Newsticker Archiv Oktober 2002

31.10.2002
Gotha: Finanzierung des Stadtumbaus mit Krediten
Um ein ausgeglichenes Zahlenwerk vorzulegen und Investitionen wie die Sanierung der Schule Brunnenstraße und den Stadtumbau Gotha-Ost zu realisieren, will die Stadt die Nettoverschuldung um 3,1 Millionen Mark erhöhen und 19 Prozent ihres Anteils an der Stadtwirtschaft verkaufen. Nicht einmal im Ansatz sei mit dem Stadtrat über freiwillige Leistungen debattiert worden. Wegen der Haushaltssituation müssten sich aber Stadtrat wie Verwaltung "ernsthafte Gedanken" machen, um nicht 2004 vor einem Scherbenhaufen zu stehen.
www.tlz.de

30.10.2002
Greiz:  Eigenbetrieb konzentriert sich auf Neu- und Altstadt
Der Eigenbetrieb Wohnungswirtschaft der Stadt Greiz wird sich - entsprechend der abzusehenden Zielstellungen im Stadtentwicklungskonzept - in den nächsten Jahren verstärkt auf die Alt- und Neustadt konzentrieren, wie Gerd Grüner, Werkleiter  betont. Von den 149 Häusern, die zum 1. Oktober dieses Jahres insgesamt im Bestand des kommunalen Betriebes sind, habe man allein in der Neustadt über 30 Immobilien.
"Nach schwierigen Anfangsjahren" habe sich die Strategie, Verkauf, Sanierung und Abriss von Wohnungen gleichermaßen zu verfolgen, als solider Weg erwiesen", wie Grüner einschätzt. Allerdings sei der hohe Leerstand von Wohnungen noch immer das Problem Nummer 1: Zum Jahresende 2001 hat der Eigenbetrieb 56 Prozent seines Wohnungsbestandes nicht vermieten können.
Deshalb setze man auf Sanierungen, die dem Wohnungsmarkt angepasst werden. Seit Gründung des Eigenbetriebes 1997 bis heute sind im Rahmen der Komplettsanierung 14 Häuser und damit 143 Wohnungen auf zeitgemäßen Standard gebracht worden. 7,2 Millionen Euro sind dafür ausgegeben worden, 2,4 Millionen Euro davon hat der Eigenbetrieb aus Eigenmitteln aufgebracht, der große "Rest" wurde über KfW-Darlehen und Städtebauförderung finanziert.
www.otz.de

30.10.2002
Leinefelde: Viele Wohnungen ohne Hausherren
Zunehmends bleiben vermietbare Räumlichkeiten ungenutzt. Die Leerstandsquoten bei der WVL bezifferte Bürgermeister Gerd Reinhardt mit 23 Prozent und bei der LWG mit 30 Prozent.
Diese Zahlen sieht Prokuristin Barbara Wagner von der WVL weniger dramatisch. Die 23 Prozent müssen im Zusammenhang betrachtet werden. So sollen 696 Wohnungen von insgesamt 2854 der WVL bis 2004 zurückgebaut werden. Von den 696 Quartieren stehen schon 474 leer. Damit könne die WVL doch erhebliche Unterhaltungskosten sparen, sagte Wagner. Auch Häuser mit 260 unsanierten Wohnflächen sollen zurückgebaut werden. Bisher stehen davon schon 31 Prozent leer. Allerdings wird diese Maßnahme erst nach 2004 angestrebt. Von den komplett sanierten Wohnungen habe die WVL einen Leerstand von fünf Prozent. Und bei den zum Teil erneuerten Flächen liege die Zahl bei 9,5 Prozent.
www.tlz.de

29.10.2002
Wurzen: Rückbau stockt
Mit 2273 Wohnungen im Bestand steht die WGW als größter Vermieter und als kommunales Unternehmen in der Pflicht, im Kampf gegen Wohnungsleerstand eine Vorreiterrolle zu spielen. "Durch die veraltete Bausubstanz leben in vielen Häusern keine oder nur noch vereinzelte Mieter. Perspektivisch sind solche Wohnungen unvermietbar und die Bewirtschaftungskosten können aufgrund fehlender Einnahmen nicht mehr gedeckt werden", macht WGW-Geschäftsführerin Heike Pönicke die Situation deutlich. Mit drei maroden Gebäuden in der Berggasse, der Barbaragasse und am Sperlingsberg, bei denen alle Verkaufsabsichten scheiterten, soll der schrittweise Rückbau beginnen. Die WGW beantragte am 9. September 2887 Euro für den Abriss der Berggassse 8 und wollte damit in den Stadtumbau Ost einsteigen. Voraussetzung dafür war ein aufwändiges Sanierungskonzept für das Unternehmen, das mit einer Mieterbefragung und der Bestandsanalyse für 380 Häuser zu einem dicken Wälzer geriet. Doch der Antrag wurde abgelehnt. Wir bekamen die Information, dass die Gelder für den Rückbau bei der Sächsischen Aufbaubank (SAB) bereits am 19. August ausgeschöpft waren". Momentan prüfe die SAB, ob der Abriss über das Programm "Stadtumbau Ost 2002" finanziert werden könne. "Wenn das nicht geht, ist der gesamte Rückbau in Sachsen in Frage gestellt". Inzwischen hat sie aber auch die Hiobsbotschaft auf dem Tisch, dass das Wohnraum-Modernisierungsprogramm der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) per 31. Dezember 2002 gestoppt ist.
www.lvz-online.de

28.10.2002
Stavenhagen: Wohnblock am Wasserturm wird verkleinert
Bestandteil der Umgestaltung ist zum Beispiel der Rückbau des Blockes Straße am Wasserturm 2 bis 8 von fünf auf drei Geschosse. Außerdem erhält das Gebäude ein Spitzdach. Am heutigen Montag, dem 28. Oktober, beginnen mit den Mietern die persönlichen Gespräche zur Abstimmung der Umzugsmaßnahmen. In diesen Gesprächen soll durch Mitarbeiter der Wohnungsverwaltung GmbH ermittelt werden, welche Mieter wieder in ihre Wohnungen zurückkehren möchten. Desweiteren werden Vorstellungen nach der Gestaltung von Küche und Bad erfragt, um dies beim Umbau unter Umständen zu berücksichtigen. "Bereits acht Mietparteien sind aus dem Wohnblock ausgezogen", berichtete Mahnke weiter. "Derzeit wohnen noch 20 Mietparteien in dem Block." Allerdings sollen die Umzüge bis Ende Dezember diesen Jahres abgeschlossen werden, da vorgesehen ist, noch im Januar des kommenden Jahres mit den Rückbauarbeiten zu beginnen.
www.nordkurier.de

