NEWS
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03.01.2008
Landesweit sollen noch 8000 Wohnungen abgerissen
werden
In Mecklenburg-Vorpommern sollen in den kommenden zwei bis drei Jahren noch 8000
Wohnungen abgerissen werden. Mit Hilfe des vom Bund geförderten Programms
«Stadtumbau Ost» seien seit 2002 bereits 9000 Wohnungen vom Markt genommen und
dadurch die Leerstandsquote weit unter den ostdeutschen Durchschnitt gesenkt
worden, sagte Joachim Wege vom Verband Norddeutscher Wohnungsunternehmen am
Donnerstag.
www.ad-hoc-news.de
03.01.2008
Brandenburg dezimiert den Wohnungsbestand
Zur Bekämpfung des Wohnungsleerstandes im Land Brandenburg waren bis Oktober des
vergangenen Jahres von den geplanten 55 000 Wohnungen 37 000 abgerissen worden.
Der Leerstand sank in den 32 Stadtumbaustädten von rund 20,1 Prozent auf nun
17,1 Prozent, teilte Bauminister Reinhold Dellmann mit. "Beim Stadtumbau
sind wir auf einem guten Weg", sagte der Minister. "Wir wollen mit der
Städtebauförderung attraktive, lebenswerte und zukunftsfähige Städte gestalten.
Dabei leisten Stadtumbau und insbesondere die Aufwertung der Innenstädte einen
wichtigen Beitrag."
www.welt.de
07.05.2007
Verwilderung als Zukunftsvision
Wie geht man mit dem Problem um, dass die Berlin fernen Städte
Brandenburgs nach aktuellen Prognosen in den nächsten 25 Jahren wegen
Geburtenmangels und Abwanderung bis zu 40 Prozent ihrer Einwohner verlieren
werden? Soziologen sind überzeugt, dass in strukturschwachen ländlichen Gebieten
perspektivisch Ortschaften aufgegeben werden müssen. In einem provokanten
Thesenpapier, das dem Tagesspiegel vorliegt, plädiert SPD-Politiker Thomas
Kralinksi jetzt dafür, künftig auch „kontrollierte Verwilderung“ im Land
zuzulassen.
Für den SPD-Vordenker steht fest, dass der „geordnete Rückzug und die
kontrollierte Schrumpfung“ in einigen ländlichen Regionen die klassische
Wirtschaftsförderung ablösen werden und müssen. „Dabei geht es nicht um
kompletten Rückzug, sondern um touristisch nutzbare Landschaftsparks, den Anbau
nachwachsender Rohstoffe, aber auch um kontrollierte Verwilderung“, so
Kralinkski wörtlich. Die Kommunen sollten sich auf dieses Konzept einlassen und
sich nicht wechselseitig Einwohner und Infrastruktur streitig machen wie bei den
Schulen, wo sie bereits heute beim Wettkampf um Schüler zu „Kannibalisierung“
neigten.
Kralinskis These vom „geordneten Rückzug“ ist allerdings umstritten. Die
Landesregierung geht, wie sie auf Anfrage erklärte, „in einem absehbaren
Zeitraum nicht von einer Aufgabe bzw. dem Wüstfallen kleinerer ländlicher
Gemeinden in nennenswertem Umfang aus“. Auch der Präsident des
Landesumweltamtes, Matthias Freude, glaubt nicht daran, dass Teile Brandenburgs
in der Zukunft zur „kontrollierten Wildnis“, also der Natur überlassen, werden.
Der prognostizierte Bevölkerungsrückgang sei zwar nicht anzuzweifeln: „Aber die
Schrumpfung wird nicht so stark kommen“, meint Freude. Seine Prognose: In
Zukunft würden wieder mehr Kinder geboren und viele, gerade intelligente Leute
die ländlichen Regionen entdecken und dort hinziehen. Zudem werde der
Nutzungsdruck zunehmen: „Ich glaube nicht, dass mehr Flächen der Natur
überlassen werden, dazu sind sie viel zu wertvoll.“ Holz und andere
nachwachsende Rohstoffe seien knapp und würden dringend gebraucht. Freude ist
überdies überzeugt, dass die touristische Nutzung auch der Randregionen
Brandenburgs durch die Berliner in den nächsten Jahrzehnten „dramatisch
zunehmen“ wird.
Kralinski hebt in seinem Thesenpapier noch andere brisante Konsequenzen des
Bevölkerungsrückgangs hervor, so die gravierende Schrumpfung des Arbeitsmarktes.
Nach den Prognosen wird die Zahl der Erwerbsfähigen zwischen 15 bis 65 Jahren in
den äußeren Regionen des Landes bis 2030 um 40 Prozent zurückgehen, in wichtigen
Industriestädten wie Wittenberge, Eisenhüttenstadt, Schwedt oder Guben sogar um
über 50 Prozent.
Wegen der dramatischen Zuspitzung des Fachkräftemangels werde es, betont
Kralinski, ohne Zuwanderung nicht gehen. Schon heute müsse man in der Uckermark
auf polnische Ärzte und Schwestern zurückgreifen. Die Notwendigkeit von
Zuwanderung sei aber „den meisten Brandenburgern nicht bewusst“ und die
ostdeutsche Gesellschaft so schlecht wie kaum eine andere darauf vorbereitet.
Seine Forderung: Es müsse viel mehr als bisher für ein zuwanderungsfreundliches
Klima im Land getan werden.
Konsequenzen fordert Kralinski auch, um die Abwanderung vor allem junger und gut
ausgebildeter Frauen aus den Randregionen zu stoppen. Nach den Prognosen werden
dort 2030 auf 100 Männer nur noch rund 80 Frauen kommen. Um die Frauen im Land
zu halten, fordert Kralinski eine „weibliche Wirtschaftspolitik“ mit
familienfreundlichen Arbeitszeiten, flexiblen Kitas und Unternehmen, die die
Bedürfnisse der Frauen ernst nähmen. SPD-Generalsekretär Klaus Ness bringt noch
einen anderen Vorschlag in die aktuelle Debatte ein: Die aus Brandenburg
abgewanderten jungen Menschen müssten gezielt motiviert werden zurückzukehren.
Dass das möglich sei, zeige aktuell die Solarfabrik in Frankfurt (Oder).
www.tagesspiegel.de
02.05.2007
Brandenburg droht eine Siedlungswüste
Nach der Vorausschätzung wird ein Großteil der Städte in den ländlichen Regionen
bis 2030 (im Vergleich 2004) zwischen 20 und knapp 40 Prozent seiner Einwohner
verlieren. Betroffen sind nicht zuletzt einstige Industriehochburgen der DDR. So
werden die geschätzten Bevölkerungsverluste in Wittenberge (Landkreis Prignitz)
38,1 Prozent betragen, in Schwedt an der Oder (Landkreis Uckermark) 30,4
Prozent, in Premnitz (Landkreis Havelland) 27,2 Prozent.
Betroffen sind fast alle berlin-fernen Städte wie: Guben (Spree-Neiße) mit 32,4
Prozent; Kyritz (Ostprignitz-Ruppin) mit 28,2; Wittstock/Dosse (Ost
prignitz-Ruppin) mit 24,6; Rheinsberg (Ostprignitz-Ruppin) mit 24,3; Anger münde
(Landkreis Uckermark) mit 24,0; Eberswalde (Landkreis Barnim) mit 23,4 Prozent.
Brandenburg/Havel, Cottbus und Frankfurt/Oder – neben Potsdam die größten Städte
des Landes – werden jeden fünften Einwohner verlieren.
Hingegen können die Städte im Berliner Umland mit teils enormen
Bevölkerungszuwächsen rechnen: An der Spitze steht Dallgow-Döberitz (Havelland)
mit 42,7 Prozent, gefolgt von Teltow (Potsdam-Mittelmark) mit 36,8 Prozent,
Falkensee (Havelland) mit 29,8 Prozent und Hoppegarten (Märkisch-Oderland) mit
26,7 Prozent. Für Potsdam sagen die Experten einen Einwohneranstieg um rund zehn
Prozent voraus – wie auch für Schönefeld (Dahme-Spreewald), das vom Flughafenbau
profitieren wird.
