NEWS

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Auf dieser Seite finden Sie das aktuellste zum Thema Stadtumbau und Wohnungswirtschaft aus der Presse
Bitte beachten Sie, dass die Links teilweise nur kurze Zeit zur Verfügung stehen.

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Newsticker Archiv
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03.04.2008
Hau weg, die Häuser!
Wie gefräßige Dinosaurier machen sich die Abrissbagger mit ihren stählernen Mäulern über die Stadt her. Nicht nur in Görlitz. In der Neißestadt fallen ihnen reich verzierte Gründerzeithäuser und denkmalgeschützte Siedlungsbauten aus den zwanziger und dreißiger Jahren zum Opfer. In Chemnitz und Leipzig erwischt es außer Gründerzeithäusern auch mal ein historisches Fabrikgebäude wie die Aktienbrauerei Gohlis. Und im sächsischen Freiberg soll eine kulturhistorisch wertvolle Gartenstadtsiedlung mit Appellplatz aus den dreißiger Jahren platt gemacht werden.
www.zeit.de
 

03.04.2008
NRW: Wie schrumpft man eine Stadt?
Der Abriss hat schon begonnen. In Heiligenhaus und Dorsten-Wulfen sind die Hochhäuser bereits weg. In Velbert-Nordpark ist das erste von vier Hochhäusern eingeebnet. Kamp-Lintfort wird bald zwei leerstehende sogenannte "Weiße Riesen" los sein. In Altena sollen einige Wohnblocks einer Siedlung abgerissen werden. Dass nicht nur der deutsche Osten, sondern auch Nordrhein-Westfalen an Einwohnerschwund leidet, ist bekannt. Auch dass der Durchschnitt der Bevölkerung immer älter wird. Doch wie dramatisch die Auswirkungen dieser Entwicklung für den Wohnungsmarkt sind - das zeigt eine kürzlich veröffentlichte Studie, die das NRW-Bauministerium in Auftrag gegeben hatte. Nach diesem Gutachten des Eduard-Pestel-Instituts wird es im Jahr 2025 rund 71 000 Wohnungen geben, die keiner mehr braucht: im Ruhrgebiet beispielsweise, aber auch in vielen ländlichen Regionen, etwa in den Kreisen Lippe, Höxter, Siegen-Wittgenstein, im Märkischen Sauerland und im Hochsauerlandkreis. Und man müsse schon 2013 damit rechnen, dass viele Ein- und Zweifamilienhäuser "insbesondere im Osten des Landes NRW" nicht mehr zu verkaufen sind.
www.welt.de

03.04.2008
Stadtumbau Ab 2010 könnten die Leerstandsquoten wieder steigen
Auch nach dem Jahr 2009 muss der Abriss von Wohnungen in Brandenburg fortgesetzt werden. Das sagte gestern Brandenburgs Infrastrukturminister Reinhold Dellmann (SPD) auf einer Veranstaltung der SPD-Landtagsfraktion. Ansonsten sei aufgrund des absehbaren Bevölkerungsrückgangs mit stark steigenden Leerstandsquoten im Land zu rechnen. Dellmann zog eine positive Bilanz des Stadtumbaus in Brandenburg. „Jammern ist nicht angesagt. Wir haben in einer großen Kraftanstrengung ein Ergebnis erreicht, das sich sehen lassen kann“, so Dellmann. Der Abriss leerstehender Wohnungen und die Aufwertung der Innenstadtquartiere gingen in Brandenburg Hand in Hand. Im Rahmen des Bundesprogramms Stadtumbau-Ost sollen in Brandenburg bis 2009 rund 55 000 Wohnungen abgerissen werden. Von den insgesamt 400 Millionen Euro, die für das Programm zur Verfügung stehen, seien bisher 162 Millionen Euro für Abrisse und 108 Millionen Euro für die Aufwertung des Umfelds ausgegeben worden. Als „Erfolgsgeschichte“ bezeichnete auch Wolfgang Tiefensee (SPD), Bundesminister für den Aufbau Ost, das Stadtumbauprogramm. Auch wenn die wissenschaftliche Auswertung erst im Juni 2008 vorliegen werde, sei schon jetzt klar, dass das Programm über 2010 hinaus fortgesetzt werde. „Sorgen bereitet mir nur, dass zu viele schützenswerte Altbauten abgerissen wurden“, klagte Tiefensee. Er kündigte deshalb an, dass keine Fördergelder mehr für den Abriss von denkmalgeschützten oder vor 1919 errichteten Gebäuden mit Straßenfront fließen sollen. Beispielhaft sei der Stadtumbau in Cottbus verlaufen, lobte Tiefensee. Dort wurden seit 2002 bereits 9000 fast ausschließlich am Stadtrand gelegene Wohnungen abgerissen, 4000 weitere sollen bis 2020 folgen.
www.maerkischeallgemeine.de

03.04.2008
LWB und Stadtumbau: Schuldenabbau hat Priorität - unsanierte Kleinode stehen zum Verkauf
Die alten Stadtquartiere erleben - eins nach dem anderen - seit 2000 ein regelrechtes Comeback. Trotzdem stehen selbst in durchsanierten Straßen immer wieder Häuser, an denen nichts geschieht. Rund 800 allein im Gebäudepool der Stadt Leipzig. Sanieren könnte sich lohnen. Und die stadteigene Wohnungsgesellschaft könnte das Zugpferd sein. Die LIZ hat nachgefragt.
Aber auch kommunale Unternehmen können nicht alle Wünsche auf einmal erfüllen. "Natürlich hat auch die LWB Wohnungen im Altbaubestand", erklärt Gregor Hoffmann, Sprecher des Unternehmens. "Der Großteil ist saniert. Allein 10.000 Wohnungen stehen unter Denkmalschutz." Nur aktuelle Sanierungsvorhaben gäbe es dort nicht. Die Prioritäten seien seit etwa zwei Jahren andere.
Von der Stadt hat das Wohnungsunternehmen die Hausaufgabe verpasst bekommen, seinen Schuldenstand deutlich zurückzufahren. Das sind noch etwa 900 Millionen Euro, davon etwa 250 Millionen Euro Altschulden, die dem Unternehmen aus DDR-Zeiten "nachgereicht" wurden. Dazu etwas über 400 Millionen Euro aus den frühen 1990er Jahren, als die LWB fröhlich drauflossanierten, ohne die Besitzstände aller Objekte tatsächlich durchzudeklinieren. "Um die Schulden schneller zu tilgen, so wie von der Stadt gewünscht, steht seit etwa zwei Jahren der Verkauf im Vordergrund", so Gregor Hoffmann. "Und zwar gerade im Altbaubestand. Die LWB sanieren nicht mehr selbst, sondern suchen Interessenten für die Häuser. Und in guten Lagen ist es auch kein Problem, welche zu finden."
www.lizzy-online.de
 

03.04.2008
Hohenstein-Ernstthal: Unternehmen schließt Stadtumbau Ost ab
Obwohl derzeit noch die Fassade des Wohnhauses Ringstraße 5/9 saniert wird, gilt der Stadtumbau Ost für die Wohnungsgenossenschaft "Sachsenring" im Prinzip als angeschlossen. Das sagte Vorstandsmitglied Ulrich Möckel. Über 666 Ein- bis Vier-Raum-Wohnungen verfügt die Genossenschaft jetzt noch in der Ring-, Sonnen- und Südstraße, dem östlichsten Wohngebiet von Hohenstein-Ernstthal. Das ist zugleich der größte Wohnstandort des Unternehmens. Hier befindet sich nun auch die Geschäftsstelle, die von der Ost- auf die Ringstraße umgezogen ist. So gut wie keinen Wohnungsleerstand gebe es hier, sagte Möckel. Und das begründet er auch. So seien in den vergangenen Monaten im Zusammenhang mit dem Um- und Rückbau 72 Wohnungen verschwunden. Ein Großteil der Mieter, die dort gewohnt hatten, waren über einen Zeitraum von mehr als vier Jahren nach und nach in andere Wohnungen um- aber nur sehr selten weggezogen. Das habe dazu geführt, dass sich der Vorstand der Genossenschaft im Herbst vergangenen Jahres entschieden hatte, auch in das Haus Ringstraße 5/9 zu investieren. Das habe man eigentlich nicht vorgehabt, weil es in diesem Gebäude einen Leerstand von zirka 20 Prozent gegeben habe. "Da macht man eigentlich erstmal nichts", doch das habe sich radikal geändert, erläuterte Ulrich Möckel.
www.freiepresse.de

03.04.2008
Sächsischer Wohnungsgenossenschaften planen weitere 12500 Abrisse
In Dresden trafen sich am 4. April im Internationalen Congress Center Dresden über 200 Aufsichtsratsmitglieder sächsischer Wohnungsgenossenschaften zu ihrer alljährlichen Konferenz. Neben aktuellen wohnungswirtschaftlichen Themen stand das Förderprogramm „Stadtumbau Ost“ im Mittelpunkt der Beratungen. „Der Stadtumbau Ost ist auf einem guten Weg, aber noch lange nicht abgeschlossen“, betonte Dr. Axel Viehweger. Bis Ende 2007 hätten sächsische Wohnungsgenossenschaften fast 19.300 Wohnungen abgerissen. Das entspreche fast einem Drittel der seit der Wende zurück gebauten Wohnungen in Sachsen. In den nächsten Jahren planen die im VSWG organisierten Genossenschaften, weitere 12.500 Wohnungen abzureißen.
Viehweger forderte die Weiterführung des Stadtumbau Ost-Programms über das Jahr 2009 hinaus. „Denn nur so kann das bisher Erreichte langfristig gesichert und die ab 2010 erwartete zweite Leerstandswelle in Ostdeutschland abgefedert werden.“ Das Statistische Bundesamt geht davon aus, dass zwischen den Jahren 2010 und 2020 die Zahl der ostdeutschen Haushalte um weitere knapp 180.000 zurückgehen wird.
http://web1.bbu.de


03.01.2008
Stadtumbau Ost: Wohnungsverbände ziehen Bilanz
Bei einem Treffen zogen die Vorstände von sieben ostdeutschen Wohnungsverbänden am Dienstag in Potsdam Bilanz zum Stadtumbau Ost. Ihr Fazit: Der Stadtumbau bleibt die zentrale wiedervereinigungsbedingte Herausforderung für die neuen Bundesländer. Er sei zur Gewährleistung der Funktions- und Zukunftsfähigkeit der ostdeutschen Städte und Gemeinden unverzichtbar. Das Stadtumbau-Programm müsse daher auch nach 2009 als spezifisch ostdeutsches Städtebauprogramm in mindestens gleicher Intensität fortgeführt werden. Der Stadtumbau Ost verlaufe bislang erfolgreich. Seit seinem Höhepunkt 2002 mit 16,4 Prozent sei der Leerstand in den neuen Ländern (ohne Berlin) auf mittlerweile 12,4 Prozent gesenkt worden. Knapp 200.000 dauerhaft leer stehende Wohnungen seien mittlerweile insgesamt vom Markt genommen worden.
www.inar.de

03.01.2008
Stadt Bad Kötzting kauft Bahnhofsgebäude
Das Bahnhofsgebäude in Bad Kötzting gehört jetzt der Stadt. Mit Mitteln aus der Bürgerspitalstiftung wurde das Gebäude erworben, sagt Bürgermeister Wolfgang Ludwig.
Der Erwerb des ehemaligen Kasernengeländes für einen Gesamtpreis von rund 1,5 Millionen Euro – davon sind knapp 200000 Euro bisher an Mieten für den Bauhof und die zweijährige Unterbringung der Grundschule aufgelaufen – ist nach Ansicht des Bürgermeisters für die Stadt in mehrfacher Hinsicht eine günstige Lösung.
„Hätten wir einen Bauhof neu bauen und dafür ein Grundstück kaufen müssen, wären sicher drei Millionen oder mehr nötig gewesen“, ist Wolfgang Ludwig überzeugt. Außerdem gebe es keine Zuschüsse für einen Bauhof, wogegen der Erwerb des Kasernengeländes aus dem Programm „Stadtumbau West“ gefördert werde.
www.mittelbayrische.de
 

03.01.2008
Kahlschlag in den sächsischen Städten
In Sachsen sollen Mietshausbestände der Gründerzeit zum Abriss mit Fördermitteln freigegeben werden. Dazu hat sich Sachsens Innenminister Albrecht Buttolo vor dem Sächsischen Landtag bekannt. Damit stellt zum ersten Mal ein Bundesland den Baubestand der großen Stadterweiterungen des ausgehenden 19. Jahrhunderts zur Disposition. Gerade Sachsen, das bis in die letzten Monate des Zweiten Weltkriegs von den Bomberflotten der Alliierten mehr als andere Regionen verschont geblieben war, verfügt bis heute über einen besonders reichen Bestand an Gebäuden aus dieser Zeit. "Es geht um hundert Jahre Städtebau in Sachsen.
www.welt.de

03.01.2008
Görlitz im Abbruchrausch
"Als ehemaliger Bewohner von Görlitz und langjähriger aktiver Denkmalpfleger und Kunsthistoriker" sieht Arne Franke inzwischen "ganze Ensembles" des oft als schönste Stadt Deutschlands gerühmten Görlitz' bedroht. Eine Hauptschuld gibt er der städtischen Wohnungsbaugesellschaft WBG, die zahlreiche denkmalgeschützte und bislang bewohnte, intakte Häuser (zumeist aus den 1920er Jahren) und sogar ganze Straßenzeilen (Reichertstraße) ihrer Sicht von "Stadtumbau" geopfert habe. Einige der Gebäude seien sogar erst "vor etwas über zehn Jahren renoviert wurden". Die daraus vertriebenen Mieter würden in die von Leerstand bedrohten Plattenbauten der Gesellschaft umgesiedelt.
www.welt.de

03.01.2008
Landesweit sollen noch 8000 Wohnungen abgerissen werden
In Mecklenburg-Vorpommern sollen in den kommenden zwei bis drei Jahren noch 8000 Wohnungen abgerissen werden. Mit Hilfe des vom Bund geförderten Programms «Stadtumbau Ost» seien seit 2002 bereits 9000 Wohnungen vom Markt genommen und dadurch die Leerstandsquote weit unter den ostdeutschen Durchschnitt gesenkt worden, sagte Joachim Wege vom Verband Norddeutscher Wohnungsunternehmen am Donnerstag.
www.ad-hoc-news.de


03.01.2008
Brandenburg dezimiert den Wohnungsbestand
Zur Bekämpfung des Wohnungsleerstandes im Land Brandenburg waren bis Oktober des vergangenen Jahres von den geplanten 55 000 Wohnungen 37 000 abgerissen worden. Der Leerstand sank in den 32 Stadtumbaustädten von rund 20,1 Prozent auf nun 17,1 Prozent, teilte Bauminister Reinhold Dellmann  mit. "Beim Stadtumbau sind wir auf einem guten Weg", sagte der Minister. "Wir wollen mit der Städtebauförderung attraktive, lebenswerte und zukunftsfähige Städte gestalten. Dabei leisten Stadtumbau und insbesondere die Aufwertung der Innenstädte einen wichtigen Beitrag."
www.welt.de

