-Blocks am
Meixnerweg benötigten 510.930 Euro fließen. Mit den in Aussicht gestellten
Mitteln ist das Vorhaben allerdings nicht finanzierbar. Als unbefriedigend
bezeichnete Jochen Reh, Mitarbeiter im Bauamt, zur Stadtratssitzung am
Mittwochabend die Situation. Denn die Vorbereitungen der Wohnungsverwalter sind
inzwischen soweit vorangeschritten, dass beide Blöcke schon im nächsten Jahr
fallen könnten.
Allerdings scheint das letzte Wort in der Sache noch nicht gesprochen zu sein.
Reh verwies auf ein für Anfang Januar geplantes Gespräch mit der Sächsischen
Aufbaubank: „Es liegt im Ermessen des Kreditinstitutes, die benötigte Restsumme
zur Verfügung zu stellen.“ Die Stadt muss so genannte Fortsetzungsanträge
stellen und darf demzufolge im nächsten Jahr (bis 2007) auf die Bewilligung
weiterer Mittel hoffen. Eine Sicherheit besteht allerdings erst, wenn ein
Bewilligungsbescheid auf den Tisch liegt.
Für den für 2004 geplanten Abriss des Blocks Launer Ring (80 Wohnungen) hat die
Stadt 342.580 Euro Fördermittel beantragt.
www.freiepresse.de
20.12.2002
Land Brandenburg: Aufstockung der Altschuldenhilfe
nutzt nur Kommunalunternehmen
Brandenburgs Bauminister Hartmut Meyer (SPD)
sieht in dem Beschluss der Bundesregierung zur Aufstockung der Altschuldenhilfe
für ostdeutsche Wohnungsbauunternehmen einen wichtigen Schritt zum weiteren
Stadtumbau.
Die Mittel seien um 300 Millionen Euro auf 658 Millionen Euro erhöht worden.
Damit könnten 13 Brandenburger Wohnungsunternehmen insgesamt 78 Millionen Euro
in Anspruch nehmen. Das Land werde in gleicher Höhe Mittel für Investitionen
bereitstellen.
Minister Meyer wies allerdings auch darauf hin, dass mit dem Geld lediglich die
bislang vorliegenden Anträge von kommunalen Wohnungsbauunternehmen auf
Altschuldenhilfe abgearbeitet werden könnten. Das entspreche nur einem Drittel
aller derjenigen Unternehmen, die solche Hilfen in Anspruch nehmen könnten. Der
Bund müsse deshalb weitere Mittel zur Verfügung stellen.
www.welt.de
19.12.2002
Bremen: Leerstand von Wohnungen zwingt Gewoba zum
Abriss
Verhalten optimistisch blicken Klaus Stadler
und Werner Teetz, Vorstände der Gewoba AG Bauen und Wohnen, in das kommende
Geschäftsjahr. Mit einem voraussichtlichen Gewinn von 7,25 Millionen Euro wird
das größte Bremer Wohnungsbauunternehmen die Bilanz 2002 schließen. Im Vorjahr
waren es noch 8,7 Millionen Euro. Der Jahresüberschuss liegt bei 14,5 Millionen
Euro - und somit unter dem Planziel von 15,4 Millionen. Auch für 2003 erwarten
die Vorstände eine ähnliche Entwicklung.
Nichtsdestortrotz investiert das Unternehmen auch im kommenden Jahr in die
Modernisierung ihrer Anlagen: 61,6 Millionen Euro werden dafür veranschlagt.
Allerdings müssen erstmals in der Unternehmensgeschichte auch Rückbaumaßnahmen
begonnen werden. Ein Fakt, der insbesondere Teetz sehr schmerzt: „Jahrzehntelang
konnten Richtfeste gefeiert werden."
Notwendig wird der Abriss von zunächst zwei Hochhäusern in Lüssum und einem in
Bremerhaven durch zu hohe Leerstände und eine stagierende Nachfrage am
Mietmarkt. In den kommenden fünf Jahren will die Gewoba insgesamt 1000 der 42400
Wohnungen aus dem Bestand abreißen. Auf den dann freien Flächen will sich das
Unternehmen vor allem im Stadtumbau engagieren: Parks und Spielflächen sowie
Einfamilienhäuser statt Wohnblocks sind angedacht.
