Newsticker Archiv Juni 2002
29.06.2002
Waltershausen: Zuschüsse für Sanierungen
Seit April dieses Jahres wurde in der Stadt Waltershausen ein Programm
aufgelegt, dass eine Förderung von Wohneigentum mit sich führt und sich im
Rahmen des Städtebauförderprogramms Stadtumbau-Ost bewegt. Hauseigentümer haben
dabei die Möglichkeit, bei der Stadtverwaltung einen Antrag auf Förderung zu
stellen. Einzige Bedingung: Das Gebäude muss sich im Sanierungsgebiet "Altstadt
Waltershausen" befinden. Wichtig ist für die Antragsteller, dass das Haus vor
1949 errichtet wurde.
www.tlz.de
28.06.2002
BMVBW: 2. Information um Stadtumbau Ost erschienen
Das BMVBW hat die zweite Information zum Stadtumbau Ost herausgegeben. Themen
sind u.a. sektorale Belange und die Rolle der Banken.
www.bmvbw.de (pdf)
28.06.2002
MSWV Brandenburg: Neue Fördermöglichkeiten zur
Eigentumsbildung
Ab Juli dieses Jahres werden die neuen Richtlinien des Landes zur besonderen
Förderung der Eigentumsbildung in Kraft treten. Bauminister Hartmut Meyer: "Die
Eigentumsbildung im Bestand ist eine Schlüsselstrategie zur Unterstützung des
Stadtumbaus in Brandenburg. Ziel ist es, die Eigentumsbildung in den
Innenstädten noch stärker als bisher zu unterstützen und die Innenstädte durch
die Bündelung bestehender Fördermöglichkeiten noch attraktiver zu machen". Die
Stadt solle als Wohnort wieder attraktiver werden und eine echte Alternative zum
Eigenheimneubau auf der "grünen Wiese" darstellen. An Landesmitteln stehen rund
28,5 Millionen Euro in diesem Jahr zu Verfügung, um die Eigentumsbildung zu
fördern. Zusammen mit den staatlichen Hilfen aus der Eigenheimzulage kann zum
Beispiel ein Paar mit zwei Kindern für eine Wohnung innerhalb eines
Sanierungsgebietes bis zu 95.000 Euro Zuschüsse und günstige Baudarlehen
erhalten. Dabei handelt es sich um zwei Programme:
1. zinsgünstige Darlehen mit attraktiven Kombinationsmöglichkeiten mit anderen
Förderungen für Selbstnutzer, Bauträger, Wohnungsgesellschaften, sofern
innerhalb der gewachsenen Siedlungsbereiche gebaut wird.
2. Zuschüsse für Selbstnutzer zu den Modernisierungs- und
Instandsetzungsinvestitionen bei Erwerb einer Wohnung in innerstädtischen
Altbauquartieren.
www.brandenburg.de
28.06.2002
Berlin: Kein Abriss im großen Stil
Plattenbauten fallen wie Kartenhäuser zusammen, Planierraupen schieben die
Beton-Reste ineinander: Während sich ostdeutsche Städte von leer stehenden
Altlasten trennen, geht Berlin einen Sonderweg. "Wir haben keinen Anlass,
zehntausende Wohnungen abzureißen", sagte Bausenator Peter Strieder (SPD) am
Mittwochabend beim Leserforum der "Berliner Zeitung". Er sprach sich jedoch
dafür aus, einzelne Wohnblöcke abzureißen und an deren Stelle Grünflächen oder
Sportplätze anzulegen. Was Strieder sagte, war für die rund 200 Zuhörer in der
Marzahner Pyramide Balsam für die Seele. Zu oft hatten sie gelesen, der Senator
wolle zehntausende Wohnungen abreißen. Das sorgte für Proteste von Anwohnern und
Bezirkspolitikern.
www.berlinonliene.de
Schwerin: Zehn Millionen Euro für die Stadtsanierung
Rund 6,3 Millionen Euro bekommt Schwerin aus dem Finanztopf der
Städtebauförderung im laufenden Jahr. Damit ist es der Stadt erneut gelungen, im
Verteilungskampf einen hohen Betrag zu erhalten. Allerdings ist dieses positive
Ergebnis nur möglich, weil die Landeshauptstadt zirka 2,1 Millionen Euro aus dem
eigenen Haushalt aufbringt. Von der Bundesregierung und vom Land kommen die
verbleibenden Fördergelder: insgesamt 4,2 Millionen Euro.
www.svz.de
Pirmasens: Bundesbauministerium erteilt Zuschlag für "Stadtumbau West"
Die Horebstadt bekommt drei Millionen Euro Fördergelder vom
Bundesbauministerium. Anfang des Jahres hatte sich Pirmasens um die Teilnahme
des Pilotprojektes "Stadtumbau West" beworben. Jetzt kam die Zusage aus Berlin.
