Newsticker Archiv Februar 2003
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28.02.2003
Neubrandenburg: Planer
nehmen Abschied vom "Hullerbusch"
Die Planer der Viertorestadt backen mittlerweile kleinere Brötchen: Der jetzt
den Abgeordneten vorgelegten Änderungsentwurf des Flächennutzungsplans liegt
eine Prognose von nur 66 000 Einwohnern 2010 zu Grunde.
Als der Plan, mit dem sich die Kommune festlegt, für welchen Zweck sie welche
Flächen nutzen will, erstmals Mitte der 90er Jahre aufgestellt wurde, ging man
noch von einer Entwicklung auf 85 000 Einwohnern aus. Die neuen Prognosen für
die Bevölkerungs-, die Wohnungsmarkt- und die wirtschaftliche Entwicklung der
Stadt sollen jetzt ihren Niederschlag in der Flächenplanung finden. Ebenso die
neuen Leitbilder, die mit dem Integrierten Stadtentwicklungskonzept für die
einzelnen Stadtgebiete aufgestellt wurden.
Auch der "Hollerbusch", der in Nachbarschaft des Malerviertels auf 32 Hektar
Bauplatz werden sollte, wird nun als Landwirtschaftsfläche geplant. Die Planer
orientieren auf kleinere Standorte im Stadtgebiet.
Bis auf die gerichtlich umstrittene Vier-Tore-Thermen-Fläche wird alles andere
wieder für den Pflug freigegeben.
www.nordkurier.de
28.02.2003
Schwerin:
Bagger rücken ersten Platten zu Leibe
Weniger Einwohner, mehr leer stehende Wohnungen: Endlich können die finanziell
arg gebeutelten Wohnungsunternehmen der Stadt reagieren. Denn seit Januar
fördern Bund und Land auch den Abriss von Wohnungen. Auf dem Dreesch werden es
knapp 1600 sein.
Los ging es gestern im WGS-Block in der Fichtestraße 11-15. Handwerker begannen,
das Haus komplett zu entkernen. Die SWG folgt am Montag in der Pecser Straße
4-14. Nachdem dort in etwa vier Wochen die Türen und Fenster - letztere sollen
übrigens wiederverwendet werden - ausgebaut sind, werden Bagger mit großen
hydraulischen Scheren anrücken. "Die Baustelle wird ständig befeuchtet, um die
Belästigungen für die Anwohner möglichst gering zu halten", kündigt
SWG-Geschäftsführer Wilfried Wollmann an.
In ganz MV werden so bis 2009 knapp 300 Millionen Euro ausgeschüttet.
"Wir wollen mehr Platz zum Leben schaffen", bringt es WGS-Chef Günter Lemke auf
den Punkt. Bereits seit 1994 hätten sich WGS, SWG und die Stadt daher
abgestimmt, wo und wie saniert, rückgebaut und abgerissen werden soll.
Vom Rückbau-Projekt in der Tallinner und Vidiner Straße - dort sollen ganze
Geschosse und Segmente aus den Blöcken entfernt werden - verspricht er sich neue
Kunden: "Das wird ein sehr attraktives Viertel mit lockerer Bebauung,
interessant geschnittenen Wohnungen und viel Grün drumherum."
www.svz.de
28.02.2003
Rostock: Wiro startete Abriss in Groß Klein
In der neunten Kalenderwoche vollzieht sich bei der Wiro ein historischer
Moment: Das Unternehmen startete den Abriss der Hermann-Flach-Straße 18 und 19.
Im Rostocker Wohnungsbau ist das eine Premiere.
"Im Februar haben wir die Häuser freigeräumt", erzählt Wiro-Prokuristin Sabine
Schünemann. Inzwischen wird Platte um Platte im Stück demontiert, auf einen
Tieflader gelegt, der die Teile zur ausführenden Entsorgungsfirma Remex zum
Zerkleinern transportiert.
Weiterhin abgerissen werden soll noch die Hermann-FlachStraße 21 bis 24, das
sind noch einmal 49 Wohnungen.
Sollte der nächste Fördermittelbescheid eingetroffen sein, wird die
Hermann-Flach-Straße 35 bis 36 rückgebaut. Das geschieht etagenweise, wie die
Grafik aus der "Wiro Aktuell" veranschaulicht. Dadurch bekommt das Gebäude so
einen treppenartigen Charakter. Diese Bauweise taucht auch in Groß Klein,
Schmarl und Evershagen bei den Hochhäusern auf.
"In diesen Wohnungen entstehen die allerschönsten Grundrisse", gerät Sabine
Schünemann ins
Zu den 250 Wohnungen, die in diesem Jahr in Groß Klein abgerissen werden, gehört
die im Baggermeisterring 22a und 22c sowie im Sprengmeisterweg 2 und 3, außerdem
ist die Tischbeinstraße 24 für diese Maßnahme vorgesehen.
www.svz.de
27.02.2003
Hohenleuben: Abriss leer stehender Objekte einzige Investition 2003
Bekanntlich hat die Stadt ihren kommunalen Wohnungsbestand in die Triwo mit
eingebracht und die Bürgermeisterin Heidrun Sedlacik ist Gesellschafter. Sie
verwies in ihrem Bericht an den Stadtrat insbesondere darauf hin, dass trotz des
erhöhten Jahresfehlbetrages für 2001 gegenüber dem Vorjahr, die Vermögens- und
Finanzlage der Triwo durch die Prüfer als geordnet eingestuft wurde und die
Liquidität während des gesamten Wirtschaftsjahres 2001 gesichert war.
Sorge bereite dem Geschäftsführer hingegen, dass in Hohenleuben die
Leerstandsquote bei 16 Prozent liege.
Insofern sei die nun schon seit fast drei Jahren ins Auge gefasste Fusionierung
der Wohnungsbaugesellschaften von Triebes, Auma, Langenwetzendorf, Mühltroff und
Pausa beinahe unumgänglich und werde weiter verfolgt. Voraussetzung für eine
erfolgreiche und nutzbringende Fusion sei jedoch, so Theilig, dass das leidige
Thema Grunderwerbssteuer vom Tisch ist. "Wenn wir die zahlen müssen, bringt uns
die ganze Fusion unterm Strich nämlich nichts", so der Triwo-Geschäftsführer in
Hohenleuben.
www.otz.de
27.02.2003
Uckermark:
Zukunftsvision: Wohnblöcke zumauern
Von der Öffentlichkeit fast unbemerkt nimmt der Wohnungsleerstand im ländlichen
Raum immer größere Dimensionen an. So ist auf einer Anhörung vor dem Landtag
zwar deutlich geworden, dass über ein Jahrzehnt nach der Wende rund 150 000
Wohnungen in Plattenbauten der Städte unbewohnt sind. Die ersten Blöcke sind aus
diesem Grund beispielsweise in Schwedt abgerissen worden.
Doch nehmen sich die vom Landwirtschaftsministerium ermittelten 6000 leer
stehenden Wohnungen im ländlichen Raum bescheiden aus. Ins Verhältnis zum
Wohnungsbestand der Kommunen gesetzt, ist aber der Leerstand besonders in
Randgebieten wie der Uckermark genauso hoch wie in den Städten.
Gab es beispielsweise 1994 im Bestand der Kommunalen Wohnungsunternehmen
Prenzlau-Land GmbH (KWU) noch zwei Prozent leere Wohnungen, stehen heute 23
Prozent unvermietet. Das "Stadtumbau Ost"-Programm greift hier ebensowenig
wie die Förderrichtlinie zur Erstellung wohnungswirtschaftlicher Konzepte, auf
deren Grundlage auch der Abriss gefördert wird.
Am 4. Dezember 2001 wurde die AG "Wohnen auf dem Lande" gegründet, zu dem die
Ämter Gerswalde, Templin-Land, die Gemeinde Boitzenburger Land sowie die
Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft Gerswalde, die Wohnungsbaugenossenschaft
Templin und die KWU Prenzlau-Land gehören. Im Vorjahr gründeten die Gemeinden
Nordwestuckermark und Uckerland sowie die Ämter Brüssow und Gramzow mit der
Wohnungsverwaltungsgesellschaft Brüssow und der KWU den Arbeitskreis "Ländliches
Wohnen". Da mit der Gemeindefusion die Stadt Prenzlau auch Wohnungsbestand in
Dedelow, Blindow, Dauer, Güstow, Schönwerder und Klinkow bewirtschaftet, wurde
eine dritte AG "PARGE" (Prenzlauer Arbeitsgemeinschaft) ins Leben gerufen.
Auf Entschuldung hoffen darf aber nur, wer mindestens 15 Prozent Leerstand
aufweisen kann und eine Teilentlastung von den Altschulden durch die
Kreditanstalt für Wiederaufbau erhalten hat. Grundsätzlich ausgenommen davon
sind jedoch die Kommunen. Als die KWU 1993 von den 13 Gemeinden des Amtes
Prenzlau-Land und dem Amt selbst gegründet wurde, war für das Unternehmen die
Beantragungsfrist auf Teil-entlastung schon abgelaufen, so dass heute weder die
Kommunen noch die KWU bei einem Abriss entschuldet werden können.
"Die wirtschaftliche Lage wird immer prekärer. In der Perspektive bleibt uns
nur, Häuser und Aufgänge leer zu ziehen und die Objekte gegen Vandalismus zu
schützen", zeichnet Roll eine Zukunftsvision und appelliert an die Politiker und
Ministerien des Landes, eine Lösung zuzulassen.
Das Beispiel vom zugemauerten Wohnblock in Damme, der erst Mitte der 90er
saniert wurde, hat er jüngst vor Landespolitikern deutlich gemacht.
www.nordkurier.de
26.02.2003
Zwickau: Großvermieter
nach Berlin
Am 12. März Gespräche im Bundesbauministerium geplant
Wie können Zwickaus Großvermieter von den Förderprogrammen des Bundes
profitieren? Was ist mit der Teilentschuldung? Wo klemmt’s beim Rückbau von
Wohnflächen? Um diese Fragen geht es am 12. März, wenn die Chefs der Zwickauer
Wohnungsgesellschaften, GGZ, Wewobau und ZWG, einen Termin beim
Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen haben.
Mit der parlamentarischen Staatssekretärin Iris Gleicke (SPD) soll an diesem Tag
erörtert werden, wie der Stadtumbau Ost in Zwickau zügig vorangebracht werden
kann. Vermittelt hatte das Treffen der Zwickauer SPD-Bundestagsabgeordnete
Andreas Weigel. Weigel hält es für entscheidend, dass die Konzepte der
Wohnungsgesellschaften auf Arbeits- und Sachebene erörtert und zügig umgesetzt
werden. Das sei das Ziel der Gespräche., so Weigel, der die Ansicht vertritt, es
sei hilfreich, wenn Vertreter der Bundesregierung sich in Zwickau direkt vom
Fortschreiten des Stadtumbaus Ost überzeugen
www.freiepresse.de
26.02.2003
Gotha: Viele Wohnungen saniert
In der Herbsleber und Pfullendorfer Straße erstrahlen die Häuser des Gothaer
Spar- und Bauvereins wie nie zuvor. Rund zehn Millionen Euro hat die
Genossenschaft seit der Wende in die Sanierung ihrer Häuser, die sich
größtenteils in Gotha-Ost befinden, investiert, Fenster, Heizungen und Fassaden
erneuert. Die Genossenschaft ist übrigens die älteste ihrer Art in Gotha, hat
heute einen Bestand von 482 Wohnungen und 430 Mitglieder, und "leider einen
Leerstand von 20 Prozent", sagte Rüdiger Schaller. Allein in der Steinstraße
stünden 56 Wohnungen leer. Pläne zum Umbau der Häuser in dieser Straße gebe es
zwar, doch dies sei eben auch eine Frage des Geldes. Zur Philosophie der
Genossenschaft gehöre sicheres Wohnen, das Sich-Wohl-Fühlen in den eigenen vier
Wänden. Denn jedes Mitglied hat Anteile am Gesamtvermögen, preist Schaller den
alten Genossenschaftsgedanken. Vieles werde von den Genossenschaftlern auch in
Eigenleistung vollbracht. Das mache sich dann auch an der Höhe der Miete
bemerkbar.Jedes neue Mitglied müsse eine Beitragsgebühr von 40 Euro zahlen und
je nach Größe der Wohnung Anteile von je 155 Euro erwerben.
www.thueringer-allgemeine.de
26.02.2003
Jena: Berliner Ehepaar blockiert weiter Abriss in Lobeda-Ost
Am 4. März könnte sich vor dem Amtsgericht in
Jena das Schicksal des gesamten Umbau-Programmes für Plattenbaugebiete in den
neuen Bundesländern entscheiden. Das jedenfalls glaubt Dirk Kreinberger, Chef
der Rechtsabteilung der Städtischen Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft
Jena (SWVG).
Als bisher härteste Nuss für den größten Vermieter der Stadt erweist sich ein
Ehepaar , das zwar schon seit 1988 in Berlin wohnt, aber in der Lobedaer
Paul-Schneider-Straße 7 noch immer eine Wohnung im fünften Stock gemietet hat,
sie regelmäßig nutzt und dafür auch pünktlich zahlt. Die Berliner, die noch
einen Mietvertrag aus DDR-Zeiten besitzen, weigern sich hartnäckig, auszuziehen.
Sie berufen sich auf den Einigungsvertrag, der ein Kündigungsrecht wegen
"wirtschaftlicher Verwertung" durch die Wohnungsgesellschaften - sprich
Eigenbedarf - ausschließt. Ob der Abriss der beiden Häuserblocks
Paul-Schneider-Straße 1-7 eine solche "wirtschaftliche Verwertung" darstellt
oder nicht, soll nun am 4. März das Gericht entscheiden.
Ein Gütetermin beim Amtsgericht am 27. Januar 2003 wegen der Kündigung durch die
SWVG zum 31. Dezember 2002 ist bereits ohne Einigung verstrichen. Während die
Kläger eine Abfindung von 20 000 Euro und die Umzugskosten fordern, ist die SWVG
nur bereit, die Umzugs- und Nebenkosten zu tragen.
"Wenn wir in diesem Fall die Summe zahlen, schaffen wir einen Präzedenzfall und
das Umbauprogramm-Ost ist nur noch Makulatur, weil nicht mehr bezahlbar",
erklärt Jurist Kreinberger die Zwickmühle, in der sich die SWVG befindet.
An Geld und guten Worten für die Berliner sowie Wohnungsangeboten bis hin zum
Reihenhaus hat es aber schon im vergangenen Jahr nicht gemangelt. Unter der Hand
soll auch eine Ablösesumme (10 000 Euro) angeboten worden sein, lautet ein
Gerücht. Als alles nicht half, kündigte die SWVG zum 31. 12. 2002 und ließ es
auf die Klage ankommen.
www.otz.de
25.02.2003
Liebschützberg/Borna: Flächennutzungsplan setzt auf "reduziertes Wohnen"
Ein weiteres Mal liegt in dieser Woche der Flächennutzungsplan der Gemeinde
Liebschützberg zur Einsichtnahme für jedermann aus. Wer sich dafür interessiert,
dürfte einige wichtige Veränderungen, die der Gemeinderat auf seiner ersten
Sitzung 2003 beschlossen hatte, gegenüber der vorherigen Fassung erkennen.
Eingesehen werden kann dieses Dokument zu den bekannten Dienstzeiten im
Verwaltungssitz Borna. Ebenso demokratisch: Während der Offenlage können von den
Einwohnern Anregungen zum geänderten Planteil schriftlich eingereicht oder zur
Niederschrift vorgebracht werden.