18.11.2007
Stadtumbau Ost soll auch nach 2009 fortgeführt werden
Sachsen-Anhalts Bauminister Dr. Karl-Heinz Daehre hat die Kommunen im Land aufgefordert, den Stadtumbau noch effektiver zu gestalten. "Unser gemeinsames Ziel muss es sein, die verschiedenen Maßnahmen noch besser miteinander zu verzahnen", sagte er heute bei der 2. Stadtumbau-Konferenz in Dessau. Das Programm "Stadtumbau Ost" müsse auch nach 2009 fortgeführt werden.
Insgesamt sind in Sachsen-Anhalt seit dem Start des Programms "Stadtumbau Ost" im Jahre 2002 rund 264 Millionen Euro für Abriss- und Aufwertungsmaßnahmen eingesetzt worden. Die damit eingeleitete Entspannung auf dem Wohnungsmarkt sei ein wichtiger Erfolg, äußerte Sachsen-Anhalts Bauminister. Der demographische Wandel zwinge jedoch dazu, in den Bemühungen nicht nachzulassen. Im Gegensatz zu den vorangegangenen Jahren werde sich die Förderung von Stadtumbau-Projekten aber künftig stärker auf die Aufwertung konzentrieren. "Dadurch wollen wir erreichen, dass vor allem die Innenstädte attraktiver werden", sagte Daehre.
Nach den Worten des Ministers orientiert das Land darauf, die Förderung über das Programm "Stadtumbau Ost" noch stärker mit anderen Fördermöglichkeiten zu verbinden: "Nachhaltige Wirkungen entstehen überall dort, wo die Städtebauförderung mit der Förderung des Erwerbs und der Modernisierung von Wohnraum in innerstädtischen Altstadtquartieren kombiniert wird." Dabei sollten Projekte des familien-, senioren- und behindertengerechten Wohnens besonders berücksichtigt werden.
Bauminister Daehre sieht gute Chancen dafür, den eingeschlagenen Weg erfolgreich fortsetzen zu können. Er verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass das Thema "Nachhaltige Stadtentwicklung" seinen Niederschlag auch im Operationellen Programm des Landes Sachsen-Anhalt für die EU-Strukturfondsförderperiode 2007-2013 gefunden hat. Für den Stadtumbau sind danach 60 Millionen Euro EU-Fördermittel vorgesehen. Zusammen mit der Komplementärfinanzierung aus Bundes-, Landes- und kommunalen Mitteln von jeweils 14 Prozent stehe in den nächsten sechs Jahren im Bereich der Aufwertung ein Fördervolumen von rund 103 Millionen Euro zur Verfügung.

www.hallanzeiger.de

22.10.2007
Berlin: Stadtumbau muss auch im Osten weitergehen

Auch im Ostteil Berlins gibt es weiterhin Bedarf für eine Fortsetzung des Bund-Länder-Programms „Stadtumbau Ost“ mit seinen beiden Elementen Rückbau und Aufwertung. Darauf weist der Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. (BBU) hin. „In einigen der östlichen Bezirke hat die Bevölkerung seit 1990 stark abgenommen. Das führte hier zu hohen Leerständen“, erklärte BBU-Vorstandsmitglied Ludwig Burkardt auf der Grundlage von Zahlen des Statistischen Landesamtes. Besonders beunruhigend: Der allgemeine Trend zur Abnahme der unter 20jährigen.
Besonders betroffen seien die Bezirke Marzahn-Hellersdorf und Lichtenberg. In Marzahn-Hellersdorf lebten heute gut 38.400 Menschen weniger als 1991. Die Zahl junger Menschen habe sich halbiert (-52.177). Massiv zugenommen habe hingegen die Zahl der über 65jährigen (+150 %). In Lichtenberg schrumpfte die Bevölkerungszahl um knapp 27.000. Besonders deutlich sei auch hier mit einem Minus von 46 Prozent der Rückgang bei den unter 20jährigen. Die Zahl der über 65jährigen stieg hingegen um über 95 Prozent.
Die BBU- Mitgliedsunternehmen verzeichnen in Marzahn-Hellersdorf mit 10,1 Prozent den mit Abstand höchsten Leerstand in Berlin. Vor allem der Bedarf an großen Wohnungen sei stark gesunken. „Die Fortsetzung des Stadtumbaus ist daher unumgänglich, um den Bezirk zu stärken“, so Burkardt. Bis Ende 2006 seien hier von BBU-Mitgliedsunternehmen knapp 3.000 Wohnungen abgerissen worden. Für 2007 sind ca. 1.200 Abrisse geplant. „Für die betroffenen Unternehmen ist der Abriss leer stehender Wohnungen zudem eine wirtschaftliche Notwendigkeit. Sie schaffen sich dadurch Spielräume für Investitionen in Wohnraumanpassungen, die in Anbetracht des Alterungsprozesses dringend erforderlich sind.“
Unter dem Dach des BBU sind 368 Wohnungsbaugesellschaften und -genossenschaften der Länder Berlin und Brandenburg vereint. Die BBU-Mitgliedsunternehmen bewirtschaften gut 1,1 Millionen Wohnungen. Das sind über 40 Prozent aller Mietwohnungen in Berlin und fast 50 Prozent der Mietwohnungen im Land Brandenburg. In beiden Bundesländern sind sie Hauptträger des Stadtumbaus.
www.web1.bbu.de

22.10.2007
Leipzig: Stadtumbau und Stadtentwicklung in Leipzig
Die Euphorie der Nachwendezeit ist längst verflogen. In Leipzig stehen 30 bis 40.000 Wohnungen leer. Das sind etwa 15% des Wohnungsbestandes. Die Mieten sind entsprechend und stagnieren auf niedrigem Niveau. Kapitaldienst und Instandhaltung sind hieraus kaum zu finanzieren. Andererseits steigen öffentliche Gebühren und andere Belastungen der Hauseigentümer.
Jüngstes Beispiel ist die zwar grundsätzlich zu begrüßende Klimaoffensive der Bundesregierung, die aber Hauseigentümer zu Energiesparinvestitionen von durchschnittlich 5.000 Euro pro Wohnung zwingt. Dies übersteigt die wirtschaftlichen Möglichkeiten vieler Hausbesitzer. 20% bis 30% der privaten Eigentümer sind bereits jetzt existentiell gefährdet. Sachsen ist Spitzenreiter bei Zwangsversteigerungen von Immobilien. Die Konsequenzen sind erneut verfallende Städte.
Die Fördermittel zur Stadtentwicklung gehen an den privaten Eigentümern vorbei. Die vom Bund bereitgestellten Mittel zur Aufwertung werden kaum in Anspruch genommen, weil nach der bestehenden Verwaltungsvereinbarung neben Bund und Land die Kommunen ein Drittel der Kosten tragen müssen. Die Stadt Leipzig ist, wie wohl alle Kommunen, nicht in der Lage, diesen Eigenanteil aufzubringen. Die Regelung erweist sich daher als investitionsfeindlich und muß in der neuen Verwaltungsvereinbarung geändert werden. Zumindest sollte die Möglichkeit geschaffen werden, daß der Eigentümer den kommunalen Eigenanteil übernimmt. Stark in Anspruch genommen werden dagegen die Fördermittel für den Rückbau von Gebäuden, allerdings kaum von Privaten, sondern vorwiegend von kommunalen Wohnungsbauunternehmen und Genossenschaften.
Diese erhalten nämlich neben der Bezuschussung für den Abriß, der die Kosten hierfür in der Regel deckt, einen Erlaß von Altschulden in Höhe von 75 €/qm. Davon haben private Eigentümer nichts. Für sie fordern wir eine äquivalente Bezuschussung, etwa in Form eines Ausgleichs in Höhe des Verkehrswertes, der bei einem abbruchbedürftigen Gebäude weit unter der Altschuldenentlastung liegt. Bei den großen Wohnungsbauunternehmen drängt sich darüber hinaus der Verdacht auf, daß die Bilanzen durch die Altschuldenentlastung aufpoliert werden und dafür auch in Kauf genommen wird, unwiederbringliche Altbausubstanz zu opfern.
Dennoch: Am Rückbau geht kein Weg vorbei, wenn man den Anforderungen der näheren Zukunft gerecht werden will. Auch wir halten die Förderung des Rückbaus für einen geeigneten Beitrag zur Entspannung der Leerstandssituation. Allerdings nur dann, wenn entsprechend den Förderbedingungen auch Wohnraum vom Markt genommen wird und nicht heruntergewirtschaftete und nicht mehr bewohnbare Häuser auf Staatskosten entsorgt werden. Hier ist zwar bereits einiges passiert. Insgesamt wurden etwa 8.000 Wohnungen zurückgebaut. Der Rückbau erfolgte zwar verstärkt in der Platte, aber auch im Altbaubestand.
www.lizzy-online.de

22.10.2007
Minister fordert Umsteuern beim "Stadtumbau Ost"
Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee (SPD), der zugleich Beauftragter für den Aufbau Ost ist, hat die Kommunen in den neuen Ländern aufgefordert, mehr für den Schutz ihrer Altbausubstanz zu tun. Bei einer Konferenz zum "Stadtumbau Ost" in seinem Ministerium sagte Tiefensee gestern, die städtischen Altbauquartiere benötigten "besonderen Schutz, da ihr Erhalt oft wirtschaftlich schwieriger ist als der neuerer Bauten am Stadtrand". Die Kommunen müssten konsequent die Vorschrift einhalten, dass jedes vor 1914 errichtete Gebäude nur mit einer offiziellen Genehmigung abgerissen werden dürfe. Es sei beunruhigend, dass in manchen Städten und Dörfern 80 Prozent der vom Bund bereit gestellten Mittel für Abriss und Neubauten ausgegeben würden und nur 20 Prozent für den Schutz der Altbausubstanz. In den Jahren 2002 bis 2009 will der Bund insgesamt eine Milliarde Euro für den Stadtumbau in den neuen Ländern ausgeben. Grundsätzlich gilt, dass Bund und Land jeweils 40 Prozent und die jeweilige Gemeinde die restlichen 20 Prozent einer Baumaßnahme finanzieren. Insgesamt werden oder wurden rund 350 Kommunen in den neuen Ländern gefördert, davon 80 in Brandenburg. 2006 hat Brandenburg vom Bund 15,5 Millionen Euro für den Stadtumbau erhalten und das Geld fast ausschließlich in Mittelstädten außerhalb des Großraums Berlin ausgegeben. Mit Unterstützung des Bundes wurden Anfang 2007 in Brandenburg rund 28 800 Wohnungen vor allem in Plattenbaugebieten abgerissen. Allein 1700 Wohnungen wurden seit 2001 in Guben "rückgebaut". Als besonders vorbildlich lobt das Bundesbauministerium die Städte Lübbenau und Schwedt für eine gelungene Mischung aus Rückbau und Aufwertung der Plattenbaugebiete.
Tiefensee kündigte an, dass Wohnungsunternehmen künftig öffentliche Sanierungsmittel für den Erhalt von Altbauten in Ostdeutschland einsetzen können. Die Firmen könnten dann statt der zum Abriss von Plattenbauten genutzten staatlichen Altschuldenhilfe Sanierungsmittel beantragen.
www.maerkischeallgemeine.de

01.09.2007
Halle: Der Abriss leer stehender Häuser wird auch in diesem Jahr in Halle fortgesetzt

3,5 Millionen Euro Fördermittel will das Land Sachsen-Anhalt der Stadt zur Verfügung stellen. Diese Summe nannte am Mittwoch Harald Kreibich, Sprecher des Bauministeriums. Halle erhalte 25,4 Prozent aller Abrissmittel, die das Land auf 44 Kommunen verteile und werde damit überproportional gefördert.
Neu ist in diesem Jahr, dass auch Geld der EU in den Stadtumbau fließen, allerdings nur für Aufwertungsprojekte. Das Land kann dieses Geld verwenden, um seinen Finanzierungsanteil bei der Aufwertung mit aufzubringen, denn Bund und Land finanzieren auch da immer eins zu eins. Aufgrund dieser Entlastung hat Magdeburg Geld in den Abriss umschichten können, weshalb die Mittelkürzung dort weniger stark ausfällt, als es zuletzt noch in der halleschen Wohnungswirtschaft befürchtet wurde. "Es gibt immer noch rund 24 000 leer stehende Wohnungen in Halle", sagte Steinhart. 8 600 seien seit dem Jahr 2002 abgerissen worden, "das muss also noch weitergehen."
www.mz-web.de

01.09.2007
Brandenburger verlassen die Randregionen
Die Zweiteilung Brandenburgs bei der Entwicklung der Einwohnerzahlen wird sich nach Darstellung der Landesregierung in den kommenden Jahren verschärfen.
Wie am Samstag mitgeteilt wurde, legte die Bevölkerungszahl 2005 im Speckgürtel um Berlin um 13.247 zu. In den äußeren Regionen des Landes sank sie dagegen um 13.338. Diese Entwicklung wird nach Einschätzung von Finanzminster Rainer Speer (SPD) anhalten. Die Finanzplanung seines Hauses geht davon aus, dass bis zum Jahr 2030 fast jeder zweite Brandenburger im Berliner Umland leben wird.
Insgesamt wird sich die Einwohnerzahl Brandenburgs laut Speer bis dahin auf 2,235 Millionen Menschen verringern. Das entspreche einem Rückgang um jährlich etwa 12.800 Menschen.
Hinzu komme eine zunehmende Überalterung der Bevölkerung, heißt es. Die Altersgruppe im erwerbsfähigen Alter zwischen 15 und 65 Jahren verringere sich innerhalb der kommenden 25 Jahre um 30 Prozent. Die Jahrgänge zwischen 18 und 45 Jahren gingen gar um 43 Prozent zurück. Auch davon sei der äußere Entwicklungsraum am stärksten betroffen.

www.rbb-online.de

01.08.2007
Nahversorgung durch Discounter und Bevölkerungsrückgang gefährdet
Lebensmittel-Discounter und die demografische Entwicklung gefährden die Nahversorgung vor allem in kleineren Orten und Stadtteilen in Sachsen. Nach einer vom Wirtschaftsministerium am Donnerstag vorgestellten Studie gibt es bereits in 74 Kommunen keine oder nur wenige Möglichkeiten für Bewohner, Waren des täglichen Bedarfs zu kaufen. Auch in einzelnen Stadtteilen größerer Gemeinden müssten längere Wege in Kauf genommen werden. Selbst bei optimistischer Prognose werde die Nachfrage bis 2020 bei rund 160 Gemeinden um drei bis sieben Prozent zurück gehen, so das Ministerium. Die Studie belegt den Verdrängungseffekt der Discounter.
Der Studie zufolge gibt es in Sachsen etwa 10 600 Anbieter von Waren des täglichen Bedarfs. Doch obwohl die Verkaufsfläche von drei Millionen Quadratmeter 1993 auf fast sieben Millionen im vergangenen Jahr stieg, gibt es in 27 Prozent der sächsischen Gemeinden kaum noch und in 14 Prozent gar keine Nahversorgung mehr. "Die Zahl der Discounter steigt unaufhörlich. Dennoch nimmt die Unterversorgung zu, weil immer mehr wohnortnahe, inhabergeführte Fachgeschäfte aufgeben müssen", sagte Ulrich Kollatz von der BBE Unternehmensberatung, die im Auftrag des Wirtschaftsministeriums die Studie erarbeitet hat.
Wegen des Bevölkerungsrückganges wird vor allem Regionen wie etwa Hoyerswerda, Weißwasser und dem Niederschlesischen Oberlausitzkreis mit einer weiteren Ausdünnung der Nahversorgung gerechnet. Die Gemeinden müssten gemeinsam Nahversorgungskonzepte erarbeiten, sagte Wirtschaftsminister Thomas Jurk . Zudem seien neue Idee gefragt, wie etwa die Wiederbelebung des Genossenschaftsmodells.
www.lvz-online.de