Bürgermeister Dr. Bernhard Matheis reagierte gestern auf diese Nachricht mit
"äußerster Euphorie".
www.pz.prmasens.de
Artern: Genossenschaft nahm Neubewertung ihres Besitzes vor
Ein kräftiges Minus von 2,3 Mio. auf 9,5 Millionen Euro weist das Eigenkapital
der Arterner Wohnungsbau-Genossenschaft (AWG) für 2001 auf. Wie
Vorstandsmitglied Stefan Albe beim Gespräch zur Jahresbilanz 2001 erklärte,
kommt der Rückgang durch die Neubewertung des Vermögens der AWG zustande. "In
der Eröffnungsbilanz am 1. Juli 1989 sei der Wert der staatlichen Immobilien
wohlwollend geschätzt worden, wodurch man an höhere Kredite kam.
www.thueringer-allgemeine.de
27.06.2002
BMVBW: 612 Millionen Euro – erstmals
auch Unterstützung für den Stadtumbau in Ost und West
Der Bundesminister für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen Kurt Bodewig stellt den
Ländern jetzt die Finanzhilfen zur Städtebauförderung für das Programmjahr 2002
zur Verfügung. Der Minister hat den Ländern Zuteilungsschreiben über folgende
Bundesmittel übersandt:393,7 Millionen Euro für die Städtebauförderung in den
neuen Ländern, 142,0 Millionen Euro für die Städtebauförderung in den alten
Ländern, 76,7 Millionen Euro für das 1999 neu aufgelegte Programm "Soziale
Stadt" in allen Ländern. Das sind insgesamt über 612 Millionen Euro. Der
Minister hob hervor, dass die Bundesregierung in diesem Jahr erstmalig den
Stadtumbau in Ost und West unterstütze. Von den Mitteln für die neuen Länder
entfielen 179 Millionen Euro auf das neue Programm Stadtumbau Ost. "Mit diesen
Mitteln können vor allem die Stadtentwicklungskonzepte umgesetzt werden, die
zahlreiche Städte und Gemeinden gegenwärtig im Wettbewerb Stadtumbau Ost
erarbeiten. Der Wettbewerb kommt am 05. September 2002 mit der feierlichen
Preisverleihung zum Abschluss.
www.bmvbw.de
26.06.2002
EU-Osterweiterung: 700 000 Osteuropäer kommen sofort
Bei der EU-Osterweiterung werden nach Angaben des Rates für Migration
langfristig knapp fünf Millionen Menschen nach Westeuropa kommen. Wie der
Osnabrücker Migrationsforscher Klaus Bade am Montag in Berlin bei der
Vorstellung des Migrationsreports 2002 erläuterte, sitzen rund 700 000 bis 900
000 Bürger der Beitrittskandidaten "mental auf gepackten Koffern" und würden
sofort in den Westen aufbrechen. Das hätten Umfragen in Tschechien, der
Slowakei, Polen und Ungarn ergeben. Schätzungen zufolge würden weitere vier
Millionen Menschen vom Baltikum bis nach Slowenien in den darauf folgenden zehn
bis 15 Jahren in den Westen auswandern. Zielländer seien Schweden, Deutschland,
die Schweiz, Österreich und Italien. Langfristig sei der demografische Trend in
den mittel- und osteuropäischen Staaten aber negativ: Mit den kleiner werdenden
nachrückenden Generationen werde die Abwanderung aus diesen Ländern abebben.