Zu den wichtigsten Veränderungen zählt die Verringerung von ausgewiesenen
Wohnstandorten in den 17 Ortsteilen. Auch die Fachleute vom Grimmaer
Landschaftplanungsbüro Dr. Bormann und Partner gaben zu bedenken, dass immerhin
61 Standorte für Eigenheime des Großzügigen zu viel wären. Gestützt wird diese
Empfehlung, den Wohnungsbau im Plan einige Nummern kleiner zu fahren, durch die
unumstößliche Tatsache, dass die Einwohnerzahlen eigentlich überall rückläufig
seien.
www.lvz-online.de
25.02.2003
Ostdeutsche schließen bei Wohnraum auf
Die Deutschen in Ost und West haben immer
mehr Platz zum Wohnen. 2002 lag die durchschnittliche Wohnfläche pro Kopf
bundesweit bei 40,2 Quadratmeter, wie das Berliner Institut für Städtebau,
Wohnungswirtschaft und Bausparwesen gestern mitteilte. Im Jahr 2001 waren es
noch 39,8 Quadratmeter. Ostdeutschland holte weiter auf: Die Wohnfläche stieg
von 36,7 auf 37,2 Quadratmeter pro Kopf. Damit setzte sich die Annäherung bei
der Wohnungsversorgung weiter fort. 1989 hatten Westdeutsche im Schnitt 36,7
Quadratmeter zur Verfügung, Ostdeutsche dagegen nur 27,4 Quadratmeter. Bis 2002
verringerte sich der Unterschied deutlich: In Westdeutschland waren es 40,7, in
Ostdeutschland 37,2 Quadratmeter pro Kopf. Im innerdeutschen Vergleich liegt das
Saarland den Erhebungen zufolge mit 45,4 Quadratmetern Wohnfläche pro Kopf an
der Spitze; am Ende rangiert M-V mit 35,7 Quadratmetern.
www.OSTSEE-ZEITUNG.DE
25.02.2003
Wittenburg: Im
Herbst fällt Wohnblock auf dem Friedensring
Die Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft (WoBau) entwickelte im vergangenen
Jahr ein Konzept, mit dem sich das Unternehmen auf die zukünftigen Anforderungen
einstellen will.
"Dieses Konzept sieht vor, dass wir uns von unwirtschaftlichen Kleingebäuden
trennen. In den Bereichen, in denen eine Überversorgung an Wohnungen vorhanden
ist und ein Renovierungsbedarf besteht, werden wir uns ebenfalls von den
Gebäuden trennen", erläuterte WoBau-Geschäftsführer Jan Zimmer. Um dieses
Vorhaben durchzusetzen, beantragte das Unternehmen Förderung im Rahmen des
Städtebausanierungsprogramms "Stadtumbau Ost", die erfreulicherweise genehmigt
wurden.
Mit dieser einschneidenden Maßnahme entzieht die WoBau 50 Wohnungen dauerhaft
dem Markt. Ziel ist es, damit die derzeit noch vorhandenen Überkapazitäten im
Wohnungsbestand wirkungsvoll abzubauen.
"Wir erwarten einen deutlichen Rückgang der Leerstandsquote, die heute auf dem
Friedensring bei 17 Prozent liegt, und der Kosten für die unbewohnten Räume, die
bei uns eine nicht unerhebliche Größe erreicht haben. Unser Anliegen ist es,
eine Leerstandsquote von zwei bis vier Prozent nach dem Abriss zu bekommen,
nachhaltig", sagte der Geschäftsführer weiter.
www.svz.de
24.02.2003
Plauen: Wie ein Stück
DDR-Geschichte aus dem Stadtbild verschwindet
Es gab Zeiten, da waren sie heiß begehrt: die Wohnungen in der Platte. Heute,
vor genau 20 Jahren wurde im Neubaugebiet Plauen Chrieschwitz die 3000. Wohnung
an die damals vierköpfige Familie von Bernd Schmalfuss übergeben. Ein Stück
Erfolgsgeschichte für die DDR.
Im Dezember 1986 wurde der Bau am größten Neubaugebiet der Stadt abgeschlossen.
Rund 6000 Wohnungen hat das Wohnungsbaukombinat „Wilhelm Pieck“ aus
Karl-Marx-Stadt innerhalb von acht Jahren aus den Boden gestampft. Rund 20.000
Plauener fanden zu DDR-Zeiten in der Plattenbausiedlung eine neues Zuhause.
Heute erinnert das Neubaugebiet an einen Schweizer Käse.
Gerade einmal 4000 der einst 6000 Wohnungen werden von der Plauener
Wohnungsbaugesellschaft mbH (WbG), der Wohnungsgenossenschaft Plauen eG (AWG)
und der Thesaurus 13. Immobilie KG noch vermietet. Rund 1800 Wohnungen stehen
leer, beinahe 1000 bei der AWG, 600 bei der WbG und über 200 bei Thesaurus.
Deshalb reißt die Wohnungsgenossenschaft in diesem Jahr zwei ihrer Blocks, die
in der Nähe des Elsterparkes stehen, nieder.
www.freiepresse.de
24.02.2003
Ein Jahr Stadtumbau
Ost: Leerstand verschärft sich
Ein Jahr nach dem Start des von Bund und Länden
aufgelegten Stadtumbauprogramms Ost sind die Probleme der Kommunen nach Ansicht
des Bundesverbandes Deutscher Wohnungsunternehmen GdW nicht kleiner geworden.
Der Leerstand in den neuen Bundesländern habe weiter zugenommen, sagte
Verbandspräsident Lutz Freitag dem Monatsmagazin „Wirtschaft & Markt“.
Gleichzeitig seien die finanziellen Spielräume der Wohnungsunternehmen und
Kommunen noch geringer geworden. Bürokratische und gesetzliche Hemmnisse
erschwerten den Stadtumbau zusätzlich.
Seit dem Jahr 2000 habe sich die Zahl der leer stehenden Wohnungen im Osten von
1,0 auf mittlerweile 1,3 bis 1,4 Millionen erhöht, listete Freitag auf. Damit
habe auch die Zahl der Wohnungen zugenommen, die nach dem Stadtumbauprogramm bis
2009 abgerissen werden sollen.
400.000 Wohnungen stünden bei kommunalen Wohnungsbaugesellschaften und
-genossenschaften leer – ein jährlicher Mietausfall von rund einer Mrd. Euro.
Hinzu kämen Kosten für die leer stehende Wohnungen. Eine leer stehende Wohnung
„vernichtet“ nach Angaben von Freitag den Ertrag von vier vermieten, nicht
modernisierten Wohnungen. Dennoch sei eine massive Pleitewelle bislang
ausgeblieben, sagte Freitag, da sich die Unternehmen der Situation angepasst
hätten
www.welt.de
22.02.2003
Leinefelde: Bald viel
Platz für neue Wohnformen
Den Wohnblock Beethovenstraße 18 bis 24 gibt es nicht mehr. Das Gebäude wurde,
nachdem der Leinefelder Wohnungsgenossenschaft (LWG) die dazu benötigten
Fördermittel bereitgestellt wurden, jetzt abgerissen. Was auf der entstehenden
Freifläche entstehen soll, darüber hüllte sich Vorstand Paul Schmidt gestern
allerdings in Schweigen. Er werde dieser Zeitung dazu nichts sagen, verkündete
Schmidt. Antworten finden sich aber im Rahmenplan der Stadt Leinefelde. Dieser
gibt eine Übersicht über alle Wohngebäude in der Südstadt und darüber, ob sie
eine Zukunft haben oder nicht. Im Areal Beethovenstraße z.B. stehen insgesamt
fünf Wohnblocks auf der Abrissliste. Die so frei werdenden Flächen gehören zum
Umstrukturierungsbereich der Südstadt. Hier könnten einmal neue Wohnformen
entstehen. Bürgermeister Gerd Reinhardt wagte bereits einen Blick in die
Zukunft. Die Flächen sind alle gut erschlossen, also sehr preiswertes Bauland.
Die Südausrichtung macht sie ideal für individuellen Wohnungsbau. Wenn die
Eichsfelder nur mutig genug wären, auch mal unkonventionelle Wege zu gehen.Im
Bereich der Heinestraße hat die Stadt bereits einen Bebauungsplan aufgelegt. Und
es existiert noch immer die Idee, die in der Südstadt abgebauten Platten zur
Errichtung neuer Häuser zu verwenden.
www.thueringer-allgemeine.de
22.02.2003
Bundeskulturstiftung
untersucht Phänomen der »schrumpfenden Städte«
Das weltweite Phänomen der »schrumpfenden Städte« steht im Mittelpunkt eines der
ersten größeren Projekte der Bundeskulturstiftung, das in Berlin vorgestellt
wurde. Dabei soll es nach den Worten der Künstlerischen Direktorin der seit
einem Jahr bestehenden Stiftung, Hortensia Völckers, auch um die von der Politik
meist vernachlässigte kulturelle Dimension gehen.
In den letzten Jahrzehnten sind 134 Städte mit mehr als 100 000 Einwohnern in 28
Ländern deutlich geschrumpft. Als Untersuchungsbeispiele wurden die einstige
Auto-Metropole Detroit in den USA, Manchester/Liverpool in Großbritannien,
Halle/Leipzig in Deutschland und die russische Stadt Ivanovo ausgewählt.
Noch 1930 war Detroit die viertgrößte Stadt der USA und wuchs bis 1950 auf 1,8
Millionen Einwohner. Bis 2000 sank die Einwohnerzahl auf 950 000, während das
Umland auf fast vier Millionen wuchs. Die einstigen Industriestädte Liverpool
und Manchester haben heute nur noch halb so viele Einwohner wie in den 30er
Jahren. Leipzig verlor seit der Wende etwa ein Sechstel seiner Bevölkerung.
Insgesamt gibt es in Ostdeutschland eine Million leer stehende Wohnungen, was
einer Stadt mit 2,2 Millionen Einwohnern oder sieben größeren Städten
entspricht. Dennoch will die Untersuchung deutlich machen, dass es sich nicht um
ein Sonderphänomen in Deutschland handelt, sondern um einen weltweit zu
beobachtenden Prozess.
An dem mehrjährigen Forschungs- und Ausstellungsprojekt, für das die
Kulturstiftung 3,2 Millionen Euro zur Verfügung stellt, wirken auch die Stiftung
Bauhaus (Dessau) und die Galerie für zeitgenössische Kunst in Leipzig sowie
Architekten und Städteplaner mit. Die Ergebnisse sollen in Ausstellungen 2004 in
Berlin und 2005 in Leipzig sowie in Internetforen vorgestellt werden.
www.westfalische-rundschau.de
22.02.2003
Groß Stieten: Ein Schandfleck für das ganze Dorf
Von blühenden Landschaften keine Spur. Leer gähnen die Fensterhöhlen, Moos
überzieht die Betonplatten, langsam bröckeln Asbestbalkone vor sich hin. Im Dorf
macht sich allmählich Verzweiflung breit. 1992 wurden in der einstigen
Vorzeigegemeinde mehrere Wohnblöcke an einen West-Investor verkauft. Bezahlt
wurde bis heute nicht und die Häuser verfallen. "Die Wohnblöcke sind in den
70er-Jahren gebaut worden", erklärt Bürgermeisterin Christiane Berg, "und so
sehen sie heute auch aus." Da der Zustand der Wohnungen katastrophal ist, sind
die Mieter reihenweise weggezogen.
1400 Menschen lebten 1993 in Groß Stieten, inzwischen sind es weniger als die
Hälfte. Ein Großteil des Schwunds geht auf das Konto der verfallenen Wohnblöcke,
"da zieht seit Jahren kein Mensch mehr ein", meint auch Ralf Augustat, beim Amt
Dorf Mecklenburg für Liegenschaften zuständig. Kein Wunder, sind die Mieten doch
nicht gerade günstig. Die Netto-Quadratmeterpreise liegen mit maximal 3,57 Euro
zwar unter dem Landesdurchschnitt von 4,87 Euro, schwer zu Buche schlagen aber
die Nebenkosten: beispielsweise 100 Euro bei einer Nettomiete von 109,82.
www.svz.de
22.02.2003
Eisenach: Abriss zweier
Blocks an Ziegeleistraße
Knapp 13 Prozent beträgt der Leerstand derzeit bei der AWG. Der Abriss von
Plattenbauten, wie ihn die AGW in Kürze mit den 160 Wohneinheiten Ziegeleistraße
50-56 und 58-64 realisiert, ist eine Notwendigkeit und Bestandteil des Projektes
Stadtumbau Ost. Doch auch Abriss kostet Geld, ebenso wie der Rückbau von
Versorgungssystemen. Folglich, so Lautenbach, muss das Wohngebiet attraktiver
gestaltet werden, um es langfristig am Leben zu halten. Die Integration des
ehemaligen Kasernengeländes sei dazu ein Muss.
Bei der Stadt rennt Lautenbach offene Türen ein. In Anbetracht der Finanzlage
sieht man im Rathaus jedoch nüchtern auf das Thema. Wovon soll die Stadt das
Areal kaufen? Wovon Straßen und Fußwege bauen und es erschließen? Das Land steht
vor dem gleichen Notstand.
Während es dem Bund wohl egal ist, ob die brach liegende (und teils
kontaminierte) Fläche auch weiterhin ungenutzt verwildert, das Land nicht husten
kann, müssen Wohnungsunternehmen wie die AWG den Zustand in der Gegenwart
verkraften.
"Wir sind überaltert. Uns sterben die Mieter weg", sagt AWG-Chef Lautenbach.
Neue Mieter müssen her. Jungen Leuten muss man außer preiswerten Mieten aber
auch ein attraktives Wohnumfeld bieten.
AWG, SWG und andere investierten in den vergangenen Jahren Millionen Euro in
ihre Wohnblocks in Nord. Soll das alles umsonst gewesen sein, fragt Lautenbach.
Auch die AWG hat Visionen, allerdings wie die Stadt die finanziellen Mittel
nicht, um sie zu realisieren. Trotz allem: Der Bund müsse der Stadt in dieser
Frage entgegenkommen.
www.tlz.de
22.02.2003
Sömmerda: Ideen für den
Bürgergarten
Für den Achitektenwettbewerb "Bürgergarten" fand in dieser Woche die
Preisrichtervorbesprechung statt. Dabei wurden durch die Stadt Sömmerda und die
Wohnungsgesellschaft unter Architekten des Zulassungsbereiches Freistaat ein
städtebaulicher und architektonischer Wettbewerb ausgelobt, der als
beschränkter, einstufiger Realisierungswettbewerb in Form eines
Einladungswettbewerbes mit vorgeschaltetem Bewertungsverfahren zur Auswahl von
etwa 20 Teilnehmern durchgeführt wird.
Im Rahmen der durch den Freistaat aufgelegten Innenstadtinitiative "Genial
Zentral: Unser Haus in der Stadt" ist es Ziel des Wettbewerbs, Lösungsvorschläge
zur Entwicklung des Gebietes zu erarbeiten. Im Vordergrund stehen dabei die
städtebauliche Planung mit integrierter Freiraumplanung einschließlich der
Gestaltung des Wohnumfeldes (öffentliche und halböffentliche Freiräume) sowie
die architektonische Gestaltung der geplanten Wohnbebauung. Aufgrund der
spezifischen Aufgabenstellung sind dazu als Teilnehmer Arbeitsgemeinschaften von
Architekten, Stadtplanern und Garten- und Landschaftsarchitekten zwingend
vorgeschrieben.
Nach dem Rückbau der drei fünfgeschossigen Wohnblöcke mit insgesamt 120
Wohnungen soll auf dem neu zu ordnenden etwa 1,4 ha großen Altstadtareal
"Bürgergarten" neben notwendigen Stellplätzen für die Innenstadt die Schaffung
von Wohneigentum vorrangig für junge Familien in der Innenstadt entwickelt
werden. Beabsichtigt ist im Zuge der Umstrukturierung, den gesamten Bereich
großzügig mit innovativen Wohnformen geringerer Dichte neu zu gestalten. Dadurch
soll die Stabilisierung der Wohnnutzung in der Innenstadt, vor allem auch die
Erhöhung der Wohneigentumsquote mittlerer Einkommensschichten gefördert werden.