27.10.2002
Bremen: In Tenever werden 1300 Wohnungen abgerissen
Hansestadt investiert 31 Millionen Euro
Das "größte Stadtumbauprojekt in den alten Bundesländern steht vor dem Start", sagte Bausenatorin Christine Wischer. Denn im Stadtteil Osterholz-Tenver sollen jetzt die Bagger rollen. Von den 1300 so genannten "Krause-Wohnungen" wolle man 650 abreißen, die übrigen sanieren und modernisieren. Damit verschwinden etwa 29 Prozent aller Wohnungen aus der Großsiedlung Tenever.
Eine Projektgesellschaft aus dem Wohnungsbauunternehmen Gewoba, der Hochtief und der Bremer Investitionsgesellschaft wird die zum großen Teil verwahrlosten Wohnhäuser, die dem inzwischen insolventen Unternehmen Krause gehören, erwerben. 31 Millionen Euro werden die Hansestadt investieren - der Senat hat Konzept und Finanzierung zugestimmt. Dies sei der entscheidende Schritt zur nachhaltigen Verbesserung der Lebensverhältnisse in dem Stadtteil, so Wischer. Für das Gesamtkonzept erhält Bremen auch drei Millionen Euro aus dem Modellvorhaben des Bundes "Stadtumbau West".
www.baupool.com

25.10.2002
MSWV Brandenburg: Randregionen weiter fördern und beim Stadtumbau stärker zusammenarbeiten
Meyer begrüßte  die Forderung der Arbeitsgemeinschaft, beim Stadtumbau stärker ressortübergreifend zusammen zu arbeiten. Der Stadtumbau könne nur gelingen, wenn alle Ministerien der Landesregierung an einem Strang ziehen. Zu begrüßen sei in diesem Zusammenhang, dass das Umweltministerium sich um den Leerstand im ländlichen Raum kümmere. Meyer begrüßte auch die Initiative der Bundesregierung, die Härtefallregelung bei der Altschuldenhilfe für die ostdeutsche Wohnungswirtschaft an die Entwicklung der Leerstände anzupassen
www.brandenburg.de

23.10.2002
GdW: Stadtumbau Ost muss endlich beginnen
Es sei  zwingend notwendig, die wohnungspolitischen und städtebaulichen Ziele des Stadtumbauprogramms Ost nun auch zu realisieren, d. h. die ostdeutschen Kommunen als Wohn- und Wirtschaftsstandorte zu stabilisieren und die Wohnungsunternehmen zu befähigen, sich aktiv am Stadtumbau zu beteiligen. Da viele Unternehmen aufgrund hoher Leerstände und Kreditbelastungen am Ende ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit sind, müsse der Stadtumbau zügig beginnen. Abriss- und Aufwertungsmaßnahmen dürften nicht weiter verschoben werden. Daher fordert der GdW, die bislang im Rahmen des § 6 a AHG bereitgestellten Bundesmittel von 358 Mio. Euro aufzustocken und so den gestiegenen Leerstandsquoten anzupassen. Nur so könnten Wohnungsunternehmen mit existenzgefährdenden Leerständen die zusätzliche Teilentlastung erhalten. Die Formulierung in der Koalitionsvereinbarung ("Die Härtefallregelung für die ostdeutsche Wohnungswirtschaft wird an die Entwicklung der Wohnungsleerstände angepasst") müsse nun durch die Bereitstellung entsprechender Mittel finanziell ausgefüllt werdeng. Gegenwärtig seien rund 300 Unternehmen antragsberechtigt,  obwohl durch die ersten rund 50 bereits vorliegenden Anträge der auf 10 Jahre angelegte Finanzrahmen bereits ausgeschöpft sei. Darüber hinaus sei langfristig eine generelle Lösung zu den Altverbindlichkeiten für alle Unternehmen erforderlich, die im Rahmen des Stadtumbaus Teile ihrer Bestände abreißen. Von den insgesamt 1,3 Mio. leer stehenden Wohnungen in Ostdeutschland werden voraussichtlich Ende 2002 rund 440.000 bei den ostdeutschen GdW-Wohnungsunternehmen leer stehen, berichtete Freitag. Die Leerstandsquote werde von 15,5 % Ende 2001 (das entspricht mehr als 400.000 Wohnungen) wahrscheinlich auf 17,1 % Ende 2002 und 18 % Ende 2003 ansteigen. Besonders vom Leerstand betroffen seien nach wie vor Altbauten. Ihre Sanierung werde - trotz erhöhter Investitionszulage - durch ungeklärte Restitutionsansprüche und sehr hohe Modernisierungskosten erschwert. Besonders städtische Plattenbausiedlungen werden deshalb auch weiterhin einen großen Stellenwert bei der Wohnraumversorgung der ostdeutschen Bevölkerung behalten.  Betrachte man die Entwicklung der Wohnungsbauinvestitionen der 1200 vom GdW allein in den neuen Ländern vertretenen Wohnungsunternehmen, so wurden im Jahr 1995 8,1 Mrd. Euro vor allem in Modernisierung und Instandhaltung investiert. In diesem Jahr rechnet der GdW nur noch mit 3 Mrd. Euro. "Im nächsten Jahr wird mit Sicherheit die 3 Mrd. Euro-Grenze in den neuen Ländern unterschritten".

www.gdw.de

23.10.2002
MSWV Brandenburg: Stadtumbau in Ostbrandenburg mit den polnischen Nachbarn abstimmen
Während die Städte Ostbrandenburgs mit Bevölkerungsverlusten zu kämpfen haben, sieht es jenseits von Oder und Neiße in Polen anders aus. Dort wächst die Bevölkerung weiter. Die polnischen Grenzstädte hatten in den vergangenen zehn Jahren zwischen 5 und 20 Prozent Bevölkerungszuwachs. Auch die Prognosen bis 2015 gehen von weiteren Zuwächsen aus.
Bei einem Arbeitsbesuch im Institut für Stadtentwicklung und Wohnen des Landes Brandenburg (ISW) in Frankfurt (Oder) machte Baustaatssekretär Clemens Appel deutlich, dass diese unterschiedlichen Entwicklungen in den Stadtumbau Ostbrandenburgs einbezogen werden müssen.
Clemens Appel: "In Guben stehen 3000 Wohnungen leer und ein großer Teil davon soll abgerissen werden. Jenseits der Grenze in Gubin gibt es Bedarf an Wohnraum. Wir sind gut beraten, die Möglichkeiten der deutsch-polnischen Zusammenarbeit bis zum Beitritt Polens zur EU auszuloten und hier einen Ausgleich der Bedürfnisse zu versuchen."
Besonders wichtig seien in diesem Zusammenhang die Möglichkeiten, Infrastruktureinrichtungen gemeinsam zu nutzen und den grenzüberschreitenden Austausch über den Umgang mit Plattenwohnsiedlungen zu suchen.
www.brandenburg.de