www.welt.de
18.12.2002
MAB Mecklenburg-Vorpommern: Mehr
Geld für Abriss leer stehender Wohnungen
Arbeitsminister Helmut Holter
will mehr Geld in den Abriss leer stehender Wohnungen stecken. In M-V seien die
im Jahr 2002 bereitstehenden Fördergelder für den Erwerb von Altbauten in den
Innenstädten nur verhalten in Anspruch genommen worden, sagte Holter bei einer
Tagung vor Architekten und Ingenieuren. Diese Mittel sollten im nächsten Jahr
umgeschichtet und für den so genannten Rückbau im Rahmen des Programms
„Stadtumbau Ost“ verwendet werden. Ein Antrag sei in Berlin gestellt worden. In
diesem Jahr seien in M-V rund 5100 Wohnungen rückgebaut worden, sagte Holter. In
etwa derselben Dimension werde sich der Abriss im Jahr 2003 bewegen
www.OSTSEE-ZEITUNG.DE
17.12.2002
Zwickau: Haus & Grund will ein Wörtchen mitreden
„Ist Stadtumbau in Zwickau nur eine Sache der
Großvermieter?“ fragt Angelika Müller. Die Vorsitzende des Haus- und
Grundeigentümervereins (Haus & Grund), die sich nach wie vor ausgegrenzt fühlt,
hat jetzt ihre Kritik an Baubürgermeister Wulf-Paul Werner erneuert. Der will
einen Dachverband für die drei Vermieterunternehmen GGZ, ZWG sowie
Westsächsischen Wohn- und Baugenossenschaft gründen will - ohne dabei den
Haus-&-Grund-Verein einzubeziehen.
Der „Zwickauer Weg“, wie Oberbürgermeister Dietmar Vettermann den Plan genannt
hat, könne schnell zum Holzweg werden und in eine Sackgasse führen, mutmaßt
Angelika Müller. Zumal ein Dachverband nur mit diesen drei Unternehmen die
Hälfte des Wohnungsleerstandes in Zwickau ignoriere - vorwiegend wertvolle
Altbauten in Privatbesitz. „Ist nicht der Abriss von Blöcken in E 5 ein
spezieller Fall, bei dem die drei Großvermieter zusammenarbeiten müssen, da alle
drei von den Leerständen dort betroffen sind? Braucht man dafür einen
Dachverband, damit drei Geschäftsführer von drei Unternehmen ihre Interessen
abstimmen können?“ lässt die Vereinschefin kein gutes Haar an derlei
Überlegungen und fragt: „Wo ist der Weg für die Mieter von der Platte in die
wertvollen Altbauquartiere, wo ist die Einflussnahme, ohne die Stadtumbau nicht
funktionieren kann?“ Letztlich fehle jeder Mieter, der in der Platte bleibt, in
der Altstadt. Und überhaupt: „Was soll die Botschaft dieses neuen Zwickauer
Weges denn für andere Städte sein?“
Aber es geht nach Meinung von Angelika Müller um weit mehr. „Es geht vor allem
um Geld für den Abriss, um Rückbauprämien. Und um die Entschuldung der
Wohnungsunternehmen.“ Werde dem nicht entsprochen, wären Insolvenzen der
Wohnungsunternehmen die Konsequenz. Dann aber könnte der Rückbau nicht mehr wie
geplant angepackt werden, die Plattenbauten würden schnell zu Ruinenlandschaften
verkommen. „Das kann doch keiner wollen. Die wirtschaftliche Situation der
privaten Wohnungseigentümer und der Vermieter stellt sich aber keineswegs anders
dar als bei den Großvermietern“, so Angelika Müller.
Eben deswegen fordert die Vereinschefin, dass mit der Benachteiligung von
privatem Eigentum „endlich Schluss“ gemacht werde und eine Gleichstellung mit
kommunalem Eigentum erfolge.
www.freiepresse.de
17.12.2002
Rostock: Bevölkerungsrückgang hält an
Im letzten Jahrzehnt hat Rostock über 45 500
Einwohner verloren. Wurden Ende 1992 noch 240 481 männliche und weibliche
Bewohner gezählt, waren es Ende September 2002 nur noch 194 922.
"Das Hauptproblem ist die natürliche Bevölkerungsentwicklung, die sich weder
kommunal noch vom Land steuern lässt", beschreibt Universitäts-Soziologe Dr.
Johann Gerdes das Phänomen im Gespräch mit den NNN. Nachdem die Stadt bis Mitte
der 1990er-Jahre starke Einwohnerverluste hinnehmen musste, habe sich die
Situation normalisiert. Das, was Rostock mit zahlreichen neuen Wohngebieten und
Aufbesserungen zur Stadtqualität auslöste, "hat Effekte gebracht", wertete
Gerdes. Dennoch - Rostock "fit zu machen, damit es für Zuwanderung attraktiv
ist", bleibt eine andauernde Aufgabe. Unverhältnismäßig hohe Abgaben wie die
Gewerbesteuer in Rostock würden den Vorsatz jedoch aushöhlen.