Für die Objekte sind rund 150 000 Euro veranschlagt.
www.thueringer-allgemeine.de
22.02.2003
Regis-Breitingen: Sieben Wohnhäuser sollen in diesem Jahr
weichen
Der Stadtrat von Regis-Breitingen legte vorgestern Abend fest, welche Häuser in
diesem Jahr im Rahmen des Förderprogramms "Stadtumbau Ost" der Abrissbirne
weichen sollen. Es betrifft in Ramsdorf drei Gebäude mit 20 Wohnungen in der
Sportplatzsiedlung (Nr. 1 bis 5) und in Breitingen vier Gebäude mit 37 Wohnungen
in der Rudolf-Breitscheid-Straße (Nr. 3, 6/8, 9/11, 13). Diese Häuser gehören
der Essener Wohnungsgesellschaft des mitteldeutschen Braunkohlenreviers (WGMB),
die einen Nebensitz in Lucka hat. Sie sei interessiert, diese weitgehend leer
gewohnten und ruinösen Gebäude abzureißen, informierte der Regiser Bürgermeister
Reinhard Mäder.
Im nächsten Jahr sollen in Regis die kommunalen Häuser Rathausstraße 16/18 und
Weststraße 1 dem Weg in die "ewigen Jagdgründe" folgen. Laut Prognose der für
Regis arbeitenden "Projektgruppe Stadt + Entwicklung" Leipzig liegt der so
genannte Bedarfskorridor bei 290 bis 400 Wohnungen, die bis zum Jahr 2010 im
Pleißestädtchen für einen gesunden Wohnungsmarkt beseitigt werden müssten.
Derzeit liegt der Leerstand bei etwa 14 Prozent.
Der Beschluss, den der Stadtrat am Donnerstag mit zwölf Ja- und zwei
Nein-Stimmen verabschiedete, umfasst drei Rückbaugebiete. Neben der Ramsdorfer
Sportplatzsiedlung (1,4 ha) und der Breitscheidstraße (1,1 ha) ist auch das
Altneubaugebiet Breitingen, das fast 18 Hektar umfasst, enthalten. Das rief den
Protest von Heinz Lummer, Vorsitzender der Wohnungsgenossenschaft Regis, hervor.
"Sie haben gerade beschlossen, dass das Gebiet bei Bedarf geschliffen werden
darf. Damit wurde es abgewertet", empörte er sich. Das sei nicht der Fall,
bekräftigten Bürgermeister und Stadtrat unisono. Mäder:"Für den Altneubau ist in
erster Linie an Aufwertung, nicht an Rückbau gedacht." Über den Kopf der
Genossenschaft hinweg werde nichts unternommen. Doreen Grundmann von der
Leipziger Projektgruppe plädierte für eine vorsichtige Herangehensweise. Da in
diesem Wohngebiet Leerstand nicht ausbleibt, müsse ein Rückbau mit flankierender
Aufwertung einher gehen. Der Stadtratsbeschluss halte diese Option offen.
www.lvz-online.de
22.02.2003
Werdau: Genossenschaft verliert 300 Wohnungen
Aufbruchstimmung herrscht derzeit bei vielen Mitgliedern der Gemeinnützigen
Wohnungsbaugenossenschaft Werdau, die im Neubaugebiet Sorge leben. Denn auch die
Genossenschaft wird spätestens Anfang des kommenden Jahres mit dem Abriss von
Häuserblocks beginnen. „Vier Häuser werden es auf jeden Fall sein. Ob die
Linckestraße 5 bis 13 im Jahre 2007 noch wegkommt, ist nicht sicher. Sollten wir
dieses Haus wieder mit Mietern besetzen können, bleibt es stehen“, blickt der
Geschäftsführer der Genossenschaft in die Zukunft. Rund 300 Wohnungen sind
insgesamt von den Abrissplänen betroffen. Viele packen jetzt schon ihre Koffer
und suchen sich was Neues.
„Wir sind dabei, vor allem den ersten Block leerzuziehen und bieten den
Betroffenen Wohnungen aus unserem Bestand an“, beschreibt Jürgen Pammler die
Vorgehensweise. Wir organisieren und bezahlen den Umzug und das neue
Zuhause ist dann auf jeden Fall schöner als in der Sorge“, betont der
Geschäftsführer. So sind die Ersatzwohnungen nicht nur neu gemalert, auch das
Bad wird komplett saniert, Fußboden nach Wahl verlegt und die Fliesen kann man
sich außerdem aussuchen. Jede Wohnung hat Fernheizung und warmes Wasser sowie
neue Fenster.
www.freiepresse.de
21.02.2003
Güstrow: "Ruinöser Preisverfall" bei Mieteinnahmen
Einen "ruinösen Preisverfall" auf dem Güstrower Wohnungsmarkt und einen
"extremen Leerstand" von Wohnungen beklagt Peter Melzer, Vorsitzender des Haus-
und Grundeigentümervereins Güstrow. "Der Mietpreis geht immer weiter nach
unten." Für Bürger, die in ein Haus investiert hätten, entstehe ein finanzielles
Loch, so Melzer. Die Konsequenz sei, dass letztendlich keiner mehr investiere.
Hinzu komme die gestiegene Abgabenlast für Hauseigentümer aufgrund der von der
Stadt beschlossenen Anschlussbeitragssatzung für die Abwasserentsorgung. "Hier
werden viele Eigentümer für eine bereits vorhandene Abwasserleitung noch einmal
zur Kasse gebeten", sagt Melzer. Auch das Problem der Schimmelpilzbildung in
sanierten Wohnräumen nimmt zurzeit einen Großteil der Arbeit des Haus- und
Grundeigentümervereins ein. Mehr als 20 Prozent der Mietstreitigkeiten würden
sich darum drehen, informiert Melzer. Bisher seien es nur drei bis vier Prozent
gewesen. Aufgrund der gestiegenen Heizkosten würden viele Bürger weniger heizen,
sodass die Feuchtigkeit in der Wohnung bleibe.
www.svz.de
21.02.2003
Wismar: Wobau: Keine Investitionen in Leerstand
Den Ärger und die Enttäuschung von Wendorfer
Bürger in der Franz-Liszt-Straße bekamen die Vertreter der
Wohnungsbaugesellschaft der Hansestadt Wismar (Wobau) zu spüren.
Klaus-Dieter Thauer deutete nun auf der Versammlung an, dass eine komplette
Sanierung der Franz-Liszt-Straße für die Wobau nicht in Frage komme. „Wir
empfehlen, davon auszugehen, dass die Häuser in den nächsten Jahren nicht
modernisiert werden“, sagte er.
Als Begründung verwies Thauer vor allem auf die Bevölkerungsentwicklung in
Wismar. Auch in den nächsten Jahren würden immer weniger Menschen in Wismar
leben. Das gelte auch für Wendorf. Daher müsse die Wobau die Zahl ihrer
Wohnungen langfristig reduzieren. „Wir müssen die Wohnungen nicht nur für 10, 20
oder 30 Jahre vermieten, wir müssen sie für 50 Jahre vermieten können“, rief er
den verärgerten Mietern zu. „Die Wobau kann nicht in Leerstand investieren.“
Denn das gefährdete die Liquidität der Gesellschaft. Klaus-Dieter Thauer empfahl
den Mietern, nicht mehr in ihre alten Wohnungen zu investieren, stattdessen sich
langfristig eine neue Wohnung zu suchen.
www.OSTSEE-ZEITUNG.DE
21.02.2003
Leipzig:
Grünauer Stadtumbau: "Im WK
4 brummt's"
Das Herz Grünaus pocht in diesen Tagen besonders kräftig. Zwar sind die Straßen
im Wohnkomplex (WK) 4 auf Grund der Kälte meist leer gefegt. Doch rings um die
Stuttgarter Allee geschieht so viel wie seit Jahren nicht mehr. Häuser werden
saniert oder planiert. Promenaden angelegt oder in ein neues Licht getaucht.
Denn vom 2,5-Milliarden-Förderprogramm "Stadtumbau Ost" kam bisher noch kein
Cent in Leipzig an.
Gleich nebenan in der Mannheimer Straße 1-3 reißt die LWB nun einen
Neungeschosser ab. Das frühere Hotel "Garni" hat sich binnen drei Wochen in
einen mächtigen Trümmerhaufen verwandelt. "Bis Ende Februar sind die
Schuttmassen beseitigt, die Keller mit Mutterboden verfüllt", sagt
Unternehmenssprecherin Veronika Schliebe. Dann werde erstmal Gras gesät. "Doch
das bleibt nicht alles. Wir wollen Apfelbäume und Süßkirschen setzen, dazu viele
blühende Sträucher. Das wird richtig schön."
Hinter dem planierten Block tauchen bereits etliche neue Farbtupfer auf. Es sind
blaue oder orangene Quader auf frisch sanierten Fassaden. Die Genossenschaft Pro
Leipzig hat dort zwei Sechsgeschosser mit 160 Wohnungen komplett umgebaut und
unter anderem jede Menge Ideen hineingesteckt. So gibt es im Haus jetzt
Fahrstühle und viele verschiedene Wohnungs-Grundrisse. Die meisten Bäder
verfügen über Fenster. Balkonbrüstungen aus Milchglas lassen mehr Licht in die
gute Stube, aber keine unerwünschten Blicke.
"Wir wollten Wohnungen schaffen, wie es sie im WK 4 noch nicht gibt. Dabei haben
wir uns streng an die Wünsche der Mieter gehalten", erklärt Geschäftsführer
Frank Lehmann. Mit so einem Konzept könne man Abwanderungen aus dem Stadtteil am
ehesten vorbeugen.
Zuvor werden Pro Leipzig und das Amt für Stadterneuerung (ASW) indes nochmal die
Einwohner befragen, wie sie sich die Vorgärten an den Häusern wünschen. "Beide
zusammen wollen hier im Frühjahr mit der Umgestaltung der Alten Salzstraße zu
einer grünen Promenade beginnen", so Ero Heidmann von der Planungsgesellschaft
S&P Sahlmann. Sein Büro hat dafür mehrere Varianten entwickelt. ZumBeispiel
wären im Erdgeschoss Terrassen möglich, auch eine Art "Carports" für Räder.
Laut ASW-Chef Karsten Gerkens haben die Stadt und die Wohnungsgesellschaften
etliche weitere Projekte für Grünau fertig auf dem Tisch liegen. "Dass jetzt im
WK 4 mit Abstand am meisten passiert, ist ganz klar eine Folge der dortigen
Vorleistungen durch die großen Genossenschaften", sagt er. So habe die Wogetra
nicht nur den Kletterfelsen errichtet, sondern auch kräftig saniert. Die
Baugenossenschaft Leipzig legte unter anderem mit ihrer Unterrasen-Garage ein
tolles Projekt hin. Die Umgestaltung der Stuttgarter Allee mit ihren
geheimnisvollen Beleuchtungsanlagen steht kurz vor dem Abschluss: In wenigen
Wochen soll der Marktplatz als letzter Mosaikstein fertig sein. "
Selbst in den Beständen der kürzlich Pleite gegangenen WG Schlettau tut sich nun
endlich was. Die noch nicht sanierten Fassadenteile und Treppenflure sollen in
den nächsten Wochen überholt werden. "Die Bauplanungen haben wir schon
anfertigen lassen. Im März hoffen wir auf grünes Licht von den Gläubigerbanken
und dann geht's los", berichtet Lutz Kindschuh von der Anwaltskanzlei Lenfort &
Partner. Sie übernahm die Zwangsverwaltung über 468 Wohnungen an der Mannheimer
Straße. Ob die fehlenden Fahrstühle zu einem späteren Zeitpunkt kommen, bleibe
eher unwahrscheinlich. Es hänge stark von Fördermöglichkeiten im
Bund-Länder-Programm "Stadtumbau Ost" ab.
www.lvz-online.de
21.02.2003
Umbau zum Wohlfühlen
Der Stadtumbau Ost erhebt den Anspruch, den Kommunen mehr Lebensqualität zu
bringen.
Rückbau mit der Abrissbirne kann deshalb nicht die alleinige Lösung sein. Aus
großen Plattenbaugebieten können nicht Krater werden. Wie Menschen sich hier
wieder wohlfühlen, wie in fast leergezogene elfgeschossige Wohnhäuser wieder
Leben einzieht, das erproben Thüringer Wohnungsunternehmen auch mit den
Concierge-Modellen.
Nicht zu vergleichen mit den heutigen Concierge in hotelartigen Eingängen mit
hochmoderner Videotechnik. Eins ist gleichgeblieben: Die oder der Concierge ist
Ansprechpartner, für viele auch Vertrauensperson, die Schlüssel aufbewahrt und
Familienneuigkeiten erfährt. Deren "Guten Morgen, gut geschlafen?" den Tag
freundlich beginnen lässt. Die "Haus-Hunde" schon beim Namen kennt und verwöhnt
und die Sonntagsbrötchen an die Türklinke hängt. Die geholt wird, wenn das
Schraubglas nicht aufgeht oder die Birne durchgebrannt ist.
Wohnen ist hier nicht nur das Vermieten von vier Wänden. Wohnen ist hier auch
Fürsorge, Umsicht, gute Nachbarschaft. Das ist Stadtumbau zum Wohlfühlen. Und
zum Bleiben
www.otz.de
21.02.2003
Eisenach: AWG will nicht länger mit Abrissen
warten
Mit gut einem Jahr Verzögerung soll in wenigen Wochen der Abriss der beiden
ersten Plattenblocks in Eisenach-Nord starten. Das kündigte gestern die
Allgemeine Wohnungsbaugenossenschaft (AWG) an. "Wir gehen das Risiko ein", sagte
Vorstandsmitglied Edgar Lautenbach. Risiko in mancherlei Hinsicht. Zum einen
verlässt sich die AWG auf eine telefonische Zusage, dass es von Landesseite 310
000 Euro Fördermittel geben werde und die schriftliche Ausfertigung des
Bewilligungsbescheides alsbald folge. Zum zweiten ging die Genossenschaft -
damit nun endlich Taten sichtbar werden - die Verpflichtung ein, den Abriss aus
eigener Kasse vorzufinanzieren. Nicht zuletzt betritt die AWG als erstes aller
großen Wohnungsunternehmen der Stadt Neuland mit dem Plattmachen der Platte.
Nicht länger als vier Monate solle der Abriss dauern, Abschluss im Sommer.
Wie im März vor zwei Jahren angekündigt, fallen die beiden 1979 erbauten
Fünfgeschosser in der Ziegeleistraße 50 bis 56 und 58 bis 64 mit insgesamt 80
Wohnungen. Seit Dezember 2001 sind sie unbewohnt. Was wie Spuren von Vandalismus
oder Plünderung an beiden Gebäuden aussieht, ging mit rechten Dingen zu.
"Klingel- und Wechselsprechanlagen, teilweise auch Fenster sind in unserem
Auftrag ausgebaut worden, um sie anderswo zu verwenden", sagte Lautenbach. Beim
Komplettabriss sollen einige nach 1990 zusätzlich angebrachte Balkone
feinsäuberlich demontiert werden. "Die kriegt eine Genossenschaft in
Nordhausen." Zerschlagen hätten sich Ideen, andere brauchbare Bauteile und
Ausstattungen nach Osteuropa zu verkaufen.
Ohne Nennung des Wann und Wie kündigte das Unternehmen die nächsten
Abrissabsichten an: wieder zwei Fünfgeschosser, in der Stregdaer Allee 1 bis 4
und 13 bis 16 (80 Wohnungen). "Wir haben gelernt, wir müssen bei den Gesprächen
mit den Mietern nicht drängeln", sagte Ines Hartung, die bei der AWG
kaufmännischer Vorstand ist. Der Weg zu Fördergeldern sei eben länger und
zeitaufwändiger als angenommen.