01.08.2007
Größter Bevölkerungsrückgang seit der Wende
Die Bevölkerungszahl im Land Brandenburg schrumpft weiter. Ende vergangenen Jahres seien 2.547.800 Einwohner gezählt worden, teilte das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mit. Dies seien 11.700 Menschen und damit 0,5 Prozent weniger Einwohner als noch zu Jahresbeginn 2006. Dieser Verlust sei der größte, den die Statistik für Brandenburg seit der Wiedervereinigung Deutschlands registriert hat, hieß es. Der Bevölkerungsrückgang setze sich auch in diesem Jahr fort. Bis Ende März sei die Einwohnerzahl um 3600 Personen auf 2.544.100 Personen zurückgegangen.
Der Bevölkerungsverlust 2006 ist hauptsächlich auf das Geburtendefizit zurückzuführen. 17.880 Kinder wurden laut Statistik geboren, 26.350 Menschen starben. Brandenburg habe zudem 8010 Einwohner an die alten und 1760 Einwohner an die anderen neuen Bundesländer verloren. Im so genannten Speckgürtel zu Berlin sei die Bevölkerungszahl weiter gestiegen. Dort lebten mehr als eine Million Menschen. Im übrigen Teil Brandenburgs sei die Einwohnerzahl dagegen deutlich geschrumpft.
www.tagesspiegel.de

31.07.2007
Immer weniger Wohnungen stehen leer
Trotz der schrumpfenden Thüringer Bevölkerung ist der Anteil leer stehender Wohnungen in den vergangenen Jahren gesunken. Bei den kommunalen und genossenschaftlichen Wohnungsunternehmen, die derzeit rund 307 000 Wohnungen im Freistaat bewirtschaften, hat sich ihr Anteil seit Anfang des Jahrzehnts von knapp 16 auf derzeit etwa 12 Prozent verringert. Ein Ende des Abrissprogramms als Bestandteil des Stadtumbaus Ost ist nicht in Sicht. Allerdings gibt es beim Leerstand große regionale Unterschiede.
www.tlz.de

31.07.2007
200 000 Wohnungen sind schon abgerissen
Für den Stadtumbau Ost stellen Bund, Länder und Kommunen zwischen 2002 und 2009 insgesamt 2, 5 Milliarden Euro bereit. Der größte Teil des Geldes wird für den Abriss unattraktiver Wohnungen ausgegeben – 2002 standen mehr als eine Million Wohnungen leer, mehr als jede siebte. Bis Ende Februar wurden im Rahmen des Programms fast 200 000 Wohnungen abgerissen ; die meisten in Sachsen ( 73 000 ) und Sachsen-Anhalt ( 41 000 ). In diesem Jahr sollen in Sachsen-Anhalt 27 Millionen Euro Fördermittel für die Sanierung und Aufwertung von Stadtteilen sowie 11 Millionen Euro für den Abriss leerstehender Wohnungen eingesetzt werden.
www.Volksstimme.de

20.07.2007
5,3 Mio. € für Oberfranken bereitgestellt
Die Regierung von Oberfranken hat nach den kürzlich zugewiesenen Fördermitteln im Bayerischen Städtebauförderungsprogramm 2007 und im Bund/Länder-Städtebauförderungsprogramm 2007 Teil I Grundprogramm- die dritte Tranche der Städtebauförderungsmittel und zwar aus dem Bund/Länder-Städtebauförderungsprogramm 2007 Teil III - Stadtumbau West in Höhe von 5.280.000 € erhalten. Davon wurden vom Bund 2.445.000 € und vom Bayerischen Landtag 2.835.000 € bereitgestellt.
Regierungspräsident Wilhelm Wenning:" Mit dieser dritten Tranche der Städtebauförderungsmittel werden 21 oberfränkische Städte und Gemeinden im Programm Stadtumbau West 2007 gefördert". Das Bund/Länder-Städtebauförderungsprogramm Teil III - Stadtumbau West wurde 2004 erstmals aufgelegt. Im Rahmen dieses Programms werden Industriebrachen neuen Nutzungen zugeführt, Innenstädte und Ortkernbereiche saniert und leerstehende Geschäftsräume umgewidmet oder revitalisiert. Die Konversion ehemals militärisch genutzter Flächen wird ebenfalls einbezogen. Das Programm orientiert sich unter anderem an den Erfahrungen, die seit vier Jahren bei dem Pilotprojekt in Selb gesammelt werden. Dort wurden Leitbilder für die Bewältigung des Schrumpfungsprozesses entwickelt, die nun in Impulsprojekten umgesetzt werden. "Mit dem Programm Stadtumbau West 2007 werden Kommunen unterstützt, welche die mit dem Strukturwandel verbundenen städtebaulichen Probleme planvoll und vorausschauend bewältigen. Die sichtbaren Zeichen der demographischen Entwicklung und des wirtschaftlichen Wandels, wie zurückgehende Einwohner- und Beschäftigtenzahlen, Brachflächen- und Gebäudeleerstände in Innenstadtlagen erfordern dies", betont der Regierungspräsident. "Im Bund/Länder-Städtebauförderungsprogramm 2007 Teil II - Soziale Stadt, das derzeit aufgestellt wird, ist eine weitere Fördermitteltranche für oberfränkische Städte und Gemeinden enthalten. Auch beginnt im Herbst 2007 die neue EU-Förderperiode, in der ebenfalls Fördermittel für städtebauliche Erneuerungsmaßnahmen in Oberfranken vorgesehen sind", so Wenning weiter.
www.tv-oberfranken.de

30.06.2007
Bye Bye, Platte - und erhaltet die Altbauten
Vorteile nur für Leipzigs Großvermieter Propaganda für die Platte Aus Stadtentwicklung wird Stadtabwicklung Schrumpfende und alternde Bevölkerung, Leerstand von 1,3 Millionen Wohnungen, Wegbrechen alter Industrien, unabsehbare Brachen – das alles stellte (und stellt) die Planer vor Aufgaben, wie sie – jedenfalls seit es Großstädte gibt – keine frühere Generation bewältigen musste. Um die Entwicklung zu steuern, wurden Milliardenprogramme aufgelegt, wurden den Kommunen „Stadtentwicklungsziele“ abgefordert, wurden große Strategien entworfen wie „Rückbau von außen nach innen“, „Perforation“ oder „Qualifizierung der Zwischenstadt“. Schlechte Prognose für Trabantenstädten Jetzt legt die Bundesregierung eine Zwischenbilanz vor. In einem groß angelegten, mit Zahlen untermauerten „Statusbericht“ rechnet die Bundestransferstelle Stadtumbau Ost darin vor, was bisher herausgekommen ist. Das Ergebnis entspricht keineswegs den Erwartungen. Zwar haben Wohnungsbestand und Leerstände abgenommen, aber durch eine unvernünftige Lenkung der Stadtentwicklung ist vielerorts großer Schaden angerichtet worden. Dabei geht es zunächst weniger um Denkmalschutz, sondern um ökonomische, für viele Städte gar existenzielle Fragen. Das ausschlaggebende Kriterium dabei ist die Zukunftserwartung der Wohnungsbestände. Sie sieht für die Großsiedlungen und Plattenbauten in den neuen Bundesländern katastrophal aus. Während die Innenstädte und Altbauten teilweise sensationelle Bevölkerungszuwächse verzeichnen (in Leipzig sind es 40.000), sagt die Studie über die Trabantenstädte: Die Bewohner sind überaltert, einen Neuzuzug in diese Bestände gibt es praktisch nicht. Es ist demnach abzusehen, dass diese Art von Wohnbauten nicht überleben kann.
Plattenbauten mit Alt- und Neuschulden belastet
Trotzdem haben die großen Wohnungsgesellschaften, die im Osten den riesigen Bestand an Satellitenstädten verwalten, entgegen der „offiziellen“, schon von der Regierung Schröder empfohlenen Strategie „Rückbau von außen nach innen“ horrende Gelder des Stadtumbauprogramms in die Sanierung der „Platte“ gesteckt. Liest man den Bericht genau, tickt hier eine Zeitbombe, die nach der Berliner Landesbank noch ganz andere Landes- und Aufbaubanken in einen Strudel ziehen kann. Der entscheidende Satz wird im Statusbericht fast versteckt. Danach müssten in derartigen Siedlungen auf Grund der mangelnden Nachfrage inzwischen „zunehmend auch sanierte oder teilsanierte Gebäude abgerissen werden“. Der Statusbericht erläutert, warum dies nicht geschieht: „Diese sind neben Altschulden auch mit Neukrediten aus der Zeit nach 1990 belastet, für die bei Abriss Ersatzsicherheiten fehlen.“ Die Plattenbauten werden also erst durch Sanierung unrentabel.
Zahlen für das Ausmaß dieser Verschuldung werden nicht genannt. Aber der Bericht zeigt auf, wie sich die Wohnungsgesellschaften zu helfen versuchen: Sie pumpen weitere Fördergelder in die Siedlungen, um die verbliebenen Altmieter dort zu halten, ohne dass es ihnen damit gelänge, einen Zuzug oder eine Verjüngung der Bewohnerschaft zu erreichen. Das Geld dafür „erwirtschaften“ die Wohnungsgesellschaften, indem sie ihren Altbaubestand opfern, der laut Studie 13 Prozent ihres Gesamtbesitzes ausmacht. Da die bestehenden Stadtumbau-Richtlinien den Abriss von innerstädtischen Altbauten mit Prämien von 60 Euro pro Quadratmeter sowie Altschuldenerlass belohnen, macht es sich bezahlt, wenn man in historischen Quartieren abreißt anstatt in den Großsiedlungen. Inzwischen, so der Bericht, „ist mindestens jede zehnte abgerissene Wohnung eine Altbauwohnung“.
www.welt.de

30.06.2007
Stadtumbau im Osten: Jede achte Wohnung steht leer
Gemischte Bilanz beim Stadtumbau im Osten: Einerseits gelang es, den Leerstand zu senken und Wohnquartiere aufzuwerten. Doch das Kalkül, mehr Leute in die Innenstädte zu locken, ging nicht auf. Und viele Mieter sind sauer, weil die Planung an ihnen vorbei läuft.
Die Kritik ist massiv. Es habe sich als "kontraproduktiv" für den Stadtumbau erwiesen, "wenn Entscheidungsprozesse lange im Ungewissen gehalten werden und lediglich Gerüchte über vermeintliche Umbauplanungen kursieren. Dies führt zu ungesteuerten, oft nicht notwendigen Umzügen und hemmt die Mitwirkungsbereitschaft der Bewohner", heißt es im so genannten Statusbericht "Fünf Jahre Stadtumbau Ost - eine Zwischenbilanz" des Bundesbauministeriums.
Nur etwa 40 Prozent der Kommunen würden "ihre Bewohner in der Umsetzungsphase in konkrete Projekte einbeziehen." Da sei abzusehen, dass "künftig Abstimmungsprozesse und Akzeptanz schwieriger werden", speziell dann, wenn "Bewohner aufgrund von ungünstigen Stadtumbauplanungen ein zweites oder gar drittes Mal umziehen müssen", beschreiben die Autoren einen der Mängel des im Jahre 2002 aufgelegten Programms. Die Leerstandsquote in Ostdeutschland sei von 16Prozent vor fünf Jahren auf zwölf Prozent gesunken. Auch die wirtschaftliche Situation der Wohnungsunternehmen habe sich durch staatliche Altschuldenhilfe und gesunkene Zinsen verbessert.
www.moz.de

30.06.2007
Ergebnisse der neuen Bevölkerungsprognose für den Freistaat Sachsen bis 2020
Nach aktuellen Berechnungen des Statistischen Landesamtes setzt sich der Bevölkerungsrückgang in Sachsen weiter fort. Im Jahr 2020 wird die Bevölkerungszahl des Freistaates voraussichtlich 3,9 bis 4,0 Millionen Einwohner betragen. Das werden 257 000 bis 399 000 Einwohner bzw. 6 bis 9,3 Prozent weniger sein als Ende 2005.
Für die Geburtenrate wurde ein Anstieg von 1,3 auf 1,4 Kinder je Frau angenommen. Da aber gleichzeitig die Zahl der potentiellen Mütter sinkt, wird die Zahl der Geburten von derzeit knapp 32 600 auf 29 200 zurückgehen. Dagegen ist trotz steigender Lebenserwartung mit einer weiteren Zunahme der Sterbefälle von derzeit 48 900 auf 51 200 zu rechnen, weil stärker besetzte Jahrgänge in höhere Alter aufrücken. Daraus resultiert ein stetig wachsendes Geburtendefizit. Am Ende des Prognosezeitraumes werden pro Jahr ca. 22 000 mehr Menschen sterben als geboren werden.
Die Entwicklung der Zahl der Zu- und Fortzüge wird vor allem dadurch geprägt, dass sich die Anzahl der Personen im wanderungsaktiven Alter (18 bis unter 30 Jahren) ab 2010 halbiert. Dies ist eine Auswirkung der starken Geburtenrückgänge Anfang bis Mitte der 1990iger Jahre und betrifft Sachsen genauso wie die anderen neuen Bundesländer. Gleichzeitig wird von einem Rückgang der Wegzugshäufigkeiten ausgegangen. Dementsprechend geht die absolute Zahl der Fortzüge aus Sachsen zurück. Während die Zahl der Zuzüge aus den alten Bundesländern auf dem gegenwärtigen Niveau bleibt, reduziert sich die Zahl der Zuzüge aus den neuen Bundesländern auf ein Drittel. Gegenüber dem Ausland wird ein konstanter Wanderungsgewinn erwartet.
Setzen sich diese aktuellen Trends bei den Zu- und Fortzügen fort, führt dies am Ende des Prognosezeitraumes zu einer nahezu ausgeglichenen Wanderungsbilanz für den Freistaat Sachsen. Berücksichtigt man höhere Zuzüge als mögliche Auswirkung des Hochschulpaktes ergeben sind nach 2010 sogar Wanderungsgewinne.
Für den gesamten Prognosezeitraum 2006 bis 2020 ist je nach Berechnungsvariante ein Wanderungssaldo zwischen minus 82 000 und plus 14 000 zu erwarten. Im gleichen Zeitraum ergibt sich ein Geburtendefizit von 271 000 bis 316 000 Personen. Die Wanderungen verlieren damit weitestgehend ihren Einfluss auf die Bevölkerungsbilanz.
Das Durchschnittsalter in Sachsen steigt um etwa 4 Jahre von derzeit 44,7 Jahren auf 48,5 Jahre. Sachsen ist bereits jetzt das Bundesland mit der demografisch ältesten Bevölkerung der Bundesrepublik. Durch die fortgesetzte Alterung der Bevölkerung werden sich die Relationen zwischen Alt und Jung weiter verändern. Ende 2005 waren 10,2 Prozent der Bevölkerung jünger als 15 Jahre, auf die 65-Jährigen und Älteren entfielen 22,3 Prozent. Während sich der Anteil der Kinder und Jugendlichen bis 2020 geringfügig auf 11,6 Prozent erhöht, wird der Anteil der 65-Jährigen und Älteren auf 28,3 Prozent ansteigen. Die Personen im Erwerbsalter (15 bis unter 65 Jahre) haben 2005 einen Anteil an der Bevölkerung von 67,5 Prozent. Im Jahr 2020 werden nur noch 60,1 Prozent der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter sein.
Der Bevölkerungsrückgang wird sich auch in den meisten Landkreisen und Kreisfreien Städten widerspiegeln. Lediglich in Dresden und Leipzig sind weitere Zuwächse der Einwohnerzahl von bis zu 7 Prozent zu erwarten. Die anderen Kreisfreien Städte und die Landkreise weisen bis 2020 einen Bevölkerungsrückgang zwischen 0,1 Prozent (Landkreis Meißen) und 28,2 Prozent (Kreisfreie Stadt Hoyerswerda) auf.