Beim Blick in die aktuellen Daten aus dem Amt für Statistik und Wahlen der
Hansestadt für das III. Quartal zeigt sich, dass Toitenwinkel den größten
Absturz an Einwohnern hinzunehmen hat; 308 Männer und Frauen kehrten vom II. zum
III. Quartal 2002 dem Stadtteil im Nordosten den Rücken. Von den 18 892
Toitenwinklern im Jahr 1992 sind aktuell nur 14 635 übrig geblieben. Leichte
Rückgänge haben weiterhin alle Großwohnsiedlungen zu verzeichnen, während neue
Wohnlagen in den Stadtgebieten Brinckmansdorf und Biestow zu Einwohnerzuwächsen
führten. Mit leichtem Auf und Ab stehen Stadtmitte und Kröpeliner-Tor-Vorstadt
zu Buche.
Ein Gegensteuern sei für Rostock wie für viele andere Städte ein schwieriges
Unterfangen, da die Handlungsmöglichkeiten eingeschränkt sind, sagte uns Dr.
Johann Gerdes. Zum einen sei viel Geld an Großprojekte und ihre Folgekosten
gebunden, zum anderen versuche man, durch einen Bonus Studenten zur
Hauptwohnsitznahme an der Warnow zu animieren und habe Teil am Bundesprogramm
zum Stadtumbau Ost, um soziale Probleme abzufedern. Das Programm versuche, trotz
wachsenden Wohnungsleerstands besonders betroffene Bereiche in ihrer
Wohnqualität nochmals aufzuwerten. Am Umstand eines generellen
Bevölkerungsrückgangs ändere das jedoch nichts.
Laut neuester Statistik gingen die Positionen Fort- und Zuzüge erneut weiter
auseinander. So stehen 2837 Zugezogenen im III. Quartal 3210 Fortgezogene
gegenüber. Rezepte, um die Menschen in Rostock zu halten, gibt es nicht. Der
direkte Schlüssel aber bleibt, Bedingungen für mehr Arbeit zu schaffen.
www.svz.de
14.12.2002
Hildesheim: Bürger kehren ihrer Stadt den Rücken
Immer mehr Einwohner kehren Hildesheim den Rücken, um sich im Umfeld der
Großstadt anzusiedeln.
Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt in Stadt und Kreis hat das Hamburger Institut
für Stadt-, Regional- und Wohnforschung, Gewos, im Auftrag der
Arbeitsgemeinschaft Hildesheimer Wohnungsunternehmen untersucht.
Insgesamt stehe die Wohnungswirtschaft in Niedersachsen vor "dramatischen
Herausforderungen", sagte Meyer. Zu den teilweise sehr hohen Leerständen,
stagnierenden Mieten und steigenden Mietausfällen komme die "Vergreisung" der
Gesellschaft, ohne dass die Politik bisher darauf reagiert habe.
Die Neubautätigkeit gehe zurück, Modernisierung und Qualitätssteigerung sei das
Gebot der Stunde. Aufschlüsse für regionales Handeln in Stadt und Landkreis
biete das Gutachten. Gewos-Geschäftsführerin Renate Szameitat stellte die
Ergebnisse der Analyse vor, wagte eine Prognose für das Jahr 2015 und gab den
Vertretern der Wohnungsbauunternehmen konkrete Handlungsempfehlungen.
Wenig schmeichelhaft fiel das Ergebnis für die Stadt Hildesheim aus.
Für Hildesheim prognostiziert Gewos im mittleren Wert eine Einwohnerzahl für
2015 von 98 900. Im Jahr 2000 waren es 104 400. Die Konsequenz für den
Wohnungsmarkt: Schon jetzt gibt es in der Stadt laut Gewos einen
Wohnungsüberhang von 2100. Bis 2015 werde sich das Überangebot auf 4 600
erhöhen.
www.haz.hildesheim.com
14.12.2002
Pirmasens: Kleinstadt?
2050 wird die Horebstadt nur noch knapp 26 000 Einwohner haben - wenn
Geburtenrate, Lebenserwartung und Zuwanderung sich ohne unerwartete
Veränderungen entwickeln.
Das Statistische Landesamt hat gestern einen Ausblick auf die
Bevölkerungsentwicklung im Land gewagt. Und der fällt alarmierend aus. Demnach
wird die Zahl der Rheinland-Pfälzer in den nächsten 50 Jahren um etwa eine
Million (rund 25 Prozent) zurück gehen. Besonders schrill klingeln die
Alarmglocken jedoch in Pirmasens: Dort ist im selben Zeitraum ein Minus von 42
Prozent möglich. Und damit liegt die Stadt - wieder mal - am Schlusslicht der
Tabelle der Statistiker.
Die Rechen-Variante, bei der am Ende dieses Ergebnis heraus kommt, geht davon
aus, dass die Zahl der Geburten nicht steigt und nicht fällt, dass die
Lebenserwartung der Menschen langsam ansteigt und dass die Zuwanderung nach
Rheinland-Pfalz langsam abnimmt und sich ab 2015 Zu- und Abwanderung die Waage
halten. "Das sind alles wenig spektakuläre Annahmen", sagte Klaus Maxeiner, der
Präsident des Statistischen Landesamtes, zur PZ.