www.berlinonline.de
25.06.2002
Erfurt : Hoffnung durch Stadtumbau Ost
Unter dem Thema "Sicherung der Liquidität" stand am Sonnabend die 4. ordentliche
Vertreterversammlung der WBG Zukunft eG in der unternehmenseigenen Tagungsstätte
Mittelhäuser Straße 22. Vorstand Falk Stock erläuterte den 29 anwesenden
Vertretern in seinem Geschäftsbericht für das Jahr 2001 die angespannte
Situation auf dem Wohnungsmarkt generell sowie die aktuellen Auswirkungen auf
die Genossenschaft, die große Löcher in die Kasse reißen. Das "Programm
Stadtumbau Ost" der Bundesregierung für lebenswerte Städte kann ein wichtiger
Schritt in Richtung Liquiditätssicherung sein und wird deshalb von der WBG
Zukunft unterstützt. Ferner dienen kostensenkende Maßnahmen in der Verwaltung
sowie eine strenge Überwachung und Kontrolle innerhalb des Unternehmens diesem
Ziel. So wurde beispielsweise ab Mai ein Risikohandbuch eingeführt, nach dem
inzwischen alle Mitarbeiter des Unternehmens arbeiten.
www.thueringer-allgemeine.de
24.06.2002
Marzahn: 3 000 Wohnungen sollen verschwinden
Der Abrissantrag ist gestellt: Das Hochhaus Marchwitzastraße 1-3 kommt weg. Die
Wohnungsbaugesellschaft Marzahn (WBG), wollte den 18- bis 21-Geschosser zunächst
aufwändig sanieren. Doch dann ging dem Unternehmen das Geld aus. Die
landeseigene Gesellschaft (26 000 Wohnungen) wurde selbst zum Sanierungsfall -
und am 1. Januar 2002 für einen Euro an die kommunale Degewo verkauft.
Seitdem wird scharf gerechnet: Wie viele Wohnungen will sich die Gesellschaft
noch leisten? Denn die Leerstandsquote bei der WBG, die fast ausschließlich zu
DDR-Zeiten gebaute Plattenwohnungen besitzt, beträgt rund elf Prozent. Auch
andere Vermieter von Plattenbauten haben ähnliche Sorgen - nicht bezogene
Wohnungen drücken das Betriebsergebnis. Einnahmen sinken, die Ausgaben
beispielsweise für Hausbeleuchtung, Fahrstühle oder die Stadtreinigung bleiben
gleich. Durch die Finanzierung des Leerstandes fehlt den Unternehmen Geld für
notwendige weitere Sanierungen. Die Quittung der Mieter: Wer kann, zieht fort.
www.berlinonline.de
22.06.2002
Weißwasser: Genossenschaft
Stabiles und wirtschaftliches
Unternehmen
Vorstand Opitz
berichtete davon, dass trotz des extremen Leerstandes mit rund 1200 Wohnungen,
die Genossenschaft dennoch ein stabiles wirtschaftliches Unternehmen sei. Dies
hätten jüngst Wirtschaftsprüfer festgestellt.
Worauf der Vorstandsvorsitzende besonders hinwies, ist, dass die
Rückbaumaßnahmen planmäßig fortgesetzt würden. So werden in diesem Jahr
insgesamt 187 Wohnungseinheiten zum Rückbau vorbereitet. Von den betroffenen 597
Familien haben bisher 247 eine neue Wohnung in der Genossenschaft erhalten.
Dass die wirtschaftliche Lage in der bundesdeutschen Wohnungswirtschaft derzeit
nicht gerade rosig ist, wurde auf der Vertreterversammlung ebenfalls
angesprochen. Allein in Sachsen hätten bereits 30 Wohnungsunternehmen Insolvenz
angemeldet. Dazu Opitz: „Die Lage in der Wohnungswirtschaft wird sich brutaler
entwickeln.“
www.sz-online.de
21.06.2002
Prenzlau: Prognosen besagen Rückgang der Bevölkerung
Ernsthafte Prognosen zur Bevölkerungsentwicklung sagen aus, dass sich die
Einwohnerzahl in der Uckermark und in den großen Städten der Region drastisch
reduzieren werden. Das Landesumweltamt schließt nicht aus, dass sich die
Einwohnerzahl bis zum Jahr 2040 halbieren wird. Auf die Wohnungswirtschaft
kommen damit große Probleme zu. Städte müssen umgebaut werden. Auch Prenzlau
wird sich dieser Entwicklung stellen müssen.