Mit dem starken Rückgang der Bevölkerung in den ländlichen Regionen Brandenburgs
um insgesamt rund 363 500 Menschen (23 Prozent) bis 2030 geht ein dramatischer
Alterungsprozess einher. Das Bild in den Landstädten wird in Zukunft immer mehr
von älteren Menschen geprägt werden. Denn nach der Studie wird die Zahl der
Kinder unter 15 Jahren dort um 67 700 oder 24 Prozent drastisch schrumpfen. In
einer Reihe von Städten wie Wriezen, Neuhardenberg oder Letschin (alle
Märkisch-Oderland), Guben, Kolkwitz (beide Spree-Neiße) werden 2030 rund die
Hälfte weniger Kinder leben als heute, in Seelow-Land sogar 62 Prozent.
Auch die Zahl der 15- bis unter 65-Jährigen ist nach der Studie stark
rückläufig. Dafür wird es einen starken Zuwachs bei den Menschen ab 65 Jahren
geben, und zwar um rund 285 000 Personen oder 59 Prozent. Nach der Prognose wird
2030 mehr als ein Drittel der Brandenburger 65 Jahre und älter sein. In einer
Reihe von Städten, gerade auch im Berliner Umland, wo viele Seniorenheime
entstehen, wird die Zahl der über 65-Jährigen sogar um ein Mehrfaches zunehmen,
so in Ahrensfelde (um 285 Prozent), Dallgow-Döberitz (um 251 Prozent),
Großbeeren (um 250 Prozent) oder Hoppegarten (um 244 Prozent).
www.lr-online.de
01.05.2007
Dresden: Wohnungsleerstand ist rückläufig
Der Wohnungsleerstand sank in Dresden im Laufe des Jahres 2006 um einen
Prozentpunkt auf nunmehr 13,9 Prozent. Dabei reicht der Leerstand von fünf
Prozent in Johannstadt-Süd bis 28 Prozent in Niedersedlitz und 31 Prozent in der
Albertstadt. Trotz einer Zunahme von 474 Wohnungen in Eigenheimen nahm die
Gesamtzahl der Wohnungen um 289 ab. Der Gesamtwohnungsbestand beträgt jetzt 293
330. Der Zuwachs im Gebäudebestand (um 493) auf nunmehr 56 707 Gebäude ist durch
den Eigenheimneubau begründet. Durch Rückbau fielen 946 Wohnungen weg,
insbesondere in den Stadtteilen Gorbitz-Süd (423 Wohnungen), Leuben (221
Wohnungen) und Tolkewitz/Seidnitz-Nord (108 Wohnungen). In Dresden gibt es 28
693 Eigenheime, 30 Prozent wurden nach 1990 gebaut. Von den in diesem Zeitraum
gebauten 8 589 Wohngebäuden mit ein bis zwei Wohnungen entfallen immerhin 58
Prozent, genau 4 969, auf das alte Stadtgebiet und 3 620 auf die Ortschaften.
www.newsropa.de
01.05.2007
Kooperation beim Stadtumbau
Die Stadt Bad Schwalbach und die Gemeinde Schlangenbad wollen im Rahmen
des städtebaulichen Förderprogramms "Stadtumbau Hessen" eine enge kommunale
Kooperation eingehen. Einer entsprechenden Absichtserklärung hat die
Gemeindevertretung ihre Zustimmung gegeben. Erstes gemeinsames Projekt der
Kooperation soll das integrierte Handlungskonzept sein, in das Leitbilder und
Ziele, Strategien und Maßnahmen einfließen.
Nach den Vorstellungen der Schlangenbader soll im Handlungskonzept die
städtebauliche Entwicklung des Waldfriedengeländes, des ehemaligen Gaslagers und
der alten Staatsbad-Gärtnerei sowie die Sanierung des Rathauses Berücksichtigung
finden.
Die Gemeinde Schlangenbad, die 2005 in das Programm aufgenommen wurde, hat
bereits Leitbilder entwickelt, die von der Gemeindevertretung in der jüngsten
Sitzung ebenfalls beschlossen worden sind. Schlangenbad setzt danach auf die
Themen Gesundheit und Tourismus. Außerdem soll der Kurort als Wohnstandort
insbesondere für junge Familien und Senioren attraktiv werden.
Mit der Aufnahme Schlangenbads in das Stadtumbauprogramm sind auch bereits
Mittel bewilligt worden. Die Gemeinde geht davon aus, dass sie die Fördermittel,
inklusive Gemeindeanteil sind dies 500000 Euro, vor Abschluss des geplanten
integrierten Handlungskonzeptes mit Bad Schwalbach für Pilotprojekte in Anspruch
nehmen kann. Beim zuständigen Ministerium soll nun die Förderfähigkeit folgender
Projekte eruiert werden: Umbau des Kurparks, die Erstellung eines
Wanderwegkonzeptes, die Aufwertung der Ortseingänge und des Landgrafenplatzes,
ein Beratungsprogramm für Gastgewerbe und Einzelhandel, die Erneuerung
beziehungsweise Umgestaltung von Mauer, Parkplatz und Eingangsbereich der
Historischen Caféhalle sowie die Sanierung der Villa Jung und des Musensitzes.
Die Gemeindevertretung hat den Gemeindevorstand außerdem beauftragt, die
Lenkungsgruppe zu besetzen. Sie hat die Aufgabe, die Anregungen, die aus der
Öffentlichkeit kommen, zusammenzufassen und dann die Projekte vorzubereiten und
mit dem Stadtumbaumanagement umzusetzen. Der Lenkungsgruppe sollen maximal 20
Mitglieder angehören, darunter der Bürgermeister Michael Schlepper, ein
Vertreter der Bauverwaltung, der Schlangenbader Ortsvorsteher Michael Winter,
die Geschäftsführerin der Staatsbad Schlangenbad GmbH, Roswitha Röber, nach dem
Stärkeverhältnis der Fraktionen sieben Gemeindevertreter sowie Vertreter aus den
Bereichen Kultur- und Freizeitangebot, Tourismus, Einzelhandel, Hotellerie und
Gastronomie.
Wiesbadener Tagblatt · Regionalnachrichten
24.04.2007
Leerstände in Brandenburg sinken
Auf seiner diesjährigen Jahrespressekonferenz für das Land Brandenburg
zieht der Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. (BBU) für
das Jahr 2006 eine verhalten positive Bilanz. „Die Situation ist für unsere
brandenburgischen Mitgliedsunternehmen nach wie vor nicht einfach“, so
BBU-Vorstandsmitglied Ludwig Burkardt. Zwar seien die Leerstände im Land
Brandenburg gesunken und die Investitionen der Mitgliedsunternehmen gestiegen.
„Den gravierenden Auswirkungen des demographischen Wandels muss aber auch
weiterhin unser Hauptaugenmerk gelten“, so Burkardt in seinem Resümee.
Burkardt zeigte sich mit dem weiteren Rückgang der Leerstände im Land
Brandenburg zufrieden. Ende 2006 standen 11,5 Prozent der Wohnungen der
brandenburgischen Mitgliedsunternehmen des BBU leer. Ein Jahr zuvor waren es
noch 12,6 Prozent. „Der Leerstand ist vor allem im äußeren Entwicklungsraum des
Landes zurückgegangen. Mit 14,2 Prozent bleibt er hier aber weiterhin hoch.“ Die
Reduzierung des Leerstandes sei auf die Abrissaktivitäten der
Mitgliedsunternehmen zurückzuführen: „Mit 6.600 vom Markt genommenen Wohnungen
waren die BBU-Wohnungsunternehmen auch 2006 Hauptträger des Stadtumbaus im Land
Brandenburg.“ Insgesamt seien von den Mitgliedsunternehmen des BBU bislang gut
29.000 Wohnungen abgerissen worden. Bis 2010 sollen weitere 19.000 Wohnungen
folgen. Die bisherigen Erfolge seien jedoch noch nicht ausreichend, so Burkardt:
„Angesichts der demographischen Entwicklung im Land Brandenburg könnten hier
sonst bis 2030 weitere 150.000 Wohnungen leer stehen.“
www.web1.bbu.de
29.03.2007
Fast 30 000 Wohnungen weniger
In Brandenburg sind seit dem Start des Bund-Länder-Programms „Stadtumbau
Ost“ knapp 30 000 Wohnungen abgerissen worden. Bis 2009 sollen 25 000 weitere
folgen.