Wenn man andere Entwicklungen annimmt, kommt man zu anderen Ergebnissen. Deshalb
haben die Statistiker auch gleich zehn Fälle durchgerechnet - mit höherer
Geburtenrate, stärker steigender Lebenserwartung oder höherer Zuwanderung etwa.
Die Ergebnisse für Pirmasens pendeln dabei zwischen 20 000 und 30 000 Einwohner.
Die genauen Zahlen werden der PZ kommende Woche vorliegen.
Mit mehr innerstädtischen Baugebieten will Pirmasens den Bevölkerungsrückgang in
Grenzen halten. Die Stadt habe das Ziel, den bis 2050 berechneten Rückgang an
die Entwicklung des Landes anzupassen, sagte der künftige Oberbürgermeister
Bernhard Matheis. Das würde konkret bedeuten, dass Pirmasens 2050 ungefähr 32
000 Einwohner hat - ein eher optimistisches Szenario also.
Der besonders deutliche Schwund der Pirmasenser Bevölkerung wird in erster Linie
darauf zurückgeführt, dass vor allem junge Familien der Stadt den Rücken kehren.
"Wir müssen unsere Stadt attraktiver machen", sagte Matheis. Dazu sollen neue
Baugebiete und der Ausbau der Pirmasenser Fachhochschule beitragen.
www.pz.pirmasens.de
14.12.2002
Land Brandenburg: Leerstand von Wohnungen
gestiegen
Der Wohnungsleerstand im Land Brandenburg ist
in einem Jahr von 12,6 auf 13,9 Prozent des gesamten Bestandes gestiegen. Das
teilte Bauminister Hartmut Meyer (SPD) gestern in Potsdam mit. Darin spiegelt
sich die steigende Abwanderung vor allem in Randgebieten wider. Insgesamt gibt
es in Brandenburg etwa 1,5 Mio. Wohnungen. Während in den berlinfernen Regionen
bereits 16,2 Prozent aller Wohnungen leer stehen, sind es im Speckgürtel um die
Bundeshauptstadt 7,4 Prozent. Durch den Leerstand werden den Unternehmen laut
Meyer jährlich 58 Mio. Euro entzogen. Betroffen seien vor allem unsanierte
Altbauten und Plattenbauten.
Besserung erhofft sich das Ministerium durch das in diesem Jahr angelaufene
Projekt «Stadtumbau Ost». Dahinter verbirgt sich ein Bundesprogramm, mit dem
leer stehende Wohnungen abgerissen werden sollen. Mit Hilfe der entstehenden
Freiflächen sollen die jeweiligen Stadtviertel «aufgewertet» werden - etwa durch
Anlage von Parks oder Spielplätzen. In Brandenburg fließen 2002 72 Millionen
Euro in den Stadtumbau.
Die meist kommunalen oder genossenschaftlich Eigentümergesellschaften geraten
durch den Leerstand immer häufiger in existenzielle Krisen. In Brandenburg haben
auch deshalb mittlerweile drei Unternehmen in Lauchhammer, Peitz und Fehrbellin
Insolvenz angemeldet. Gehen kommunale Wohnungsunternehmen Pleite, muss meist die
jeweilige Stadt die Rechtsnachfolge antreten - mit dramatischen Folgen für die
Haushalte.
www.morgenpost.berlin1.de
11.12.2002
Bremen-Tenever: Zeitplanung
für eine „Herkulesaufgabe“
Die zeitliche
Vorgabe: Anfang 2003. Dann kann laut Senatsvorlage, die heute im Kabinett auf
den Tisch kommt, die vereinbarte neue Projektgesellschaft mit dem Kauf von
Tenever-Wohnungen beginnen, die unter Zwangsverwaltung stehen. Es geht insgesamt
um etwa 1300 Wohneinheiten.
Neue Fassaden, Wärmedämmung, renovierte Treppenhäuser und Hauseingänge – all
dies soll unter anderem dazu beitragen, die Wohnqualität in Tenever zu erhöhen
und das lädierte Image des Stadtteils zu verbessern. Der Senat hat es sich zum
Ziel gesetzt, die Lebensverhältnisse in dem Quartier spürbar zu verbessern. Die
Wohnungen sollen instand gesetzt und modernisiert werden.
Es gelte insgesamt, wie es in dem Kabinettspapier heißt, „die Attraktivität
Bremens zu steigern, um so im Sinne des Sanierungsprogramms die Abwanderung
einzudämmen“. Es stehe eine „Herkulesaufgabe“ bevor, um in Tenever „ einen
attraktiven, zukunftsfähigen Stadtteil zu entwickeln“, so SPD-Bausenatorin
Christine Wischer.
Die Stadt, so hieß es gestern im Vorfeld der Sitzung der Landesregierung, werde
ihren Beitrag von 31 Millionen Euro gleich „zu Beginn des Vorhabens“ beisteuern.