Die AWG zählt aktuell 3153 Mitglieder. 70 Prozent ihrer 3300 Wohnungen sind
saniert. Leerstände machen 12,8 % aus.
www.thuernger-allgemeine.de
20.02.2003
Hermsdorf: Themen Wohnen und Umfeld bestimmen Fragebogenaktion
Die Themen Wohnen und Wohnumfeld nehmen in der
neuerlichen Fragebogenaktion der Stadt Hermsdorf (Ende am 3. März) einen
gewichtigen Umfang ein. Seit voriger Woche sind die Einwohner der Stadt, aber
auch Auswärtige gefragt, ihre Meinung zu künftiger Stadtgestaltung einzubringen.
Anlass ist das Projekt "Stadtumbau Ost", an welchem sich Hermsdorf maßgeblich
beteiligt und wozu bis Ende des Jahres ein Stadtentwicklungskonzept vorgelegt
werden soll. Neben Fachleuten, Planern, Verwaltung und Stadtrat sind
insbesondere die Einwohner zum Benennen von Zukunftsgedanken aufgerufen.
Im Gegensatz zur Fragebogenaktion im Rahmen der Lokalen Agenda ist der
Fragenkatalog diesmal enger gesteckt. So sind die Hermsdorfer Neubaubewohner
gefragt, inwieweit sie auch gestalterische Veränderungen - am Grundriss, in der
Zimmeraufteilung - an den Wohnungen akzeptieren und finanziell mittragen würden,
ob Aufzüge und größere Balkons/Loggias gewünscht werden, wie es bereits an einem
Wohnhaus in der Rudolf-Breitscheid-Straße im vorigen Herbst geschah, oder diese
auch zu Wintergärten umgestaltet werden sollen. Zugleich geht es um möglichen
Rückbau an Gebäuden, ein Punkt, der vor allem auf den steigenden
Wohnungsleerstand in Hermsdorf abzielt. Ebenso wird die Zufriedenheit über die
Außengestaltung ausgelotet.
Stärker ins Blickfeld rückt auch der Lebensabend. Zum Punkt "Wohnen im
Ruhestand" spielen Service, Betreuung und Versorgung sowie die Pflege eine
gewichtige Rolle.
www.otz.de
20.02.2003
Sachsen-Anhalt: Arbeitslose sollen ran
Sachsen-Anhalt will den Stadtumbau Ost beschleunigen und rund 1.000 arbeitslose
Bauarbeiter beschäftigen. Eine entsprechende Vereinbarung unterzeichneten
Bauminister Daehre und der Vizechef des Landesarbeitsamtes, Gildemeister,
gestern in Magdeburg.
www.taz.de
19.02.2003
Gera: Wohnungsleerstand und Heizkosten - ein Reizthema
Mehr als 200 Tage mit einer Temperatur von minus 10 Grad hätte das Jahr haben
müssen, damit die Heizkostenrechnung berechtigt wäre: Zu diesem mit
physikalischen Grundsätzen untermauerten Schluss kam ein Gutachter im Fall eines
klagenden Mieters vor einem Thüringer Gericht.
Denn auch die Geraer Mietervertreter bekommen es zunehmend mit dem Reizthema
"Wohnungsleerstand und Heizkosten" zu tun. 24 Prozent Wohnungsleerstand bei der
GWB "Elstertal", Einwohnerverlust von jeweils um die 3 000 in beiden Teilen
Bieblachs: Da sind Mietausfälle nur die eine Seite der Medaille. In der kalten
Jahreszeit kommt dazu: Wenn bis zur Hälfte aller Wohnungen in einem Haus -
zumeist in den Plattenvierteln - oder gar noch mehr leer stehen, dann nützt es
den verbleibenden Mietern nur bedingt etwas, dass die Kosten für die auf
"Frostschutz" gestellten Heizungen in den Leerwohnungen Vermietersache sind. Wer
drüber, drunter oder/und nebenan solche auf Sparflamme beheizten Wohnungen hat,
der muss mehr Heizenergie und damit -kosten aufwenden, um seine Wohnung so warm
zu bekommen wie einer mit normal heizenden Nachbarn.
www.otz.de
19.02.2003
Saalfeld: Im März weiterer Abriss in der
Lendenstreichstraße
Die Saalfelder Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft (Wobag) setzt die
Abrissarbeiten im Stadtteil Gorndorf fort. Nachdem zu Jahresbeginn acht
Wohnungen im Bereich der Lendenstreichstraße 130 bis 132 abgerissen worden sind
ereilt dieses Schicksal demnächst einen Wohnblock in der Lendenstreichstraße.
Die Aktion betrifft 40 Wohnungen. Ihr Gros war bereits seit längerem leer
gezogen. Die letzten Mieter ziehen derzeit aus dem Anfang der achtziger Jahre
entstandenen Block. Er gehörte seinerzeit bei den Tausenden Wohnungssuchenden zu
den besonders heiß begehrten, weil er an die Fernwärmeversorgung angeschlossen
war.
Der Abriss soll laut Wobag in etwa vier Wochen am 24. März beginnen. Die
Kosten in Höhe von 75 000 Euro werden gefördert. Für die Wobag entstehen somit
keinerlei Kosten. Nach dem Abbruch des Gebäudes ist vorgesehen, die frei
gewordene Fläche mit Mutterboden zu bedecken und neu zu bepflanzen. Die Wobag
hofft mit der Maßnahme zugleich auf eine finanzielle Entlastung durch Erlass der
auf den abgerissenen Wohnungen liegenden Altschulden. Entsprechende Anträge
liegen beim Land und harren noch der Bewilligung.
www.otz.de
19.02.2003
Chemnitz: Schandfleck soll verschwinden
Einer der größten innerstädtischen Schandflecke soll in den nächsten Wochen
verschwinden. Die Rede ist von den seit Jahren leerstehenden und verfallenden
Wohnhäusern an der Alfredstraße. Das einstige Domizil der Hausbesitzerszene soll
nach Informationen der Stadtverwaltung möglichst noch vor der Eröffnung des
benachbarten Industriemuseums Mitte April abgerissen sein.
Stefan Reisz, Pressesprecher der Grundstücks- und Gebäudewirtschaftsgesellschaft
bestätigte ges-tern, dass für die Häuser an der Alfredstraße mittlerweile die
Abrissgenehmigung erteilt wurde. Ein Teil der Kosten wird aus Geldern des
Förderprogramms „Stadtumbau Ost“ bezahlt. Zum Teil bereits abgebrochen wurde das
Fabrikgebäude der ehemaligen Juvena-Werke Kurt Polter.
Der Abriss der maroden Bausubstanz im unmittelbaren Umfeld des Industriemuseums
ist allerdings nur der erste Schritt für die Aufwertung dieses Gebietes.
Insgesamt stehen für Abbrucharbeiten, Beräumung und Begrünung der brachliegenden
Flächen fünf Millionen Euro bereit. Aus dem Fördertopf erhalten auch Ansiedler
auf den Gewerbeflächen zwischen Alfredstraße, Goethestraße und Zwickauer Straße
Zuschüsse. Das Regierungspräsidium Chemnitz bewilligte bereits im Sommer
vergangenen Jahres zwei Millionen Euro Euro aus dem Europäischen Fonds für
regionale Entwicklungen. Das Geld steht bis 2006 zur Verfügung.
www.freiepresse.de
18.02.2003
Lichtenstein: Stadtumbau Ost: nun doch zwei Quartiere
Nachdem der Stadtrat auf seiner November-Sitzung die ursprünglich sechs
Untersuchungsgebiete - Quartiere genannt- für das Stadtumbau-Ost-Programm per
Beschluss zu einem einheitlichen Fördergebiet erklärt hatte, weil der
Fördermittelantrag sonst hätte aufwändig nachbearbeitet werden müssen („Freie
Presse„ berichtete), stört sich das Sächsische Innenministerium nun an der
Tatsache, dass in diesem Fördergebiet auch Rödlitz enthalten ist, obwohl es
keine räumliche Anbindung an die anderen Quartiere hat. Das erklärte Jürgen
Mende, Sachgebietsleiter Stadtsanierung, auf der jüngsten Sitzung des
Technischen Ausschusses.
Das bedeute also, es müssten zwei Fördermittelanträge gestellt werden. Er habe
diesen „reinen Formalismus„ zur Kenntnis genommen und die Trennung des
Untersuchungsgebietes vorbereitet. Auf seiner nächsten Sitzung am 27. Februar
müsste der Stadtrat dann noch den entsprechenden Beschluss fassen.
Mende wies auch darauf hin, wie groß das Interesse an den Fördermitteln des
Stadtumbau-Ost-Programmes ist. Die bisher beantragten Mittel entsprächen etwa
dem Doppelten der vorhandenen Finanzen.
17.02.2003
Delmenhorst:
Stadtplaner empfehlen Wollepark-Teilabriss
Dem Problemquartier
Wollepark ist nur noch mit der Rammkugel beizukommen. Zu dieser Einsicht hat
sich die städtische Bauverwaltung durchgerungen, nachdem ein Gutachten zur
mittelfristigen Entwicklung des Delmenhorster Wohnungsmarktes keinerlei Hoffnung
auf eine bessere Auslastung der Wohnblocks eröffnet hat. Gegenwärtig sind in dem
Gebiet zwischen Bahn und Westfalenstraße rund 40 Prozent der Wohnung nicht
vermietet (500 von 1248).
Die Fachleute glauben, dass sich die Leerstände in Zukunft eher noch ausweiten
werden. Das städtische Baudezernat kommt in einer Vorlage für die
Planungspolitiker des Stadtrates daher zu der Einschätzung, dass eine
Revitalisierung des Quartiers zwar möglich ist, aber eine Reduzierung des
Wohnungsbestandes erfordert. Diese sollte sich an den derzeitigen Leerständen
orientieren.
Der Teilabriss ist Bestandteil eines Entwicklungskonzeptes, das weitere
Maßnahmen bündelt: Modernisierung des restlichen Bestandes, Zusammenlegung von
Wohnungen, Verbesserung des Umfeldes, Neubebauung frei werdender Flächen mit
Doppel- und Reihenhäusern.
www.Weser-Kurier.de
15.02.2003
Schwerin: Kasernen bald unter der Abrissbirne
Die fünf leer stehenden Kasernengebäude an
der Ludwigsluster Chaussee dürfen abgerissen werden. Damit hat das
Bauministerium im Streit zwischen Denkmalpflege und der Stadt zugunsten der
Kommune entschieden. Der Entwicklung eines neuen Wohnviertels steht damit nichts
mehr im Wege.
Selbst wenn die ehemaligen Kasernen denkmalgerecht saniert worden wären: Größe
und Zuschnitt hätten eine rentable Vermarktung des Ensembles kaum möglich
gemacht, lautet das Urteil des Bauministeriums.
Hans-Hermann Bode, städtischer Bauamtsleiter, bringt es so auf den Punkt: "Wir
haben in Schwerin bereits einen riesigen Wohnungsleerstand. Da wäre es absoluter
Unsinn gewesen, wenn wir noch schlechte Wohnungen hinzubekommen hätten."
Schließlich sei das Ministerium auch einem weiteren
Argument gefolgt, welches die Stadt im Streit mit dem Landesamt für
Denkmalpflege immer wieder betont hatte: Da die Integration der
Backstein-Kasernen in eine gartenstädtisch geprägte Bebauung praktisch nicht
möglich ist, macht der Erhalt der Kasernen städtebaulich keinen Sinn.
Bauarbeiter sind bereist damit beschäftigt, die Kasernen zu entkernen, um den
Abriss vorzubereiten. Das Profil des dort geplanten Stadtviertels umschreibt der
Amtsleiter so: "Einerseits werden dort wie in der bisherigen ,Neuen Gartenstadt'
vor allem Einfamilien, Reihen- und Doppelhäuser sowie Wohnungsbau entstehen."
Darüber hinaus sei aber auch die Ansiedlung von Geschäften und
Dienstleistungsfirmen geplant.
www.svz.de
15.02.2003
Neubrandenburg: Neuwoges will wieder einen Händler
gewinnen
Der Ortsteil Monckeshof ist mit knapp 20
Prozent der mit dem höchsten Wohnungsleerstand in Neubrandenburg, bestätigt
Frank Benischke, Geschäftsführer der Neubrandenburger Wohnungsgesellschaft (neuwoges).
Dennoch habe man ihn keinesfalls aufgegeben, um ihn für die Abrissbirne
vorzubereiten, wie Nordkurier-Leser befürchten (siehe Direkter Draht von
gestern). "Hätten wir sonst die alte Kaufhalle aufgekauft und den Handel seit
Jahren subventioniert, indem wir keine Miete kassiert haben!", argumentiert
Benischke. Ursprünglich sollte der Supermarkt erst am 28. Februar schließen, das
habe die neuwoges schon länger gewusst und deshalb auch nach einer Lösung des
Versorgungsproblems gesucht. Bislang habe man aber noch keinen Discounter
gefunden, der hier einen Supermarkt betreiben wolle. Das Käuferpotenzial werde
von den Ketten trotz der Einpendler aus den benachbarten Dörfern als zu gering
eingeschätzt. Im Gespräch bleibe die neuwoges mit ihnen aber dennoch. Ein
weiteres Eisen im Feuer hat die neuwoges mit einem Anbieter, der sonst seine
Waren in Dörfern verkauft. Mit der "kleinen Lösung" würde ein Grundsortiment mit
Backwaren, Fleisch und Wurst und sonst täglich benötigt Dingen angeboten.
www.nordkurier.de
15.02.2003
Gera: GWB-Verkauf bringt keinen Cent
Mit dem Verkauf von 74,9 Prozent der
Geschäftsanteile an der Geraer Wohnungsbaugesellschaft (GWB) "Elstertal" an die
Stadtwerke Gera AG ist kein Cent frisches Geld in die Stadtkasse geflossen.
Die Stadt Gera hatte die Geschäftsanteile für 6,7 Millionen Euro verkauft.
Bürgermeister und Finanzdezernent Norbert Hein hatte erklärt, "dass mit dem
Verkaufserlös die Finanzierung wichtiger Investitionsvorhaben der Stadt,
insbesondere das Urban-Programm, gesichert werden konnte ..." In Wirklichkeit
werden die 6,7 Millionen Euro den Verlustausgleichsforderungen der Stadtwerke
aus den Jahren 1999 und 2000 aufgerechnet. Die Kaufpreisforderung führe nicht zu
einer weiteren Liquiditätsbelastung der Stadtwerke Gera, heißt es in den
Unterlagen zur Aufsichtsratssitzung vom 27. Januar.Mit dem Anschluss an die
Stadtwerke erlangt Geras größtes Wohnungsunternehmen - zu ihm gehören nach
eigenen Angaben 10 440 Wohnungen und Gewerbeeinheiten - einen Wettbewerbsvorteil
gegenüber der privaten und genossenschaftlichen Konkurrenz. Im Konzernverbund
werden Innenumsätze nicht mehr besteuert. Die Stadtwerke liefern Strom und
Fernwärme. Nach internen Schätzungen könnte die GWB "Elstertal" unter dem Dach
des städtischen Konzerns jährlich bis zu 800 000 Euro für Heizung/Warmwasser,
Hausbeleuchtung und Havariedienst einsparen.
Mit dem Verkauf der Mehrheitsbeteiligung an der GWB "Elstertal" an die
Stadtwerke können nach internen Einschätzungen jährlich bis zu zwei Millionen
Euro gespart werden. Zu den bereits erwähnten Positionen kommt ein gemeinsames
Finanzmanagement. Personalleitung und Verwaltung sollen zusammen erfolgen.