22.10.2002
MBV Sachsen-Anhalt: Arbeitslose bei Abriss von dauerhaft leer stehenden Wohnungen einsetzen
 
In Sachsen-Anhalt sollen für den Abriss von dauerhaft leer stehenden Wohnungen künftig auch Arbeitslose im Rahmen spezieller Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen eingesetzt werden. Derzeit werde eine entsprechende Vereinbarung zwischen dem Bau- und dem Arbeitsministerium sowie dem Landesarbeitsamt vorbereitet, teilte Bauminister Karl-Heinz Daehre mit. "Wenn es uns gelingt, dafür Mittel von der Arbeitsverwaltung zu bekommen, bleiben unterm Strich mehr Gelder für den eigentlichen Stadtumbau". Es sei vorgesehen, die Arbeitslosen für vorbereitende Arbeiten einzusetzen. Dazu gehöre zum Beispiel das Ausbauen von Türen, Fenstern oder Sanitäreinrichtungen. Dabei werde es sich voraussichtlich um einige hundert Stellen handeln. Das Projekt stelle keine Konkurrenz für die Baubetriebe dar, betonte der Minister. Der geplante Einsatz von Arbeitslosen sei eine flankierende Maßnahme, mit der Menschen in Beschäftigung gebracht und zusätzliche Gelder für den Stadtumbau erschlossen werden könnten. "Auch beim Abriss sind eine Vielzahl von Arbeiten zu erledigen, die nur von qualifizierten Unternehmen übernommen werden können", betonte Daehre. In Sachsen-Anhalt stehen derzeit fast 240.000 Wohnungen leer. Jährlich kommen nach Schätzungen der Wohnungswirtschaft rund 10.000 hinzu. "Der zunehmende Leerstand muss unbedingt gestoppt werden", betonte Daehre. Der Ressortchef verlangt von den Wohnungsunternehmen nicht nur einzelne Gebäude, sondern ganze Quartiere aufzugeben. Insgesamt sollen in Sachsen-Anhalt im Rahmen des Programms "Stadtumbau Ost" in den nächsten Jahren etwa 100.000 Wohnungen abgerissen werden
www.sachsen-anhalt.de

22.10.2002
Pirmasens: Rat trägt mit Grundsatzbeschluss zu Stadtumbau West Impulsprojekte mit
Den "Impulsprojekten" Rheinberger, Messevorplatz und Strategiekonzept Wohnen im Zusammenhang mit dem Pilotprojekt Stadtumbau West hat der Stadtrat gestern zugestimmt. Das Fazit aller Fraktionen: Diesem Pilotprojekt könne man nur zustimmen. Es setze tatsächlich Impulse, die wichtig seien für die Entwicklung der Stadt und die Verbesserung der Wohnqualität in Pirmasens.
Der brach liegende Rheinbergerkomplex sei Symbol der Schuhstadt Pirmasens, mit dem sich die Bevölkerung identifziere und der bei entsprechender Entwicklung ein wichtiger Imageträger sein werde. Vorgesehen sei eine Sanierung der Grundsubstanz, die Installierung der Standard-Infrastruktur, ein Abriss nicht nutzbarer Nebengebäude, Schaffung eines Parkplatzangebotes und eine Freiraumkonzeption.Mit dem Impulsprojekt Messe werde der Wirtschaftsstandort insgesamt gestärkt. Allerdings sei die Messe in den vergangenen Jahren von verschiedenen Seiten als nicht mehr zeitgemäß kritisiert worden. Im Themenbereich Wohnen werde der konkreten Projektauswahl ein langfristig angelegtes Strategiekonzept vorangestellt, das auf Untersuchungen und Entwicklungen im Wohnungssektor beruhe. Daraus sollen dann ein oder zwei Impulsprojekte ausgewählt werden, die noch vor Beendigung des Pilotprojektes umgesetzt und in ihrer Wirkungen überprüft werden können. Als eines der Stadtquartiere, das für eine Stabilisation im Sinne der Ausschreibung des Pilotprojektes in Frage kommt, ist das Winzler Viertel.Der Anteil des Bundes am Stadtumbau West Pirmasens stehe mit insgesamt 2,75 Millionen Euro fest. Voraussichtlich werden sich die Anteile der Finanzierung zusammensetzen aus 40 Prozent Bundesmitteln, 50 Prozent Landesmitteln und 10 Prozent Eigenanteil der Stadt. Da für dieses Jahr noch rund drei Millionen Euro an Bundesmitten zur Verfügung stehen und nicht alle Modellstädte soweit sind, dass konkrete Maßnehmen begonnen werden können, bietet sich das Projekt Rheinberger zum Investieren an. Es seien dringend Maßnahmen zum Schutz vor weiterem Verfall und Wertverlust erforderlich
www.ron.de

22.10.2002
Thüringen: Mehr als 125 000 Wohnungen stehen leer.
Und es werden immer mehr. Wohnungsgesellschaften reißen ab, um der Kostenlawine zu entgehen. Kritiker werfen ihnen eine künstliche Verknappung des Wohnraumes vor. Denn nur noch ganz selten werden Quartiere neu gebaut.
Rund 4000 Wohnungen sollen bis zum Jahr 2010 in Suhl laut Stadtentwicklungskonzept verschwinden. Eine der beiden Wohnungsgesellschaften sattelte jetzt noch mal tausend drauf. Es steht viel mehr leer, als wir noch vor zwei Jahren dachten.Denn Suhl teilt das Schicksal so vieler zu DDR-Zeiten künstlich hochgeschraubter Industriestandorte. Seit der Wende kehrten etwa 10 000 Einwohner der Bergstadt den Rücken. Bis 2030 werden wohl nur noch 33 000 dort wohnen.
Schwierigkeiten gibt es naturgemäß immer wieder mit hartnäckigen Mietern.  "Manchmal erpressen letzte Mieter in großen Blöcken die Gesellschaften", weiß Norbert Nareyke, der Verbandschef. Ihm sind Forderungen bis zu 15 000 Euro bekannt. Sogar ein Eigenheim wollte ein Mieter schon für seine heruntergewirtschaftete Plattenbauwohnung. "Anfangs gab es Zugeständnisse, aber heute lehnen wir Freikaufforderungen grundsätzlich ab", so Nareyke.
In Erfurt, Gera und Suhl soll am meisten "rückgebaut" werden, wie es beschönigend heißt. 5000 Wohnungen jährlich sind thüringenweit geplant. Aber nur 2300 wurden in den letzten beiden Jahren abgerissen. Nareyke: "Uns fehlt einfach das Geld."
Beim Abriss eines der drei 17-geschossigen Punkthochhäuser in der Körnerstraße in Erfurt kostet der Quadratmeter 104 Euro. Gefördert würden aber nur 60 Euro, so der Verbandschef. "Wir müssen den Wohnraum aber verknappen, die Kosten für tausende leerer Wohnungen fressen unsere Gesellschaften sonst auf". 16 Prozent der Wohnungen in Thüringen stünden leer. Allein im letzten Jahr seien etwa 5000 hinzugekommen.
Gründe dieses Leerstands sind nicht nur die Landflucht wegen hoher Preise in der Stadt oder das Bauen von Eigenheimen. Bemerkbar machen sich schon Geburtenrückgänge. Es kommen weniger junge Leute nach. Außerdem hält der Trend zum Wegzug aus Thüringen weiter an. 2020 könnte die Einwohnerzahl des Freistaates von gegenwärtig 2,3 Millionen auf knapp über zwei Millionen gesunken sein, wird geschätzt. Da soll mit attraktiven Mietwohnungen dagegengehalten werden. Erste Plattenquartiere als Maisonettewohnungen über zwei Etagen gibt es bereits in Jena. Die Möglichkeiten der Platte seien noch lange nicht ausgeschöpft, meinen Experten. Immerhin liege Thüringen mit 37 Quadratmeter Wohnraum je Person schon nah am West-Standard mit 40.
www.thueringer-allgemeine.de