Zitat aus der Vorlage: „Die Mittel stehen zur Verfügung.“ Für die weitere
Finanzierung engagierten sich die Bremer Investitions-Gesellschaft (BIG) und die
Gewoba. Bremen, so heißt es, könne damit rechnen, dass es einen Zuschuss von
drei Millionen Euro aus dem Topf des Bundes bekomme, der für den „Stadtumbau
West“ eingerichtet worden sei. Neben der Aufwertung geht es bekanntlich auch um
Abriss. Rund 650 Wohnungen sollen weichen.
www.weser-kurier.de
10.12.2002
Stralsund: Leer stehende Gebäude sind für
Stadt Klotz am Bein
Fritz-Reuter- und Wolfgang-Heinze-Schule, die
„Pestalozzi“, das Internat Stadtwald, das LISA-Institut in der Barther Straße,
Rosa-Luxemburg-Schule, „Scheele“ und das Internat der Beruflichen Schule Technik
und Handwerk – die Liste der Schulen, die keine mehr sind, wird von Jahr zu Jahr
länger. Dazu kommen sieben freigezogene Kindertagesstätten in den vergangenen
fünf Jahren (Moorteich, Hainholz, Volkswerft, Bergener Weg, Spatzennest, Fritz
Reuter, Wiesenblume) und der Hort „Wolfgang Heinze“.
Gestern gab das Schweriner Bauministerium auch grünes Licht für den Abriss der
Rosa-Luxemburg-Schule. Die Stadterneuerungsgesellschaft beginnt umgehend mit der
Ausschreibung, damit es im Februar losgehen kann. Die Gelder dafür kommen aus
dem Programm „Stadtumbau Ost“.
Dass die Probleme nicht kleiner werden, zeigt ein Blick in die
Schulentwicklungsplanung. In den nächsten fünf Jahren verabschiedet sich die
Stadt von weiteren sieben Schulen und vier Kitas.
www.OSTSEE-ZEITUNG.DE
8.12.2002
Nordhausen: 179 Wohnungen werden in Nordhausen abgerissen
179 Wohnungen sollen im nächsten Jahr in der
Stadt Nordhausen abgerissen werden. Diesen Plänen stimmte inzwischen auch schon
der Stadtrat zu.
Die beiden großen Nordhäuser Wohnungsunternehmen - die Städtische
Wohnungsbaugesellschaft (SWG) und die Wohnungsbaugenossenschaft (WBG) - haben
folgende Objekte zum Abriss vorgesehen: Die Häuser Ammerberg 22 bis 23,
Hohekreuzstraße 21 bis 28, Franz-Liszt-Straße 4, Herweghstraße 3,
Albert-Traeger-Straße 36 und Friedrich-Naumann-Straße 36 (alle SWG) sowie
Jacob-Plaut-Straße 19 bis 23 und die Thomas-Müntzer-Straße 9 bis 13 (alle
WBG).Vor allem wirtschaftliche Aspekte machten den Abriss notwendig, begründeten
die Wohnungsunternehmen ihre Objekt-Listen. Alle aufgeführten Häuser stünden
teilweise oder schon dauerhaft leer und beeinträchtigten so den
Unternehmenserfolg beider Gesellschaften.
Die WBG hatte per 30. September 2002 einen Leerstand von 16,5 Prozent ihrer
Wohnungen zu verzeichnen.
Alle Freiflächen, die durch den Abriss entstünden, werden als Grünflächen
hergerichtet, kündigte die Stadtverwaltung gestern an. Oberbürgermeisterin
Barbara Rinke wies darauf hin, dass das Abriss-Haus in der Albert-Traeger-Straße
nicht unter Denkmalschutz stehe: "Leider ist es auch nicht mehr sanierungsfähig
und daher unverkäuflich." Nach dem Abriss soll das Gelände wieder vermarktet
werden.
www.thueringer-allgemeine.de
8.12.2002
Trappenkamp: Hochhausabriss - Wohin mit den
Mietern?
Das Hochhaus an der Erfurter Straße muss weg.
Schon im kommenden April soll es abgerissen werden. Was geschieht dann mit den
27 Mietparteien? Das war die Frage, zu der Eigentümer des Hochhauses und der
Gemeinde in einer Mieterversammlung Stellung genommen haben.
Das Problem, das sich für alle Mieter stellt: Sie sollen ausziehen zum Nutzen
von Hochhauseignern und Gemeinde. Wer aber übernimmt die Kosten für den Umzug,
die Sicherheitsleistung für die neue Wohnung, schließlich die Zinsen für den
Kredit, der bei vielen dafür fällig wird? "Man könnte und wolle und werde . . ."
- die Lösungsvorschläge vom Vertreter des Hochhauseigners waren sehr
unverbindlich. Sicher ist: Für diese Ausgaben ist in der Gesamtfinanzierung für
den Abriss kein Pfennig vorgesehen.