www.statistik.sachsen.de

17.06.2007
Wohnungsbestand in Sachsen schrumpft weiter
Der Wohnungsbestand hat in Sachsen 2006 das fünfte Jahr in Folge abgenommen. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Kamenz vom Montag gingen im vergangenen Jahr im Freistaat mehr als 9300 Wohnungen durch Rückbau, Abbruch oder Unglücksfälle aus dem Bestand. Dies seien elf Prozent weniger als im Vorjahr. Die Zahl der neu gebauten Wohnungen beträgt 6500.
54 Prozent, also 1036 Wohnungen, die abgebrochen oder durch Unglücksfall verloren gegangen sind, waren Wohngebäude und 46 Prozent (900) Nichtwohngebäude. Fast ein Drittel (29 Prozent) der abgegangen Wohnhäuser ist nach 1970 errichtet worden. In diesen Baujahresbereich gehören vor allem die Plattenbauten der DDR- Neubaugebiete.
www.sz-online.de

07.06.2007
Stadtumbau Ost kommt voran
Der Stadtumbau Ost in Sachsen verzeichnet erste Erfolge. Die Zunahme des Wohnungsleerstands sei vorerst gestoppt, sagte der Vorstandsvorsitzende der Sächsischen Aufbaubank (SAB), Stefan Weber, am Mittwoch in Dresden. In den vergangenen sieben Jahren seien rund 500 Millionen Euro staatlicher Förderung von Bund und Freistaat in den Stadtumbau Ost geflossen, sagte Weber bei der Vorstellung der SAB-Bilanz für 2006. Danach schloss die Bank ihre Geschäftsjahr mit einem Überschuss von 900 000 Euro.
Laut Weber hat sich 2006 die Zahl der dauerhaft vom Markt genommenen Wohnungen gegenüber dem Vorjahr um rund 18 500 auf etwa 68 500 erhöht. Dies sei ein «Riesenerfolg», urteilte Weber. Jedoch müsse weiterhin Geld in den Rückbau fließen. Wegen der älter werdenden Gesellschaft drohe ab 2010 eine zweite Leerstandswelle. 91 Prozent der Rückbaumaßnahmen habe die Wohnungswirtschaft übernommen. Nun sei es nötig, auch Privatbesitzer stärker einzubeziehen.
Weber appellierte an die Kommunen, dafür neue finanzielle Anreize zu schaffen. Man könne nicht erwarten, dass jemand sein Haus abreiße, wenn er damit seine Existenz vernichte. Nötig sei auch, die Infrastruktur der Städte zu überarbeiten. So seien beispielsweise die Wasser-, Abwasser- und Fernwärmeleitungen in Sachsen nur zu 30 Prozent ausgelastet. Dies verursache hohe Kosten.
www.markenpost.de

01.06.2007
Berlin: 156 000 Wohnungen stehen leer
In Berlin findet sich für eine große Anzahl von Wohnungen kein Mieter. Rund 156 000 Wohnungen standen im vergangenen Jahr leer, das sind 8,3 Prozent aller Wohnungen in der Stadt. 108 000 davon waren sogar länger als sechs Monate unbewohnt. Besonders viele unvermietete Wohnungen gibt es nach Angaben der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung in den Plattenbau-Siedlungen von Marzahn und Hellersdorf, An der Wuhlheide in Oberschöneweide, an der Sonnenallee und der Karl-Marx-Straße in Neukölln-Nord sowie im Gebiet um das Ostkreuz. Zugenommen habe der Leerstand außerdem in Altbauten an der Moabiter Beusselstraße und der Kleist- und Bülowstraße in Schöneberg, aber auch in den Neubau-Quartieren von Karow-Nord, Altglienicke und Rudow-Süd.
Zwar wurde in Marzahn die Zahl der leerstehenden Wohnungen durch den Abriss ganzer Häuserblocks verringert. Doch die Zahl der Unterkünfte in Berlin, die mehr als sechs Monate unvermietet sind, ist dennoch weiter gestiegen: von 94 300 im September 2003 über 104 500 im Juli 2005 auf 108 000 im Jahr 2006. Ab einer Dauer von sechs Monaten sprechen die Experten von einem "problematischen Leerstand".
Die Gründe für den Leerstand sind vielfältig. Unterkünfte in den Plattenbauten lassen sich oftmals deswegen nicht vermieten, weil sie nicht saniert sind oder weil den Mietern das Umfeld nicht mehr gefällt.

www.berlinonline.de

01.06.2007
Brandenburg: Schleppendes Abrisstempo
4,44 Millionen Euro werden in diesem und im nächsten Jahr für den Abriss von 1378 Wohnungen ausgegeben. Bis zum sich gerade verabschiedenden Frühjahr waren es seit 2002 exakt 1569 Wohnungen, die verschwanden. Demnach reißt das größte Unternehmen, die Wohnungsbaugenossenschaft WBG, insgesamt 1459 Wohnungen ab (618 bisher/841 geplant), die städtische Wobra 1324 (857/467) und andere Vermieter 164 (94/70). Das wären dann insgesamt 2947 Wohnungen, die 2009 verschwunden sein werden.
Im Jahr 2004 war dagegen der Leerstand in der Stadt noch mit etwa 8500 unbewohnten Quartieren beziffert worden.
Demzufolge blieben mehr als 5500 Wohnungen ungenutzt übrig. Und Brandt gibt auch zu, dass weitere Abrisse folgen müssen. "Für den Zeitraum ab 2010 und 2020 wird von einem zusätzlichen Rückbauvolumen in Höhe von zirka 3000 Wohnungseinheiten ausgegangen (Mittelbedarf: etwa zehn Millionen Euro)."
Allerdings gibt es noch keine weiteren Pläne, die über Ende 2008 hinausgehen. Das haben die Unternehmensspitzen von WBG und Wobra erst vor kurzem bestätigt – es fehlt schlicht Geld, und als angenommene Werte stehen auch leere Wohnungen noch in den Büchern. Die gibt man nicht einfach so auf, zumal zu viel Abgeschriebenes die Bilanzen verhagelt.
www.maekischeallgemeine.de

29.05.2007
Prognose: NRW-Bevölkerung schrumpft
"Wir werden weniger. Wir werden älter", sagte Staatskanzlei-Chef Wolfram Kuschke  in Düsseldorf. "Und wir werden bunter, weil die Zahl der Zugewanderten steigt." So lauten die Kernaussagen der Bevölkerungsprognose, die von der Staatskanzlei beim Statistischen Landesamt in Auftrag gegeben worden ist. Die Gesamtbevölkerung soll bis 2007 zunächst noch leicht wachsen und dann einen Höchststand von 18,08 Millionen erreichen. Danach werde die Bevölkerungszahl bis 2040 kontinuierlich auf rund 16,9 Millionen zurückgehen. "Das sind etwa soviele wie Ende der 1980er Jahre hier gelebt haben", sagte Kuschke.
Ursache für diese Entwicklung sei der Geburtenrückgang. Daran könne auch eine Zuwanderung "in einer realistischen Größenordnung" nichts ändern. Die Folge: "2040 wird die Bevölkerungspyramide bei uns nahezu auf dem Kopf stehen." Jedes Jahr steige der Altersdurchschnitt der Bevölkerung derzeit um ein Vierteljahr. Jeder dritte Einwohner werde in NRW über 60 Jahre alt sein. Das habe Auswirkungen auf die Altersicherung: Im Jahr 2002 hätten 100 Erwerbstätige 44 Rentnern gegenüber gestanden, 2040 sollen es 63 Renter sein.
Nach der Prognose wird die Bevölkerungsentwicklung innerhalb des Landes nicht gleichmäßig verlaufen. "Es wird deutliche regionale Unterschiede geben", sagte Staatskanzlei-Chef Kuschke. Die Großstädte sollen in den nächsten 15 Jahren Einwohner verlieren, während die ländlichen Regionen dazu gewinnen. Schon jetzt nehme die Bevölkerung in den Städten des Ruhrgebietes ab - insbesondere durch Sterbefälle. "Die Prognose lässt bis 2020 einen Rückgang der Bevölkerung im Gebiet des heutigen Kommunalverbandes Ruhrgebiet um sechs Prozent erwarten." Für die Regierungsbezirke Düsseldorf (-5,4 Prozent) und Arnsberg (-2,2 Prozent) wird ebenfalls ein deutlicher Bevölkerungsrückgang erwartet. Wachsen werden bis 2020 voraussichtlich hingegen die Regierungsbezirke Münster (+0,9 Prozent), Köln (+3,0 Prozent) und Detmold (+5,6 Prozent).
Die Städte mit den stärksten Rückgängen bis 2020 sind:
Hagen: -16,3 Prozent
Wuppertal: -14,3 Prozent
Gelsenkirchen: -13,2 Prozent
Krefeld: -11,4 Prozent
Essen: -10,8 Prozent
Duisburg: -10,2 Prozent
Die größten Bevölkerungszuwächse bis 2020 wird es voraussichtlich in folgenden Kreisen geben:
Rhein-Sieg: +12,5 Prozent
Paderborn: +12,4 Prozent
Gütersloh: +11,4 Prozent
Unna: +11,4 Prozent
Steinfurt: +9,9 Prozent
Heinsberg: +9,7 Prozent
Borken: +9,0 Prozent

www.wdr.de

22.05.2007
Abriss ist nicht mehr das Thema Nummer Eins
Die Gelder aus dem vor fünf Jahren gestarteten Programm «Stadtumbau Ost» werden jetzt in Sachsen-Anhalt stärker für die Sanierung und Aufwertung von Stadtteilen eingesetzt.  Von den fast 38 Millionen Euro, die dem Land in diesem Jahr für den Stadtumbau zur Verfügung stehen, sollen  27 Millionen Euro für die Aufwertung von Wohngebieten verwendet werden, das übrige Geld für den Abriss. «Außerdem ist es gelungen, die so genannte städtische Dimension in der gerade begonnenen EU-Strukturfondsperiode 2007-2013 zu berücksichtigen», sagte der Minister. Damit könnten während dieser Zeit zusätzlich rund 109 Millionen Euro in die Aufwertung investiert werden. «Mit diesem Geld wollen wir vor allem Bauprojekte im Rahmen der Internationalen Bauausstellung 2010 unterstützen.» Darüber hinaus werde das 2005 begonnene Wohneigentumsprogramm fortgeführt, um die Attraktivität der Städte auch für junge Familien zu erhöhen. Etwa zwei Drittel des Geldes seien für den Abriss von fast 50 000 Wohnungen bereitgestellt worden. Das habe zu einer spürbaren Stabilisierung der Wohnungsunternehmen beigetragen.
Beispiele für den komplexen Abriss ganzer Wohngebiete sind Daehre zufolge Stendal/Süd, Wolfen/Nord und Halberstadt/Nordring. Als Beispiele für schon umgesetzte Aufwertungsprojekte nannte der Minister die Sanierung des Johanniter Alten- und Pflegeheims in Gardelegen, die Verschönerung der Fußgängerzone «Schalaunische Straße» in Köthen und den Umbau der Kaserne Mark in Magdeburg zu einer Begegnungsstätte für Studenten.

www.mz-web.de

22.05.2007
EU-Bauminister beraten in Leipzig über Stadtumbau
Die Minister für Bau und Stadtentwicklung der Länder der Europäischen Union kommen am Donnerstag in Leipzig im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft zu einem zweitägigen informellen Treffen zusammen. Themen der Konferenz bis Freitag sind unter anderem der Stadtumbau vor dem Hintergrund des Bevölkerungsrückgangs in
vielen Regionen Europas, wie das Bundesbauministerium in Berlin mitteilte. Zudem erörtern die Minister Möglichkeiten zur zukunftsfähigen Gestaltung der europäischen Innenstädte. Während ihres zweitägigen Aufenthalts in Leipzig werden die Minister unter anderem ein Leipziger «Wächterhaus» besichtigen. Dabei handelt es sich um sanierungsbedürftige Gebäude aus der Gründerzeit, für die neue Nutzer gefunden wurden. Ferner stehen Besichtigungen von im Rückbau begriffenen Plattenbauten sowie umgenutzter Industrieanlagen auf dem Besuchsprogramm
www.pr-inside.com

07.05.2007
Verwilderung als Zukunftsvision
Wie geht man mit dem Problem um, dass die Berlin fernen Städte Brandenburgs nach aktuellen Prognosen in den nächsten 25 Jahren wegen Geburtenmangels und Abwanderung bis zu 40 Prozent ihrer Einwohner verlieren werden? Soziologen sind überzeugt, dass in strukturschwachen ländlichen Gebieten perspektivisch Ortschaften aufgegeben werden müssen. In einem provokanten Thesenpapier, das dem Tagesspiegel vorliegt, plädiert SPD-Politiker Thomas Kralinksi jetzt dafür, künftig auch „kontrollierte Verwilderung“ im Land zuzulassen.
Für den SPD-Vordenker steht fest, dass der „geordnete Rückzug und die kontrollierte Schrumpfung“ in einigen ländlichen Regionen die klassische Wirtschaftsförderung ablösen werden und müssen. „Dabei geht es nicht um kompletten Rückzug, sondern um touristisch nutzbare Landschaftsparks, den Anbau nachwachsender Rohstoffe, aber auch um kontrollierte Verwilderung“, so Kralinkski wörtlich. Die Kommunen sollten sich auf dieses Konzept einlassen und sich nicht wechselseitig Einwohner und Infrastruktur streitig machen wie bei den Schulen, wo sie bereits heute beim Wettkampf um Schüler zu „Kannibalisierung“ neigten.
Kralinskis These vom „geordneten Rückzug“ ist allerdings umstritten. Die Landesregierung geht, wie sie auf Anfrage erklärte, „in einem absehbaren Zeitraum nicht von einer Aufgabe bzw. dem Wüstfallen kleinerer ländlicher Gemeinden in nennenswertem Umfang aus“. Auch der Präsident des Landesumweltamtes, Matthias Freude, glaubt nicht daran, dass Teile Brandenburgs in der Zukunft zur „kontrollierten Wildnis“, also der Natur überlassen, werden. Der prognostizierte Bevölkerungsrückgang sei zwar nicht anzuzweifeln: „Aber die Schrumpfung wird nicht so stark kommen“, meint Freude. Seine Prognose: In Zukunft würden wieder mehr Kinder geboren und viele, gerade intelligente Leute die ländlichen Regionen entdecken und dort hinziehen. Zudem werde der Nutzungsdruck zunehmen: „Ich glaube nicht, dass mehr Flächen der Natur überlassen werden, dazu sind sie viel zu wertvoll.“ Holz und andere nachwachsende Rohstoffe seien knapp und würden dringend gebraucht. Freude ist überdies überzeugt, dass die touristische Nutzung auch der Randregionen Brandenburgs durch die Berliner in den nächsten Jahrzehnten „dramatisch zunehmen“ wird.
Kralinski hebt in seinem Thesenpapier noch andere brisante Konsequenzen des Bevölkerungsrückgangs hervor, so die gravierende Schrumpfung des Arbeitsmarktes. Nach den Prognosen wird die Zahl der Erwerbsfähigen zwischen 15 bis 65 Jahren in den äußeren Regionen des Landes bis 2030 um 40 Prozent zurückgehen, in wichtigen Industriestädten wie Wittenberge, Eisenhüttenstadt, Schwedt oder Guben sogar um über 50 Prozent.
Wegen der dramatischen Zuspitzung des Fachkräftemangels werde es, betont Kralinski, ohne Zuwanderung nicht gehen. Schon heute müsse man in der Uckermark auf polnische Ärzte und Schwestern zurückgreifen. Die Notwendigkeit von Zuwanderung sei aber „den meisten Brandenburgern nicht bewusst“ und die ostdeutsche Gesellschaft so schlecht wie kaum eine andere darauf vorbereitet. Seine Forderung: Es müsse viel mehr als bisher für ein zuwanderungsfreundliches Klima im Land getan werden.
Konsequenzen fordert Kralinski auch, um die Abwanderung vor allem junger und gut ausgebildeter Frauen aus den Randregionen zu stoppen. Nach den Prognosen werden dort 2030 auf 100 Männer nur noch rund 80 Frauen kommen. Um die Frauen im Land zu halten, fordert Kralinski eine „weibliche Wirtschaftspolitik“ mit familienfreundlichen Arbeitszeiten, flexiblen Kitas und Unternehmen, die die Bedürfnisse der Frauen ernst nähmen. SPD-Generalsekretär Klaus Ness bringt noch einen anderen Vorschlag in die aktuelle Debatte ein: Die aus Brandenburg abgewanderten jungen Menschen müssten gezielt motiviert werden zurückzukehren. Dass das möglich sei, zeige aktuell die Solarfabrik in Frankfurt (Oder).
www.tagesspiegel.de