22.10.2002
Chemnitz: Das lange Warten auf Fördermittel
Stadt will den Chemnitzer Wohnungsgesellschaften für Rückbau zusätzliche Städtebaugelder zur Verfügung stellen
Um die aus dem hohen Wohnungsleerstand in der Stadt resultierenden Finanznöte in den Griff zu bekommen, haben die großen Chemnitzer Wohnungsunternehmen beim Freistaat Förderanträge für den Abriss von insgesamt 11.200 Wohnungen gestellt. Allein im Heckertgebiet sollen dabei bis 2006 rund 9000 Wohnungen zurückgebaut werden. Allerdings warten vor allem die GGG und die WCH seit Monaten auf die Bewilligungsbescheide.
Nach Aussage von Claus Peter, Geschäftsführer der koordinierenden Stadtumbau GmbH, habe die GGG für das „Heckert“ bisher Förderzusagen für den Abriss von 660 Wohnungen. Bei der Wohnungsgenossenschaft Einheit, die im Sommer knapp 500 an der Wolgograder Allee abgerissen hat, ging nach Aussage von Vorstand Detlef Hecker vor wenigen Tagen der Förderbetrag ein. Völlig in der Luft hängt derzeit aber noch die in argen finanziellen Nöten steckende Wohnungsbaugenossenschaft Chemnitz-Helbersdorf (WCH). Obwohl angeblich die Mittel im Landeshaushalt reserviert seien, wartet die WCH noch immer auf die Zusage der Rückbauzuschüsse. Allein im Sanierungsgebiet „Stadtumbau I“, das u.a. Wohnkomplexe am Alten Flughafen und im Stadtteil Morgenleite umfasst, hat die WCH Anträge auf den Rückbau von 2620 Wohnungen (bis zum Jahre 2006) gestellt, von denen rund 65 Prozent freizogen werden müssen.
Um den Wohnungsunternehmen bei der Bewältigung des Rückbaues zu helfen, hat der Bau-, Wohnungs- und Sanierungsausschuss in der vergangenen Woche ein städtisches Förderinstrument beschlossen, wonach aus dafür reservierten Städtebaumitteln für umzugsbedingte Ausgaben, für Mehrausgaben beim Abriss von Elfgeschossern und für die Zwischennutzung der freiwerdenden Grundstücksflächen Zuschüsse gezahlt werden. Eine Studie anhand von 4000 bereits abgerissenen Wohnungen seit März 2001 hat ergeben, dass die Unternehmen trotz Förderung pro rückgebauter Wohnung zwischen 2600 und 5000 Euro drauflegen müssen. Der Finanzierungsbedarf aus der Stadtkasse liegt nach derzeitigem Kenntnisstand bis zum Jahre 2006 bei insgesamt 6,4 Millionen Euro. Die Gesamtkosten werden auf 58 Millionen Euro geschätzt. Dabei wird davon ausgegangen, dass von den 9050 abzureißenden Wohnungen im Sanierungsgebiet derzeit noch 5400 bewohnt sind
www.freiepresse.de

19.10.2002
Gotha: Mit Lärmminderungsplan als Vorreiter
Eine Pionierleistung auf dem Gebiet der Stadtentwicklung leistet sich Gotha. Als erste Kommune des Freistaats kann die Kreisstadt einen Lärmminderungsplan vorweisen und will ihn zusammen mit den Konzepten zum Stadtumbau als Integriertes Stadtentwicklungskonzept durch den Stadtrat beschließen lassen.
Die Vorstellung und Diskussion am Donnerstag, 24. Oktober, im Bürgersaal des Rathauses ist der erste Schritt auf dem Weg dahin, sagt Stadtplaner Roland Adlich. Er sieht in dem Konzept eine Richtschnur für die nächsten Jahre. Wird es beschlossen, kann das Konzept Hilfe geben, wie, wann und welche Straßen saniert werden.
Zum Beispiel unter dem Gesichtspunkt Lärmminderung und -vermeidung, denn Lärm ist einer der Hauptgründe für Umzug und Stadtflucht.
www.tlz.de

19.10.2002
MBV Sachsen-Anhalt: Leerstand - Zeitbombe tickt im Verborgenen
Minister beklagt politische Unterschätzung des Leerstandsproblems
In Sachsen-Anhalt stehen immer mehr Wohnungen leer. Waren 1998 knapp 190000 verwaist, geht Bauminister Karl-Heinz Daehre  derzeit von 230000 ungenutzten Wohnungen aus. Jährlich, so warnt er, könnte die Wohnungshalde um gut 10000 anwachsen. "Wenn wir beim Stadtumbau, für den 43 Städte in Sachsen-Anhalt bestätigte Konzepte erarbeitet haben, nicht schneller vorankommen, laufen uns die Probleme davon", sagt Ronald Meißner, Direktor des Landesverbandes der Wohnungsgenossenschaften.
Er drängt vor allem auf großflächigen Abriss. Durch das Beseitigen einzelner Häuser könnten nicht 100000 Wohnungen verschwinden, die in Sachsen-Anhalt zu viel am Markt sind. 
Auch jetzt spricht Daehre immer noch von einer Krux. Nach den Vorgaben des Bundesbauministeriums werde das Geld - in Sachsen Anhalt bis 2010 900 Millionen Euro - in Jahresraten frei gegeben.
Die Wohnungsunternehmen müssten also Geld vorschießen. Für viele sei das schwer. "Sie können aber sicher sein, dass sie ihr Geld bekommen", versichert der Politiker. So hat allein die Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft Halle-Neustadt (GWG) 700 Wohnungen in sieben Hochhäusern zum Abriss vorbereitet. Die Mieter ziehen auf GWG-Kosten um. Für den Abriss hatte die GWG mit 2,7 Millionen Euro gerechnet. Nur 153000 Euro sind in Aussicht gestellt. Das reicht für den Abriss lediglich eines Hauses. Es fehle nicht nur Geld, auch Vertrauen der aus- und umziehenden Mieter werde verspielt, ärgert sich GWG-Sprecherin Doris Henning. Ihr Chef, Udo Mittinger, sagt, "Wir würden ja beginnen mit dem Abriss, wenn wir vom Land ein Bescheid über das Geld hätten."
Stadtumbau ist für den Bauminister mehr als Abriss. Innenstädte müssen attraktiver werden. Der öffentliche Personennahverkehr ist ebenso betroffen wie die für Wasser, Abwasser und Energie verantwortliche Versorgungsgesellschaften. "Aber mit dem Abriss beginnt nun mal der Umbau", meint Daehre. Aber kaum einer traue sich anzufangen, da es auch Konkurrenzdenken zwischen Wohnungsgesellschaften gebe. Wer Wohnungen vom Markt nehme, erleichtere der Nachbar-Gesellschaft gewissermaßen das Geschäft. Deshalb schlägt Daehre vor, dass zumindest die kommunalen Wohnungsgeslellschaften einer Stadt fusionieren sollten. Die Formel "Eine Stadt eine Gesellschaft" würde vieles erleichtern, hofft er.
Auch durch den Einsatz von Arbeitslosen über Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen beim Abriss soll der Stadtumbau vorangetrieben werden. Eine weitere Hürde, die Daehre mit Schwung nehmen will, sind die Altschulden, die auf den Wohnungen liegen. Über eine Bundesratsinitiative soll erreicht werden, dass auch Gesellschaften mit einem geringeren Leerstand als 15Prozent von Altschulden befreit werden. "Wenn die Städte nicht attraktiver werden, gehen junge Leute weiter fort", prophezeit Daehre. Er fragt: "Welcher Investor kommt schon in eine düstere Innenstadt?" Zunehmend Sorge bereitet Daehre, dass in der wachsenden Wohnungshalde nicht die darin verborgene Zeitbombe erkannt wird. "Die Dramatik wird unterschätzt", klagt er. Sie sei nicht nur für Wohnungseigentümer gefährlich, sie dürfe nicht nur Sache des Bauministers sein.
Die Ursachen des Leerstandes bedrohten ebenso soziale Sicherungssysteme, die Nachfrage und die Zukunftsfähigkeit des Landes. "Das Leerstandsproblem gehört unter die fünf wichtigsten politischen Themen in Deutschland. Gleich nach der Arbeitslosigkeit", ist sich der Bauminister sicher. "Derzeit", so seine Kritik, "wird es lediglich als Randthema behandelt."
www.mz-web.de