Stefan Krohn, Sprecher der Landesentwicklungsgesellschaft Schleswig-Holstein,
erläuterte den Hochhausabriss aus seiner Sicht. Nachdem er Ziele, Strategien und
Maßnahmen für eine nachhaltige Stadtentwicklung im Rahmen des Programms "Soziale
Stadt" erläutert hatte, sagte Krohn zur Situation in Trappenkamp: "Der Ort liegt
im strukturschwachen Nordosten des Kreises mit einem erheblichen Kontingent an
Mietwohnungen (überwiegend sozialer Wohnungsbau). Dadurch entwickelte sich eine
Verstädterung einhergehend mit städtebaulichen Missständen und baulichen
Mängeln. Hinzu kommen eine räumliche Konzentration von Sozialhilfeempfängern und
Arbeitslosen, der Niedergang größerer Gewerbezweige und die Zuspitzung der
gemeindlichen Haushaltslage." Einige Zahlen für Trappenkamp: 17,9 Prozent
Arbeitslose, 2,18 Prozent Sozialhilfeempfänger, 12,1 Prozent Ausländeranteil.
Zudem gibt es 1089 Sozialwohnungen, davon 660 im Problemgebiet, 120 stehen leer.
Die Zielansätze der LEG für Trappenkamp seien unter anderem ein
Schrumpfungsprozess gemessen an der demografischen und wirtschaftlichen
Entwicklung, die städtebauliche Lösung für das Hochhausgrundstück, die
Unterstützung der Mieterschaft bei der Umsiedlung, die Umgestaltung
untergenutzter Bereiche wie Sudetenplatz, Schaffung einer
Bürgerbegegnungsstätte, Verlagerung von flächenintensiven Betrieben aus dem
Ortskern in vorgehaltenes Industrie- und Gewerbegebiet.
www.ln-online.del
7.12.2002
Roßleben:
Fördermittel zur Wohnumfeldverbesserung
Der Bescheid über die Fördermittel zur
Wohnumfeldverbesserung in der Thomas-Mann-Straße sei eingetroffen, erklärte
Dieter Freimann, Geschäftsführer der Bau- und Wohnungswirtschafts GmbH (BaWo).
Die Mittel werden bis zum Ende des Jahres nicht verfallen, weil die Zeitschiene
verschoben worden sei (November 2001 bis Juni 2003). Die Ausschreibung für die
Arbeiten wurde bereits im Bundesanzeiger veröffentlicht. Im Zuge der Arbeiten
werden laut Freimann Balkons angebracht, Erdarbeiten sowie Maßnahmen am
Fundament durchgeführt. Die Thomas-Mann-Straße 2 bis 6 soll zudem an das
Fernleitungssystem angeschlossen werden. Im Zusammenhang mit der Sanierung im
Innenbereich werden Fenster, Fassade, Sanitär et cetera in Angriff genommen. Das
wird im Februar kommenden Jahres beginnen, wenn die Förderung bis dahin
eintrifft, so Geschäftsführer Freimann.
Derzeit seien 15 Prozent der BaWo-Wohnungen leer stehend. Aus dem Stadtumbau-Ost
habe man in diesem Jahr keinerlei Mittel erhalten.
www.thueringer-allgemeine.de
7.12.2002
Eggesin: Leere Platten können fallen
Die fast zahlungsunfähige Stadt Eggesin
bekommt ein bisschen Luft zum Atmen. Der Bund hat der Randowstadt jetzt 3,78
Millionen Euro aus dem Programm "Stadtumbau Ost" für den Abriss von knapp 1000
Wohnungen gewährt, teilte der stellvertretende Bürgermeister Siegfried Brauer
mit. Dabei handele es sich um eine Förderung, die nicht zurückgezahlt werden
müsse und für die keine Eigenmittel notwendig seien. Der Kämmerer warnte
allerdings trotz der Bewilligung vor allzu großem Optimismus: "Mit dem Abriss
verschwinden nicht die Schulden, die wir haben", stellte er klar. Trotzdem: Für
den Eigenbetrieb Wohnungswirtschaft und damit auch für den Stadthaushalt bringt
der jetzt ermöglichte Abriss eine gewisse Entlastung mit sich. So entfallen die
Kosten für die Sicherung der bereits leer stehenden Blöcke in der
Adolf-Bytzeck-Straße, sagte Brauer. Zudem werde etwas für die Verbesserung des
Stadtbildes getan.
Der grundsätzliche Förderbescheid gelte bis zum Jahr 2006, erklärte Brauer. Er
hoffe nun auf die konkrete Einzelbewilligung der Mittel, damit die
Ausschreibungen für die Abrissarbeiten ausgelöst werden können. Zunächst soll
ein Block mit 88 Wohnungen in der Zlotower Straße sowie mehrere Platten mit
insgesamt 330 Wohnungen in der Adolf-Bytzeck-Straße fallen, so der
Vize-Bürgermeister.