Nach Angaben des Verbands der Berlin-Brandenburgischen Wohnungsunternehmen (BBU)
muss der Abriss aber auch nach 2009 fortgesetzt werden, um den Wohnungsleerstand
dauerhaft in den Griff zu bekommen. Wegen Abwanderungen könnten andernfalls bis
2030 weitere 150 000 Wohnungen leer stehen.
www.lr-online.de
29.03.2007
Havelberg: Abrissbagger rückt alter Stadtkaserne zu
Leibe
Der Bagger reißt zurzeit die ehemalige Stadtkaserne in der Havelberger Lehmkuhle
ab. Ende April soll alles dem Erdboden gleich gemacht sein und auf dem Areal
Rasen wachsen. F
Der Zahn der Zeit hat seine Spuren an den einstigen Kasernenunterkünften
hinterlassen, die 1876 in der Garnisonsstadt Havelberg gebaut worden waren. Über
das Förderprogramm " Stadtumbau Ost " hat die Wohnbau GmbH den Abriss schon seit
längerer Zeit geplant, um einen Schandfl eck im Stadtbild zu beseitigen. Als
erstes Objekt waren vor zwei Jahren das Armenhaus in der Amtstorstraße sowie
Nebengelasse mit Hilfe des Förderprogramms dem Erdboden gleichgemacht worden.
Dort entstanden neue Parkplätze für den Dombereich.
Eine Havelberger Firma hat den Zuschlag für die Abrissarbeiten in der Lehmkuhle
erhalten. Sie kann den steinhaltigen Abbruch auf einer betriebseigenen Anlage
brechen und zur Weiterverwertung gewinnen. Als Subunternehmen ist eine
Tangermünder Entsorgungsfirma derzeit in der Lehmkuhle tätig. Außer der alten
Stadtkaserne werden in dem Bereich auch Nebengelass und das massive Eckhaus
abgerissen.
Aus dem Programm " Stadtumbau Ost " kommen 60 Euro Fördermittel pro Quadratmeter
abgerissenen Wohnraum. " Davon müssen alle anfallenden Kosten wie zum Beispiel
auch für die Planung und den Rückbau von Versorgungsleitungen bestritten werden
", erläuterte Hans-Joachim Preß vom Bauplanungsbüro.
www.volksstimme.de
29.03.2007
Oldesloe: 1,5 Millionen Euro für Stadtumbau
Bad Oldesloe ist in das Städtebauförderungsprogramm "Stadtumbau West"
aufgenommen worden. Die Kreisstadt erhält danach in diesem Jahr rund 1,5
Millionen Euro. Diese Nachricht kam jetzt von der Landesregierung. Insgesamt
sollen in den nächsten vier bis fünf Jahren sechs Millionen Euro in Bauprojekte
der Stadt Bad Oldesloe fließen. "Wir freuen uns sehr, dass unsere Bewerbung in
Kiel erfolgreich war. Damit können wir leben und weiterarbeiten", sagte
Bürgermeister Tassilo von Bary. Zwar hätte er sich gewünscht, dass Oldesloe
bereits jetzt den gesamten Anteil von Bund und Land in Höhe von vier Millionen
Euro bekommen hätte, um Planungssicherheit zu bekommen. Er gehe aber davon aus,
dass die Förderung in vollem Umfang fließe, wenn die Stadt Nachforderungsanträge
an das Land stelle.
"Als erstes müssen wir nun ein integriertes Stadtentwicklungskonzept erstellen,
das alle Beziehungen der Stadt wie Wohnen, Einkaufen, Verkehr und Freizeit
beleuchtet", sagt der Bürgermeister. "Darüber hinaus brauchen wir ein
Wohnraummanagement-Konzept. Der demographische Wandel stellt uns vor neue
Herausforderungen. Betagte Menschen zieht es mehr und mehr vom Land zurück in
die Stadt. Gerade für ältere Menschen brauchen wir frei zugänglichen Wohnraum,
der auch bezahlbar ist."
Strukturdefizite gelte es zu beseitigen, so von Bary. "Ich kann mir eine
Verbindung der Innenstadt mit ihrer Fußgängerzone zur Industriebrache Alte
Kornbrennerei zwischen Hamburger Straße und IGS oder zum Bahnhof vorstellen."
www.abendblatt.de
29.03.2007
Giengen: Wir sind dabei, einen Stadtumbau zu
betreiben
Die Anteilnahme der Bürger an diesem Thema ist ganz im Sinne des
Oberbürgermeisters, denn Stahl betonte im Verlauf des Abends immer wieder –
ebenso wie Hermann Brender, Vorsitzender des Gewerbe- und Handelsvereins -, dass
es hier darum gehe, die Bevölkerung bei der Gestaltung des Lebensraums
Innenstadt mit ins Boot zu bekommen. Der OB nannte es als Ziel, „heute Abend
gemeinsam eine Initiative Innenstadt zu starten“.
Aus Stahls Sicht geht es darum, die Chancen für Giengen zu erkennen. Angesehen
von der nach wie vor schwierigen Finanzsituation der Stadt seien die
Rahmenbedingungen für eine Neugestaltung des Stadtzentrums noch nie so gut
gewesen wie jetzt. Stahl nannte eine ganze Reihe von „Potenzialen und
Eigenschaften“, die den Prozess günstig flankieren würden. Hierzu zählte er die
reichsstädtische Tradition und eine engagierte Bevölkerung ebenso wie attraktive
bestehende Einrichtungen, allen voran die Steiff-Erlebniswelt mit hoher
Besucherfrequenz.
Der OB ist überzeugt: „Wenn wir nichts tun, fällt die Innenstadt deutlich zurück
im Wettstreit mit anderen Kommunen.“ Handlungsbedarf sei jetzt vor allem durch
die notwendige Erneuerung des Kopfsteinpflasters in der Marktstraße gegeben.
Daneben hätte die unlängst durch den Gewerbevereins-Vorsitzenden aus Nagold
angeregten Veränderungen (insbesondere eine durchgängige Fußgängerzone durch
Wegfall des Fahrzeugverkehrs im Bereich vor dem Rathaus) neue Perspektiven
aufgezeigt.
Der Oberbürgermeister veranschaulichte anhand einer Diaserie, wie sich die Stadt
in den vergangenen Jahren entwickelt hat. Positive Beispiele ließen sich nicht
nur am Margarete-Steiff-Platz und am Postberg festmachen, sondern beispielsweise
auch an der Neugestaltung von Bahnhof- oder Färberstraße sowie am Ensemble vor
der sanierten Stadtmauer. „Wir sind dabei, einen Stadtumbau zu betrieben“, so
sein Fazit.
Stahl unterstrich auch, dass hier nicht nur die Stadt gefordert sei, sondern es
seien auch private Initiativen erforderlich. Die Erfahrung zeige jedoch, dass
die Privaten nachziehen würden, sobald von städtischer Seite Vorgaben gemacht
werden. In diesem Zusammenhang appellierte der städtische Wirtschaftsförderer
Franz Becker an Hauseigentümer, die Bemühungen um eine Wiederbelebung von
Leerständen in der Innenstadt zu unterstützen. Er berichtete von drei Anfragen
von Geschäftsleuten, die eine nicht mehr genutzte Verkaufsfläche neu belegen
wollten. „Aber solange der Eigentümer nicht vermieten will, geht es nicht“,
bedauerte Becker.
www.hz-online.de
12.03.2007
Leipzig-Grünau: Hoher Wohnungsleerstand
Im Leipziger Stadtteil Grünau sollen in diesem Jahr rund 730 Wohnungen der
Abrissbirne weichen. Bis 2020 werden nach Angaben des Stadtentwicklungsplaners
Stefan Heinig knapp 7000 Quartiere abgerissen. Rund 20 Prozent der Wohnungen in
dem Neubauviertel sind derzeit unbewohnt. Ziel ist es, den Leerstand im Viertel
auf 10 Prozent zu drücken.
Gleichzeitig soll die Gegend auch für Familien attraktiver werden, denn bislang
wohnen überwiegend ältere Menschen in Grünau.
www.lvz-online.de
12.03.2007
Neue Finanzierung für Stadtumbau Ost
Der Stadtumbau Ost kann künftig anders finanziert werden. Bund und Länder
einigten sich, dass die Kommunen ihren Anteil in Ausnahmefällen auch an andere
Partner übertragen können. Ziel ist es, dass Projekte nicht ins Stocken geraten,
wenn die Kassen der Kommunen leer sind. Als Finanzierungspartner der Kommunen
kommen beispielsweise Wohnungsunternehmen in Frage. Bauminister Daehre begrüßte
die Einigung. Die Großstädte hatten zuletzt gedroht, aus dem Programm
auszusteigen, wenn die Finanzierung nicht geändert wird.
www.mdr.de
12.03.2007
Milliardenzuschuss zum Stadtumbau
Mit rund einer Milliarde Euro will die Landesregierung bis 2013 dem
Stadtumbau in Brandenburg auf die Beine helfen. Die 42 zu dem Programm
gehörenden Städte und die Städte der regionalen Wachstumskerne will das
Ministerium zukünftig besonders unterstützen. An sie geht bis 2013 die
Spitzenförderung der Landesregierung mit rund 115 Millionen Euro EU-Mitteln. Das
sagte Infrastrukturminister Reinhold Dellmann am Montag während eines Workshops
zur integrierten Stadtentwicklung in Schwedt.