18.10.2002
Gotha: Abriss von 4500 Wohnungen nötig
Mit rund 4500 ungenutzten Wohnungen ist auch die Stadt Gotha stark mit dem Leerstand konfrontiert. Ohne Abriss und Rückbau von Häusern ist dem nicht zu begegnen. Dieser Leerstand drängt die Vermieter auch an den Rand ihrer Existenz. Um das alles finanzieren zu können, sind Fördermittel dringend nötig.
Die Pläne zum Rückbau und Abriss von Wohnblöcken in Gotha-West nehmen immer mehr Konturen an. So stehen verschiedene Plattenbauten in der Lindemannstraße, das Quartier Eschleber Straße, Wiegwasser, Schafrasen und An der Goth auf der Abbruch-Liste (TA berichtete). Aber auch in der Stadtmitte an der Bohnstedtstraße soll die Abrissbirne zum Einsatz kommen.
Am 30. Oktober will der Gothaer Stadtrat die entsprechenden Förderanträge in Höhe von über 2,7 Millionen Euro zum Bund-Länder-Programm Stadtumbau-Ost beschließen, berichtetet Roland Adlich, Leiter des Stadtplanungsamtes, damit die ersten Abrissmaßnahmen schon im nächsten Jahr beginnen können. Wenn die Fördermittel kommen, würden sie sofort an die Antragsteller weitergereicht
www.thueringer-allgemeine.de

16.10.2002
Saßnitz: Grundprinzip ist Erhalt und nicht Abriss
Der Sassnitzer Bürgermeister wies  auf die Areale der Hafenstadt hin, die umgebaut werden sollten. Er nannte in diesem Zusammenhang den Birkenweg, den Fischerring, die Klaipedaer Straße. „Und dann müssen wir noch versuchen, den Rügener Ring auch dort hinein zu bringen.“
Das Stadtoberhaupt machte weiterhin keinen Hehl daraus, wie er sich den Stadtumbau vorstellt: „Das Grundprinzip sollte die Erhaltung des Bestandes sein und nicht der Abriss. Dieser birgt potenzielle Mindereinnahmen in sich beziehungsweise zieht diese nach sich.“ Ohnehin, so Holtz, sei der Leerstand von Wohnungen in Sassnitz mit einer Quote von 6,6 Prozent „nicht so gravierend“ wie anderswo. Er redet in diesem Zusammenhang vielmehr einer „Stadtgebietsbereinigung“ das Wort und hält viel von Rekonstruktion und Modernisierung der bestehenden Quartiere, so dass diese „für die Sassnitzer lebenswerter werden“.
Weiterhin gebe das Stadtentwicklungskonzept Fingerzeige, wie künftig mit Stadtquartieren umzugehen ist. So sei beispielsweise der Rügener Ring der Standort der Rentner. Da liege es nahe, sich rechtzeitig mit der Zukunft dieses Gebietes zu beschäftigen, da die Altersstruktur der dort lebenden Personen dies anmahne.
In diesem Zusammenhang verweist Dieter Holtz darauf, dass es nicht Sache der Stadt, sondern Sache der Wohnungseigentümer sei, wieviel Geld zum Stadtumbau nach Sassnitz fließe.
www.OSTSEE-ZEITUNG.DE

14.10.2002
Parchim: Bürgermeinung ist wieder einmal gefragt
Das Integrierte Stadtentwicklungskonzept der Stadt Parchim (ISEK) steht morgen Abend ab 19.30 Uhr in der Stadthalle im Mittelpunkt eines Bürgerforums.
Aufgrund der demographischen Prognosen sei auch in der Kreisstadt mit sinkenden Bevölkerungszahlen zu rechnen. Auf die veränderten gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bedingungen will man nun mit der Erarbeitung eines Konzeptes zur Stadtentwicklung reagieren.  Zusammen mit Vereinen und Verbänden, Fraktionen der Stadtvertretung sowie Mitarbeitern der Stadtverwaltung soll unter dem Dach des Forums Parchim weiter gearbeitet werden. Am Jahresende ist die Verabschiedung des ISEK durch die Stadtvertretung geplant. Danach soll der Stadtumbau als anhaltend dynamischer Prozess kontinuierlich weiter entwickelt werden.
Morgen Abend seien vor allem die Bürgermeinungen gefragt. Anhand von großen Originalplänen sollen die bislang erzielten Ergebnisse erläutert werden. Gesprächspartner sind Vertreter der Stadtverwaltung, der Parchimer Wohnungsunternehmen und des mit dem Projekt beauftragten Planungsbüros aus Potsdam.
www.svz.de

13.10.2002
Hermsdorf: Wohnungen werden umgenutzt
Die Tagesgruppe der Arbeiterwohlfahrt erhält ein neues Domizil. Noch in diesem Jahr soll sie vom Haus der Generationen in unmittelbare Nachbarschaft in das Erdgeschoss der Erich-Weinert-Straße 41/42 einziehen.
Hier wird seit dem 7. Oktober umgebaut. Drei Wohnungen werden den Bedürfnissen des Projektes "Hilfe zur Erziehung", so die offizielle Bezeichnung aus dem Jugendhilfeplan, angepasst. Im Entstehen sind drei abgeschlossene Räume, in denen die Schüler in Ruhe ihre Hausaufgaben erledigen können, darüber hinaus großzügige Räumlichkeiten für Beschäftigung, für Sport und Spiel. Das Geschoss erhalte entsprechenden Schall- und Wärmeschutz sowie Brandschutztüren, erläutert Sabine Juchnicki vom Planungsbüro  Hermsdorf. Besonderer Wert sei darauf gelegt worden, dass die Etage separat begehbar sei, die Kinder nicht über den Hausflur müssen. Die Zugänge erfolgen vom Grundstück der AWO aus per Treppe und einen behindertengerechten Aufgang über die einstigen Balkone. Die drei Wohnungen werden miteinander verbunden, weshalb einige Wände fallen müssen.
Dass die Erdgeschosszone des Hauses der Wohnungsbaugenossenschaft Holzland umgenutzt wird, basiert auf einen Stadtratsbeschluss. Innerhalb des Projektes Stadtumbau Ost gebe es somit die Möglichkeit, leerstehende Erdgeschosswohnungen für soziale Dienste einzurichten.
www.otz.de