Dem Wohnungsunternehmen ist bis 2010 ein strenges Sanierungskonzept verordnet.
Aus eigener Kraft wäre die GWB "Elstertal" nicht in der Lage gewesen, in ihren
Bestand zu investieren und den Leerstand abzubauen.
www.tlz.de
14.02.2003
Zeulenroda: Einstige Pumpstation im Rötlein soll
Jugendtreff werden
Für das Gelände der einstigen Pumpstation
zwischen den beiden Wohngebieten Rötlein und Stadtbachring in Zeulenroda plant
die Stadt die Umgestaltung zu einem Treffpunkt für Kinder und Jugendlichen aus
dem Wohngebiet. Insbesondere Möglichkeiten der sportlichen Betätigung könnten
dort geschaffen werden. Unter dem Arbeitstitel "Kinder- und
Jugend-Freizeitzentrum" soll das Areal für die jungen Leute in den Wohngebieten
aufbereitet werden, so Bauamtsleiterin Karin Wagner. Damit verfolge die Stadt
nicht zuletzt das Ziel, das gesamte Neubaugebiet auch für junge Leute als
Wohnstandort wieder attraktiver zu machen.
Skateranlage, Fitnessbahn, Beach-Volleyplatz, Sitzgelegenheiten, eine
Mountainbike-Strecke - gegenwärtig ist vieles denkbar und im Gespräch. Selbst
eine winterliche Nutzung als Spritzeisbahn sei vorstellbar, so Karin Wagner.
Die Umnutzung des Geländes der Pumpstation ist Teil eines ganzen
Maßnahmekatalogs der öffentlichen Hand, die neben den großen
Wohnungswirtschaftsunternehmen sowie privaten Investoren an der Aufwertung von
Wohnraum, Wohngebieten und Wohnumfeld beteiligt ist. Kosten von rund 180 000
Euro sind allein für den Kinder- und Jugendtreff veranschlagt, wobei die Stadt
davon 55 000 Euro selbst aufbringen muss. Der Rest fließt - wenn alles nach Plan
läuft - aus der Stadtumbau-Förderung.
www.otz.de
14.02.2003
Delitzsch: Abriss von 180
Plattenbauwohnungen
Für den Rückbau von zwei Wohnhäusern in
Delitzsch-West laufen derzeit die Vorbereitungen. "Die Fernwärme ist umgeklemmt,
ein 1000-Volt-Stromkabel umverlegt, jetzt werden noch Türen und Fenster
ausgebaut", sagte gestern Jörg Hinkefuß, Geschäftsführer der
Wohnungsgesellschaft der Stadt Delitzsch GmbH (WGD). Anfang nächster Woche soll
der Abrissbagger anrücken.
Mit 18 Prozent Leerstand liegt die Genossenschaft derzeit noch acht Prozent über
der der städtischen Gesellschaft. "Wenn wir unsere Häuser in Delitzsch-West
nicht mehr haben, dann stehen bei uns auf einen Schlag sechs Prozent weniger
Wohnungen leer", gibt sich "Aufbau"-Geschäftsführer Jörg Fischer zuversichtlich.
Denn neben dem Wohnhaus in der Straße der Freundschaft 4 bis 10 will die
Genossenschaft dieses Jahr auch ihre letzten beiden Blocks in Delitzsch-West -
Loberaue 30 bis 36 und Monheimer Straße 19 bis 27 - platt machen. "Die
Fördermittelbescheide sind jetzt gekommen", berichtet Fischer. Bis zum Sommer
sollen die Häuser mit den längst leer geräumten 110 Wohnungen verschwinden.
Die 70 Wohnungen in der Straße der Freundschaft werden schon bis Anfang März
abgetragen sein. "Wir haben erst in den 90er Jahren unseren Block teilsaniert",
berichtet Fischer, "und bauen alles Wiederverwertbare an Sanitäranlagen, Türen
und Fenstern aus." Mit 253.000 Euro tragen Bund und Land den Löwenanteil an den
Abrisskosten beider Unternehmen. Allerdings wird die Wohnungsgesellschaft auf
den Altschulden für ihr Wohnhaus, etwa 180.000 Euro, sitzen bleiben. "Wir gehen
dagegen davon aus, dass uns die Altschulden erlassen werden", sagt "Aufbau"-Chef
Fischer. Grund: Der Altschuldenerlass greift erst ab einer Leerstandsquote von
15 Prozent.
www.lvz-online.de
14.02.2003
Lassan: Leerstand trotz Miet-Senkungen
Selbst eine Mietminderung hat nicht den
erhofften Erfolg gebracht: In Lassan stehen nach wie vor etliche Wohnungen der
Kommunalen Wohnungsgesellschaft (KWG) leer. "Das Problem ist nicht der
Mietpreis, sondern die fehlenden Mieter", stellte KWG-Geschäftsführer Marco
Baumgärtel am Dienstagabend bei seinem Bericht vor der Lassaner Stadtvertretung
klar und wies auf den Bevölkerungsrückgang in der Stadt hin, die im vergangenen
Jahr noch 1500 Einwohner zählte. Von den 15 KWG-Häusern in Lassan sind nur sechs
komplett vermietet. In drei Gebäuden stehen vermietbare Wohnungen leer, wobei
auf den 40-WE-Block der größte Anteil entfällt: Dort könnten nach Baumgärtels
Worten sofort fünf Mieter einziehen. In der Vahlstraße 8 steht eine Wohnung leer
- "und in der Wendenstraße 50 sind schöne Wohnungen, die aber nicht gefragt
sind", fügte der Geschäftsführer hinzu.
www.nordkurier.de
13.02.2003
Greifswald: Auch Wohnungsgesellschaft steht zur
Debatte
Nachdem bereits ein Verkauf des Stadtwaldes,
der Stadtwerke und des See- und Tauchsportzentrums im Zuge der
Haushaltskonsolidierung zur Disposition stehen, wurde nun auch die Wohnungsbau-
und Verwaltungsgesellschaft mbH (WVG) als kommunales Unternehmen mit in diese
Reihe aufgenommen. Fünf Mitglieder des Finanzausschusses der Bürgerschaft
sprachen sich bei vier Gegenstimmen und zwei Enthaltungen für eine Prüfung der
Veräußerung im Ganzen oder in Anteilen aus.
Ausschussvorsitzender Egbert Liskow stellte in diesem Zusammenhang klar, dass es
den Entscheidungsträgern in Greifswald nicht um einen Ausverkauf der Stadt geht,
wie manche Hansestädter es angesichts der Haushaltsdebatten empfinden. „Vielmehr
handelt es sich in allen Belangen um Prüfaufträge an die Verwaltung“, so Liskow.
Entschieden werde zu einem späteren Zeitpunkt.
www.OSTSEE-ZEITUNG.DE
13.02.2003
Erfurt: Prognose für Wohnungsmarkt
Die Immobilienwirtschaft leidet nach
trotz niedriger Preise unter einer Flaute. "Die Preise sind im Keller, die
Finanzierung ist so günstig wie nie", sagte Steinbach. Bei Eigentumswohnungen
registriert die Branche einen Preisverfall von bis zu 40 Prozent im Vergleich zu
1998.
Der Verband der Wohnungswirtschaft sieht einige der etwa 200 Mitgliedsfirmen in
ihrer Existenz bedroht. Im Jahr 2001 habe es wegen des hohen Leerstands
Mietausfälle von 80 Millionen Euro gegeben, sagte der Vorsitzende Norbert
Nareyke. Dazu kamen Mietschulden von 46 Millionen Euro. Das Programm Stadtumbau
Ost ist nach seiner Ansicht schlecht gestartet. Von dem Ziel, pro Jahr bis zu
6000 Wohnungen abzureißen, sei bisher nur die Hälfte erreicht worden.
www.tlz.de
12.02.2003
Bad Doberan: Junge Menschen kehren Doberan den
Rücken
Die Stadt Bad Doberan könnte sich zum
Alterswohnsitz der Region entwickeln. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung
der Universität Rostock. Zwar werde sich die Einwohnerzahl in der Münsterstadt
noch bis zum Jahr 2010 nicht dramatisch verändern. Doch anschließend werde die
Zahl besonders der jüngeren Einwohner stark zurückgehen, erklärt Christian
Birringer vom Fachbereich Landeskultur und Umweltschutz.
„Gerade bei der Altersgruppe über 60 Jahre liegen wir schon über dem
Landesdurchschnitt“, bestätigt Bürgermeister Hartmut Polzin, dass Bad Doberan
perspektivisch eine klassische Seniorenresidenz werden könnte. „Das ist
einerseits sicherlich ein Problem, andererseits ergeben sich auch neue
Möglichkeiten“, meint der Bürgermeister. Rund um den Bereich Pflege und
Betreuung könnten weitere Arbeitsplätze entstehen.
„In Zukunft werden zunehmend auch die Sterbefälle die Bevölkerungsstruktur
Doberans beeinflussen“, so Birringer. „Und weniger Einwohner bedeuten weniger
Kommunaleinnahmen“, erklärt der Experte. Die Folge für die öffentlichen
Haushalte: ein Rückgang der Versorgungseinrichtungen wie beispielsweise Schulen
und Gesundheitsversorgung. „Wegen der besseren Versorgungsinfrastruktur wird
dann eine Wanderung der jüngeren Leute nach Rostock einsetzen.“
Seit der Wende war die Bevölkerungsstruktur in Doberan stark von
Wanderungsbewegungen geprägt. Viele, vor allem jüngere Menschen, zogen seitdem
aus der Großstadt Rostock in den Landkreis und die Kreisstadt. So konnte der
landesweite Rückgang der Bevölkerungszahlen in Doberan bislang aufgehalten
werden. Lebten 1990 rund 12 000 Menschen in der Kreisstadt, waren es 2001 noch
11 500.
„Der Wohnungsleerstand mit derzeit etwa nur drei Prozent ist für Bad Doberan
kein Problem“, stellt Polzin fest. Wobei er eine längerfristige Prognose nicht
abgeben mag. Laut Uni Rostock könnte bis 2015 ein Überangebot von etwa 315
Wohnungen in der Stadt entstehen.
www.OSTSEE-ZEITUNG.DE
11.02.2003
Dresden: Wohnungsunternehmen Fusion
Aus Drei mach Eins - seit Jahren bastelt das
Rathaus an einer Fusion ihrer drei Wohnungsunternehmen. Bis zum Sommer sollen
die Nordwest Wohnbau, die Südost Woba und die Stesad Entwicklungsgesellschaft
unter einem Dach vereingt sein. Und der neue Chef des Riesen-Unternehmens, das
künftig in der Top Ten der größten bundesdeutschen Wohnungsunternehmen
mitspielen soll, wird jetzt fieberhaft gesucht. Etwa 550 Mitarbeiter und rund
50000 Wohn- und Gewerbeeinheiten würden dem/der Neuen unterstehen. Derzeit hat
keine der drei städtischen Fusions-Kandidaten einen kaufmännischen
Geschäftsführer. Die Posten bleiben bereits seit längerem unbesetzt. Stattdessen
führen drei Technische Geschäftsführer das Regiment. Und dies soll offenbar auch
so bleiben. Der/die Neue soll "gemeinsam mit den technischen Kollegen das neue
Unternehmenskonzept operational und integrativ" umsetzen und die "weitere
strategische Ausrichtung der Gesellschaft" bestimmen, heißt es in der
Ausschreibung. Und wichtig für Dresdens diskussionsfreudige Bürger: er oder sie
soll die "Fähigkeit zur integrativen Kommunikation" besitzen.
www.dnn.de
10.02.2003
In Mecklenburg-Vorpommern sinkt Einwohnerzahl auf Rekordtief
Weniger Geburten und hohe Abwanderung haben
die Zahl der Einwohner in Mecklenburg-Vorpommern auf den tiefsten Stand seit der
Wende sinken lassen. Ende September 2002 lebten nach Angaben des Statistischen
Landesamtes von gestern 1 747 806 Menschen im Nordosten, 12 071 oder 0,7 Prozent
weniger als am Jahresanfang. Durch Abwanderung verlor das Land 8661 Einwohner.
Zudem starben 3445 Menschen mehr als geboren wurden. 1990 lebten im Land noch
rund 1,9 Millionen Einwohner.
Die höchsten Bevölkerungsverluste erlitten die von hoher Arbeitslosigkeit
gezeichneten Landkreise Demmin (-1389 Personen) und Uecker-Randow (1305). Einzig
der Landkreis Bad Doberan wuchs um 42 Personen.
www.OSTSEE-ZEITUNG.DE
10.02.2003
Teterow/Malchin: Abwanderung bleibt in Städten größtes
Problem
Sie geht stetig zurück, die Zahl der
Einwohner in der Bergringstadt. Schon im Jahr 2001 lag sie mit 9993 unter der
Zehntausender-Marke. Im vergangenen Jahr wurden noch 9956 Bürger mit
Hauptwohnsitz in Teterow gezählt. 575 Personen kehrten ihrer Stadt den Rücken,
aber es gab dem gegenüber auch 567 Zuzüge - Frauen und Männer, Familien, die in
Teterow ihr neues Zuhause fanden. Bürgermeister Reinhard Dettmann (parteilos)
ließ sich einmal aufschlüsseln, woher die "Neu-Teterower" kamen: 234 aus dem
Landkreis Güstrow, 317 aus anderen Bundesländern und 17 aus dem Ausland.
Die Nachbarstadt Malchin hat 2002 weitaus weniger Einwohner verloren als in den
beiden Jahren zuvor. Am 31. Dezember 2002 hatte die Stadt 8236 Einwohner, teilte
Rathaussprecher Thomas Koch mit. Das sind 131 weniger als ein Jahr zuvor. 2000
und 2001 war die Zahl um 243 bzw. 226 zurückgegangen. 102 Sterbefälle habe es im
vergangenen Jahr gegeben, 71 Geburten wurden dem Rathaus gemeldet. Größtes
Problem ist für Malchin aber immer noch die Abwanderung.
Zum 1. Januar diesen Jahres konnte Malchin allerdings bei der Einwohnerzahl
kräftig zulegen. Denn zählt man nach der Fusion die Einwohner der ehemaligen
Gemeinde Gorschendorf dazu, kommt man jetzt auf immerhin 8594 Malchiner. Das ist
exakt einer mehr als am Ende des Jahres 2000 gezählt wurden
www.nordkurier.de
10.02.2003
Magdeburg: Erste werden Hochhäuser
abgerissen
Die Wohnungsbaugesellschaft Magdeburg (Wobau)
will erste Hochhäuser abreißen. Geschäftsführer Sonsalla sagte, mehr als 1000
Wohnungen sollten allein in diesem Jahr vom Markt genommen werden. In den
nächsten Jahren sollen insgesamt 10.000 Wohnungen der Abrissbirne weichen. Grund
sei der extrem hohe Leerstand, vor allem in Gebäuden mit zehn bis 16 Geschossen.
Die durch den Abriss entstehenden Lücken sollen wieder bebaut werden. Für die
Bewohner der Umgebung sollen Park- und Grünflächen sowie Spielplätze entstehen.
Die Wobau ist mit 37.000 Wohnungen das größte Wohnungsunternehmen
Sachsen-Anhalts.
In Sachsen-Anhalt sollen in den kommenden zehn Jahren bis zu 100.000
Wohnungen abgerissen werden. Dazu hat sich die Landesregierung entschlossen.
Bauminister Daehre will die Abrisspläne nicht allein auf Plattenbausiedlungen
beschränken.
Durch den Abriss leerstehender Gebäude und die dann mögliche Neugestaltung
dieser Flächen erhofft sich die Landesregierung, dass Städte und Gemeinden
attraktiver werden. Mehr als 53 Millionen Euro werden dafür zur Verfügung
gestellt, je zur Hälfte soll das Geld für Abriss und Umgestaltung verwendet
werden.