Dellmann betonte: "Spitzenförderung gibt es für gute Konzepte." Der
Kabinettsbeschluss zum "Masterplan Stadtumbau" von Januar 2006 sieht vor, die
Mittel aus den Programmen der Stadtentwicklung auf die Innenstädte zu
konzentrieren. Eine Grundförderung erhalten weiterhin alle Städte des Landes,
die im Rahmen der Bund-Länder-Städtebauförderung förderfähig sind. Dafür stehen
im Zeitraum bis 2013 voraussichtlich bis zu 700 Millionen Euro Fördermittel zur
Verfügung.
www.moz.de
12.03.2007
Abriss von 50000 Wohnungen
In diesem Jahr stehen für den Stadtumbau in Sachsen-Anhalt rund 37,7 Millionen
Euro zur Verfügung. Seit Beginn des Programms im Jahr 2002 wurden 230 Millionen
Euro für Abriss und Aufwertung der Städte eingesetzt. Bislang wurden damit 39000
dauerhaft leer stehende Wohnungen abgerissen, weitere 11000 sollen noch bis zum
Ende des Programms im Jahr 2009 folgen. Die Kosten für den Abriss teilen sich
Bund und Land je zur Hälfte. Bei der Aufwertung von Innenstädten tragen Bund,
Land und Kommunen je ein Drittel der Kosten, wobei die Städte dafür bald auch
Geld von privaten Investoren einsetzen dürfen.
www.mz-web.de
04.03.2007
Bottrop: Sanierungsbedarf in der Innenstadt
ermittelt
Als Grundlage für das Förderprogramm des Bundes und es Landes "Stadtumbau West"
dient eine Umfrage bei den Wohnungs- und Hauseigentümer der Bottroper
Innenstadt. Rund 200 von ihnen kamen jetzt zum ersten Eigentümerforum in den
Saalbau, um sich über die Ergebnisse zu informieren.
Der Technische Beigeordnete Bernd Tischler, Franz-Josef Ingenmey vom
Planungsbüro "Basta" und Antonia Schulitz von der Planungsgruppe "Stadtbüro"
informierten über die Fördermöglichkeiten für Sanierungen. In Frage kommen
insbesondere Förderungen zur Fassaden- und Hofgestaltung, zur Modernisierung von
Wohnraum (insbesondere barrierefreier Umbau) sowie Förderprogramme der KfW, die
auch kurzfristig zur Verfügung stehen. Hier deckt sich das Angebot mit den
Bedürfnissen, denn ein Drittel der Eigentümer benennt Erneuerungsbedarf an ihren
Gebäuden, insbesondere an Fassaden, Dächern und Hauseingängen. In den Wohnungen
wird der größte Erneuerungsbedarf im Sanitärbereich, bei Fußböden, Türen,
Balkonen und Heizung gesehen, so das Ergebnis der Umfrage. Knapp ein viertel der
Eigentümer planen derzeit konkrete Investitionen an ihren Wohnungen.
Zu den wichtigsten Standortvorteilen in der Innenstadt zählen die
Immobilienbesitzer die zentrale Lage, die Nähe zu Infrastruktur und das
lebendige Umfeld mit Gastronomie und Kultur. Hierin liegen freilich auch die
größten Nachteile begründet wie hohe Verkehrsbelastungen und fehlende
Stellplätze.
Baudezernent Bernd Tischler sieht in dem "Stadtumbau West" und den geplanten
Maßnahmen am Berliner Platz großes Entwicklungspotential für die Innenstadt. Mit
diesen Projekten würden private Investitionen ausgelöst, dies habe das erste
Eigentümerforum gezeigt, so Tischler:" Es ist eine Aufbruchstimmung spürbar
geworden."
www.presse-sevice.de
04.03.2007
Magdeburg: Wenn alles leer steht, ist es zu spät
Die Einwohnerzahl ist seit 1995 von 30 000 auf rund 13 000 gesunken,
Tendenz fallend. Der Altersdurchschnitt hingegen steigt. Selbst in voll
sanierten Wohnungen herrscht im Schnitt 11, 6 Prozent Leerstand. Das sind nur
einige Probleme Neu-Olvenstedts, die Magdeburgs Baubeigeordneter Jörn Marx
vergangenen Donnerstag bei einem Bürgerforum im Seniorenzentrum " Pro Vita " in
Zahlen fasste. Wie ist Neu-Olvenstedt zu retten ?
" Es ist notwendig, für Olvenstedt eine ganz einheitliche Betrachtung mit allen
Akteuren anzustellen ", mahnte Schmidt an. " Die Marktbreite darf nicht zu einer
Ruinenlandschaft verkommen. Freie, erschlossene Flächen müssen so schnell wie
möglich preisgünstig als Bauland angeboten werden ", forderte Dr. Schmidt.
" Wir sind ja nicht faul ", entgegnete der Baubeigeordnete Jörn Marx. Bei der
Bürgerarbeit habe Magdeburg vom Land nicht den Zuschlag bekommen. Daneben seien
aktuell für Projekte zur Aufwertung Olvenstedts im Umfang von 9 Millionen Euro
entsprechende Fördermittel beantragt worden. Dazu gehören u. a. die Sanierung
der Regenbogenschule, der Bau eines Bolzplatzes und die Verschönerung des
Bruno-Taut-Rings. " Die Erfahrungen der vergangenen Jahre besagen, dass wir
davon maximal 30 Prozent bekommen, und zurzeit wissen wir überhaupt noch nicht,
ob wir was bekommen. " Welche Möglichkeiten der meist notwendigen Gegenfi
nanzierung die Stadt noch haben wird, ist angesichts der Finanzlage derzeit
ohnehin unklar.
Zu den Plänen, Gebiete am Rennebogen oder am Bruno-Taut-Ring für den Bau von
Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäusern anzubieten, sagte Jörn Marx : " Wir
müssen dafür Investoren finden, dazu brauchen wir auch ein entsprechendes
Marketing, das Image muss aufpoliert werden. "
" Vielfalt " war ein häufig gebrauchtes Wort des Baubeigeordneten. " Wir müssen
für jeden einen Maßanzug anbieten ", sagte Marx. In anderen Stadtteilen habe
sich bereits gezeigt, dass ein teilweiser Rückbau von Wohnblöcken zu Erfolgen
führt. Ein solches Projekt plant die Wobau im Bruno-Taut-Ring 89 bis 112 (
Putzerhof ). Dort sollen zwei der sechs Etagen abgetragen und die Gebäude
teilsaniert werden, Fördermittel sind beantragt worden. " Wir probieren das aus
und werden sehen, wie die Akzeptanz ist ", sagte Jörn Marx : " In kleineren
Blöcken wohnt man nicht mehr so anonym. " Und das, so denkt Marx, liegt im
Trend.
www.Volksstimme.de
24.02.2007
Kyritz: Bevölkerungsrückgang
hält an
Am 31. Dezember 1992 lebten auf dem Territorium des ehemaligen Kreises Kyritz 32
751 Menschen. Bis zum 31. 12. 2005 verringerte sich die Zahl auf 29 764. Dabei
schwankt der Rückgang in der Stadt Kyritz, in den Gemeinden Wusterhausen und
Gumtow sowie im Amt Neustadt zwischen drei und 14 Prozent. Die beiden
Dosse-Kommunen waren weniger betroffen als Kyritz und Gumtow.
Das geht aus den statistischen Untersuchungen hervor, die Bestandteil des
Konzeptes zur Bildung eines Mittelzentrums Kyritz sind. Danach hatte die Stadt
Kyritz im Jahr 2004 noch 10 260 Einwohner, Wusterhausen 6620, Neustadt 8780,
Gumtow 4060. Die Prognosen sagen aus, dass die Bevölkerungszahl bis 2020 in der
genannten Reihenfolge auf 8590, 5980, 7610 bzw. 3520 sinken wird. Kyritz hat
trotz Eingemeindung von Teetz, Ganz, Holzhausen, Bork, Lellichow, Kötzlin,
Rehfeld und Berlitt jetzt bereits unter 10 000 Einwohner.