13.10.2002
Thüringen: Bevölkerungsschwund

Der anhaltende Bevölkerungsschwund im Landkreis ist nicht nur irgendwie schade, er ist eine Katastrophe. Und das in mehrfacher Hinsicht.
Über die Folgen des Nachwuchsmangels für Kindergärten, Schulen und Vereine ist an dieser Stelle schon mehrfach berichtet worden. Der anhaltende Exodus aber trifft alle. Den Wohnungsunternehmen fehlen die Mieter, den Einzelhändlern die Käufer, den Gaststätten die Gäste, den Dienstleistern die Kunden, den Zeitungen nicht zuletzt die Leser.
Auch die Verwaltungen bekommen den Rückgang der Einwohnerzahlen zu spüren. Weniger Leute bedeuten auch weniger Zuweisungen. So klafft beispielsweise im Entwurf des Kreishaushalts noch ein Millionenloch, den Städten und Gemeinden geht es eher schlechter als besser.
Wie in jedem Privatunternehmen, das in Schwierigkeiten ist, müssen auch im öffentlichen Dienst Einsparpotentiale gesucht und gefunden werden. Das gilt für die Stuben der Beamten genauso wie für Zweckverbände, Schulen, Krankenhäuser und Polizei. Wenn die Kosten für Müll und Wasser auf immer weniger Leute umgelegt werden, wird es für den Einzelnen zwangsläufig teurer. Es sei denn, man steuert bewusst gegen.
www.otz.de

2.10.2002
Deutsche Statistiker- Verbände: Nahezu alle deutschen Städte schrumpfen
Konstanz - Die Einwohnerzahl schrumpft, zurück bleiben verwaiste Wohnblocks, geschlossene Bäder, leere Busse und Geschäfte ohne Kunden: Was in mancher ostdeutschen Kommunen schon heute Wirklichkeit ist, wird nach Ansicht von Fachleuten in den nächsten Jahrzehnten die meisten deutschen Städte prägen. "Der Club der wachsenden Gemeinden wird kleiner und kleiner werden", sagte der Leiter des Deutschen Instituts für Urbanistik, Professor Heinrich Mäding (Berlin), bei der Jahrestagung der deutschen Statistiker- Verbände, die am Donnerstag in Konstanz zu Ende ging.
Im Westen steige die Bevölkerungsdichte noch, doch nach 2015 könnten auch hier nur wenige Städte mit einer stabilen Einwohnerzahl rechnen. "Am Ende wird sich nur eine handvoll Städte halten", sagte Mäding. Der demographische Wandel werde zu einem zentralen Thema, weil er nahezu alle Felder der Kommunalpolitik berühre.
Über die Ursachen des Schrumpfens waren sich die Statistiker einig: Vor allem nannten sie die geringen Geburtenzahlen als Grund. So sollen bis 2050 in Deutschland nur noch zwischen 60 und 70 Millionen Menschen leben statt heute 82 Millionen. Daneben spielen Wanderungen innerhalb Deutschlands und Umzüge in die Vororte eine Rolle. Die zu erwartenden Einwanderer glichen diesen Trend in den Städten mittelfristig nicht mehr aus, hieß es bei der Tagung. Erschwerend komme für die Städte hinzu, dass ihre Bewohner älter würden, sich die Unterschiede im Lebensstil vergrößerten und immer mehr Menschen vereinzelt lebten.
Die Deutsche Gesellschaft für Demographie verwies in Konstanz auf große regionale Unterschiede, die sich in den bundesweiten Durchschnittswerten nicht widerspiegelten: So waren die Bürger im Kreis Cloppenburg (Niedersachsen) Ende der neunziger Jahre im Schnitt 36 Jahre alt, die in Baden-Baden aber 45 Jahre. Während die Zahl der im Saalkreis (Sachsen-Anhalt) lebenden Menschen im vergangenen Jahrzehnt um ein Viertel anstieg, schrumpfte sie im Kreis Hoyerswerda (Sachsen) um fast 23 Prozent.
Je kleinräumiger die Perspektive, desto schwerer sei eine Vorhersage, sagte Mäding. Dennoch müssten sich Bürgermeister und Räte der meisten Städte möglichst rasch auf den demographischen Wandel einstellen. "Schrumpfung und Alterung erlauben keine großen Sprünge." Einerseits müsse bei einem wachsenden Anteil von Senioren in Infrastruktur für Pflege und Betreuung investiert werden. Andererseits bedeute Schrumpfung für eine Stadt leere Wohnungen und leere Läden, das Aus für Schulen und Schwimmbäder.
"Der Wettbewerb um Menschen wird sich intensivieren", sagte Mäding. Angeheizt werde diese Konkurrenz vom Selbstverständnis der Kommunalpolitik: "Schrumpfung ist der symbolisierte Misserfolg." Oberbürgermeister und Räte hätten künftig die Aufgabe, das Schrumpfen der Einwohnerzahl nicht als Politikversagen, sondern als Folge der Bevölkerungsentwicklung zu erklären, sagte Mäding.
www.stuttgarter-nachrichten.de

12.10.2002
Schwerin: Erheblich gestiegene Betriebskosten belasten Wohnungsgesellschaft und ihre Mieter
Arbeitslosigkeit, Abwanderung und zwangsläufiger Wohnungsleerstand bringen dem größten Vermieter der Stadt, der Wohnungsgesellschaft WGS, erhebliche Probleme. Dabei belastet die WGS vor allem die "zweite Miete" - die erheblich gestiegenen Betriebskosten.
"Das Beispiel des Hochhauses Ratzeburger Straße verdeutlicht unser Problem", sagt WGS-Geschäftsführer Guido Müller. Von den dortigen 350 Wohnungen fließe derzeit lediglich für 80 eine Mietzahlung. "Vom Strom über Fahrstuhl bis zum Heizen müssen wir aber für das gesamte Haus die Leistungen vorhalten", so Müller. "Das sind allein beim Hochhaus Ratzeburger Straße 250000 Euro Betriebskosten, die wir als Vermieter zahlen müssen." Der Weg daraus liegt auf der Hand: Abriss. "Spätestens im Jahr 2004 soll das Hochhaus abgerissen werden", sagt Müller.
 Hinzu kommen weitere 600 Wohnungen, die die WGS für künftigen Rückbau freigezogen hat. "Für uns sind das zwei Millionen Euro Ausgaben, die wir nicht umlegen können", sagt Müller.
Doch die hohen Nebenkosten spüren natürlich auch die Mieter. Immer mehr geraten in Zahlungsschwierigkeiten. Allein die Zahl der Räumungs- und Zahlungsklagen der WGS ist im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2000 um 53 Prozent gestiegen. Die Hälfte der betroffenen Mieter hat danach eine eidesstattliche Versicherung abgegeben, berichtet Müller, "das heißt: Da ist wirklich kein Geld mehr da."
WGS-Geschäftsführer Günter Lemke bringt es auf den Punkt: "Es gibt immer mehr Schweriner, die immer weniger Geld zur Verfügung haben."
So sehen auch Lemke und Müller einen langfristigen Weg aus der Misere nur im Zuzug neuer Bürger, die durch Wirtschaftsansiedlung nach Schwerin kommen. Mit dem geplanten Wohnungsrückbau im Stadtumbau-Projekt könne nur teilweise gegengesteuert werden. Denn jüngste Prognosen zeigen überdeutlich: Die Einwohnerzahl Schwerins wird in den nächsten fünf Jahren weiter sinken - und leider auch die Zahl der Haushalte.
www.svz.de