02.05.2007
Brandenburg droht eine Siedlungswüste
Nach der Vorausschätzung wird ein Großteil der Städte in den ländlichen Regionen bis 2030 (im Vergleich 2004) zwischen 20 und knapp 40 Prozent seiner Einwohner verlieren. Betroffen sind nicht zuletzt einstige Industriehochburgen der DDR. So werden die geschätzten Bevölkerungsverluste in Wittenberge (Landkreis Prignitz) 38,1 Prozent betragen, in Schwedt an der Oder (Landkreis Uckermark) 30,4 Prozent, in Premnitz (Landkreis Havelland) 27,2 Prozent.
Betroffen sind fast alle berlin-fernen Städte wie: Guben (Spree-Neiße) mit 32,4 Prozent; Kyritz (Ostprignitz-Ruppin) mit 28,2; Wittstock/Dosse (Ost prignitz-Ruppin) mit 24,6; Rheinsberg (Ostprignitz-Ruppin) mit 24,3; Anger münde (Landkreis Uckermark) mit 24,0; Eberswalde (Landkreis Barnim) mit 23,4 Prozent. Brandenburg/Havel, Cottbus und Frankfurt/Oder – neben Potsdam die größten Städte des Landes – werden jeden fünften Einwohner verlieren.
Hingegen können die Städte im Berliner Umland mit teils enormen Bevölkerungszuwächsen rechnen: An der Spitze steht Dallgow-Döberitz (Havelland) mit 42,7 Prozent, gefolgt von Teltow (Potsdam-Mittelmark) mit 36,8 Prozent, Falkensee (Havelland) mit 29,8 Prozent und Hoppegarten (Märkisch-Oderland) mit 26,7 Prozent. Für Potsdam sagen die Experten einen Einwohneranstieg um rund zehn Prozent voraus – wie auch für Schönefeld (Dahme-Spreewald), das vom Flughafenbau profitieren wird.
Mit dem starken Rückgang der Bevölkerung in den ländlichen Regionen Brandenburgs um insgesamt rund 363 500 Menschen (23 Prozent) bis 2030 geht ein dramatischer Alterungsprozess einher. Das Bild in den Landstädten wird in Zukunft immer mehr von älteren Menschen geprägt werden. Denn nach der Studie wird die Zahl der Kinder unter 15 Jahren dort um 67 700 oder 24 Prozent drastisch schrumpfen. In einer Reihe von Städten wie Wriezen, Neuhardenberg oder Letschin (alle Märkisch-Oderland), Guben, Kolkwitz (beide Spree-Neiße) werden 2030 rund die Hälfte weniger Kinder leben als heute, in Seelow-Land sogar 62 Prozent.
Auch die Zahl der 15- bis unter 65-Jährigen ist nach der Studie stark rückläufig. Dafür wird es einen starken Zuwachs bei den Menschen ab 65 Jahren geben, und zwar um rund 285 000 Personen oder 59 Prozent. Nach der Prognose wird 2030 mehr als ein Drittel der Brandenburger 65 Jahre und älter sein. In einer Reihe von Städten, gerade auch im Berliner Umland, wo viele Seniorenheime entstehen, wird die Zahl der über 65-Jährigen sogar um ein Mehrfaches zunehmen, so in Ahrensfelde (um 285 Prozent), Dallgow-Döberitz (um 251 Prozent), Großbeeren (um 250 Prozent) oder Hoppegarten (um 244 Prozent).
www.lr-online.de

01.05.2007
Dresden: Wohnungsleerstand ist rückläufig
Der Wohnungsleerstand sank in Dresden im Laufe des Jahres 2006 um einen Prozentpunkt auf nunmehr 13,9 Prozent. Dabei reicht der Leerstand von fünf Prozent in Johannstadt-Süd bis 28 Prozent in Niedersedlitz und 31 Prozent in der Albertstadt. Trotz einer Zunahme von 474 Wohnungen in Eigenheimen nahm die Gesamtzahl der Wohnungen um 289 ab. Der Gesamtwohnungsbestand beträgt jetzt 293 330. Der Zuwachs im Gebäudebestand (um 493) auf nunmehr 56 707 Gebäude ist durch den Eigenheimneubau begründet. Durch Rückbau fielen 946 Wohnungen weg, insbesondere in den Stadtteilen Gorbitz-Süd (423 Wohnungen), Leuben (221 Wohnungen) und Tolkewitz/Seidnitz-Nord (108 Wohnungen). In Dresden gibt es 28 693 Eigenheime, 30 Prozent wurden nach 1990 gebaut. Von den in diesem Zeitraum gebauten 8 589 Wohngebäuden mit ein bis zwei Wohnungen entfallen immerhin 58 Prozent, genau 4 969, auf das alte Stadtgebiet und 3 620 auf die Ortschaften.
www.newsropa.de

01.05.2007
Kooperation beim Stadtumbau
Die Stadt Bad Schwalbach und die Gemeinde Schlangenbad wollen im Rahmen des städtebaulichen Förderprogramms "Stadtumbau Hessen" eine enge kommunale Kooperation eingehen. Einer entsprechenden Absichtserklärung hat die Gemeindevertretung ihre Zustimmung gegeben. Erstes gemeinsames Projekt der Kooperation soll das integrierte Handlungskonzept sein, in das Leitbilder und Ziele, Strategien und Maßnahmen einfließen.
Nach den Vorstellungen der Schlangenbader soll im Handlungskonzept die städtebauliche Entwicklung des Waldfriedengeländes, des ehemaligen Gaslagers und der alten Staatsbad-Gärtnerei sowie die Sanierung des Rathauses Berücksichtigung finden.
Die Gemeinde Schlangenbad, die 2005 in das Programm aufgenommen wurde, hat bereits Leitbilder entwickelt, die von der Gemeindevertretung in der jüngsten Sitzung ebenfalls beschlossen worden sind. Schlangenbad setzt danach auf die Themen Gesundheit und Tourismus. Außerdem soll der Kurort als Wohnstandort insbesondere für junge Familien und Senioren attraktiv werden.
Mit der Aufnahme Schlangenbads in das Stadtumbauprogramm sind auch bereits Mittel bewilligt worden. Die Gemeinde geht davon aus, dass sie die Fördermittel, inklusive Gemeindeanteil sind dies 500000 Euro, vor Abschluss des geplanten integrierten Handlungskonzeptes mit Bad Schwalbach für Pilotprojekte in Anspruch nehmen kann. Beim zuständigen Ministerium soll nun die Förderfähigkeit folgender Projekte eruiert werden: Umbau des Kurparks, die Erstellung eines Wanderwegkonzeptes, die Aufwertung der Ortseingänge und des Landgrafenplatzes, ein Beratungsprogramm für Gastgewerbe und Einzelhandel, die Erneuerung beziehungsweise Umgestaltung von Mauer, Parkplatz und Eingangsbereich der Historischen Caféhalle sowie die Sanierung der Villa Jung und des Musensitzes.
Die Gemeindevertretung hat den Gemeindevorstand außerdem beauftragt, die Lenkungsgruppe zu besetzen. Sie hat die Aufgabe, die Anregungen, die aus der Öffentlichkeit kommen, zusammenzufassen und dann die Projekte vorzubereiten und mit dem Stadtumbaumanagement umzusetzen. Der Lenkungsgruppe sollen maximal 20 Mitglieder angehören, darunter der Bürgermeister Michael Schlepper, ein Vertreter der Bauverwaltung, der Schlangenbader Ortsvorsteher Michael Winter, die Geschäftsführerin der Staatsbad Schlangenbad GmbH, Roswitha Röber, nach dem Stärkeverhältnis der Fraktionen sieben Gemeindevertreter sowie Vertreter aus den Bereichen Kultur- und Freizeitangebot, Tourismus, Einzelhandel, Hotellerie und Gastronomie.
Wiesbadener Tagblatt · Regionalnachrichten

24.04.2007
Leerstände in Brandenburg sinken
Auf seiner diesjährigen Jahrespressekonferenz für das Land Brandenburg zieht der Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. (BBU) für das Jahr 2006 eine verhalten positive Bilanz. „Die Situation ist für unsere brandenburgischen Mitgliedsunternehmen nach wie vor nicht einfach“, so BBU-Vorstandsmitglied Ludwig Burkardt. Zwar seien die Leerstände im Land Brandenburg gesunken und die Investitionen der Mitgliedsunternehmen gestiegen. „Den gravierenden Auswirkungen des demographischen Wandels muss aber auch weiterhin unser Hauptaugenmerk gelten“, so Burkardt in seinem Resümee.
Burkardt zeigte sich mit dem weiteren Rückgang der Leerstände im Land Brandenburg zufrieden. Ende 2006 standen 11,5 Prozent der Wohnungen der brandenburgischen Mitgliedsunternehmen des BBU leer. Ein Jahr zuvor waren es noch 12,6 Prozent. „Der Leerstand ist vor allem im äußeren Entwicklungsraum des Landes zurückgegangen. Mit 14,2 Prozent bleibt er hier aber weiterhin hoch.“ Die Reduzierung des Leerstandes sei auf die Abrissaktivitäten der Mitgliedsunternehmen zurückzuführen: „Mit 6.600 vom Markt genommenen Wohnungen waren die BBU-Wohnungsunternehmen auch 2006 Hauptträger des Stadtumbaus im Land Brandenburg.“ Insgesamt seien von den Mitgliedsunternehmen des BBU bislang gut 29.000 Wohnungen abgerissen worden. Bis 2010 sollen weitere 19.000 Wohnungen folgen. Die bisherigen Erfolge seien jedoch noch nicht ausreichend, so Burkardt: „Angesichts der demographischen Entwicklung im Land Brandenburg könnten hier sonst bis 2030 weitere 150.000 Wohnungen leer stehen.“
www.web1.bbu.de

29.03.2007
Fast 30 000 Wohnungen weniger
In Brandenburg sind seit dem Start des Bund-Länder-Programms „Stadtumbau Ost“ knapp 30 000 Wohnungen abgerissen worden. Bis 2009 sollen 25 000 weitere folgen.
Nach Angaben des Verbands der Berlin-Brandenburgischen Wohnungsunternehmen (BBU) muss der Abriss aber auch nach 2009 fortgesetzt werden, um den Wohnungsleerstand dauerhaft in den Griff zu bekommen. Wegen Abwanderungen könnten andernfalls bis 2030 weitere 150 000 Wohnungen leer stehen.
www.lr-online.de

29.03.2007
Havelberg: Abrissbagger rückt alter Stadtkaserne zu Leibe
Der Bagger reißt zurzeit die ehemalige Stadtkaserne in der Havelberger Lehmkuhle ab. Ende April soll alles dem Erdboden gleich gemacht sein und auf dem Areal Rasen wachsen. F
 Der Zahn der Zeit hat seine Spuren an den einstigen Kasernenunterkünften hinterlassen, die 1876 in der Garnisonsstadt Havelberg gebaut worden waren. Über das Förderprogramm " Stadtumbau Ost " hat die Wohnbau GmbH den Abriss schon seit längerer Zeit geplant, um einen Schandfl eck im Stadtbild zu beseitigen. Als erstes Objekt waren vor zwei Jahren das Armenhaus in der Amtstorstraße sowie Nebengelasse mit Hilfe des Förderprogramms dem Erdboden gleichgemacht worden. Dort entstanden neue Parkplätze für den Dombereich.
Eine Havelberger Firma hat den Zuschlag für die Abrissarbeiten in der Lehmkuhle erhalten. Sie kann den steinhaltigen Abbruch auf einer betriebseigenen Anlage brechen und zur Weiterverwertung gewinnen. Als Subunternehmen ist eine Tangermünder Entsorgungsfirma derzeit in der Lehmkuhle tätig. Außer der alten Stadtkaserne werden in dem Bereich auch Nebengelass und das massive Eckhaus abgerissen.
Aus dem Programm " Stadtumbau Ost " kommen 60 Euro Fördermittel pro Quadratmeter abgerissenen Wohnraum. " Davon müssen alle anfallenden Kosten wie zum Beispiel auch für die Planung und den Rückbau von Versorgungsleitungen bestritten werden ", erläuterte Hans-Joachim Preß vom Bauplanungsbüro.
www.volksstimme.de

29.03.2007
Oldesloe: 1,5 Millionen Euro für Stadtumbau
Bad Oldesloe ist in das Städtebauförderungsprogramm "Stadtumbau West" aufgenommen worden. Die Kreisstadt erhält danach in diesem Jahr rund 1,5 Millionen Euro. Diese Nachricht kam jetzt von der Landesregierung. Insgesamt sollen in den nächsten vier bis fünf Jahren sechs Millionen Euro in Bauprojekte der Stadt Bad Oldesloe fließen. "Wir freuen uns sehr, dass unsere Bewerbung in Kiel erfolgreich war. Damit können wir leben und weiterarbeiten", sagte Bürgermeister Tassilo von Bary. Zwar hätte er sich gewünscht, dass Oldesloe bereits jetzt den gesamten Anteil von Bund und Land in Höhe von vier Millionen Euro bekommen hätte, um Planungssicherheit zu bekommen. Er gehe aber davon aus, dass die Förderung in vollem Umfang fließe, wenn die Stadt Nachforderungsanträge an das Land stelle.
"Als erstes müssen wir nun ein integriertes Stadtentwicklungskonzept erstellen, das alle Beziehungen der Stadt wie Wohnen, Einkaufen, Verkehr und Freizeit beleuchtet", sagt der Bürgermeister. "Darüber hinaus brauchen wir ein Wohnraummanagement-Konzept. Der demographische Wandel stellt uns vor neue Herausforderungen. Betagte Menschen zieht es mehr und mehr vom Land zurück in die Stadt. Gerade für ältere Menschen brauchen wir frei zugänglichen Wohnraum, der auch bezahlbar ist."
Strukturdefizite gelte es zu beseitigen, so von Bary. "Ich kann mir eine Verbindung der Innenstadt mit ihrer Fußgängerzone zur Industriebrache Alte Kornbrennerei zwischen Hamburger Straße und IGS oder zum Bahnhof vorstellen."
www.abendblatt.de