Das Konzept belegt, dass Kyritz über die meisten Funktionen für die Bürger
verfügt, die ein Mittelzentrum künftig aufweisen muss. Als großer Pluspunkt wird
zum Beispiel das Vorhandensein des KMG-Klinikums gewertet, das in absehbarer
Zeit am bisherigen Standort einen Neubau wird vorweisen können. Als negativ gilt
die große Entfernung zu den Autobahnen 19 und 24. mann
www.maerkischeallgemeine.de
10.02.2007
Magdeburg: Wohnungsabriss in Neu Olvenstedt begann
Wegen der dramatischen Abwanderung wird ein Fünftel der Magdeburger
Plattenbausiedlung Neu Olvenstedt abgerissen. In diesem und im kommenden Jahr
will die Wohnungsbaugesellschaft Magdeburg mbH (Wobau) dort für rund fünf
Millionen Euro fast 2300 leer stehende Wohnungen abtragen. Am Mittwoch begannen
die Arbeiten offiziell. Durch den Abriss ganzer Quartiere erhalte Neu Olvenstedt
ein völlig neues Gesicht, erklärten Vertreter der Stadt und der
Wohnungsgesellschaft.
Für das Plattenbaugebiet Neu Olvenstedt war am 13. Februar 1981 im Zuge des
Wohnungsbauprogramms der SED der Grundstein gelegt worden. Vor rund 15 Jahren
wurden die letzten Gebäude erbaut. Derzeit leben in dem Stadtteil rund 16 000
Menschen, 1998 waren es noch etwa 28 000. Laut Wobau sind viele leere Wohnungen
selbst für null Euro nicht mehr vermietbar und stellen deshalb ein großes
wirtschaftliches Problem dar.
www.mz-web.de
10.02.2007
"Stadtumbau Ost" schreitet voran
In Sachsen-Anhalt wurden seit dem Start des Programms "Stadtumbau Ost" im Jahr
2002 fast 39.000 dauerhaft leer stehende Wohnungen abgerissen. Der Abriss von
weiteren 10.000 Wohnungen sei bewilligt, teilte Sachsen-Anhalts Bauminister
Karl-Heinz Daehre am Freitag mit. Der Minister forderte die Kommunen auf, den
Rückbau weiter konsequent zu verfolgen. Seit dem Start des Stadtumbau-Programms
vor fünf Jahren wurden in Sachsen-Anhalt rund 158 Millionen Euro für den Abriss
von leer stehenden Wohnungen und rund 107 Millionen Euro für so genannte
Aufwertungsmaßnahmen bereitgestellt.
www.kanal8-anhalt.de
04.02.2007
Zeulenroda-Triebes: Maßnahmeplan Stadtumbau Ost
beschlossen
Die wohl kürzeste Stadtratssitzung in ihrer Geschichte erlebten am
Mittwochabend die Aumaer Abgeordneten. Während der Stadtratssitzung in der
vergangenen Woche hatte der Beschluss für einen Maßnahmeplan innerhalb des
Entwicklungskonzeptes Stadtumbau Ost mit einem teilweisen Rückbau schon einmal
als Tischvorlage vorgelegen. Dieser ergänzte Maßnahmeplan ist Voraussetzung für
einen Fördermittelantrag zum Abriss des stadteigenen Gebäudes Untere Gasse 1.
Bei diesem Antrag sei Eile geboten, denn nur noch wenige Restbestandsmittel
liegen in dem Fördermitteltopf "Thüringen Pool" aus dem Jahre 2005, weiß die
Aumaer Bauamtsleiterin Annette Knieper. Sie hofft nun bei einer schnellen
Antragstellung auf eine kurzfristige Mittelbereitstellung. Der Zuschuss könnte
zirka 13 000 Euro betragen, rechnet Knieper.
Im November 2006 hat die Stadt Auma das Gebäude Untere Gasse 1 ersteigert. Da
der Sanierungsbedarf sehr groß und wirtschaftlich für die Stadt Auma nicht zu
vertreten ist, soll es abgerissen werden. Zumal auch ein Leerstand von Wohnungen
in Auma zu verzeichnen ist und die demografische Entwicklung keine
Einwohnerzuwachsrate voraussagt. Durch die Nähe zum Rathaus der Stadt würde sich
ein Parkplatz für die Besucher des Amtsgebäudes anbieten. Die verbliebene Fläche
könnte in die Innenhofgestaltung des fast 100-jährigen Amtsgebäudes einbezogen
werden.Bereits sieben Objekte wurden durch Unterstützung dieses Programmes
Stadtumbau Ost in Auma abgerissen.
www.otz.de
28.01.2007
Schulsterben in der Mark
Mehr als ein Drittel aller Schulen mit gymnasialer Oberstufe in Brandenburg ist
von der Schließung bedroht. Grund sei der dramatische Rückgang der Schülerzahl,
sagte Bildungsminister Holger Rupprecht am Dienstag in Potsdam. In den kommenden
Jahren werde sich der Geburtenknick vom Beginn der 90er
Jahre in den Abiturjahrgängen auswirken. Die Zahl der Elftklässler werde von 14
400 im Schuljahr 2005/2006 auf 6100 im Schuljahr 2010/2011 sinken. Nach diesem
Tiefpunkt werde sich die Zahl der Elftklässler bei 8000 stabilisieren. Bereits
vor den Schulen mit gymnasialer Oberstufe werden die Oberschulen von dem
Geburtenknick erfasst. Das Ministerium rechnet damit, dass nur 110 der derzeit
mehr als 150 Oberschulen erhalten werden können.
Derzeit gibt es laut Rupprecht mehr als 150 staatliche Schulen mit gymnasialer
Oberstufe, darunter 90 Gymnasien, 35 Gesamtschulen und knapp 20
Oberstufenzentren. Künftig wird es nur noch rund 90 bis 100 solcher
Einrichtungen geben, davon etwa 70 Gymnasien sowie je 15 Gesamtschulen und
Oberstufenzentren. Zudem soll in allen 14 Landkreisen und 4 kreisfreien Städten
mindestens eine Schule erhalten werden, an der das Abitur nach 13 Jahren
absolviert werden kann. Damit soll gewährleistet werden, dass Oberschüler in die
Abiturstufe wechseln können.
Um vor allem im ländlichen Raum die Schließung von noch mehr Schulen zu
verhindern, will die Landesregierung vorübergehend die Mindestschülerzahlen für
die Abiturstufe senken. Während die mindestens zweizügigen Schulen derzeit
wenigstens 50 Schüler für die elften Klassen brauchen, sollen künftig in
Ausnahmefällen 40 Schüler ausreichen. Eine solche Ausnahmeregel könnte an bis zu
30 Einrichtungen nötig werden. Das Ministerium rechnet für diesen Fall mit einem
Mehrbedarf von maximal 50 Lehrerstellen pro Jahr.
Rupprecht betonte, aufgrund der Schulschließungen werde es in einigen Regionen
zum Teil unzumutbar weite Wege für die Schüler geben. Deshalb sollten
Möglichkeiten zur Unterbringung der Jugendlichen in Wohnheimen geprüft werden.
Internate kämen dagegen nicht in Frage, weil diese aufgrund der dort nötigen
pädagogischen Betreuung zu teuer wären.
www.pr-inside.com
28.01.2007
Selbitz: An ältere denken
Milenko Nikic aus Selbitz vermisste in dem Konzept die Planung von mehr Märkten
oder auch einer Markthalle mit regionalen Anbietern und Bio-Produkten; dies sei
auch für den Tourismus gut. Frank Stumpf erinnerte daran, dass dies vor einigen
Jahren in Naila bereits Thema gewesen war, damals aber am mangelnden Interesse
der Direktanbieter gescheitert sei. Dennoch meinte er: „Ich habe diese Idee auch
noch nicht begraben.“
Gerhard Möller aus Naila bat darum, bei den Planungen die Belange älterer
Menschen mit im Auge zu haben, die nicht mehr so mobil sind nicht mehr so weit
laufen könnten. So gebe es in Naila in dem Wohngebiet nördlich des Freibades
keine Einkaufsmöglichkeit.