Indes ist die Bewilligung der Abriss-Mittel für Brauer nur der erste Schritt.
Denn obwohl die leergezogenen Plattenbauten verschwinden, hat die Stadt weiter
die Schuldenlast zu bewältigen, die auf den Wohnungen lastet. Dies sind etwa 75
Euro pro Quadratmeter an Altschulden beziehungsweise Anschaffungskosten, die aus
dem Kauf vom Bund resultieren. Die Zins- und Tilgungszahlungen für diese nicht
mehr nutzbaren Wohnungen reißen letztlich ein Loch von mehreren Millionen Euro
in den Stadtetat. Deshalb müssten diese Schulden erlassen werden, so Brauer.
Zudem fehlt der Stadt noch die Genehmigung des Bundes, damit die Plattenbauten
überhaupt abgerissen werden können. Denn theoretisch ist Eggesin laut Vertrag
nach wie vor zur Sanierung der vom Bund übernommenen Wohnungen verpflichtet,
verdeutlichte der Vize-Bürgermeister.
www.nordkurier.de
5.12.2002
Rudolstadt:1255 Wohnungen weniger in Rudolstadt bis zum
Jahr 2010
Die Wohnungswirtschaft in der Stadt
Rudolstadt steht vor einem tiefgreifenden Strukturwandel. Soll es gelingen, den
- vornehmlich - Mietwohnungsmarkt den Bedingungen einer immer weiter
schrumpfenden Stadt anzupassen, so müssen bis zum Jahr 2010 etwa 1225 Wohnungen
abgerissen werden. Dem gegenüber steht ein Neubau von 325 Wohnungen. Dies geht
aus dem wohnungspolitischen Teil für das Stadtentwicklungskonzept hervor, das in
der kommenden Woche im Stadtrat beschlossen werden soll.
Die demografischen Aussichten für die Stadt Rudolstadt, die der Analyse zu
Grunde gelegt wurden, sind alles andere als rosig. Bis zum Jahr 2015 wird die
Zahl der Einwohner in Rudolstadt zwischen 22 500 und 24 000 liegen und hätte in
etwa wieder das Nachkriegsniveau erreicht. Nach den Prognosen würde der
Wohnungsleerstand von jetzt etwa 1600 ohne Gegensteuerung bis 2020 auf eine Zahl
zwischen 2500 und 4000 wachsen. Darauf muss reagiert werden. Wie das aussehen
kann, zeigt das wohnungspolitische Konzept auf, erarbeitet für die einzelnen
Wohngebiete der Stadt.
Von der Umstrukturierung am meisten betroffen sind das Plattenbaugebiet
Volkstedt-West, der industrielle Werkswohnungsbau in Alt-Schwarza und die
Plattenbauten in der Breitscheidstraße. An diesen drei Schwerpunkten sollen bis
zum Jahr 2010 etwa 800 Wohnungen verschwinden. Am Wochenende soll in einem
Workshop mit den beiden Architekturbüros, die den von der Stadt ausgeschriebenen
Wettbewerb zum Stadtumbau gewonnen haben, weiter an den konkreten Vorschlägen
gearbeitet werden.
www.otz.de
5.12.2002
Greifswald: Umbau des Ostsee-Viertels trotz knapper Kassen
Ein Plan, der den kompletten Umbau
einschließlich Abrissarbeiten sowie Rückbau von ganzen Etagen im Gebiet umfasst,
wurde befürwortet.
Die Notwendigkeit dessen erklärte Stadtplanungsamtsleiter Volker Bouché mit
wenigen Zahlen: „Greifswald weist einen Wohnungsleerstand von ca. acht Prozent
auf; mit steigender Tendenz und steigenden Leerstandszeiten. Im Ostseeviertel
Parkseite sind es jedoch 15 Prozent“. Diese Tatsache sowie die Notwendigkeit der
Modernisierung der Plattenbauten vor Augen, entwickelten die beiden in diesem
Terrain vertretenen Wohnungsgesellschaften WVG und WGG gemeinsam mit Planern ein
Konzept, das über das Förderprogramm „Städteumbau Ost – für lebenswerte Städte
und attraktives Wohnen“ verwirklicht werden soll. Doch ob tatsächlich Mittel in
ausreichendem Maße fließen, wagte Ausschussmitglied Norbert Meyer zu bezweifeln:
„Ist es nicht eher so, dass die Finanzierung auf wackligen Füßen steht“, fragte
er.