29.03.2007
Giengen: Wir sind dabei, einen Stadtumbau zu betreiben
Die Anteilnahme der Bürger an diesem Thema ist ganz im Sinne des Oberbürgermeisters, denn Stahl betonte im Verlauf des Abends immer wieder – ebenso wie Hermann Brender, Vorsitzender des Gewerbe- und Handelsvereins -, dass es hier darum gehe, die Bevölkerung bei der Gestaltung des Lebensraums Innenstadt mit ins Boot zu bekommen. Der OB nannte es als Ziel, „heute Abend gemeinsam eine Initiative Innenstadt zu starten“.
Aus Stahls Sicht geht es darum, die Chancen für Giengen zu erkennen. Angesehen von der nach wie vor schwierigen Finanzsituation der Stadt seien die Rahmenbedingungen für eine Neugestaltung des Stadtzentrums noch nie so gut gewesen wie jetzt. Stahl nannte eine ganze Reihe von „Potenzialen und Eigenschaften“, die den Prozess günstig flankieren würden. Hierzu zählte er die reichsstädtische Tradition und eine engagierte Bevölkerung ebenso wie attraktive bestehende Einrichtungen, allen voran die Steiff-Erlebniswelt mit hoher Besucherfrequenz.
Der OB ist überzeugt: „Wenn wir nichts tun, fällt die Innenstadt deutlich zurück im Wettstreit mit anderen Kommunen.“ Handlungsbedarf sei jetzt vor allem durch die notwendige Erneuerung des Kopfsteinpflasters in der Marktstraße gegeben. Daneben hätte die unlängst durch den Gewerbevereins-Vorsitzenden aus Nagold angeregten Veränderungen (insbesondere eine durchgängige Fußgängerzone durch Wegfall des Fahrzeugverkehrs im Bereich vor dem Rathaus) neue Perspektiven aufgezeigt.
Der Oberbürgermeister veranschaulichte anhand einer Diaserie, wie sich die Stadt in den vergangenen Jahren entwickelt hat. Positive Beispiele ließen sich nicht nur am Margarete-Steiff-Platz und am Postberg festmachen, sondern beispielsweise auch an der Neugestaltung von Bahnhof- oder Färberstraße sowie am Ensemble vor der sanierten Stadtmauer. „Wir sind dabei, einen Stadtumbau zu betrieben“, so sein Fazit.
Stahl unterstrich auch, dass hier nicht nur die Stadt gefordert sei, sondern es seien auch private Initiativen erforderlich. Die Erfahrung zeige jedoch, dass die Privaten nachziehen würden, sobald von städtischer Seite Vorgaben gemacht werden. In diesem Zusammenhang appellierte der städtische Wirtschaftsförderer Franz Becker an Hauseigentümer, die Bemühungen um eine Wiederbelebung von Leerständen in der Innenstadt zu unterstützen. Er berichtete von drei Anfragen von Geschäftsleuten, die eine nicht mehr genutzte Verkaufsfläche neu belegen wollten. „Aber solange der Eigentümer nicht vermieten will, geht es nicht“, bedauerte Becker.
www.hz-online.de

12.03.2007
Leipzig-Grünau: Hoher Wohnungsleerstand
Im Leipziger Stadtteil Grünau sollen in diesem Jahr rund 730 Wohnungen der Abrissbirne weichen. Bis 2020 werden nach Angaben des Stadtentwicklungsplaners Stefan Heinig knapp 7000 Quartiere abgerissen. Rund 20 Prozent der Wohnungen in dem Neubauviertel sind derzeit unbewohnt. Ziel ist es, den Leerstand im Viertel auf 10 Prozent zu drücken.
Gleichzeitig soll die Gegend auch für Familien attraktiver werden, denn bislang wohnen überwiegend ältere Menschen in Grünau.
www.lvz-online.de

12.03.2007
Neue Finanzierung für Stadtumbau Ost
Der Stadtumbau Ost kann künftig anders finanziert werden. Bund und Länder einigten sich, dass die Kommunen ihren Anteil in Ausnahmefällen auch an andere Partner übertragen können. Ziel ist es, dass Projekte nicht ins Stocken geraten, wenn die Kassen der Kommunen leer sind. Als Finanzierungspartner der Kommunen kommen beispielsweise Wohnungsunternehmen in Frage. Bauminister Daehre begrüßte die Einigung. Die Großstädte hatten zuletzt gedroht, aus dem Programm auszusteigen, wenn die Finanzierung nicht geändert wird.
www.mdr.de

12.03.2007
Milliardenzuschuss zum Stadtumbau
Mit rund einer Milliarde Euro will die Landesregierung bis 2013 dem Stadtumbau in Brandenburg auf die Beine helfen. Die 42 zu dem Programm gehörenden Städte und die Städte der regionalen Wachstumskerne will das Ministerium zukünftig besonders unterstützen. An sie geht bis 2013 die Spitzenförderung der Landesregierung mit rund 115 Millionen Euro EU-Mitteln. Das sagte Infrastrukturminister Reinhold Dellmann am Montag während eines Workshops zur integrierten Stadtentwicklung in Schwedt.
Dellmann betonte: "Spitzenförderung gibt es für gute Konzepte." Der Kabinettsbeschluss zum "Masterplan Stadtumbau" von Januar 2006 sieht vor, die Mittel aus den Programmen der Stadtentwicklung auf die Innenstädte zu konzentrieren. Eine Grundförderung erhalten weiterhin alle Städte des Landes, die im Rahmen der Bund-Länder-Städtebauförderung förderfähig sind. Dafür stehen im Zeitraum bis 2013 voraussichtlich bis zu 700 Millionen Euro Fördermittel zur Verfügung.
www.moz.de
 

12.03.2007
Abriss von 50000 Wohnungen
In diesem Jahr stehen für den Stadtumbau in Sachsen-Anhalt rund 37,7 Millionen Euro zur Verfügung. Seit Beginn des Programms im Jahr 2002 wurden 230 Millionen Euro für Abriss und Aufwertung der Städte eingesetzt. Bislang wurden damit 39000 dauerhaft leer stehende Wohnungen abgerissen, weitere 11000 sollen noch bis zum Ende des Programms im Jahr 2009 folgen. Die Kosten für den Abriss teilen sich Bund und Land je zur Hälfte. Bei der Aufwertung von Innenstädten tragen Bund, Land und Kommunen je ein Drittel der Kosten, wobei die Städte dafür bald auch Geld von privaten Investoren einsetzen dürfen.
www.mz-web.de

04.03.2007
Bottrop: Sanierungsbedarf in der Innenstadt ermittelt
Als Grundlage für das Förderprogramm des Bundes und es Landes "Stadtumbau West" dient eine Umfrage bei den Wohnungs- und Hauseigentümer der Bottroper Innenstadt. Rund 200 von ihnen kamen jetzt zum ersten Eigentümerforum in den Saalbau, um sich über die Ergebnisse zu informieren.
Der Technische Beigeordnete Bernd Tischler, Franz-Josef Ingenmey vom Planungsbüro "Basta" und Antonia Schulitz von der Planungsgruppe "Stadtbüro" informierten über die Fördermöglichkeiten für Sanierungen. In Frage kommen insbesondere Förderungen zur Fassaden- und Hofgestaltung, zur Modernisierung von Wohnraum (insbesondere barrierefreier Umbau) sowie Förderprogramme der KfW, die auch kurzfristig zur Verfügung stehen. Hier deckt sich das Angebot mit den Bedürfnissen, denn ein Drittel der Eigentümer benennt Erneuerungsbedarf an ihren Gebäuden, insbesondere an Fassaden, Dächern und Hauseingängen. In den Wohnungen wird der größte Erneuerungsbedarf im Sanitärbereich, bei Fußböden, Türen, Balkonen und Heizung gesehen, so das Ergebnis der Umfrage. Knapp ein viertel der Eigentümer planen derzeit konkrete Investitionen an ihren Wohnungen.
Zu den wichtigsten Standortvorteilen in der Innenstadt zählen die Immobilienbesitzer die zentrale Lage, die Nähe zu Infrastruktur und das lebendige Umfeld mit Gastronomie und Kultur. Hierin liegen freilich auch die größten Nachteile begründet wie hohe Verkehrsbelastungen und fehlende Stellplätze.
Baudezernent Bernd Tischler sieht in dem "Stadtumbau West" und den geplanten Maßnahmen am Berliner Platz großes Entwicklungspotential für die Innenstadt. Mit diesen Projekten würden private Investitionen ausgelöst, dies habe das erste Eigentümerforum gezeigt, so Tischler:" Es ist eine Aufbruchstimmung spürbar geworden."
www.presse-sevice.de

04.03.2007
Magdeburg: Wenn alles leer steht, ist es zu spät
Die Einwohnerzahl ist seit 1995 von 30 000 auf rund 13 000 gesunken, Tendenz fallend. Der Altersdurchschnitt hingegen steigt. Selbst in voll sanierten Wohnungen herrscht im Schnitt 11, 6 Prozent Leerstand. Das sind nur einige Probleme Neu-Olvenstedts, die Magdeburgs Baubeigeordneter Jörn Marx vergangenen Donnerstag bei einem Bürgerforum im Seniorenzentrum " Pro Vita " in Zahlen fasste. Wie ist Neu-Olvenstedt zu retten ?
" Es ist notwendig, für Olvenstedt eine ganz einheitliche Betrachtung mit allen Akteuren anzustellen ", mahnte Schmidt an. " Die Marktbreite darf nicht zu einer Ruinenlandschaft verkommen. Freie, erschlossene Flächen müssen so schnell wie möglich preisgünstig als Bauland angeboten werden ", forderte Dr. Schmidt.
" Wir sind ja nicht faul ", entgegnete der Baubeigeordnete Jörn Marx. Bei der Bürgerarbeit habe Magdeburg vom Land nicht den Zuschlag bekommen. Daneben seien aktuell für Projekte zur Aufwertung Olvenstedts im Umfang von 9 Millionen Euro entsprechende Fördermittel beantragt worden. Dazu gehören u. a. die Sanierung der Regenbogenschule, der Bau eines Bolzplatzes und die Verschönerung des Bruno-Taut-Rings. " Die Erfahrungen der vergangenen Jahre besagen, dass wir davon maximal 30 Prozent bekommen, und zurzeit wissen wir überhaupt noch nicht, ob wir was bekommen. " Welche Möglichkeiten der meist notwendigen Gegenfi nanzierung die Stadt noch haben wird, ist angesichts der Finanzlage derzeit ohnehin unklar.
Zu den Plänen, Gebiete am Rennebogen oder am Bruno-Taut-Ring für den Bau von Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäusern anzubieten, sagte Jörn Marx : " Wir müssen dafür Investoren finden, dazu brauchen wir auch ein entsprechendes Marketing, das Image muss aufpoliert werden. "
" Vielfalt " war ein häufig gebrauchtes Wort des Baubeigeordneten. " Wir müssen für jeden einen Maßanzug anbieten ", sagte Marx. In anderen Stadtteilen habe sich bereits gezeigt, dass ein teilweiser Rückbau von Wohnblöcken zu Erfolgen führt. Ein solches Projekt plant die Wobau im Bruno-Taut-Ring 89 bis 112 ( Putzerhof ). Dort sollen zwei der sechs Etagen abgetragen und die Gebäude teilsaniert werden, Fördermittel sind beantragt worden. " Wir probieren das aus und werden sehen, wie die Akzeptanz ist ", sagte Jörn Marx : " In kleineren Blöcken wohnt man nicht mehr so anonym. " Und das, so denkt Marx, liegt im Trend.
www.Volksstimme.de

24.02.2007
Kyritz: Bevölkerungsrückgang hält an
Am 31. Dezember 1992 lebten auf dem Territorium des ehemaligen Kreises Kyritz 32 751 Menschen. Bis zum 31. 12. 2005 verringerte sich die Zahl auf 29 764. Dabei schwankt der Rückgang in der Stadt Kyritz, in den Gemeinden Wusterhausen und Gumtow sowie im Amt Neustadt zwischen drei und 14 Prozent. Die beiden Dosse-Kommunen waren weniger betroffen als Kyritz und Gumtow.
Das geht aus den statistischen Untersuchungen hervor, die Bestandteil des Konzeptes zur Bildung eines Mittelzentrums Kyritz sind. Danach hatte die Stadt Kyritz im Jahr 2004 noch 10 260 Einwohner, Wusterhausen 6620, Neustadt 8780, Gumtow 4060. Die Prognosen sagen aus, dass die Bevölkerungszahl bis 2020 in der genannten Reihenfolge auf 8590, 5980, 7610 bzw. 3520 sinken wird. Kyritz hat trotz Eingemeindung von Teetz, Ganz, Holzhausen, Bork, Lellichow, Kötzlin, Rehfeld und Berlitt jetzt bereits unter 10 000 Einwohner.
Das Konzept belegt, dass Kyritz über die meisten Funktionen für die Bürger verfügt, die ein Mittelzentrum künftig aufweisen muss. Als großer Pluspunkt wird zum Beispiel das Vorhandensein des KMG-Klinikums gewertet, das in absehbarer Zeit am bisherigen Standort einen Neubau wird vorweisen können. Als negativ gilt die große Entfernung zu den Autobahnen 19 und 24. mann
www.maerkischeallgemeine.de

10.02.2007
Magdeburg: Wohnungsabriss in Neu Olvenstedt begann
Wegen der dramatischen Abwanderung wird ein Fünftel der Magdeburger Plattenbausiedlung Neu Olvenstedt abgerissen. In diesem und im kommenden Jahr will die Wohnungsbaugesellschaft Magdeburg mbH (Wobau) dort für rund fünf Millionen Euro fast 2300 leer stehende Wohnungen abtragen. Am Mittwoch begannen die Arbeiten offiziell. Durch den Abriss ganzer Quartiere erhalte Neu Olvenstedt ein völlig neues Gesicht, erklärten Vertreter der Stadt und der Wohnungsgesellschaft.
Für das Plattenbaugebiet Neu Olvenstedt war am 13. Februar 1981 im Zuge des Wohnungsbauprogramms der SED der Grundstein gelegt worden. Vor rund 15 Jahren wurden die letzten Gebäude erbaut. Derzeit leben in dem Stadtteil rund 16 000 Menschen, 1998 waren es noch etwa 28 000. Laut Wobau sind viele leere Wohnungen selbst für null Euro nicht mehr vermietbar und stellen deshalb ein großes wirtschaftliches Problem dar.
www.mz-web.de