Nicht alle Ideen der Planer blieben unwidersprochen. „Traurig für Naila“ fand es
Bernd Hüttner aus Naila, dass „wir es nicht schaffen werden, den Einzelhandel im
Stadtgebiet zu halten.“ Er bezweifelte, dass es sinnvoll sei, da, wo es in Naila
bereits viele Märkte gebe, einen weiteren anzusiedeln und zudem das zurzeit voll
genutzte Gebäude in der Walchstraße abzureißen. „Der Fokus ist zu eng gesetzt“,
meinte Hüttner. Dem widersprach Martin Schirmer: Man müsse Sorge haben, dass
sich der Rewe-Markt nach einem anderen Standort umsehen könnte, dann wäre es
gut, ein attraktives Angebot machen zu können. Würde zudem die Bibliothek in die
Innenstadt verlagert, sehe es mit der Gebäudenutzung anders aus. „Es gibt nie
die eine richtige Lösung“, meinte Schirmer und ergänzte: „Feinuntersuchungen
sind nötig; abzuwägen ist dann Aufgabe der Planer.“
Das Programm Stadtumbau West, meinte Werner Bächer aus Selbitz, sei ein System
zur Anpassung der Orte an die schrumpfende Bevölkerungszahl. „Man muss
versuchen, Leute herzubekommen“, forderte er – denn es würden zwar zahlreiche
Gewerbeflächen ausgewiesen, aber ein Investor komme nur, wenn es auch
Arbeitskräfte gebe. „Wenn nur noch Rentner hier wohnen, geht das nicht.“
www.frankenpost.de
15.01.2007
Leipzig: Stadtforum kritisiert fehlenden
Denkmalschutz
Das "Stadtforum Leipzig" macht sich Sorgen um denkmalgeschützte Häuser. Die
Initiative kommt in einer Analyse zu dem Schluss, dass Leipzig mit 446
abgerissenen Bau-Denkmälern seit 1990 im bundesweiten Vergleich eine
Spitzenposition einnehme. Es bestehe die Gefahr, dass weitere unersetzliche
Baudenkmale vernichtet würden. Das Stadtforum Leipzig gibt es seit gut zwei
Jahren. Die Initiative von Bürgern und Vereinen setzt sich für einen behutsamen
Stadtumbau
www.mdr.de
06.01.2007
Minister hält Abriss ganzer Plattenviertel
mittelfristig für denkbar
Thüringens Bauminister Andreas Trautvetter hält den Abriss ganzer
Plattenbauviertel in Thüringen derzeit nicht für ein aktuelles Thema. «Aber man
wird sich damit befassen müssen». Es genüge auf Dauer nicht, punktuell Gebäude
abzureißen, wenn die technische Infrastruktur der Wohngebiete unverändert weiter
unterhalten werden muss. «Dann müssten Straßen sowie Wasser- und
Energieleitungen von immer weniger Anwohnern bezahlt werden», sagte der
Ressortchef.
Die demografische Entwicklung kann nach Einschätzung Trautvetters nicht ohne
Folgen für den Stadtumbau bleiben. Die leer stehenden, meist unsanierten
Wohnungen entsprächen in ihrem Zuschnitt nicht mehr dem Bedarf. «Die Bevölkerung
nimmt Jahr für Jahr ab, während die Zahl der Haushalte steigt», sagte
Trautvetter. «Stadtumbau darf aber kein reines Abrissprogramm sein», fügte er
hinzu. «Die Innenstädte müssen aufgewertet und attraktiver gemacht werden. Auch
muss Familien mit Kindern das Wohnen in den Innenstädten ermöglicht werden»,
sagte der Minister.
Stadtumbau müsse so gestaltet werden, dass «die Städte von außen nach innen
schrumpfen», betonte Trautvetter. Man müsse wegkommen von der Ausweisung von
Bauland auf der Grünen Wiese und stattdessen vorhandene Brachflächen in den
Innenstädten nutzen. Das erfordere teilweise die Neuordnung ganzer Quartiere.
Zur Finanzierung des Stadtumbaus sagte Trautvetter, man habe «eigentlich alle
Programme, die wir dafür brauchen. Die Frage ist, ob die Kommunen und die
Bauherren flexibel genug sind, sie intelligent miteinander zu verknüpfen.» Der
Minister forderte allerdings die Kommunen auf, langfristig tragfähige
Entwicklungskonzepte für ihre Gemeinden und Städte zu entwickeln. Das Land werde
die Förderung des Stadtumbaus
www.pr-inside.com
02.01.2007
Galoppierende Bevölkerungsverluste
Der Bevölkerungsrückgang in Oberfranken hat sich im vergangenen Jahr erneut
beschleunigt. Nach den amtlichen Zahlen des Statistischen Jahrbuchs 2006, das am
Montag in München vorgestellt wurde, sank die Einwohnerzahl Oberfrankens um 5151
auf 1 101 390. Das Minus setzt sich aus einem „Sterbeüberschuss“ von fast 4000
und einem Wanderungsverlust von über 1100 Personen zusammen.
Der Auflistung des Statistischen Landesamtes zufolge standen 8308 neugeborenen
Oberfranken (360 weniger als 2004) genau 12 271 (plus 282) Sterbefälle
gegenüber. Das ist der bayernweit mit Abstand höchste Sterbeüberschuss.
Dabei schrumpft die Planungsregion Oberfranken-Ost fast drei Mal so schnell wie
der Westen des Bezirks. So verlor der Osten 3814 Einwohner, der Westen nur 1337.
Das Landesamt hat deshalb seine für das Jahr 2024 erstellte Einwohnerprognose
für Oberfranken deutlich nach unten korrigiert. Auch hier soll das Minus in
erster Linie zu Lasten des Ostens gehen. Statt wie bisher prognostiziert 504 900
Einwohner sollen es nun im Jahr 2024 nur noch 477 100 sein. Die Region
Hof/Wunsiedel wird demnach 22 000 Einwohner verlieren; Bayernweit wird die
Einwohnerzahl dagegen von gegenwärtig 12,5 auf 12,8 Millionen zunehmen.
www.frankenpost.de
02.01.2007
Demographischer Wandel wirkt sich früher aus als bisher
erwartet
Der demographische Wandel wirkt sich deutlich früher auf die Wohnungsmärkte aus
als bislang angenommen. Kommunen müssen sich bereits jetzt darauf einstellen.
Dies ist das zentrale Ergebnis des neuen Berichts „Wohnungsmarktbeobachtung 2006
– Aktuelle Marktlage und Perspektiven 2020“ der Niedersächsischen
Landestreuhandstelle (LTS).
Hintergrund: Erstmals seit 1987 wächst die Bevölkerungszahl in Niedersachsen
nicht mehr. Dabei gibt es allerdings große regionale Unterschiede. Weiter
wachsende Gebiete stehen schrumpfenden Gemeinden gegenüber. Die Gesamtzahl der
nachfragerelevanten Haushalte steigt noch bis 2016. Danach nimmt die
Wohnungsnachfrage aller Voraussicht nach ab. Für einige Gebiete wird schon ab
sofort ein Rückgang der Haushaltszahlen prognostiziert, der zu
Wohnungsüberangeboten führen kann.
Die Zuwanderung reicht nicht aus, die Bevölkerungsverluste aus dem Saldo von
Geborenen und Gestorbenen auszugleichen. Die Bevölkerungszahl wird bis 2020 um
207.000 Personen oder 2,6 Prozent abnehmen. Dabei wird es zu erheblichen
Verschiebungen der Alterszusammensetzung kommen. Vor allem die Zahl der für die
Nachfrage nach neuen Eigenheimen wichtigen 30- bis 45-Jährigen wird um ein
Viertel zurückgehen. Um 37 Prozent und damit sehr deutlich wachsen wird dagegen
die Altersgruppe „75 plus“. Versorgungsangebote, die den Wohnwünschen aber auch
dem Geldbeutel der älteren Bevölkerung angemessen sind, werden demnach eine
immer stärkere Bedeutung erhalten.
Wichtiger noch als die Einwohnerzahl ist für die Wohnungsnachfrage die Zahl der
Haushalte. Im Jahr 2020 wird sie in Niedersachsen um 1,3 Prozent oder etwa
51.000 Einheiten höher sein als im Ausgangsjahr der Prognose 2005. Mit einem
Plus in Höhe von knapp 70.000 Haushalten wird im Jahr 2016 ein Zwischenhoch
erreicht. Während also die Bevölkerung bereits heute schrumpft, wachsen die
Haushaltszahlen auf Grund des Trends zu Singularisierung zunächst weiter an. Der
Rückgang der Haushalte setzt erst mit einer Verzögerung von etwa zehn Jahren
ein.