Fritz Richter, Geschäftsführer der Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft mbH,
konnte die Bedenken nicht zerstreuen. Als WVG und WGG vor Jahren erstmals wegen
des Ostseeviertels Parkseite zusammen saßen, seien die Voraussetzungen andere
gewesen. „Es gab Landesförderprogramme und die KfW-Programme“, sagte er und
erläuterte anhand von Zahlen das einstige Finanzierungskonzept seines
Unternehmens. Doch die Voraussetzungen hätten sich nunmehr geändert. Ob
tatsächlich die versprochenen 60 Euro pro rückgebautem Quadratmeter fließen
werden, sei unklar.
www.OSTSEE-ZEITUNG.DE
3.12.2002
Gera: Gewo gibt 51 Millionen Euro für Modernisierung und
Abriss aus
Von "relativ gutem Einvernehmen" mit dem
neuen Mehrheitsgesellschafter spricht Gewo-Geschäftsführer Horst Richter knapp
fünf Monate nach dem Wirksamwerden des 94-prozentigen Kaufs der Geraer
Wohnungsgesellschaft mbH durch die DKB Immobilien AG.
Die deutlichste Veränderung zur vorherigen Situation als rein kommunale
Wohnungsgesellschaft machte Richter gestern an Zahlen deutlich: War man
ursprünglich davon ausgegangen, den derzeit noch bei 9600 liegenden und im Zuge
der Marktbereinigung um 2200 zu reduzierenden Wohnungsbestand in zehn Jahren
saniert zu haben, so will man das nun in etwa vier Jahren schaffen. Was konkret
heißt: Allein der Investitionsplan für die Jahre 2003/04 sieht Modernisierungen,
Wohnumfeldgestaltung und Abriss an 30 Standorten in der ganzen Stadt in einem
Umfang von 51 Millionen Euro vor. 948 Wohnungen sollen modernisiert, das
Wohnumfeld gestaltet werden, auf 558 Wohnungen wartet die Abrissbirne.
Die Unternehmensphilosophie der mit 25 Prozent Leerstand belasteten Gewo, dass
der Abriss von 2200 Wohnungen nur klappen kann, wenn genügend Wohnraum für die
Bewohner leer zu ziehender Blöcke "auf Vorrat" saniert wird, hat durch den neuen
Mehrheitsgesellschafter einen zusätzlichen Aspekt erhalten: Die DKB Immobilien
AG möchte weniger ein Plattmachen ganzer "Platten", sondern legt Wert auf
Umgestaltung z.B. durch Teilrückbau und Herausnehmen einzelner Segmente aus
Häuserzeilen.
www.otz.de
3.12.2002
Mecklenburg-Vorpommern: Abriss als Chance für
Plattenbauquartiere
Die
Abrissbirne soll in leerstandsgeplagten Plattenbauquartieren Wege zu neuer
Attraktivität freiräumen. Die Vorbereitungen für Rückbau und Aufwertung von
Problemvierteln im Zuge des "Stadtumbaus Ost" laufen auf Hochtouren.
Dramatischer als in Dranske auf Rügen kann ein Wohnungsmarkt kaum kollabieren:
Selbst nach dem Abriss von 170 Plattenbauwohnungen liegt die Leerstandsquote im
gemeindeeigenen Wohnbestand noch bei 56 Prozent - Tendenz steigend.
Neben dem Rückbau von alles in allem acht Wohnblöcken mit 590 Wohnungen, ginge
es darum, die verbleibende Bausubstanz und das Wohnumfeld qualitativ spürbar
aufzuwerten, ergänzte Robert Erdmann, Bereichsleiter MV der
Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) Schleswig-Holstein. Die LEG betreut neben
dem Stadtumbau-Projekt Dranske auch ähnliche Konzepte u. a. in Schwerin,
Hagenow, Parchim und Sternberg.
"Landesweit schätzen wir den Abrissbedarf auf rund 30 000 Wohnungen und damit
knapp vier Prozent des Gesamtbestandes", sagte Michael Gäbert, zuständiger
Abteilungsleiter im Schweriner Bauministerium.
www.svz.de
2.12.2002
Zwickau: Dachverband für Großvermieter geplant
Baubürgermeister Wulf-Paul Werner will einen
Dachverband für die drei Großvermieter GGZ, ZWG und Wewobau gründen.
Außerdem wurde bekannt, dass 5100 Eckersbacher Wohnungen bis 2015 der
Abrissbirne zum Opfer fallen.
Ausgangspunkt aller Konzepte ist die Prognose, dass die Zahl der Einwohner von
derzeit 101.000 auf rund 90.000 im Jahre 2015 sinken werde. Von den 63.500
Wohnungen im Stadtgebiet stehen schon 16.000 leer. Jede vierte Wohnung ist also
verwaist. Besonders schlimm sieht es in den Plattenvierteln Eckersbach und
Neuplanitz aus. Für ihn kommt es jetzt darauf an, Kräfte zu bündeln und
Kompetenzen zu konzentrieren - deshalb auch sein überraschender Vorschlag, die
Wohnungsunternehmen unter die Fittiche eines Dachverbandes zu bringen. In den
nächsten Tagen will der Baubürgermeister erste Gespräche dazu führen.
www.freiepresse.de