10.02.2007
"Stadtumbau Ost" schreitet voran
In Sachsen-Anhalt wurden seit dem Start des Programms "Stadtumbau Ost" im Jahr 2002 fast 39.000 dauerhaft leer stehende Wohnungen abgerissen. Der Abriss von weiteren 10.000 Wohnungen sei bewilligt, teilte Sachsen-Anhalts Bauminister Karl-Heinz Daehre am Freitag mit. Der Minister forderte die Kommunen auf, den Rückbau weiter konsequent zu verfolgen. Seit dem Start des Stadtumbau-Programms vor fünf Jahren wurden in Sachsen-Anhalt rund 158 Millionen Euro für den Abriss von leer stehenden Wohnungen und rund 107 Millionen Euro für so genannte Aufwertungsmaßnahmen bereitgestellt.
www.kanal8-anhalt.de

04.02.2007
Zeulenroda-Triebes: Maßnahmeplan Stadtumbau Ost beschlossen
Die wohl kürzeste Stadtratssitzung in ihrer Geschichte erlebten am Mittwochabend die Aumaer Abgeordneten. Während der Stadtratssitzung in der vergangenen Woche hatte der Beschluss für einen Maßnahmeplan innerhalb des Entwicklungskonzeptes Stadtumbau Ost mit einem teilweisen Rückbau schon einmal als Tischvorlage vorgelegen. Dieser ergänzte Maßnahmeplan ist Voraussetzung für einen Fördermittelantrag zum Abriss des stadteigenen Gebäudes Untere Gasse 1. Bei diesem Antrag sei Eile geboten, denn nur noch wenige Restbestandsmittel liegen in dem Fördermitteltopf "Thüringen Pool" aus dem Jahre 2005, weiß die Aumaer Bauamtsleiterin Annette Knieper. Sie hofft nun bei einer schnellen Antragstellung auf eine kurzfristige Mittelbereitstellung. Der Zuschuss könnte zirka 13 000 Euro betragen, rechnet Knieper.
Im November 2006 hat die Stadt Auma das Gebäude Untere Gasse 1 ersteigert. Da der Sanierungsbedarf sehr groß und wirtschaftlich für die Stadt Auma nicht zu vertreten ist, soll es abgerissen werden. Zumal auch ein Leerstand von Wohnungen in Auma zu verzeichnen ist und die demografische Entwicklung keine Einwohnerzuwachsrate voraussagt. Durch die Nähe zum Rathaus der Stadt würde sich ein Parkplatz für die Besucher des Amtsgebäudes anbieten. Die verbliebene Fläche könnte in die Innenhofgestaltung des fast 100-jährigen Amtsgebäudes einbezogen werden.Bereits sieben Objekte wurden durch Unterstützung dieses Programmes Stadtumbau Ost in Auma abgerissen.
 www.otz.de

28.01.2007
Schulsterben in der Mark
Mehr als ein Drittel aller Schulen mit gymnasialer Oberstufe in Brandenburg ist von der Schließung bedroht. Grund sei der dramatische Rückgang der Schülerzahl, sagte Bildungsminister Holger Rupprecht am Dienstag in Potsdam. In den kommenden Jahren werde sich der Geburtenknick vom Beginn der 90er
Jahre in den Abiturjahrgängen auswirken. Die Zahl der Elftklässler werde von 14 400 im Schuljahr 2005/2006 auf 6100 im Schuljahr 2010/2011 sinken. Nach diesem Tiefpunkt werde sich die Zahl der Elftklässler bei 8000 stabilisieren. Bereits vor den Schulen mit gymnasialer Oberstufe werden die Oberschulen von dem Geburtenknick erfasst. Das Ministerium rechnet damit, dass nur 110 der derzeit mehr als 150 Oberschulen erhalten werden können.
Derzeit gibt es laut Rupprecht mehr als 150 staatliche Schulen mit gymnasialer Oberstufe, darunter 90 Gymnasien, 35 Gesamtschulen und knapp 20 Oberstufenzentren. Künftig wird es nur noch rund 90 bis 100 solcher Einrichtungen geben, davon etwa 70 Gymnasien sowie je 15 Gesamtschulen und Oberstufenzentren. Zudem soll in allen 14 Landkreisen und 4 kreisfreien Städten mindestens eine Schule erhalten werden, an der das Abitur nach 13 Jahren absolviert werden kann. Damit soll gewährleistet werden, dass Oberschüler in die Abiturstufe wechseln können.
Um vor allem im ländlichen Raum die Schließung von noch mehr Schulen zu verhindern, will die Landesregierung vorübergehend die Mindestschülerzahlen für die Abiturstufe senken. Während die mindestens zweizügigen Schulen derzeit wenigstens 50 Schüler für die elften Klassen brauchen, sollen künftig in Ausnahmefällen 40 Schüler ausreichen. Eine solche Ausnahmeregel könnte an bis zu 30 Einrichtungen nötig werden. Das Ministerium rechnet für diesen Fall mit einem Mehrbedarf von maximal 50 Lehrerstellen pro Jahr.
Rupprecht betonte, aufgrund der Schulschließungen werde es in einigen Regionen zum Teil unzumutbar weite Wege für die Schüler geben. Deshalb sollten Möglichkeiten zur Unterbringung der Jugendlichen in Wohnheimen geprüft werden. Internate kämen dagegen nicht in Frage, weil diese aufgrund der dort nötigen pädagogischen Betreuung zu teuer wären.
www.pr-inside.com

28.01.2007
Selbitz: An ältere denken
Milenko Nikic aus Selbitz vermisste in dem Konzept die Planung von mehr Märkten oder auch einer Markthalle mit regionalen Anbietern und Bio-Produkten; dies sei auch für den Tourismus gut. Frank Stumpf erinnerte daran, dass dies vor einigen Jahren in Naila bereits Thema gewesen war, damals aber am mangelnden Interesse der Direktanbieter gescheitert sei. Dennoch meinte er: „Ich habe diese Idee auch noch nicht begraben.“
Gerhard Möller aus Naila bat darum, bei den Planungen die Belange älterer Menschen mit im Auge zu haben, die nicht mehr so mobil sind nicht mehr so weit laufen könnten. So gebe es in Naila in dem Wohngebiet nördlich des Freibades keine Einkaufsmöglichkeit.
Nicht alle Ideen der Planer blieben unwidersprochen. „Traurig für Naila“ fand es Bernd Hüttner aus Naila, dass „wir es nicht schaffen werden, den Einzelhandel im Stadtgebiet zu halten.“ Er bezweifelte, dass es sinnvoll sei, da, wo es in Naila bereits viele Märkte gebe, einen weiteren anzusiedeln und zudem das zurzeit voll genutzte Gebäude in der Walchstraße abzureißen. „Der Fokus ist zu eng gesetzt“, meinte Hüttner. Dem widersprach Martin Schirmer: Man müsse Sorge haben, dass sich der Rewe-Markt nach einem anderen Standort umsehen könnte, dann wäre es gut, ein attraktives Angebot machen zu können. Würde zudem die Bibliothek in die Innenstadt verlagert, sehe es mit der Gebäudenutzung anders aus. „Es gibt nie die eine richtige Lösung“, meinte Schirmer und ergänzte: „Feinuntersuchungen sind nötig; abzuwägen ist dann Aufgabe der Planer.“
Das Programm Stadtumbau West, meinte Werner Bächer aus Selbitz, sei ein System zur Anpassung der Orte an die schrumpfende Bevölkerungszahl. „Man muss versuchen, Leute herzubekommen“, forderte er – denn es würden zwar zahlreiche Gewerbeflächen ausgewiesen, aber ein Investor komme nur, wenn es auch Arbeitskräfte gebe. „Wenn nur noch Rentner hier wohnen, geht das nicht.“
www.frankenpost.de

15.01.2007
Leipzig: Stadtforum kritisiert fehlenden Denkmalschutz
Das "Stadtforum Leipzig" macht sich Sorgen um denkmalgeschützte Häuser. Die Initiative kommt in einer Analyse zu dem Schluss, dass Leipzig mit 446 abgerissenen Bau-Denkmälern seit 1990 im bundesweiten Vergleich eine Spitzenposition einnehme. Es bestehe die Gefahr, dass weitere unersetzliche Baudenkmale vernichtet würden. Das Stadtforum Leipzig gibt es seit gut zwei Jahren. Die Initiative von Bürgern und Vereinen setzt sich für einen behutsamen Stadtumbau
www.mdr.de

06.01.2007
Minister hält Abriss ganzer Plattenviertel mittelfristig für denkbar
Thüringens Bauminister Andreas Trautvetter hält den Abriss ganzer Plattenbauviertel in Thüringen derzeit nicht für ein aktuelles Thema. «Aber man wird sich damit befassen müssen». Es genüge auf Dauer nicht, punktuell Gebäude abzureißen, wenn die technische Infrastruktur der Wohngebiete unverändert weiter unterhalten werden muss. «Dann müssten Straßen sowie Wasser- und Energieleitungen von immer weniger Anwohnern bezahlt werden», sagte der Ressortchef.
Die demografische Entwicklung kann nach Einschätzung Trautvetters nicht ohne Folgen für den Stadtumbau bleiben. Die leer stehenden, meist unsanierten Wohnungen entsprächen in ihrem Zuschnitt nicht mehr dem Bedarf. «Die Bevölkerung nimmt Jahr für Jahr ab, während die Zahl der Haushalte steigt», sagte Trautvetter. «Stadtumbau darf aber kein reines Abrissprogramm sein», fügte er hinzu. «Die Innenstädte müssen aufgewertet und attraktiver gemacht werden. Auch muss Familien mit Kindern das Wohnen in den Innenstädten ermöglicht werden», sagte der Minister.
Stadtumbau müsse so gestaltet werden, dass «die Städte von außen nach innen schrumpfen», betonte Trautvetter. Man müsse wegkommen von der Ausweisung von Bauland auf der Grünen Wiese und stattdessen vorhandene Brachflächen in den Innenstädten nutzen. Das erfordere teilweise die Neuordnung ganzer Quartiere. Zur Finanzierung des Stadtumbaus sagte Trautvetter, man habe «eigentlich alle Programme, die wir dafür brauchen. Die Frage ist, ob die Kommunen und die Bauherren flexibel genug sind, sie intelligent miteinander zu verknüpfen.» Der Minister forderte allerdings die Kommunen auf, langfristig tragfähige Entwicklungskonzepte für ihre Gemeinden und Städte zu entwickeln. Das Land werde die Förderung des Stadtumbaus
www.pr-inside.com

02.01.2007
Galoppierende Bevölkerungsverluste
Der Bevölkerungsrückgang in Oberfranken hat sich im vergangenen Jahr erneut beschleunigt. Nach den amtlichen Zahlen des Statistischen Jahrbuchs 2006, das am Montag in München vorgestellt wurde, sank die Einwohnerzahl Oberfrankens um 5151 auf 1 101 390. Das Minus setzt sich aus einem „Sterbeüberschuss“ von fast 4000 und einem Wanderungsverlust von über 1100 Personen zusammen.
Der Auflistung des Statistischen Landesamtes zufolge standen 8308 neugeborenen Oberfranken (360 weniger als 2004) genau 12 271 (plus 282) Sterbefälle gegenüber. Das ist der bayernweit mit Abstand höchste Sterbeüberschuss.
Dabei schrumpft die Planungsregion Oberfranken-Ost fast drei Mal so schnell wie der Westen des Bezirks. So verlor der Osten 3814 Einwohner, der Westen nur 1337. Das Landesamt hat deshalb seine für das Jahr 2024 erstellte Einwohnerprognose für Oberfranken deutlich nach unten korrigiert. Auch hier soll das Minus in erster Linie zu Lasten des Ostens gehen. Statt wie bisher prognostiziert 504 900 Einwohner sollen es nun im Jahr 2024 nur noch 477 100 sein. Die Region Hof/Wunsiedel wird demnach 22 000 Einwohner verlieren; Bayernweit wird die Einwohnerzahl dagegen von gegenwärtig 12,5 auf 12,8 Millionen zunehmen.
www.frankenpost.de

02.01.2007
Demographischer Wandel wirkt sich früher aus als bisher erwartet
Der demographische Wandel wirkt sich deutlich früher auf die Wohnungsmärkte aus als bislang angenommen. Kommunen müssen sich bereits jetzt darauf einstellen. Dies ist das zentrale Ergebnis des neuen Berichts „Wohnungsmarktbeobachtung 2006 – Aktuelle Marktlage und Perspektiven 2020“ der Niedersächsischen Landestreuhandstelle (LTS).
Hintergrund: Erstmals seit 1987 wächst die Bevölkerungszahl in Niedersachsen nicht mehr. Dabei gibt es allerdings große regionale Unterschiede. Weiter wachsende Gebiete stehen schrumpfenden Gemeinden gegenüber. Die Gesamtzahl der nachfragerelevanten Haushalte steigt noch bis 2016. Danach nimmt die Wohnungsnachfrage aller Voraussicht nach ab. Für einige Gebiete wird schon ab sofort ein Rückgang der Haushaltszahlen prognostiziert, der zu Wohnungsüberangeboten führen kann.
Die Zuwanderung reicht nicht aus, die Bevölkerungsverluste aus dem Saldo von Geborenen und Gestorbenen auszugleichen. Die Bevölkerungszahl wird bis 2020 um 207.000 Personen oder 2,6 Prozent abnehmen. Dabei wird es zu erheblichen Verschiebungen der Alterszusammensetzung kommen. Vor allem die Zahl der für die Nachfrage nach neuen Eigenheimen wichtigen 30- bis 45-Jährigen wird um ein Viertel zurückgehen. Um 37 Prozent und damit sehr deutlich wachsen wird dagegen die Altersgruppe „75 plus“. Versorgungsangebote, die den Wohnwünschen aber auch dem Geldbeutel der älteren Bevölkerung angemessen sind, werden demnach eine immer stärkere Bedeutung erhalten.
Wichtiger noch als die Einwohnerzahl ist für die Wohnungsnachfrage die Zahl der Haushalte. Im Jahr 2020 wird sie in Niedersachsen um 1,3 Prozent oder etwa 51.000 Einheiten höher sein als im Ausgangsjahr der Prognose 2005. Mit einem Plus in Höhe von knapp 70.000 Haushalten wird im Jahr 2016 ein Zwischenhoch erreicht. Während also die Bevölkerung bereits heute schrumpft, wachsen die Haushaltszahlen auf Grund des Trends zu Singularisierung zunächst weiter an. Der Rückgang der Haushalte setzt erst mit einer Verzögerung von etwa zehn Jahren ein.
Allerdings ist dieses Haushaltsplus als Saldo von Haushaltszuwächsen und -rück-gängen zu betrachten. Die auf kleinräumiger Ebene prognostizierten Zuwächse summieren sich landesweit auf 161.000 Haushalte, die Rückgänge auf 110.000 Haushalte. Vor allem die südniedersächsischen Landkreise sowie die Städte Wilhelmshaven, Osnabrück, Salzgitter und Wolfsburg werden mit abnehmender Wohnungsnachfrage konfrontiert. Mehr Haushalte als zu Prognosebeginn werden in erster Linie das Hamburger Umland und das westliche Niedersachsen ausweisen.
Auf den Rückgang des Wohnungsneubedarfs reagieren viele Kommunen mit zurückhaltenden Baulandausweisungen. Dies zeigen die Ergebnisse der neuen Wohnbauland-Umfrage 2006, die das Büro für Raumanalysen und Beratung Stadt-Region für die LTS ausgewertet hat. In den Jahren 2004 und 2005 wurden in Niedersachsen rund 2.300 Hektar Wohnbauland für etwa 26.700 neue Wohnungen ausgewiesen. Damit sind die Neuausweisungen gegenüber dem letzten Untersuchungszeitraum 2002/2003 noch einmal um fast ein Viertel zurückgegangen. Dabei waren kaum noch Flächen für den Geschosswohnungsbau vorgesehen. Die deutliche Orientierung auf Ein- und Zweifamilienhäuser gilt auch für die verdichteten Räume und die kreisfreien Städte. Insgesamt haben die Wachstumsregionen deutlich mehr Wohnbauland ausgewiesen und verbraucht als die stagnierenden Räume.