Bereits heute rücken Stadtverwaltung und Wohnungsunternehmen enger zusammen, um
Zukunftsaufgaben zu besprechen. So bildeten die Wohnbau GmbH Prenzlau, die
Wohnungsgenossenschaft Prenzlau e. G., die Gemeinnützige
Wohnungsbaugenossenschaft e. G. Prenzlau und die GmbH Kommunales
Wohnungsunternehmen Prenzlau-Land sowie die Stadt Prenzlau eine
Arbeitsgemeinschaft Stadtumbau und Wohnungswirtschaft (PARGE), um gemeinsam den
Umbau der Kreisstadt unter dem Blickwinkel der Wohnungswirtschaft zu besprechen.
www.nordkurier.de
20.06.2002
Leinefelde: Über Städtefusion wird weiter beraten
Am Ende des nichtöffentlichen Teils der Stadtratssitzung am Montagabend übergab
Bürgermeister Gerd Reinhardt den drei Fraktionen das aus Leinefelder Sicht
erarbeitete Strukturpapier über den angestrebten Zusammenschluss von Leinefelde
und Worbis sowie der zur Verwaltungsgemeinschaft "Am Ohmgebirge" gehörenden
Gemeinden. Das teilte Reinhardt gestern mit. Worbis habe ebenfalls ein solches
Papier erstellt. Das interne Leinefelder Werk, zu dessen Inhalt Reinhardt keine
Angaben machte, werde nun von den Stadträten diskutiert.
Mit dem Stadtumbau stand ein interner Workshop des in Gründung
befindlichen Vereins "Deutsches Plattenbauzentrum Leinefelde" am Dienstagabend
und Mittwochvormittag in Wintzingerode in Zusammenhang. Der Verein mit
Mitgliedern aus der ganzen Welt, wie Reinhardt betont, solle bald mit einer
Geschäftsstelle in Leinefelde wirksam werden. Aufgaben seien die Dokumentation,
Präsentation und wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den Veränderungen im
"Lebensraum Platte" in sozialer, wirtschaftlicher, kultureller,
architektonischer und ökologischer Sicht.
www.tlz.de
19.06.2002
Gera: Mehr Spielraum für Stadtumbau
Geraer Wohnungsunternehmen haben erreicht, dass die in der
Entwicklungskonzeption Wohnen festgelegten Gebietsgrenzen flexibler werden,
innerhalb derer für den geplanten Stadtumbau Fördermittel fließen. Die Grenzen
sollen nun nur noch Orientierung sein. Diese Änderung hat der Bau- und
Stadtentwicklungsausschuss eingebracht. Die Formulierung findet sich morgen im
Stadtratsbeschluss wieder, mit dem Gera auf den prognostizierten
Bevölkerungseinbruch bis 2020 reagiert.Wenig glücklich mit der biegsamen
Trennlinie zwischen städtebaulich gewollter Förderfähigkeit und weniger
zukunftsträchtigen Stadtlagen zeigte sich der Leiter des Stadtplanungsamtes,
Konrad Steinbrecht. Sein Amt feiert gerade den Paradigmenwechsel weg vom
Gießkannenprinzip hin zur Stützung lokaler Siedlungskerne. Zwar sei die
ausgewiesene Grenzziehung kein Dogma, aber eine Auflockerung könnte auf
Widerstand bei der Rechtsaufsicht führen, befürchtete Steinbrecht.
www.otz.de
19.06.2002
Erfurt: Stiftung für Gründerzeitgebiet
Wie kann dem Wohnungsleerstand in Plattenbaugebieten und Gründerzeithäusern
begegnet werden? Welche Finanzierungsmöglichkeiten können für Umgestaltung und
Aufwertung von Wohngebieten genutzt werden? Wie muss die Infrastruktur
entwickelt werden? Das sind nur einige der Fragen, auf die die Stadt Erfurt mit
ihrem Wettbewerbsbeitrag "Stadtumbau Ost", den sie am 14. Juni einreichte, nach
Antworten sucht. Und hat auch gleich einen Vorschlag für die
Gründerzeitquartiere: Hier sollte das Modell einer Stiftung greifen, die als
Beteiligte Bund, Land. Kommune, Eigentümer und als Kreditgeber Banken und
Versicherungen zusammenbringt. "Wir wollen so der Gefahr des Konkurses privater
Eigentümer entgegenwirken", sagt Wiesmaier. Diese Überlegungen stecken aber erst
in den Kinderschuhen. Denn bevor nicht genaue betriebswirtschaftliche
Untersuchungen durchgeführt wurden, kann nicht an eine Umsetzung gedacht werden.
www.tlz.de
18.06.2002
INNOVA/BauGrund:
Workshop Lastenausgleich
Ein Workshop zum Lastenausgleich im Rahmen des Stadtumbauprozeses soll
die Möglichkeiten und Grenzen aufzeigen. Die Methodik und die zu beachtenden
Zwangspunkte werden vorgestellt und interpretiert
17.06.2002
BBU: AG zum Stadtumbau/Altschuldenhilfe
In der zweiten Beratung der Brandenburger Wohnungsunternehmen im
Rahmen der Arbeitsgruppe werden die Themen Zusammenarbeit mit den Banken und die
Modernisierungsrichtlinie des Landes behandelt.