In Sachsen-Anhalt sind laut Bauministerium insgesamt 200.000 Wohnungen
unbewohnt. Das Bauministerium will besonders Kommunen unterstützen, die
komplette Quartiere und nicht nur einzelne leerstehende Gebäude beseitigen.
Daehre forderte erneut, Altschulden für unbenutzte Wohnungen zu streichen. Zu
viele Wohnungsgesellschaften stünden vor der Pleite und könnten bereits keine
Aufträge mehr vergeben.
www.mdr.de
09.02.2003
Senftenberg: Wohnungsgenossenschaft insolvent
Für die Senftenberger Wohnungsgenossenschaft "Am Ring" wurde laut
Amtsgericht Cottbus das Insolvenzverfahren eröffnet
08.02.2003
Wismar: Wobau trennt sich von über 800 Wohnungen
Den marktfähigen Bestand schätzt
Wobau-Geschäftsführer Klaus-Dieter Thauer auf rund 6000 Wohnungen. Derzeit
verfügt das Unternehmen über 6800 Einheiten. Das bedeutet, dass sich die Wobau
von gut 800 Wohnungen trennen wird. Die meisten werden der Abrissbirne zum Opfer
fallen.
Im Wirtschaftsplan für das Jahr 2003 heißt es: „Die Wirtschaftslage des
Unternehmens ist wenig zufriedenstellend. Sie ist stark durch die Erlösausfälle
auf Grund von Wohnungsleerständen belastet. Künftig wird die Ertragslage
entscheidend von der Höhe der erzielbaren Mieten beeinflusst werden.“ Derzeit ist der Wohnungsbestand
zu etwa 87 Prozent vermietet.
Die Wobau will sich daher auf den dauerhaft marktfähigen Wohnungsbestand
konzentrieren und diesen leerstandsfrei vermieten, „um die Zukunft der
Gesellschaft zu sichern“, die für 2003 von einem Jahresverlust in Höhe von 3,4
Millionen Euro ausgeht.
Als marktfähig werden die sanierten und modernisierten Wohnungen eingeschätzt
sowie der Bestand, der durch seine Lage gut nachgefragt wird. Darum will die
Wobau dort verstärkt Mieter gewinnen und plant darüber hinaus
Aufwertungsmaßnahmen wie Einbauküchen, Umzugsbeihilfen und kostenlose
Stellplätze.
Ansonsten spricht die Wobau Klartext zum bislang unsanierten Wohnungsbestand.
Hier „sind keine Investitionen mehr vorgesehen; sie sind vom Markt zu nehmen“.
Der Ausweg könnte darin bestehen, die Häuser aus Eigenmitteln zu sanieren. Dies
würde lange dauern und bedeuten, dass ein Haus pro Jahr an der Reihe wäre.
Denkbar sei auch ein teilweiser Abriss.
Ein größeres Vorhaben der Wobau ist die Erschließung von Baugrundstücken in
Nachbarschaft zum Tierpark. Im April wird damit begonnen. Vorgesehen sind dort
75 Grundstücke für Einzel - und Doppelhäuser, eine Reihenhauszeile und einmal
betreutes Wohnen durch einen Investor. Die Wobau will die Grundstücke nach der
Erschließung veräußern.
www.OSTSEE-ZEITUNG.DE
08.02.2003
Bund besteht auf Rückzahlung von Altschulden
Die Wohnungsunternehmen in M-V müssen weiter
mit dem Abbau von Altschulden aus DDR-Zeiten kämpfen. Eine generelle
Entschuldung durch den Bund könne es auf Grund der prekären Haushaltslage nicht
geben, sagte der Staatssekretär im Bundesbauministerium, Tilo Braune, gestern
auf einer wohnungspolitischen Konferenz in Neubrandenburg.
Der Bund habe das Finanzierungsvolumen nach dem Altschuldenhilfegesetz für
existenziell bedrohte Betriebe in diesem Jahr auf 658 Millionen Euro fast
verdoppelt. In M-V lägen allerdings erst vier Anträge vor, hieß es.
www.ostsee-zeitung.de
08.02.2003
Crimmitschau: Wieder weniger Crimmitschauer
Vorjahr: Rückgang der Bevölkerung um 223
Einwohner
Am letzten Tag des Vorjahres waren es lediglich noch 22.575 Bürger, die in
Crimmitschau ihr Zuhause haben. Damit ist laut Statistik der hiesigen
Meldebehörde die Bevölkerung der Stadt innerhalb eines Jahres um weitere 223
Menschen geschrumpft (Stand 31. Dezember 2001: 22.798 Einwohner). Dieser Trend
hält seit Jahren an.
Zur anhaltend negativen Bilanz der Einwohnerzahlen trägt auch das ungünstige
Verhältnis von Zu- und Wegzügen bei. Hier die statistischen Zahlen der
zurückliegenden zwei Jahre: Im Jahr 2001 kamen 808 Menschen nach Crimmitschau,
aber 923 verließen die Stadt. Voriges Jahr nahmen 796 Bürger hier ihren neuen
Wohnsitz, dafür kehrten andererseits 869 der Stadt den Rücken. Fazit: Es gingen
der Stadt 115 bzw. 73 Einwohner verloren.
Und noch eine bezeichnende Gegenüberstellung. Im Jahr 2001 starben in
Crimmitschau 284 Menschen, aber nur 175 Kinder wurden geboren. Im vergangenen
Jahr war das Verhältnis noch ungünstiger: 162 neuen Erdenbürgern stand die
Anzahl von 324 Sterbefällen gegenüber. Daraus ergeben sich Defizite von 109 bzw.
162 Einwohnern.
Diese Entwicklung ist nicht nur äußerst bedauerlich, sondern bringt auch die
Wohnungsunternehmen und privaten Vermieter in Bedrängnis, da die Nachfrage nach
Wohnraum geringer wird. Anwachsende Leerstände sind die Folge.
www.freiepresse.de
08.02.2003
Zeulenroda: Stadtumbau Ost erregt die Gemüter
Knapp 150 Bürger, überwiegend Bewohner aus
dem Zeulenrodaer Stadtbachring und der Straße der DSF, nutzten am
Donnerstagabend die Gelegenheit der Information. Bürgermeister Frank Steinwachs,
Bauamtleiterin Karin Wagner und der Geschäftsführer der Wohnungsbaugesellschaft
Peter Lösche stellten sich dabei auch den Fragen der Anwesenden.
Von 1976 bis 1998 wurden im Stadtbachring, Straße der DSF und Rötlein insgesamt
1443 Wohnungen gebaut. Davon werden 915 von der Zeulenrodaer
Wohnungsbaugesellschaft (Wobau) und 528 von der AWG betreut. Zurzeit stehen 255
Wohnungen leer (das sind 15,6 Prozent).
Wirtschaftliche, ökonomische und städtebauliche Gründe zwingen auch Zeulenroda,
sich an dem Programm zu beteiligen, zumal es für die Möglichkeit, den Bestand
bei den Wohnungen in Plattenbauweise zu reduzieren, öffentliche Gelder
(Fördermittel) durch den Bund geben soll. Deshalb wurden in den vergangenen
Monaten Vorbereitungen in der Stadtverwaltung und der Wobau dazu getroffen. "Wir
befinden uns in der Phase, wo mit den Betroffenen gesprochen wird und wir haben
eine Strategie", so der Bürgermeister. Das hieße allerdings nicht, "dass wir mit
Hacke und Schaufel vor der Tür stehen", versuchte Steinwachs zu beschwichtigen.
Beginnen wolle man dieses Jahr mit der Sanierung der Wohnungen im Stadtbachring
20 bis 26. 2004 könnten Abbruch und Teilabbruch der Objekte16 bis 19 bzw. 8 bis
15 erfolgen. Hier gibt es Vorstellungen für eine touristische Nutzung in Form
eines Tageshotels. 2005 folgte der Teilabbruch der Wohnungen im Stadtbachring 2
bis 7. Für 2006 ist die Fertigstellung der Wohnungen 20 bis 26 und 2007 die
Sanierung der Fassade Nummer 27/28 eingetaktet. 2008 könnte die
Fassadenmodernisierung im Stadtbachring 1 erfolgen. 2009 könnte der Block in der
Thälmann-Allee 27 bis 30 abgerissen werden, 2010 der Fahrstuhlanbau in der
Straße der DSF 13 bis 18 erfolgen.
www.otz.de
07.02.2003
Weimarer Wohnstätte wichtige Wirtschaftskraft
Die Weimarer Wohnstätte mit ihren 7200
Wohnungen ist eines der ganz wenigen Wohnungsunternehmen in Ostdeutschland, das
schwarze Zahlen schreibt. Mit seinem Investitionsvolumen von zehn Millionen Euro
in diesem Jahr ist das Unternehmen zudem eine wichtige Wirtschaftskraft für die
Region, betonte gestern Aufsichtsratsvorsitzender Norbert Michalik.Zu den
wichtigsten Vorhaben 2003 zählen die Modernisierung eines Karrees in der
Meyerstraße, von leerstehenden Wohnungen in der Kaufstraße, von Einzelobjekten
am Frauenplan, am Jakobskirchhof und in der Brahmsstraße. Dabei sind häufig
komplizierte denkmalpflegerische Aspekte zu berücksichtigen. Das Gebäude
Musäusstraße 2 wird abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. In der
Breitscheidstraße 1 - in der Nähe der Bauhaus-Uni - entstehen
Studentenwohnungen. Ein Schmuckstück soll die Belvederer Allee 8 nach dem Umbau
werden, verspricht Wohnstätte-Geschäftsführerin Rita Augner. Während in anderen
Städten Plattenbauten großflächig weichen müssen, fallen im Bereich der Weimarer
Wohnstätte nur 256 Ein-Raum-Wohnungen in der Warschauer Straße 30 dem Abriss zum
Opfer. "Vorläufig der einzige", so Rita Augner. Ungeplante Kosten kommen auf das
Unternehmen für die geforderten Beiträge für Trinkwasser-Altanschlüsse zu. Die
Geschäftsführerin bezifferte sie auf 800 000 Euro. Das Unternehmen habe
Widerspruch eingelegt. Für eine eventuelle Musterklage fehlen aber noch einige
Voraussetzungen.
www.thueringer-allgemeine.de
06.02.2003
Ostländer wollen Grunderwerbsteuer bei Fusionen
befristet aussetzen
Dresden - Sachsen will sich im Bundesrat angesichts wachsender
Wohnungsleerstände für eine Befreiung der ostdeutschen Wohnungsunternehmen von
der Grunderwerbsteuer stark machen. Der Freistaat werde einen Gesetzesantrag
einbringen, um fusionswillige Wohnungsunternehmen und -genossenschaften in den
neuen Ländern für zweieinhalb Jahre von der Grunderwerbsteuer freizustellen. Die
Gesetzesinitiative werde von Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und
Sachsen-Anhalt unterstützt, teilte der sächsische Finanzminister Horst Metz
(CDU) in Dresden mit.
Lutz Freitag, Präsident des Bundesverbandes deutscher Wohnungsunternehmen (GdW),
hat die Bundesrats-Initiative der ostdeutschen Länder ausdrücklich begrüßt. Er
appellierte an Bundesrat und Bundestag, der Initiative zuzustimmen, die am 14.
März in der Länderkammer eingebracht wird.
Viele Wohnungsunternehmen und -genossenschaften in Sachsen und den anderen neuen
Bundesländern hätten keine betriebswirtschaftlich tragfähige Unternehmensgröße.
Insolvenzen wegen Wohnungsleerständen aber würden sich nachteilig auf die Mieten
auswirken. „Wir können eine dauerhafte Wohnraumversorgung durch
Wohnungsunternehmen und Wohnungsgenossenschaften nur sichern, wenn diese eine
wirtschaftlich vernünftige Größe haben“, sagte Metz. Notwendig seien daher neue
Strukturen. Das geltende Grunderwerbsteuerrecht sei derzeit jedoch das
wesentliche Hindernis am Zustandekommen von wirtschaftlich sinnvollen
Betriebsgrößen.
Bei Umstrukturierungen durch Fusionen falle eine erhebliche Grunderwerbsteuer
an, da nahezu das gesamte Vermögen der Wohnungsunternehmen und -genossenschaften
in Grundbesitz bestehe. Daher sei vor allem für die schwächeren Gesellschaften
und Genossenschaften eine Fusion unmöglich, da sie die dann anfallende
Grunderwerbsteuer nicht aufbringen könnten, sagte Metz.
Die Steuerbefreiung für Fusionen solle auf das Gebiet der neuen Bundesländer
beschränkt sein. In Ostdeutschland sei die Notwendigkeit zum Zusammenschluss von
Wohnungsunternehmen angesichts der wachsenden Wohnungsleerstände besonders
dringend.
www.welt.de
Pressemitteilung des GdW
06.02.2003
Das „Stadtumbauprogramm Ost“ floppt
Die pompösen Kanzler-Worte von einem
milliardenschweren „Stadtumbauprogramm Ost“ und die darauf folgenden
Bundestags-Beschlüsse erscheinen inzwischen als leeres Gerede. Rund zwei Mrd.
Euro sollten von 2002 bis 2009 fließen, um dem Leerstandsdrama in ostdeutschen
Städten (1,3 Mio. leere Wohnungen) und seinen unabsehbaren Folgen beizukommen.
Bereit gestellt wurden bislang aber nur Kleckerbeträge: 15 Mio. Euro im letzten,
7,6 Mio. Euro für das laufende Jahr.
Mit solch dürftigen Spritzen sind die ausufernden Brände in den betroffenen
Städten, bei den privaten Vermietern, den Wohnungsunternehmen und
-genossenschaften aber nicht zu löschen. Im Gegenteil: „Die Situation ist noch
schlimmer geworden als sie Ende 2000 war, zu dem Zeitpunkt als die
Expertenkommission Leerstand ihren Bericht vorlegte“, beschreibt der
Stadtumbau-Experte der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, Henry Nitzsche, die
aktuelle Lage. Eine Einschätzung, die durch Angaben der Wohnungswirtschaft
gestützt wird. Die Anzahl der leeren Wohnungen sei in nur zwei Jahren von
seinerzeit einer Mio. um 300 000 gestiegen, hat der Bundesverband deutscher
Wohnungsunternehmen (GdW) errechnet. Das ist fast die gleiche Summe, die laut
der Leerstandskommission eigentlich insgesamt abgerissen werden sollte, um den
Wohnungsmarkt zu entlasten. Von 1998 bis 2001 kamen allerdings nur etwa 20 000
kommunale und genossenschaftliche Wohnungen unter die Abrissbirne, insgesamt 30
000 bis 40 000 sollten es laut Expertenempfehlung pro Jahr sein; kein Wunder
also, wenn die Leerstandsquote weiter steigt. Ende dieses Jahres wird sie nach
GdW-Schätzungen 18 Prozent erreicht haben.
Dass die als notwendig erachtete Abrissquote bislang deutlich unterschritten
wurde, darf indes niemand verwundern. Bezuschusst werden Wohnungsabrisse mit 60
Euro/qm – was längst nicht die gesamten Kosten deckt. Wohnungsunternehmen, die
die Abrissbirne bestellen, werden die Kosten dafür auch prompt und komplett in
Rechnung gestellt. Die bisherige Fördersystematik des Stadtumbaus sieht aber so
aus, dass die Unternehmen die ihnen zustehenden Zuschüsse erst verteilt über
einen Zeitraum von fünf Jahren erhalten. Damit kommt jedoch nur eine kleine
Schar zurecht, nämlich jene, die noch finanzielles Potenzial zur Vorfinanzierung
hat.