12.10.2002
Fusions-Pläne für Malchiner Vermieter
Malchin. Auf Exkursion hatte die Stadtverwaltung vor einiger Zeit Vertreter der beiden Malchiner Wohnungsunternehmen geschickt. Es ging in die Stadt Forst in der Lausitz. Diese Stadt hat ein riesiges Problem - einen Wohnungsleerstand von über 20 Prozent. Forst will deshalb im nächsten Jahr seine Wohnungsunternehmen zusammenschließen.
Eine solche Fusion könnte ein Modell auch für Malchin sein, meint Bürgermeister Jörg Lange. "Der Leerstand an Wohnungen nimmt auch in unserer Stadt zu. Darauf müssen wir reagieren und uns Gedanken machen, wie unsere Wohnungsunternehmen auch künftig kostendeckend arbeiten können", meint Jörg Lange. Die Stadt Malchin habe deshalb die Möglichkeit einer Fusion von Wohnungsgesellschaft (Wogema) und Wohnungsgenossenschaft ins Gespräch gebracht, zumal das jetzt vorliegende Integrierte Stadtentwicklungskonzept zu dem Schluss kommt, dass vor allem beim Geschoss-Wohnungsbau noch weiterer Leerstand zu erwarten sein werde.
Zumindest bei der Wohnungsgenossenschaft ist der Bürgermeister mit seiner Idee erst einmal abgeblitzt. "Das können wir unseren Mitgliedern nicht antun", reagierte Vorstandsmitglied Hannelore Maeting auf die Fusions-Idee. "Wir haben doch einen ganz anderen Mieterservice, unsere Mieter sind etwas verwöhnt und wir hören immer wieder, dass wir beispielsweise schneller reagieren." Das Beispiel Forst sei zudem mit Malchin überhaupt nicht zu vergleichen. "Dort gibt es einen Leerstand von 22 Prozent, wir haben in der Malchiner Wohnungsgenossenschaft derzeit 8,8 Prozent", macht Frau Maeting deutlich. "Und unsere Selbständigkeit wollen wir auch nicht aufgeben." Der Aufsichtsrat der Genossenschaft habe deshalb entschieden, dass eine Fusion derzeit kein Thema sei.
Das sieht die Geschäftsführung der Wohnungsgesellschaft ein wenig anders. Bei einer Fusion gebe es zwar noch etliche finanzielle Probleme zu lösen, gibt Wogema-Geschäftsführer Herbert Mehl zu bedenken und zählt u. a. die Genossenschaftsanteile und die Grunderwerbssteuer auf, die bei einer Übernahme eines Unternehmens fällig werden würden. Aber: "Künftig wäre es nicht verkehrt, nur noch ein Wohnungsunternehmen in Malchin zu haben", ist Mehl überzeugt. Zu kleine Unternehmen, die weniger als 1000 Wohnungen bewirtschaften, würden sich kaum noch rechnen.
www.nordkurier.de

11.10.2002
GdW: Steuerstreit zwischen Ost-Wohnungsunternehmen und Finanzbehörden
Die Altschuldenhilfen für ostdeutsche Wohnungsunternehmen Anfang der 90er Jahre haben jetzt ein juristisches Nachspiel. Kommunale Finanzbehörden und Unternehmen streiten um mögliche Steuernachzahlungen. Dabei gehe es darum, wie die Teilentlastung der Unternehmen nach dem Altschuldenhilfegesetz von 1993 steuerlich einzuordnen sei, sagte Ingeborg Esser vom Bundesverband deutscher Wohnungsunternehmen am Donnerstag.
www.freies-wort.de

10.10.2002
Greifswald: Bürgerbüro im Ostseeviertel öffnet Dienstag
Längst sollte es im Ostseeviertel ein Büro geben, in dem Bürger alle Fragen zu Abrissplänen beantwortet bekommen.
Am kommenden Dienstag um 15 Uhr soll das Büro nun öffnen. In der Tallinner Straße 2. Das teilten gestern die Wohnungsverwaltungsgesellschaft (WVG) und die Wohnungsgenossenschaft (WGG) in einer gemeinsamen Pressemitteilung mit.
Immer dienstags von 15 bis 18 Uhr werden dort Sprechstunden durch die WGG und donnerstags durch die WVG abgehalten. Interessenten können hier Auskünfte über den konkreten Stand der Planungen erhalten. Zum Beispiel Informationen darüber, welches Haus vom städtebaulichen Umbau in welcher Zeitfolge betroffen sein wird.
Noch nichts gesagt werden kann zurzeit darüber, welche konkreten Umfänge in den jeweiligen Wohnungen an Umbaumaßnahmen vorgesehen sind. WVG und WGG verweisen darauf, dass der überarbeitete Rahmenplan zur Umgestaltung des Ostseeviertels Parkseite erst im Dezember in der Bürgerschaft zur Beschlussfassung vorliegt. Versprochen wird aber den betroffenen Bürgern, dass sie die Pläne im Informationsbüro als erste erfahren.
www.OSTSEE-ZEITUNG.DE

10.10.2002
Rostock: Wie durch Abriss die Attraktivität wächst
"Es wird keinen Abriss in Größenordnungen, sondern einen qualifizierten Rückbau geben." Mit diesen Worten umriss Rainer Albrecht , Vorsitzender des Bau- und Planungsausschusses, ein sensibles Thema, dem er wie auch Oberbürgermeister Arno Pöker und weitere Redner Positives abgewann.
Mit einem beschlossenen Integrierten Konzept zur Stadtentwicklung liegt ein Papier vor, das als Teil eines Bundesförderprogramms "Stadtumbau Ost" spezifische Rostocker Belange beschreibt. Darin sind die Stadtteile Dierkow-Neu, Toitenwinkel, Groß Klein, Schmarl und Evershagen als "Umstrukturierungsgebiete mit Handlungsdruck" eingestuft. 2200 Wohnungen sollen bis 2009 abgerissen und weitere 500 durch Zusammenlegung von Wohnraum reduziert werden.
Das dürfe keinesfalls suggerieren, "da, wo ihr lebt, wird nur noch abgerissen", sagte OB Pöker. Vielmehr trage das zur Aufwertung der Stadtteile bei, und man überlasse damit das Problem Wohnungsleerstand keinen zufälligen Interessen
www.svz.de

10.10.2002
Halle: Stadt kürzt auch bei den Investitionen
Die Stadt Halle will im kommenden Jahr angesichts klammer Kassen auch die Investitionen kürzen. Für den Vermögenshaushalt 2003, der ausschließlich die Investitionen umfasst, seien etwa 106 Millionen Euro vorgesehen, sagte Oberbürgermeisterin Ingrid Häußler (SPD) nach einer zweitägigen Klausurberatung der Verwaltungsspitze. In diesem Jahr sind 121 Millionen Euro geplant. Trotzdem sei es gelungen, meinte Häußler, wichtige Investitionsprojekte und damit die Zukunftsfähigkeit der Stadt zu sichern.
So seien für die Stadtsanierung drei Millionen Euro und für weitere Projekte wie "Stadtumbau" oder "Urban 21" in den Plattenbauvierteln insgesamt etwa elf Millionen Euro vorgesehen. Rund 6,5 Millionen Euro sollen zum Beispiel für die Weiterentwicklung des neuen Stadtteils Heide-Süd bereit gestellt werden.
www.mz-web.de