Allerdings ist dieses Haushaltsplus als Saldo von Haushaltszuwächsen und
-rück-gängen zu betrachten. Die auf kleinräumiger Ebene prognostizierten
Zuwächse summieren sich landesweit auf 161.000 Haushalte, die Rückgänge auf
110.000 Haushalte. Vor allem die südniedersächsischen Landkreise sowie die
Städte Wilhelmshaven, Osnabrück, Salzgitter und Wolfsburg werden mit abnehmender
Wohnungsnachfrage konfrontiert. Mehr Haushalte als zu Prognosebeginn werden in
erster Linie das Hamburger Umland und das westliche Niedersachsen ausweisen.
Auf den Rückgang des Wohnungsneubedarfs reagieren viele Kommunen mit
zurückhaltenden Baulandausweisungen. Dies zeigen die Ergebnisse der neuen
Wohnbauland-Umfrage 2006, die das Büro für Raumanalysen und Beratung
Stadt-Region für die LTS ausgewertet hat. In den Jahren 2004 und 2005 wurden in
Niedersachsen rund 2.300 Hektar Wohnbauland für etwa 26.700 neue Wohnungen
ausgewiesen. Damit sind die Neuausweisungen gegenüber dem letzten
Untersuchungszeitraum 2002/2003 noch einmal um fast ein Viertel zurückgegangen.
Dabei waren kaum noch Flächen für den Geschosswohnungsbau vorgesehen. Die
deutliche Orientierung auf Ein- und Zweifamilienhäuser gilt auch für die
verdichteten Räume und die kreisfreien Städte. Insgesamt haben die
Wachstumsregionen deutlich mehr Wohnbauland ausgewiesen und verbraucht als die
stagnierenden Räume.
www.rothenburger-rundschau.de
02.01.2007
Wieder weniger Kinder -
Elterngeld soll Negativ-Trend stoppen
Experten Schlagen Alarm: "Mit dem Volk schrumpft der Wohlstand", sind
Schlagzeilen dieser Tage. Gerade mit dem Argument, dass der Bevölkerungsrückgang
auch der Wirtschaft schadet, versucht Familienministerin Ursula von der Leyen
(CDU) die Unternehmen dafür zu gewinnen, familienfreundliche Arbeitsplätze zu
schaffen.
Jüngste Zahlen der Statistiker zeigen, dass der Trend zu immer weniger Geburten
in Deutschland nach wie vor ungebrochen ist. Mit 685 795 Neugeborenen kamen in
Deutschland noch nie so wenig Kinder auf die Welt wie im Jahr 2005. Insgesamt
wurden in dem Jahr knapp 20 000 Kinder weniger geboren als 2004.
Die stärksten Geburtenrückgänge gab es in Nordrhein-Westfalen (minus 4682
Geburten), Bayern (minus 3856), Niedersachsen (minus 3378) und Baden-Württemberg
(minus 2376). Mehr Kinder kamen nur in den Stadtstaaten Bremen (plus 47) und
Hamburg (plus 76) zur Welt.
Von der Leyen hofft nun, dass der Rückgang mit einer Geburtenrate von derzeit
nur 1,4 Prozent mit Hilfe des neuen Elterngelds zunächst zumindest gestoppt
werden kann. "Man hat in den anderen Ländern mit Elterngeld gesehen, dass es
dadurch einen Anstieg der Geburtenrate gab", sagt sie. "Deutschland ist das
Land, das am längsten und am schärfsten den Geburtenrückgang erlebt. Da wäre ich
schon hoch froh, wenn es gelänge, diesen dramatischen Rückgang der Geburtenrate
zu stoppen."
www.lvz-online.de
20.12.2006
Studie: 2020 nur noch zwölf Millionen Ostdeutsche
Die Bevölkerung in Ostdeutschland wird bis 2020 um ein Viertel
schrumpfen. Das geht aus einer Studie hervor, die unter anderem das Institut für
Wirtschaftsforschung Halle und die Technische Universität Dresden für das
Bundeswirtschaftsministerium erstellt haben. Danach werden 2020 nur noch etwa
zwölf Millionen Einwohner im Osten leben. Der Schwund werde vor allem die
abgelegenen Regionen treffen. Auf dem Arbeitsmarkt könne sich die Lage dadurch
aber vor allem für Menschen mit Berufsausbildung deutlich entspannen. Bei
Hochqualifizierten könne es ab 2016 Vollbeschäftigung geben. Nach Ansicht der
Gutachter wird der Bevölkerungsrückgang auch den Westen treffen, allerdings erst
20 Jahre später.
www.mdr.de
20.12.2006
Bevölkerungsrückgang bremst Wirtschaft aus
Die schrumpfende Bevölkerung in Deutschland wird nach Expertenmeinung
längerfristig die Konjunktur bremsen. Das geht aus einer Studie des Instituts
der deutschen Wirtschaft hervor, die von der Zeitung "Die Welt" in Auftrag
gegeben wurde. Das Institut hat berechnet, dass sich die Wirtschaftskraft bis
zur Jahrtausendmitte um Beträge in Billionenhöhe schmälert, wenn der
Bevölkerungsschwund anhält. Die Wirtschafts-Experten forderten eine nationale
Strategie, um den Geburtenrückgang zu stoppen. Im Zentrum der Pläne müsse eine
bevölkerungsorientierte Familienpolitik stehen.
www.mdr.de
18.12.2006
Stadtallendorf/Kirchhain/Rauschenberg: 159 000 Euro
für drei Städte
Das Geld ist dafür gedacht, die Städte auf die Überalterung und
Schrumpfung der Gesellschaft vorzubereiten. Insgesamt 12,6 Millionen Euro
bekommen die 61 Kommunen, die in Hessen in diesem Jahr am Programm teilnehmen.
"Mit dem Städtebauförderprogramm "Stadtumbau in Hessen 2006" gibt das Land den
Städten und Gemeinden eine wirksame Unterstützung an die Hand, die zu
erwartenden Folgen der demografischen und wirtschaftsstrukturellen Entwicklungen
der Zukunft zu bewältigen", so Wirtschaftsminister Alois Rhiel. Allerdings
stammt nicht die gesamte Summe von Land und Bund. 4,2 der 12,6 Millionen Euro
müssen die Städte und Gemeinden selbst zahlen.
"Neben der Aufwertung der Wohn- und Arbeitsplatzqualität sowie der Stärkung
zentraler Funktionen werden Maßnahmen zur Sicherstellung der kommunalen
Infrastruktur und der Nahversorgung in den kommenden Jahren eine wichtige Rolle
spielen. Bei diesen Aufgaben werde ich die hessischen Kommunen aktiv
unterstützen", so Rhiel.
www.mittelhessen.de
12.12.2006
Chemnitz :„Wir haben keine Alternativen zum Abriss“
Vorwurf: Stadtumbau heißt in Chemnitz vor allem Abriss. Die Zahlen
belegen etwas anderes, sagt Grit Stillger vom Amt für Baukoordination. In
Chemnitz flossen rund 70 Millionen Euro Fördergeld in die Aufwertung von
Wohnquartieren.
Für Abriss wurden dagegen 37 Millionen Euro bereitgestellt. Stillger: „Die
Bundesregierung fordert in ihren Förderrichtlinien, das Geld zu gleichen Teilen
für Abriss und Aufwertung zu finanzieren.
www.freiepresse.de
04.12.2006
Eisenhüttenstadt: Rattenplage
Experten machten das milde Herbstwetter und den Stadtumbau als Ursachen
aus. "Wenn in normalen Jahren ein Rattenpärchen zirka 800 Kinder und Enkel
bekommt, so können es in diesem Jahr bis zu 900 und mehr sein", sagte
Schädlingsbekämpferin Angelika Walter-Schlensog der "Märkischen Oderzeitung".
Das liege daran, dass sich die Wanderratten bei mildem Wetter länger als sonst
vermehren könnten.