Als große Hürde im Stadtumbauprogramm erweist sich nach übereinstimmender
Einschätzung der Wohnungswirtschaft die Altschuldenregelung. Denn auch nach
Abriss der Wohnungsblöcke bleiben die darauf lastenden Altschulden (rund 70
Euro/qm) bestehen. Erlassen werden die (auch nicht unumstrittenen) Altschulden
nur jenen abrisswilligen Unternehmen, die mehr als 15 Prozent Leerstand
nachweisen können – das sind in der Regel die wirtschaftlich schwächsten.
Nitzsche: „Dadurch werden noch leistungsfähige Unternehmen unzureichend
motiviert, sich am Stadtumbau zu beteiligen.“
Darüber, dass der Abriss dauerhaft leerstehender Wohnungen, vor allem in
Randlagen, der erste Schritt zu einem Stadtumbau im eigentlichen Wortsinn ist,
sollte eigentlich kein Zweifel bestehen. Auch nicht bei den rot-grünen
Koalitionären, deren Stadtentwicklungspolitik ausdrücklich auf die bevorzugte
Förderung der Kernstädte zielt. Dort ist auch – gerade in ostdeutschen Städten –
in den letzten Jahren eine enorme Sanierungs- und Modernisierungsleistung an
heruntergekommenen Immobilien-Beständen geleistet worden – überwiegend mit
privatem Kapital. Doch auch dort sind die Wohnungsleerstände eklatant: in
Görlitz beispielsweise bis zu 43 Prozent, wie Henry Nitzsche weiß. „Dort
abzureißen heißt aber Existenzen vernichten“, sagt der Abgeordnete. Und moniert
gleichzeitig die Disparität in den Ansätzen des Stadtumbauprogramms: „Für den
ersten Schritt steht ein Drittel weniger Geld zur Verfügung als für den
zweiten.“ Der aktuelle Bedarf sei aber eher umgekehrt.
Geradezu als Karikatur jeglicher
Stadtentwicklung erscheinen in diesem Zusammenhang die Ergebnisse der 2002 als
Bestandteil des Stadtumbauprogramms verkündeten „Investitionszuschüsse für
Wohneigentumsbildung in innerstädtischen Altbauquartieren“. 51 Mio. Euro pro
Jahr wollten Bund und Länder dafür ausgeben, 4000 Haushalte sollten jährlich
gefördert werden. Erweisen sich die Zahlen aus dem Freistaat Sachsen als
repräsentativ, kann Kassenwart Hans Eichel den Großteil dieses Postens zurück
buchen: Bislang wurden etwa in Sachsen 20 Förderanträge gestellt, 14 bewilligt,
einer (Stand 14. Januar 2003) ausgezahlt, mit einem Volumen von 1875 Euro.
www.welt.de
06.02.2003
Gotha: Tauziehen mit den Banken
Bei einem Treffen von Vertretern der Stadt
Gotha und der Neunten Grundbesitz KG mit Bankern in Berlin ging es auch um die
Plattenbauten Moßlerstraße 4 bis 8. Wie Bürgermeister Klaus Exner erklärte,
waren Zahlungsrückstände des Wohnungsvermieters bei Versorgungsträgern Grund für
dieses Gespräch. "Es war zu den Zahlungsrückständen gekommen, obwohl die
Bewohner regelmäßig ihre Mieten, Gebühren und Umlagen bezahlt haben", so Exner
verärgert. Er gibt sich optimistisch, dass der über ein Jahr andauernde Kampf um
Schuldentilgung bald beigelegt werden kann und der Vermieter beim Stadtumbau
mitzieht. Am 13. Februar werden die Banken höchstwahrscheinlich grünes Licht für
die Schuldentilgung geben. Das hätten laut Exner die Gespräche ergeben. Diesen
Termin bestätigte auch Thomas Bierowicz, Geschäftsführer der Neunten
Grundbesitz. Klaus Exner weist darauf hin, dass dies nichts mit der lange
geplanten Sanierung der Häuser des Vermieters zu tun habe. Die Einigung betreffe
lediglich den Schuldenabbau bei den städtischen Unternehmen. Außerdem
widerspricht der Bürgermeister der Ankündigung von Bierowicz, dass bald mit der
Sanierung an der Moßlerstraße begonnen werden könne. Erstens liege der Stadt
kein Sanierungsantrag vor, und zweitens sei schon lange bekannt, dass die zu
Beginn der 1980er-Jahre errichteten Bauten jeweils um sechs Etagen zurück gebaut
werden sollen. Erst dann könne eine Sanierung vorgenommen werden. Man könnte
fast annehmen, dass die angekündigte Sperrung der Wohnungen an der Moßlerstraße
dem Vermieter wegen des Rückbaues gerade recht kommt. Doch dem sei nicht so,
erläutert Thomas Bierowicz. Denn man habe sich das anders vorgestellt, wollte
erst den Block an der Gothaer Schützenallee modernisieren, um die dort leer
stehenden Wohnungen den Bewohnern der Moßlerstraße als Ausweichquartier anbieten
zu können. Doch nun müsse wohl doch mit der Moßlerstraße begonnen werden, sagte
Bierowicz. Wenn die Banken das Geld dafür bereitstellen! Die Unsicherheit bleibt
für die Hausbewohner vorläufig bestehen.
www.thueringer-allgemeine.de
05.02.2003
Erfurt: Abriss - Umzug wird gefördert
Durch Abriss werden in den nächsten Jahren auch in Erfurt unzählige Wohnungen
verschwinden. Die Mieter sollten jedoch aufpassen, dass sie dabei nicht über den
Tisch gezogen werden und ihre Rechte wahren, warnt Frank Warnecke,
Geschäftsführer des Mietervereins Erfurt. Ein Streitpunkt seien die
Umzugskosten. Immer wieder müssten betroffene Mieter den Umzug in eine andere
Wohnung selbst bezahlen. Einige Wohnungsunternehmen würden die Erstattung
verweigern, wenn zu einer anderen Gesellschaft gewechselt werde. Dabei sei die
rechtliche Situation eindeutig: Wird ein Haus abgerissen, muss der Vermieter die
Umzugskosten der Mieter bezahlen.
"Die Haltung mancher Wohnungsgesellschaften ist umso unverständlicher, da die
Umzugskosten von der öffentlichen Hand gefördert werden", erklärt Frank
Warnecke. Als Mitglied des Stadtrates bestätigte ihm die Bauverwaltung, dass die
Stadt die vom Abriss betroffenen Vermieter mehrmals auf diese Förderung
hingewiesen hat.
www.thueringer-allgemeine.de
04.02.2003
Ilmenau: Problemkind Langewiesener Straße
Vorgestellt zur Stadtratssitzung von Dr. Uwe Wilke wurde das SEK, dem Leiter des
zuständigen Planungsbüros.
Zunächst zerlegte das Planungsbüro die Stadt Ilmenau in 13 Stadtteile und
ermittelte an Hand bestimmter Faktoren Schul-Noten für die einzelnen Gebiete.
Von 1,93 bis 4,77. Wobei das Südviertel, die Sturmheide und das Hüttenholz als
stabile Gebiete gute Noten und die Pörlitzer Höhe, das Eichicht sowie die
Langewiesener Straße am schlechtesten abschnitten. Bei letzteren beiden handelt
es sich um Umstrukturierungsgebiete mit akutem Handlungsbedarf. Daraus
resultuierend, dass hier der Leerstand bzw. Bevölkerungsrückgang offensichtlich
geworden ist. Beim Plattenbau spricht man offiziell von Geschoss-Wohungsbau, der
durch Rückbau, Umbau oder Abriß, das Schaffen von grünen Bereichen eine andere
Struktur und damit Aufwertung erhalten soll.
Konkret wird es ausgehend von der Konzeption zunächst mit der Stadtsanierung im
Berreich Langewiesener Straße, eindeutig als Problemgebiet heraus gearbeitet.
Der Stadtrat stimmt in seiner Sitzung vorbereitenden Untersuchungen hierfür zu.
Der historisch gewachsene Stadtteil erlebte bisher in der städtebaulichen
Planungen ein Schattendasein. Trotz Nähe zur Altstadt, prosperierender
Universität und Erholungsgebiet "Ilmenauer Teiche". Hervorgerufen durch die
Trennwirkung der Bahnlinie nach Erfurt sowie der Bundesstraße 88. Nahziel wird
sein, für ein noch festzulegendes Sanierungsgebiet einen Aufstellungsbeschluss
zu erwirken und für deren Umsetzung Fördermittel im Rahmen von "Stadtumbau Ost"
zu erlangen. Dabei geht es um die Verknüfung von Altstadt und
Universitätsgelände.
www.thueringer-allgemeine.de
03.02.2003
Pasewalk: Plattenbau vor großer Verjüngungskur
Nach und nach leerte sich in den vergangenen
Monaten der Wohnblock in der Stettiner Straße 29 bis 31a. Die
Wohnungsbaugenossenschaft Pasewalk e.G. plant dort die erste großräumige
Sanierung innerhalb des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (Isek).
Im vergangenen Jahr hat Ihr Unternehmen die Blöcke Marktstraße 13 bis 20
komplett saniert. Rentieren sich derartige Investitionen angesichts der
Abwanderung und des zunehmenden Wohnungsleerstandes noch immer? Der
Wohnungsleerstand bei unseren komplex sanierten Wohnungen beträgt zwei bis drei
Prozent. Daran sieht man, dass immer noch stark nach modernisierten Wohnungen
gefragt wird. Bei teilmodernisierten Wohnungen beträgt der Leerstand fünf bis
sechs Prozent.
In der Marktstraße haben wir 64 Wohnungen modernisiert und dafür rund 2,8
Millionen Euro investiert.
Miete und Modernisierung. Zum 31. Dezember 2002 hatten wir 90,85 Prozent unserer
Wohnungen modernisiert. Allerdings unterscheidet sich der Modernisierungsgrad
von Wohnung zu Wohnung. Zum Beispiel haben alle Wohnungen neue Fenster erhalten
und auch die Dächer wurden in Ordnung gebracht; wir haben größtenteils die
Treppenflure renoviert und zum Teil Wechselsprechanlagen eingebaut. Teilweise
erneuert wurden die Heizungssysteme. Die neuen Mieten machten es erst möglich,
dass wir die Wohnqualität wesentlich verbessern konnten. Wir haben sie im
vergangenen Jahrzehnt schrittweise angehoben. Da Wohnen heute etwas kostet
fordern die Leute auch Sanierungen ein.
In Pasewalk ist es das erste Projekt des Programms Stadtumbau Ost und dem
Integrierten Stadtentwicklungskonzept. Die Blöcke zählen derzeit 48 Wohnungen.
Dieses Anzahl wird auf 27 Wohnungen reduziert. Konkret werden vom Block 29, 29a
und 30 ein Obergeschoss und am Block 30a, 31 und 31a zwei Geschosse abgetragen
und innerhalb des Hauses die Zuschnitte der Wohnungen komplett geändert. Dort
werden Wände herausgerissen und neu aufgebaut, die Häuser insgesamt erhalten
Steildächer.
Unter diesen Dächern werden zwei Einliegerwohnungen in einer Größe von je 130
Quadratmetern entstehen. Es handelt sich dabei um eine Vier-Raum-Wohnung und um
eine Drei-Raum-Wohnung mit Gästebad. Diese Wohnungen werden für Pasewalk sicher
die Ausnahme bleiben.
Der Umbau der Blöcke wird rund 1,85 Millionen Euro kosten. Der Abriss wird
allerdings bezuschusst. Wir erhalten 60 Euro je Quadratmeter abgetragene Fläche.
Das ist nicht viel; der Abriss wird von dieser Summe nur zum Teil finanziert.
www.nordkurier.de
03.02.2003
Pirmasens: macht Dampf
6,8 Millionen Euro - davon kommen 3,4
Millionen Euro vom Land und 2,8 Millionen Euro aus Berlin - steckt Pirmasens bis
2006 in drei Vorhaben, die im Rahmen des "Stadtumbau West" verwirklicht werden:
die Anbindung der Messe an die Innenstadt, die Erarbeitung eines
Wohnraum-Konzepts für Pirmasens und der Umbau des Rheinberger-Gebäudes zu einem
Dienstleistungs- und Kulturzentrum. Letzteres startet demnächst. 600 000 Euro
werden dort im Rahmen des Pilotprojekts schon in diesem Jahr verbaut, wie
Bürgermeister Dr. Bernhard Matheis gestern sagte.
Im Vergleich zu den zehn anderen Städten sei Pirmasens schon sehr weit, sagte
Projektleiter Martin Karsten von der Oldenburger Forschungsagentur "Forum", die
das Pilotprojekt bundesweit begleitet. Deshalb habe man Pirmasens auch als
Veranstalter für den ersten Workshop ausgewählt. "Das erste Treffen soll ja
schließlich Dampf machen", so Karsten.
Auch der Pirmasenser Bürgermeister bezeichnete das Auftakt-Treffen als Erfolg.
Man habe viele Gemeinsamkeiten entdeckt. In vielen der elf Städte gebe es die
gleichen Probleme wie in Pirmasens. Daraus entwickele sich ein
Solidaritätsgefühl. Alle gemeinsam hätten die Zeichen der Zeit erkannt, sagte
Matheis. "Und wenn wir jetzt die Hausaufgaben machen, werden wir später die Nase
vorn haben."
Frage: Was hat Pirmasens mit Albstadt gemeinsam? Oder Selb, Wilhelmshaven und
Völklingen? Antwort: strukturelle und wirtschaftliche Probleme. Und die
Teilnahme an dem Pilotprojekt "Stadtumbau West". Gestern lernten sich Vertreter
der insgesamt elf teilnehmenden Städte in Pirmasens kennen.
Dass ausgerechnet die Horebstadt den Auftakt-Workshop ausrichten durfte, hat
seinen Grund: Pirmasens ist unter den elf Pilotstädten in ganz Deutschland der
Vorreiter. Anders als beispielsweise in den Pilotstädten Lübeck, Salzgitter,
Erkenschwick oder Wildflecken wird in Pirmasens in diesem Jahr schon mit der
Umsetzung eines Projekts begonnen: 600 000 Euro fließen in die Umgestaltung des
Rheinberger-Komplexes. "Pirmasens hat sich gut aufgestellt", meinte auch
Innen-Staatssekretär Jürgen Hiller, der das Auftaktgespräch gestern verfolgte.
Die anderen zehn Städte sind dagegen erst in der Planungsphase.
Dafür gab es auch von Martin Karsten von der Firma "Forum", die das Pilotprojekt
deutschlandweit forschend begleitet, viel Lob. Die Organisationsstrukturen in
Pirmasens seien die besten. "Und die Pirmasenser haben offensichtlich auch schon
begriffen, dass man mit den Problemen positiv umgehen muss und dass man aus dem
anstehenden Rückbau der Stadt eben auch eine qualitative Verbesserung erzielen
kann", sagte der Forum-Mitarbeiter. "Diese Einstellung ist schon die halbe Miete
- das müssen andere Städte erst erreichen."
Andere Städte - wie beispielsweise Albstadt in Baden-Württemberg. Das Städtchen
im Musterländle ist die Hochburg der deutschen Textilindustrie und hat in den
letzten Jahren massenhaft Arbeitsplätze verloren. Dafür gibt es leere
Fabrikgebäude in Massen. Die selbe Situation in der Pozellanstadt Selb, in der
Hafenstadt Wilhelmshaven und am Kohle-und-Stahl-Standort Völklingen - da
entwickelt sich eine ganz eigene Solidarität. "Allerdings nicht die Solidarität
der Benachteiligten", sagte Bürgermeister Dr. Bernhard Matheis gestern deutlich,
sondern die Solidarität derjenigen, die die Zeichen der Zeit erkannt haben und
an ihrer Lage etwas ändern wollen.