16.06.2002
GdW: fordert Verbesserungen der
Rahmenbedingungen für die Wohnungswirtschaft
Um die Reproduktion der jährlich wegen Unbewohnbarkeit und Abriss aus dem
Markt fallenden Wohnungen sicherzustellen ist eine Neubauquote von 350.000 bis
400.000 Wohnungen pro Jahr notwendig", stellte Lutz Freitag fest. Diese Quote
könne nur erreicht werden, wenn auch die steuerlichen Rahmenbedingungen
stimmten.Bei der Bewältigung des Wohnungsleerstands in Ostdeutschland müssten
die Wohnungsunternehmen von den Altverbindlichkeiten, die auf den dauerhaft leer
stehenden und abzureißenden Wohnungen liegen, entlastet werden, damit der
Stadtumbau Ost schnell und erfolgreich bewältigt werden kann. Alle
Wohnungsunternehmen mit einem Leerstand von mindestens 15 %, die Anspruch auf
eine zusätzliche Teilentlastung nach § 6 a AHG haben, müssten diese nach Abriss
auch umgehend erhalten, verlangte Freitag.
www.gdw.de
16.06.2002
Leipzig: Wiederbelebung von Manchester als
Beispiel
Warum so negativ? "Überstrapazieren Sie nicht diesen Begriff", riet Michael
Bauer, "Reorganisierungsexperte", den Kommunalpolitikern, Stadtplanern und
Architekten beim Forum "Stadt 2030" im Leipziger Rathaus. "Schrumpfende Städte"
klinge nach Verfallsszenario, nach Ansiedlungen ohne Einwohner, nach
einstürzenden Alt- und leerstehenden Neubauten.
Der britische Professor Sir Peter Hall zeigte am Beispiel Manchesters, wie eine
Stadt wiederbelebt werden kann. Manchester überlebte den fast völligen Abbau
seiner Industrie und das Bombenattentat auf die City im Jahre 1996 und erfreut
sich heute zunehmender Bevölkerung. Vor allem Studenten und junge Unternehmer,
die das teure London scheuen, siedeln sich in Manchester an.
www.lvz-online.de
14.06.2002
BMVBW: Erster Abgabetermin für Wettbewerb
Der Wettbewerb Stadtumbau Ost tritt heute mit dem ersten Abgabetermin
für die Wettbewerbsbeiträge in seine entscheidende Phase", erklärte der
Bundesminister für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen Kurt Bodewig. Gemeinsam mit
der Bundestagskandidatin und Bundesfamilienministerin Frau Dr. Christine
Bergmann und mit dem Berliner Stadtentwicklungssenator Peter Strieder nahm er an
einem Rundgang in Berlin-Marzahn teil. Marzahn ist eines der 10 Berliner
Gebiete, die am Wettbewerb teilnehmen. Die 261 zum Wettbewerb zugelassenen
Kommunen müssen bis heute ihre Entwürfe für das Stadtentwicklungskonzept an das
Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung gesandt haben. Bis zum 31. Juli 2002