09.10.2002
Sternberg: Wohnungsgenossenschaft ist in den Startlöchern
Nach der Verabschiedung des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK) durch die Stadtvertretung Sternbergs sind nun die Wohnungsunternehmen der Region am Zuge. Die Umsetzung scheitert aber noch an ungelösten betriebswirtschaftlichen Fragen. An erster Stelle nannte dabei der geschäftsführende Vorstandsvorsitzende der Wohnungsgenossenschaft Sternberg/Dabel eG, Horst Grasemann, die Altschulden, die auf Gebäuden liegen, die umgebaut bzw. abgerissen werden sollen. Solange dieses Problem nicht gelöst sei, könne mit der Umsetzung des zukunftsorientierten Stadtentwicklungskonzeptes nicht begonnen werden, auch wenn man in der Genossenschaft bereits gut vorgearbeitet und schon vor drei Jahren entsprechende Planungen in Auftrag gegeben hatte. "Trotzdem ist das ISEK eine tolle Sache und eine wichige Säule für unser Handeln. Man kann dem Bürgermeister nur dankbar für diese Initiative sein", unterstrich Horst Grasemann. Doch nun müsse erst auf die Antworten der Politik gewartet werden, so der Unternehmenschef. Um dies zu beschleunigen, sei man über den Verband der Wohnungsunternehmen aktiv, denn auch in anderen Unternehmen gibt es gleiche Probleme. Sobald dies geklärt sei, werde in der Genossenschaft gehandelt. Auch künftig werde in Sternberg wegen der fehlenden Arbeitsplätze und der demographischen Entwicklung ein Überhang auf dem Wohnungsmarkt herrschen. Dabei liegt die Wohnungsgenossenschaft noch recht gut in dieser Frage. Im Durchschnitt stehen hier rund acht Prozent der Wohnungen leer, im Land sind es bei anderen Wohnungsunternehmen sogar durchschnittlich zehn Prozent, so Grasemann. Allerdings ist das Wohngebiet Serrahnsbach besonderes vom Wegzug der Leute betroffen. Hier stehen rund 33 Prozent der Wohnungen leer.
www.svz.de

08.10.2002
Görlitz: Institut für Stadtumbau - und forschung bekommt Räume in Görlitz
Ein interdisziplinäres Institut für Stadtumbau und Stadtforschung soll im nächsten Frühjahr in Görlitz seine Arbeit aufnehmen. Als Außenstelle der Technischen Universität Dresden richtet sich das Zentrum jetzt in einem etwa 500 Jahre alten Gebäude ein. Das Haus im ältesten Siedlungsgebiet der Neißestadt sei für rund 600.000 Euro umfassend saniert worden, sagte der Leiter des Fortbildungszentrums für Handwerk und Denkmalpflege, Karl-Eberhard Feußner, am Montag. Nach einem Jahr Bauzeit wird das rekonstruierte Denkmal am Dienstag übergeben. Vor dem Hintergrund des vielerorts anhaltenden Bevölkerungsschwundes soll sich das Institut den drängenden Fragen zur Wiederbelebung historischer Stadtkerne widmen. Das interdisziplinäre Zentrum werde Strategien dazu sowohl erforschen als auch in der Lehre vermitteln. Nach Angaben von Feußner fördert die Deutschen Stiftung Denkmalschutz eine Professorenstelle, die jetzt für das Institut ausgeschrieben worden sei. Die Einrichtung werde zwei Etagen in dem sanierten Gebäude beziehen.
www.freiepresse.de,

05.10.2002
Greifswald: Gut 700 Wohnungen stehen derzeit leer
Seit 1993 sind der Stadt Greifswald 6965 Einwohner verloren gegangen. Heute leben 53 210 Menschen hier. Doch der Abwanderungstrend hält an. 2000 Zuzügen im Jahr stehen momentan bis zu 3000 Abwanderungen gegenüber. Die meisten Wegzüge erfolgen ins unmittelbare Umland von Greifswald, erklärte Stadtplaner Immhorst vom zuständigen Amt. Doch bekanntermaßen verlassen auch viele junge Leute die Region wegen fehlender Arbeitsplätze. Vor allem Frauen im gebärfähigen Alter suchen woanders ihr Glück, was sich natürlich negativ auf die Bevölkerungsentwicklung auswirken wird. Halbwegs optimistische Schätzungen gehen von einer Einwohnerzahl für Greifswald von rund 47 000 Menschen im Jahr 2015 aus. Ein anderes Szenario rechnet nur noch mit 43 000 Einwohnern in 13 Jahren. Alle bisherigen Wohnungsprogramme waren von einer stabilen Einwohnerzahl ausgegangen. Doch schon seit geraumer Zeit beweist der zunehmende Wohnungsleerstand, dass die Konzepte noch einmal gründlich überarbeitet werden müssen.
www.OSTSEE-ZEITUNG.DE

02.10.2002
Strasburg legt die Fördergebiete fest
Der Stadtumbau Ost erhält in Strasburg konkretere Züge: Auf der jüngsten Stadtvertreterversammlung legten die Abgeordneten mehrheitlich die Fördergebiete innerhalb des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK) fest. Konzeptionell gehört danach zum Fördergebiet Stadtumbau Ost künftig der Stadtrand nördlich der Bahnstrecke hin zur Fabrikstraße. Hier sollen Brachen beräumt und der Stadtrand insgesamt aufgewertet werden. Aufgenommen wurde das östliche Stadtgebiet . Hier soll der Anteil der vier- und fünfgeschossigen Wohnbauten reduziert und der Stadteingang aufgewertet werden. Zum neuen Fördergebiet zählt im westlichen Wohngebiet die Heinrich-Heine-Straße, Thomas-Müntzer- und Fritz-Reuter-Straße. Der Anteil der vier bis fünfgeschossigen Wohnungen soll dort reduziert und die Brachen aufgewertet werden.
Das bisherige Strasburger Sanierungsgebiet wird darüber hinaus um das nordwestliche Gründerzeit-Gebiet  erweitert. "Die Festlegung der Fördergebiete ist eine Voraussetzung, um Zuwendungen des Landes für den Um- und Rückbau zu erhalten", begründete gestern Bauamtsleiter Heinz Hoffmann diesen Beschluss der Stadtvertreter. Der Stadtumbau Ost ziele in der Uckermarkstadt darauf hin, den innerstädtischen Altbaubestand und die Quartierbebauung zu erhalten. Gleichzeitig soll das Überangebot an Wohnungen reduziert und das Wohnumfeld insgesamt attraktiver gestaltet werden.
In den Prognosen gingen die Fachleute davon aus, dass sich die Einwohnerzahl bis 2005 um 600 und bis 2010 noch einmal um 600 Einwohner auf dann 5400 Einwohner verringern wird. Der gesamtstädtische Leerstand beträgt derzeit in Strasburg 10,1 Prozent (bei Mietwohnungen sogar 13 Prozent).
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