Die Probleme, die der Stadtumbau West angeht, haben nach den Worten von Martin
Karsten alle Städte in Deutschland. "Früher war Stadtentwicklung ausschließlich
der Umgang mit dem Wachstum. Heute geht es um das Gegenteil - um die Frage, wie
man Schrumpfungsprobleme am besten managen kann."
www.pz.pirmasens.de
02.02.2003
Arzberg: Fast 30 Wohnungen stehen leer
Die allgemein schlechte wirtschaftliche Lage,
in Arzberg vor allem mit bedingt durch den Zusammenbruch der Porzellanindustrie,
sowie die Überalterung der Bevölkerung bringt auch immer mehr die
Wohnungsgenosschenschaft Arzberg in die Bredouille. Etwa 30 der 328 Wohnungen in
Arzberg und Thiersheim stehen leer, können zurzeit nicht vermietet werden. Die
Folge: Investitionen müssen zurückgeschraubt, Personal abgebaut werden.
Trotz dieser schwierigen Situation ist der Bestand der Wohnungsgenossenschaft
Arzberg in keiner Weise gefährdet, stellen die drei Vorstände Kurt Neuerer,
Oswald Häring und Fritz Elbel in einem Gespräch mit der Frankenpost klar und
weisen alle anders lautenden Gerüchte als ,,puren Quatsch'' zurück.
Doch der einstige ,,Bauverein'' müsse natürlich auf die veränderte Situation
reagieren. Das Modernisierungsprogramm werde stark zurückgefahren, um Kosten zu
sparen. Deshalb müssen laut Neuerer auch zwei der vier Arbeiter der
Wohnungsgenossenschaft ,,freigestellt'' werden. ,,Wenn Bedarf da ist, werden wir
auf sie sicher wieder zurückgreifen.''
In Arzberg wie auch in vielen anderen Orten in der Region gebe es momentan kaum
Nachfrage nach Wohnungen. Auch durch den Verkauf von 33 Mieteinheiten seit 1997
habe die Genossenschaft die Situation nicht entscheidend beeinflussen können,
bedauern die drei Vorstände. Ein weiteres Problem: ,,Wir können hier in Arzberg
oder Thiersheim nicht die Mieten verlangen, die auf Grund der
Modernisierungsmaßnahmen notwenig wären.''
Einen Weg aus dem Dilemma sehen Neuerer, Häring und Elbel nur, wenn sich in
Arzberg neue Betriebe ansiedeln und dann die Nachfrage nach Wohnungen wieder
deutlich steigt. ,,Wenn sich hier nichts bewegt, gehen wir ganz schweren Zeiten
entgegen.''
www.frankenpost.de
02.02.2003
Laage: Zwölf Wohnblöcke in Kronskamp zu haben
Auch im dritten Anlauf ist es gestern nicht
gelungen, zwölf Wohnblöcke in Kronskamp während einer Zwangsversteigerung im
Güstrower Amtsgericht unter den Hammer zu bekommen. Nach Ablauf der
Bieterstunde, die tatsächlich aber nur 30 Minuten dauert, lag Rechtspflegerin
Dagmar Petz kein Angebot vor. Daraufhin beantragte Oliver Winkler im Namen des
Gläubigers, der Aachener und Münchener Lebensversicherungs AG, die einstweilige
Einstellung des Verfahrens.
Dabei waren die Bedingungen günstig, schätzt Laages Kämmerer Karl-Heinz Schwarz
ein. Für die Immobilie und zahlreiche Flurstücke, für die ein Verkehrswert von
3,72 Millionen Euro angesetzt war, hätte das Mindestgebot 1,104 Millionen Euro
betragen müssen. Winkler sprach denn auch von der "Grenze zur Verschleuderung",
die erreicht sei.
Kämmerer Karl-Heinz Schwarz zeigte sich enttäuscht, dass die Stadt, die einen
Rahmenplan für Kronskamp erarbeitet hat, noch immer keinen Ansprechpartner für
die Immobilien gefunden hat. Von den zwölf Blöcken sind vier unsaniert und
stehen völlig leer. Dafür, nimmt Karl-Heinz Schwarz an, kommt nur ein Rückbau
infrage.
Die Stadt selbst wolle die Immobilie nicht kaufen, weil sie anschließend nicht
in der Lage sei, dort zu investieren, bemerkte der Stadtrat. Der Gläubiger hat
nun sechs Monate Zeit, um zu entscheiden, ob es einen vierten Termin geben wird.
www.nordkurier.de
02.02.2003
Chemnitz: Pilotprojekt nimmt deutliche Konturen an
Was viele Bewohner des Fritz Heckert-Gebietes
angesichts der schlechten Wirtschaftslage - besonders in der Baubranche -
überhaupt nicht mehr für möglich gehalten hätten, wird nun wahr: Das 15,5
Millionen Euro teure Plattenbau-Pilotprojekt in Markersdorf nimmt deutliche
Konturen an.
Die lange Elfgeschosser-Zeile der Neuen Wohnungsbaugenossenschaft (Newog),
Wilhelm-Firl-Straße 10 bis 28, ist schon heute nicht mehr wieder zu erkennen,
auch wenn die geplanten poppigen Farben an der Fassade in dieser Bauphase
natürlich noch fehlen. Die markante Architektur des höhengestaffelt umgebauten
Komplexes lässt erahnen, wie das Ganze später einmal aussehen soll.
Rückblick: Nachdem die Unternehmensgruppe Nitzsche und Weiß den vormals
elfgeschossigen Wohnblock Max-Türpe-Straße 44 bis 52 bereits zu einem von
Mietern und Fachleuten viel gepriesenen Komplex umgebaut hat, läuft jetzt der
zweite Teil des Projektes an der Wilhelm-Firl-Straße.
Aus den vormals 425 Wohnungen entstehen durch etagenweisen Rückbau und durch
Grundrissänderungen 292 Wohnungen. 65 Mieter, die schon seit langem in der
Elfgeschosserzeile leben, haben vorübergehend Quartier in den vorderen Häusern
an der Straße bezogen. Später ziehen diese dann in die modernisierten Wohnungen
um, sodass die restlichen frei gezogenen Häuser ebenfalls saniert werden können.
„Für die Wilhelm-Firl-Straße haben sich bei uns 300 Mietinteressenten gemeldet.
Und die Max-Türpe-Straße ist bereits zu 100 Prozent vermietet“.
www.freiepresse.de
02.02.2003
Glauchau: Sorgenkind Sachsenallee
Der Stadtteil Sachsenallee avanciert zum
größten Sorgenkind in der Glauchauer Stadtentwicklung. Der Stadtrat
Andreas Salzwedel fasst das Problem mit den Worten „uns fliegt der Stadtteil um
die Ohren“ zusammen.
Seine Fraktion stellte am Donnerstagabend im Stadtrat den Antrag, die
Entwicklungskonzeption für den Stadtteil an die aktuelle Lage anzupassen. Und
die aktuelle Lage ist geprägt von einem Einwohnerverlust von knapp 42 Prozent im
Vergleich zu 1992 und einem entsprechenden Wohnungsleerstand. Die Lage der
Wohnungsunternehmen sei laut Salzwedel dramatisch. Die bisherige
Entwicklungskonzeption und der Wettbewerbsbeitrag im Programm „Stadtumbau Ost“
würden nicht zusammenpassen. Die geplante B 175 erfordere ebenfalls neue
Überlegungen, denn der Stadtteil Sachsenallee sei mehr als nur die
Plattensiedlung. Eine überarbeitete Konzeption für den gesamten Stadtteil müsse
vorgelegt und bis 2007 finanziell untersetzt werden.
Dem PDS-Antrag stimmten die Stadträte zu, allerdings entpuppte sich in der
Diskussion die Finanzierung als Problem. Ines Springer meinte, der
mittelfristige Finanzplan sei erst vor wenigen Wochen beschlossen worden, und
jetzt müsste er unter Umständen wieder geändert werden.
Auf diesem Zug sprang auch Oberbürgermeister Karl-Otto Stetter auf und
stellte die Kardinalfrage nach der Priorität. Die Soziale Stadt erfordere ebenso
finanzielles Engagement, sollen die „Bürger in der Unterstadt nicht veralbert
werden“, wie die Sachsenallee. Die Priorität müsse mal festgelegt werden.
www.freiepresse.de
01.02.2003
Pirmasens: Erste Projektwerkstatt "Stadtumbau West" am 30.
und 31. Januar
"Das ist keine Solidarität der Underdogs",
sagte gestern Bürgermeister Bernhard Matheis im Anschluss an die erste
Projektwerkstatt "Stadtumbau West". Es seien im Gegenteil Städte, die die
Zeichen der Zeit erkannt, ihre Hausaufgaben gemacht und Strategien entwickelt
haben, um ihre Struktur-Probleme zu bewältigen, so Matheis.
Der Tag des Abrisses dieser baufälligen Häuser des Rheinberger-Komplexes in der
Fröhnstraße rückt näher. Ab 17. Februar geht"s los. Den Auftrag erhielt eine
Firma aus Eppelborn, die das günstigste Angebot (rund 125.000) Euro abgegeben
hatte.. -
Die Herausforderung "Stadtumbau" sei ein brandaktuelles Thema der Gegenwart und
der Zukunft. Welche Auswirkungen seien durch den Bevölkerungsrückgang zu
erwarten? Was bedeute die zu erwartende Überalterung der Bevölkerung? Welche
Instrumente stehen den Städten zur Verfügung, um dem wirtschaftlichen
Strukturwandel wirksam zu begegnen? All dies waren Themen bei ersten
Erfahrungsaustausch des Projektteams zum "Stadtumbau West", zu dem sich Experten
und Akteure der elf ausgewählten Pilotstädte zwei Tage lang in Pirmasens
austauschten.
Jürgen Hiller, der als Vertreter des rheinland-pfälzischen Innenministeriums an
der Projektwerkstatt teilnahm, sagte gestern: "Wir haben mit Pirmasens bisher
beste Erfahrungen gemacht. Die Stadt hat sich rechtzeitig aufgestellt, um den
Umstrukturierungsprozess mit örtlicher und regionaler Wirtschaft und mit Hilfe
des Landes zu organisieren." Neben den bereits laufenden Konversions- und
Stadtumbaumaßnahmen werde das Land auch die ausgewählten drei Impulsprojekte im
Rahmen des Bundesprogrammes "Stadtumbau West" anteilig unterstützen.
Die Pilotstädte werden durch ein Forschungsteam der "Forum GmbH" aus Oldenburg
begleitet. Projektleiter Martin Karsten: "Die erste Projektwerkstatt muss Dampf
machen und das am besten in einer Stadt, wo schon was läuft." Deshalb sei
Pirmasens für den Workshop ausgewählt worden.
Die Stadt kann bis 2006 eine Summe von insgesamt 6,8 Millionen Euro erwarten;
2,7 Millionen vom Bund, 3,4 Millionen vom Land und 600.000 Euro muss die Stadt
als Eigenanteil einbringen.
Während die ersten Maßnahmen beim Rheinberger bald für die Öffentlichkeit
sichtbar würden, seien für die Projekte "Messeumfeld" und "Wohnen" noch
planerische und organisatorische Vorarbeiten zu leisten, so Matheis. Beginn und
Umsetzung der Impulsprojekte seien zeitlich gestaffelt, doch müssen alle
Projekte bis zum Ende des Forschungsvorhabens Mitte 2006 abgeschlossen sein.
www.ron.de
01.02.2003
Hamburg: Hallenhäusern und Hafencity gehört die Zukunft
Die gemeinnützigen Wohnungsunternehmen müssen umdenken. Das hat eine
Bestandsaufnahme ergeben, die das Institut für Stadt-, Regional- und
Wohnforschung, Gewos, im Auftrag des Verbands Norddeutscher Unternehmen
vorgelegt hat. Hintergrund ist eine Veränderung der Lebensgewohnheiten. Danach
fordern neue Nachfragegruppen neue Wohnlösungen. „Die als dominante
Nachfragegruppe auf dem Wohnungsmarkt auftretende Normalfamilie gehört ebenso
der Vergangenheit an wie die Standardwohnung mit einem Standardgrundriss. Die
Nachfrage der Zukunft verändert sich sowohl quantitativ als auch qualitativ",
notiert Renate Szameitat in ihrer Analyse. Als Herausforderung an die Großstädte
beschrieb der Direktor des VNW, Joachim Wege, das Angebot attraktiver und
origineller Wohnungen, die auch jüngere Familien in die Metropolen locken. Denn
nach einer Umfrage von Münsteraner Soziologen möchten nur 7,1 Prozent der
Bundesbürger in der Großstadt wohnen, wenn sie die freie Wahl hätten. Drei
Viertel der Befragten sagten dagegen, es ziehe sie ins Dorf oder in die
Kleinstadt. Als Gründe für die Metropolaversion gelten Anonymität, Lärm,
schlechte Luft, Sicherheits- und Sauberkeitsprobleme, berichtet Wege in der
Bilanz. Seine Schlussfolgerung: Nach dem „Aufbau Ost" müsse nun der „Stadtumbau
West" folgen. Das sei auch notwendig, um die weitere Zersiedlung der Landschaft
zu vermeiden. Die Gewos-Erkenntnisse sind ganz besonders für Hamburg von
Bedeutung, das mit seinem Konzept der Wachsenden Stadt gerade neue Bewohner an
die Alster locken will und vor allem die jungen Familien mit Kindern innerhalb
der Landesgrenzen halten möchte.
www.welt.de
01.02.2003
Wismar: Zwei Wendorfer Blocks werden abgerissen - Fläche
soll bis Ende Februar frei sein
Seit Wochen standen die beiden Blocks
Rudi-Arndt-Straße 19-23 und Hanno-Günther-Straße 13 bis 17 leer. Die jeweils 36
kleinen Wohnungen entsprachen keineswegs mehr dem aktuellen Standard. Beide
gehören zu den Wendorfer Blocks, die bereits zu Anfang der 50-er Jahre in dem
damaligen Neubaugebiet entstanden. Lediglich neue Fenster und Haustüren hatte
die Wobau jüngst einsetzen lassen. Die waren vor dem Abriss zwecks
Wiederverwendung vorsorglich ausgebaut und verkauft worden. Nach und nach waren
die Mieter ausgezogen. Die beiden Bauten mit den tristen grauen Fassaden und den
leeren Fensterhöhlen nahmen sich mittlerweile als Schandfleck in dem
schrittweise modernisierten Wohngebiet aus. Angesichts mehrerer tausend leer
stehender Wohnungen hatte die Wohnungsbaugesellschaft mbH der Hansestadt die
beiden Häuser nicht für die Sanierung vorgesehen, sondern für den Abriss.
Handwerker demontierten die Versorgungsleitungen im Innern der Häuser und
entkernten sie. Am Mittwoch rückte die Schönberger Abbruch-Firma Scheel mit
schwerem Gerät an. Bauleiter Maik Junker kündigte an: „Bis Feierabend ist der
Block runter. Der daneben ist spätestens bis Mittwoch platt gemacht.“ Bis Ende
Februar sollen die Flächen vom Schutt beräumt sein, damit im Frühjahr Rasen
gesät werden kann, kündigte Wobau-Pressesprecherin Friederike Zwanzig an.
Konkrete Abrisspläne gebe es für das Wohngebiet Wendorf noch nicht. Jetzt heißt
es: warten auf Fördermittel. Der Abriss am Friedenshof wird fortgesetzt.
www.OSTSEE-ZEITUNG.DE
01.02.2003
Gera: Adoption für 6,7 Millionen Euro
Die Stadtwerke Gera übernehmen 74,9 Prozent der Geschäftsanteile am größten
Wohnungsunternehmen der Stadt, der GWB "Elstertal". 6,7 Millionen Euro fließen
in die S