Zudem schrecke der Abriss oder die Sanierung von Häusern die in Abwasserkanälen
und Schächten lebenden Ratten auf, heißt es weiter. Die Tiere suchten sich dann
einen neuen, sicheren Ort in den Gemäuern angrenzender Häuser. "Oft sind das
Keller in Mietshäusern", sagte die Kammerjägerin. Als gute Kletterer schafften
sie es aber auch bis in den fünften Stock der Häuser. So habe sie die Schädlinge
schon unter Badewannen und in Toiletten gefunden. In anderen vom Stadtumbau
betroffenen Städten wie Schwedt oder Frankfurt (Oder) sind dem Blatt zufolge
dagegen keine oder nur einzelne Ratten gemeldet worden.
www.tagesspiegel.de
27.11.2006
Schönebeck: Städtische Wohnungsbau GmbH und Stadt
stellten Broschüre vor
Das Thema : " Neues Wohnen in der Altstadt Schönebecks ". Wie SWB-Chefin
Sigrid Meyer in einem Gespräch vor Medienvertretern betonte, werden äußerst
attraktive Baugrundstücke sowie mögliche Lückenbebauungen für interessierte
Schönebecker vorgestellt. Der Grund der Aktion : Die Kreisstadt und SWB haben
ein gemeinsames Interesse daran, die Innenstadt von Schönebeck attraktiver zu
gestalten und damit als Wohnstandort zu beleben. " Mit dem Geld sollen
leerstehende Wohnungen abgerissen und das Wohnumfeld verbessert werden. Seit dem
Jahr 2000 beteiligt sich die SWB erfolgreich an der Aufgabe des Stadtumbaus und
hat bis zum heutigen Tag nicht weniger als 550 Wohnungen rückgebaut. In vielen
Fällen wurden bereits die Brachfl ächen aufgearbeitet. Weitere Zahlen, die für
die SWB Schönebeck sprechen : 2893 Wohnungen wurden seit 1992 voll-, 1309
teilmodernisiert. Unter dem Strich bedeutet dies : 105, 5 Millionen Euro flossen
in die Modernisierung und Instandhaltung. Stadt und SWB Schönebeck verfolgen
dabei auch ein ganz konkretes Ziel, nämlich der Abwanderung entgegenzuwirken.
www.Volksstimme.de
18.11.2006
Blankenhain: Wohnungsgenossenschaft ist
zahlungsunfähig
Die Wohnungsgenossenschaft der Thüringer Stadt Blankenhain hat Insolvenz
beantragt. Wie der vorläufige Verwalter sagte, wird das Insolvenzverfahren
voraussichtlich kommende Woche eröffnet. Dann werde europaweit nach Investoren
gesucht, die die Wohnungen kaufen wollten. Die Genossenschaftsmitglieder müssten
damit rechnen, ihre Anteile zu verlieren. Die Wohnungsgenossenschaft Blankenhain
hat fast 390 Wohnungen. Nach Angaben des Unternehmens stehen rund 13 Prozent
leer. Ein weiterer Grund für die Zahlungsunfähigkeit seien die hohen
Kredit-Belastungen.
www.mdr.de
16.11.2006
Leipzig: Gebäudesicherungsprogramm Haus wird für
111.600 Euro gesichert
Das seit Jahren leer stehende Gebäude Inselstraße 2 kann mit Hilfe von
Fördermitteln gesichert werden. Die Dienstberatung des Oberbürgermeisters
genehmigte dafür am Dienstag 111.600 Euro. Aufgrund seiner besonderen
städtebaulichen Bedeutung steht das in Privatbesitz befindliche Eckgebäude auf
der Prioritätenliste 1 A des Sicherungsprogramms. Es besteht dringlicher
Handlungsbedarf.
Das Haus steht schon seit Längerem auf der To-do-Liste der der Stadtplaner. Ald
dominierendes Gründerzeit-Eckgebäude hehört es - gleich der Handwerkskammer
benachbart - zu den auffälligsten Häusern in der Dresdner Straße. "Ein
wunderschönes Eckhaus", schwärmt auch Burkhar Jung, der kritische Fragen nach
dieser Art Subventionierung durchaus verstehen kann. "Natürlich ist für uns
immer auch die Frage: Wo ist die Grenze des Erhaltenswerten."
Ein Fall, in dem das Regierungspräsidium ungeprüft Gelder an einen durchaus
potenten Investor vergab, der nicht im Traum daran dachte, die oft genannte
"Villa Schröder" zu sanieren, schlägt noch immer seine Wellen.
Wenn es scheitert, dann oft an der mangelnden
Kapitalausstattung beim Besitzer oder an heillos zerstrittenen
Erbengemeinschaften. Die Maßnahme Inselstraße 2 wird in das Fördeprogramm
Stadtumbau Ost, Programmteil Aufwertung, eingeordnet. Die Sicherungsarbeiten
wurden schon vom Eigentümer in Auftrag gegeben.
www.lizzy-online.de
16.11.2006
Crimmitschau: Meinung von Wohnungsbesitzern ist
gefragt
Forscher interessieren sich derzeit für die Wünsche und Vorstellungen von
Crimmitschauer Wohnungseigentümern. Die Wissenschaftler wollen unter anderem
wissen, wie die Privateigentümer sich in den derzeit laufenden Stadtumbau
einbezogen fühlen.
Dazu werden dieser Tage 250 Fragebögen an ebenso viele Wohnungseigentümer in der
Crimmitschauer Südstadt verschickt.Erste Ergebnisse der Studie haben ergeben,
dass – auf den gesamten Osten bezogen – private Eigentümer von Wohnraum im
Gegensatz zur organisierten Wohnungswirtschaft in vielen Kommunen beim
Stadtumbau noch nicht als gleichwertige Partner akzeptiert sind.
www.freiepresse.de
15.11.2006
Thale: Aus für 130 Wohnungen
Bis zum Monatsende bringen die riesigen Bagger das zu Ende, was mit der so
genannten Entkernung am 4. September begonnen hat: den Abriss weiterer
leerstehender Wohnungen. Und so musste die
„Wohnungsgenossenschaft Thale eG“ mit schwerem Gerät jetzt die
Mehrfamilienhäuser in der Neustädter Straße mit insgesamt 90 Wohnungen „vom
Markt nehmen“ lassen, wie Vorstand Jürgen Wendel erklärte. Das sind 5431
Quadratmeter. Zeitgleich ließ die „Wohnungsgesellschaft Thale mbH“ 40 Wohnungen
mit dem fünfgeschossigen Block in der Worth 14-17 mit 2838 Quadratmeter
abreißen. Den Kampf gegen den Leerstand fördern Bund und Land über das
Förderprogramm „Stadtumbau Ost“. Doch die 60 Euro pro Quadratmeter reichen nicht
aus, um sämtliche Kosten zu decken. Ein Zusatzgeschäft für die
Wohnungsunternehmen. „Das Ende mit Schrecken“, so sagt Geschäftsführer Michael
Weber von der „Wohnungsgesellschaft Thale mbH“, sei dem Bevölkerungsrückgang
geschuldet, an dem Thales beide großen Wohnungsunternehmen seit den 90er Jahren
mächtig zu knabbern haben. Deshalb hatte sich die Stadt gemeinsam mit den
Wohnungsunternehmen für den Abriss im Wohngebiet entschieden. Da schafft der
2003 begonnene Abriss von 244 genossenschaftlichen Wohnungen und 88 Wohnungen
der „Wohnungsgesellschaft Thale“ einige grüne Freiflächen.
www.supersonntag-web.de
12.11.2006
Wittstock: Wirtschaftlich schwierig
Lange Zeit hat das Fachwerkhaus an der Röbeler Straße neben der Polizeiwache
leer gestanden. Mehrfach hatten Mitarbeiter der Gebäude- und Wohnungsverwaltung,
der das Grundstück der ehemaligen Freimaurerloge gehört, das Haus sichern
müssen. Trotz Anpreisungen hatte sich kein Kaufinteressent gefunden. Der Verfall
schritt voran, die GWV war in Zugzwang und musste sich entscheiden. Noch wird
der Stadtumbau, zu dem auch die Beseitigung von zu viel Leerstand gehört,
finanziell gefördert. Deshalb ist die Abrissentscheidung auch jetzt getroffen
worden.
Damit wird zwar ein Gefahrenherd beseitigt. Zugleich verliert Wittstock eine
nicht anerkannte historische Stätte, für die sich niemand aufopfern wollte. Mit
ihrem Abriss rückt sie so weit ins Bewusstsein, dass sich die Stadtpolitiker
vielleicht zu einer Erinnerungstafel bekennen, die auf die ehemalige Loge an
dieser Stätte hinweist. Denn die Freimaurer waren keineswegs vordergründig
Geheimbündler, sie stehen unbedingt auch in der Tradition von Helfern und
Förderern. In dieser Rolle kann sich aber nicht die GWV der Stadt sehen, sie
muss wirtschaftlich effizient arbeiten. Und das ist auch mit vermieteten Häusern
bereits schwer genug.
www.maerkischeallgemeine.de
06.11.2006
Hof: Wie sieht Altstadt der Zukunft