www.rothenburger-rundschau.de

02.01.2007
Wieder weniger Kinder - Elterngeld soll Negativ-Trend stoppen
Experten Schlagen Alarm: "Mit dem Volk schrumpft der Wohlstand", sind Schlagzeilen dieser Tage. Gerade mit dem Argument, dass der Bevölkerungsrückgang auch der Wirtschaft schadet, versucht Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU) die Unternehmen dafür zu gewinnen, familienfreundliche Arbeitsplätze zu schaffen.
Jüngste Zahlen der Statistiker zeigen, dass der Trend zu immer weniger Geburten in Deutschland nach wie vor ungebrochen ist. Mit 685 795 Neugeborenen kamen in Deutschland noch nie so wenig Kinder auf die Welt wie im Jahr 2005. Insgesamt wurden in dem Jahr knapp 20 000 Kinder weniger geboren als 2004.
Die stärksten Geburtenrückgänge gab es in Nordrhein-Westfalen (minus 4682 Geburten), Bayern (minus 3856), Niedersachsen (minus 3378) und Baden-Württemberg (minus 2376). Mehr Kinder kamen nur in den Stadtstaaten Bremen (plus 47) und Hamburg (plus 76) zur Welt.
Von der Leyen hofft nun, dass der Rückgang mit einer Geburtenrate von derzeit nur 1,4 Prozent mit Hilfe des neuen Elterngelds zunächst zumindest gestoppt werden kann. "Man hat in den anderen Ländern mit Elterngeld gesehen, dass es dadurch einen Anstieg der Geburtenrate gab", sagt sie. "Deutschland ist das Land, das am längsten und am schärfsten den Geburtenrückgang erlebt. Da wäre ich schon hoch froh, wenn es gelänge, diesen dramatischen Rückgang der Geburtenrate zu stoppen."
www.lvz-online.de

20.12.2006
Studie: 2020 nur noch zwölf Millionen Ostdeutsche
Die Bevölkerung in Ostdeutschland wird bis 2020 um ein Viertel schrumpfen. Das geht aus einer Studie hervor, die unter anderem das Institut für Wirtschaftsforschung Halle und die Technische Universität Dresden für das Bundeswirtschaftsministerium erstellt haben. Danach werden 2020 nur noch etwa zwölf Millionen Einwohner im Osten leben. Der Schwund werde vor allem die abgelegenen Regionen treffen. Auf dem Arbeitsmarkt könne sich die Lage dadurch aber vor allem für Menschen mit Berufsausbildung deutlich entspannen. Bei Hochqualifizierten könne es ab 2016 Vollbeschäftigung geben. Nach Ansicht der Gutachter wird der Bevölkerungsrückgang auch den Westen treffen, allerdings erst 20 Jahre später.
www.mdr.de

20.12.2006
Bevölkerungsrückgang bremst Wirtschaft aus
Die schrumpfende Bevölkerung in Deutschland wird nach Expertenmeinung längerfristig die Konjunktur bremsen. Das geht aus einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft hervor, die von der Zeitung "Die Welt" in Auftrag gegeben wurde. Das Institut hat berechnet, dass sich die Wirtschaftskraft bis zur Jahrtausendmitte um Beträge in Billionenhöhe schmälert, wenn der Bevölkerungsschwund anhält. Die Wirtschafts-Experten forderten eine nationale Strategie, um den Geburtenrückgang zu stoppen. Im Zentrum der Pläne müsse eine bevölkerungsorientierte Familienpolitik stehen.
www.mdr.de

18.12.2006
Stadtallendorf/Kirchhain/Rauschenberg: 159 000 Euro für drei Städte
Das Geld ist dafür gedacht, die Städte auf die Überalterung und Schrumpfung der Gesellschaft vorzubereiten. Insgesamt 12,6 Millionen Euro bekommen die 61 Kommunen, die in Hessen in diesem Jahr am Programm teilnehmen. "Mit dem Städtebauförderprogramm "Stadtumbau in Hessen 2006" gibt das Land den Städten und Gemeinden eine wirksame Unterstützung an die Hand, die zu erwartenden Folgen der demografischen und wirtschaftsstrukturellen Entwicklungen der Zukunft zu bewältigen", so Wirtschaftsminister Alois Rhiel. Allerdings stammt nicht die gesamte Summe von Land und Bund. 4,2 der 12,6 Millionen Euro müssen die Städte und Gemeinden selbst zahlen.
"Neben der Aufwertung der Wohn- und Arbeitsplatzqualität sowie der Stärkung zentraler Funktionen werden Maßnahmen zur Sicherstellung der kommunalen Infrastruktur und der Nahversorgung in den kommenden Jahren eine wichtige Rolle spielen. Bei diesen Aufgaben werde ich die hessischen Kommunen aktiv unterstützen", so Rhiel.
www.mittelhessen.de

12.12.2006
Chemnitz :„Wir haben keine Alternativen zum Abriss“
Vorwurf: Stadtumbau heißt in Chemnitz vor allem Abriss. Die Zahlen belegen etwas anderes, sagt Grit Stillger vom Amt für Baukoordination. In Chemnitz flossen rund 70 Millionen Euro Fördergeld in die Aufwertung von Wohnquartieren.
Für Abriss wurden dagegen 37 Millionen Euro bereitgestellt. Stillger: „Die Bundesregierung fordert in ihren Förderrichtlinien, das Geld zu gleichen Teilen für Abriss und Aufwertung zu finanzieren.
www.freiepresse.de

04.12.2006
Eisenhüttenstadt: Rattenplage
Experten machten das milde Herbstwetter und den Stadtumbau als Ursachen aus. "Wenn in normalen Jahren ein Rattenpärchen zirka 800 Kinder und Enkel bekommt, so können es in diesem Jahr bis zu 900 und mehr sein", sagte Schädlingsbekämpferin Angelika Walter-Schlensog der "Märkischen Oderzeitung". Das liege daran, dass sich die Wanderratten bei mildem Wetter länger als sonst vermehren könnten.
Zudem schrecke der Abriss oder die Sanierung von Häusern die in Abwasserkanälen und Schächten lebenden Ratten auf, heißt es weiter. Die Tiere suchten sich dann einen neuen, sicheren Ort in den Gemäuern angrenzender Häuser. "Oft sind das Keller in Mietshäusern", sagte die Kammerjägerin. Als gute Kletterer schafften sie es aber auch bis in den fünften Stock der Häuser. So habe sie die Schädlinge schon unter Badewannen und in Toiletten gefunden. In anderen vom Stadtumbau betroffenen Städten wie Schwedt oder Frankfurt (Oder) sind dem Blatt zufolge dagegen keine oder nur einzelne Ratten gemeldet worden.
www.tagesspiegel.de

27.11.2006
Schönebeck: Städtische Wohnungsbau GmbH und Stadt stellten Broschüre vor
Das Thema : " Neues Wohnen in der Altstadt Schönebecks ". Wie SWB-Chefin Sigrid Meyer in einem Gespräch vor Medienvertretern betonte, werden äußerst attraktive Baugrundstücke sowie mögliche Lückenbebauungen für interessierte Schönebecker vorgestellt. Der Grund der Aktion : Die Kreisstadt und SWB haben ein gemeinsames Interesse daran, die Innenstadt von Schönebeck attraktiver zu gestalten und damit als Wohnstandort zu beleben. " Mit dem Geld sollen leerstehende Wohnungen abgerissen und das Wohnumfeld verbessert werden. Seit dem Jahr 2000 beteiligt sich die SWB erfolgreich an der Aufgabe des Stadtumbaus und hat bis zum heutigen Tag nicht weniger als 550 Wohnungen rückgebaut. In vielen Fällen wurden bereits die Brachfl ächen aufgearbeitet. Weitere Zahlen, die für die SWB Schönebeck sprechen : 2893 Wohnungen wurden seit 1992 voll-, 1309 teilmodernisiert. Unter dem Strich bedeutet dies : 105, 5 Millionen Euro flossen in die Modernisierung und Instandhaltung. Stadt und SWB Schönebeck verfolgen dabei auch ein ganz konkretes Ziel, nämlich der Abwanderung entgegenzuwirken.
www.Volksstimme.de

18.11.2006
Blankenhain: Wohnungsgenossenschaft ist zahlungsunfähig
Die Wohnungsgenossenschaft der Thüringer Stadt Blankenhain hat Insolvenz beantragt. Wie der vorläufige Verwalter sagte, wird das Insolvenzverfahren voraussichtlich kommende Woche eröffnet. Dann werde europaweit nach Investoren gesucht, die die Wohnungen kaufen wollten. Die Genossenschaftsmitglieder müssten damit rechnen, ihre Anteile zu verlieren. Die Wohnungsgenossenschaft Blankenhain hat fast 390 Wohnungen. Nach Angaben des Unternehmens stehen rund 13 Prozent leer. Ein weiterer Grund für die Zahlungsunfähigkeit seien die hohen Kredit-Belastungen.
www.mdr.de

16.11.2006
Leipzig: Gebäudesicherungsprogramm Haus wird für 111.600 Euro gesichert
Das seit Jahren leer stehende Gebäude Inselstraße 2 kann mit Hilfe von Fördermitteln gesichert werden. Die Dienstberatung des Oberbürgermeisters genehmigte dafür am Dienstag 111.600 Euro. Aufgrund seiner besonderen städtebaulichen Bedeutung steht das in Privatbesitz befindliche Eckgebäude auf der Prioritätenliste 1 A des Sicherungsprogramms. Es besteht dringlicher Handlungsbedarf.
Das Haus steht schon seit Längerem auf der To-do-Liste der der Stadtplaner. Ald dominierendes Gründerzeit-Eckgebäude hehört es - gleich der Handwerkskammer benachbart - zu den auffälligsten Häusern in der Dresdner Straße. "Ein wunderschönes Eckhaus", schwärmt auch Burkhar Jung, der kritische Fragen nach dieser Art Subventionierung durchaus verstehen kann. "Natürlich ist für uns immer auch die Frage: Wo ist die Grenze des Erhaltenswerten."
Ein Fall, in dem das Regierungspräsidium ungeprüft Gelder an einen durchaus potenten Investor vergab, der nicht im Traum daran dachte, die oft genannte "Villa Schröder" zu sanieren, schlägt noch immer seine Wellen.
Wenn es scheitert, dann oft an der mangelnden Kapitalausstattung beim Besitzer oder an heillos zerstrittenen Erbengemeinschaften. Die Maßnahme Inselstraße 2 wird in das Fördeprogramm Stadtumbau Ost, Programmteil Aufwertung, eingeordnet. Die Sicherungsarbeiten wurden schon vom Eigentümer in Auftrag gegeben.
www.lizzy-online.de

16.11.2006
Crimmitschau: Meinung von Wohnungsbesitzern ist gefragt
Forscher interessieren sich derzeit für die Wünsche und Vorstellungen von Crimmitschauer Wohnungseigentümern. Die Wissenschaftler wollen unter anderem wissen, wie die Privateigentümer sich in den derzeit laufenden Stadtumbau einbezogen fühlen.
Dazu werden dieser Tage 250 Fragebögen an ebenso viele Wohnungseigentümer in der Crimmitschauer Südstadt verschickt.Erste Ergebnisse der Studie haben ergeben, dass – auf den gesamten Osten bezogen – private Eigentümer von Wohnraum im Gegensatz zur organisierten Wohnungswirtschaft in vielen Kommunen beim Stadtumbau noch nicht als gleichwertige Partner akzeptiert sind.
www.freiepresse.de

15.11.2006
Thale: Aus für 130 Wohnungen
Bis zum Monatsende bringen die riesigen Bagger das zu Ende, was mit der so genannten Entkernung am 4. September begonnen hat: den Abriss weiterer leerstehender Wohnungen. Und so musste die „Wohnungsgenossenschaft Thale eG“ mit schwerem Gerät jetzt die Mehrfamilienhäuser in der Neustädter Straße mit insgesamt 90 Wohnungen „vom Markt nehmen“ lassen, wie Vorstand Jürgen Wendel erklärte. Das sind 5431 Quadratmeter. Zeitgleich ließ die „Wohnungsgesellschaft Thale mbH“ 40 Wohnungen mit dem fünfgeschossigen Block in der Worth 14-17 mit 2838 Quadratmeter abreißen. Den Kampf gegen den Leerstand fördern Bund und Land über das Förderprogramm „Stadtumbau Ost“. Doch die 60 Euro pro Quadratmeter reichen nicht aus, um sämtliche Kosten zu decken. Ein Zusatzgeschäft für die Wohnungsunternehmen. „Das Ende mit Schrecken“, so sagt Geschäftsführer Michael Weber von der „Wohnungsgesellschaft Thale mbH“, sei dem Bevölkerungsrückgang geschuldet, an dem Thales beide großen Wohnungsunternehmen seit den 90er Jahren mächtig zu knabbern haben. Deshalb hatte sich die Stadt gemeinsam mit den Wohnungsunternehmen für den Abriss im Wohngebiet entschieden. Da schafft der 2003 begonnene Abriss von 244 genossenschaftlichen Wohnungen und 88 Wohnungen der „Wohnungsgesellschaft Thale“ einige grüne Freiflächen.
www.supersonntag-web.de

12.11.2006
Wittstock: Wirtschaftlich schwierig

Lange Zeit hat das Fachwerkhaus an der Röbeler Straße neben der Polizeiwache leer gestanden. Mehrfach hatten Mitarbeiter der Gebäude- und Wohnungsverwaltung, der das Grundstück der ehemaligen Freimaurerloge gehört, das Haus sichern müssen. Trotz Anpreisungen hatte sich kein Kaufinteressent gefunden. Der Verfall schritt voran, die GWV war in Zugzwang und musste sich entscheiden. Noch wird der Stadtumbau, zu dem auch die Beseitigung von zu viel Leerstand gehört, finanziell gefördert. Deshalb ist die Abrissentscheidung auch jetzt getroffen worden.
Damit wird zwar ein Gefahrenherd beseitigt. Zugleich verliert Wittstock eine nicht anerkannte historische Stätte, für die sich niemand aufopfern wollte. Mit ihrem Abriss rückt sie so weit ins Bewusstsein, dass sich die Stadtpolitiker vielleicht zu einer Erinnerungstafel bekennen, die auf die ehemalige Loge an dieser Stätte hinweist. Denn die Freimaurer waren keineswegs vordergründig Geheimbündler, sie stehen unbedingt auch in der Tradition von Helfern und Förderern. In dieser Rolle kann sich aber nicht die GWV der Stadt sehen, sie muss wirtschaftlich effizient arbeiten. Und das ist auch mit vermieteten Häusern bereits schwer genug.
www.maerkischeallgemeine.de

06.11.2006
Hof: Wie sieht Altstadt der Zukunft