können die Kommunen ihre Arbeiten aber noch vervollkommnen und Ergänzungen
nachreichen. Mit diesem doppelten Abgabetermin verfolgen wir drei Ziele", sagte
Bodewig. "Wir wollen zum einen erreichen, dass die Kommunen möglichst früh zu
den Stadtentwicklungskonzepten kommen, die sie für das neue Programm Stadtumbau
Ost brauchen. Deshalb drücken wir aufs Tempo und wollen den Wettbewerb schon am
5. September 2002 mit der feierlichen Preisverleihung abschließen.
www.bmvbw.de
13.06.2002
BMVBW: Gerechtigkeit auf dem Wohnungsmarkt
Die Bundesregierung hat mit wichtigen Reformen wieder Gerechtigkeit und
Ordnung auf dem Wohnungsmarkt geschaffen. Dabei machen wir eine integrierte
Politik, die Wohnungs- und Städtebau sinnvoll miteinander verbindet", sagte der
Bundesminister für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen Kurt Bodewig in der Debatte
zur Wohnungs- und Städtebaupolitik im Deutschen Bundestag. Als ein wesentliches
Element nannte der Minister den Stadtumbau Ost. Dafür habe sein Ministerium
gemeinsam mit der Wohnungswirtschaft ein langfristiges Konzept erarbeitet. Bis
2009 werden insgesamt 2,7 Milliarden Euro mobilisiert, von denen der Bund allein
1,1 Milliarden Euro finanziert. Die ersten Kommunen haben gerade ihre Konzepte
vorgelegt und gehen dann mit den verfügbaren Mitteln an den Stadtumbau. "Der
Stadtumbau Ost ist nur ein Beispiel für unsere Politik für zukunftsfähige
Städte. Das Programm "Soziale Stadt" und das hohe Niveau der Städtebauförderung
sind weitere zentrale Themen. Insgesamt haben wir die Mittel für die Städte in
Deutschland von 1998 bis 2002 etwa verdoppelt".
www.bmvbw.de
12.06.2002
Waltershausen: Ein Blick bis in das Jahr 2015
Waltershausen zählt zu den 270 ostdeutschen Städten, die sich am Bundesprojekt
"Stadtumbau Ost" beteiligen und dazu ein Stadtentwicklungskonzept erarbeiten
ließen, das am Montag von den Ratsmitgliedern einstimmig beschlossen wurde. Ob
diese Analyse preiswürdig ist, wird sich noch zeigen. In jedem Fall ist sie eine
gute Arbeitsgrundlage für den Stadtumbau. An diesem kommt Waltershausen, wie
Zahlen belegen, nicht vorbei: Von den 5930 existierenden Wohnungen stehen 485
leer (8,2 Prozent). Der Leerstand bei den beiden Wohnungsunternehmen verteilt
sich gleichmäßig auf sanierten, teilsanierten und unsanierten Wohnraum. Da die
Einwohnerzahl der Stadt von derzeit 11 979 laut Prognose auf 10 581 im Jahr 2015
absinken wird, steigen auch die Probleme mit leerstehenden Wohnungen. Zwei
räumliche Schwerpunkte sind ausgemacht: die Altstadt und das Plattenbaugebiet
Ibenhain. Die Planer gehen davon aus, dass bis zum Jahr 2015 dann 477 bis 960
Wohnungen nicht mehr gebraucht werden.
www.thueringer-allgemeine.de
11.06.2002
Sangerhausen: Vereinbarung mit Wohnungsunternehmen
Den Stadträten liegt ein "Beschluss über den Abschluss der Vereinbarung zur
Umsetzung des Stadtentwicklungskonzeptes zwischen der Stadt Sangerhausen, den
Wohnungswirtschaftsunternehmen Städtische Wohnungsbau GmbH (SWG),
Wohnungsgenossenschaft Sangerhausen e.G. (WGS) und den Stadtwerken Sangerhausen
(SWS)" zur Abstimmung vor. Darin soll es klare Festlegungen geben, wie bei der
weiteren Stadtentwicklung mit den 3 000 leerstehende Wohnungen umgegangen wird.
Die Vereinbarung sieht angesichts des weiteren Rückgangs der Einwohnerzahlen
vor, dass die WGS ihre Wohnungen bis 2004 um 450 und die SWG um 500 reduzieren.
Weiterhin sollen die Baugebiete südlicher Poetengang/Gerichtsweg sowie östlicher
Othaler Weg nicht weiter erschlossen werden. In den Altstadt soll der Neubau auf
110 Wohnungen beschränkt, der Geschosswohnungsbau unterbunden und auf die
Förderung des Dachausbaus verzichtet werden.
www.mz-web.de
09.06.2002
Borna: In der Perspektive die falschen
Wohnungen
Die Stadt Borna muss aus den gewaltigen Veränderungen des letzten Jahrzehnts
ihre Schlussfolgerungen ziehen. Das geht aus dem Stadtentwicklungskonzept
hervor, dass die Stadträte vorgestern auf einer Sondersitzung im Goldenen Stern
abnickten. Das Konzept, das auf der nächsten Stadtratssitzung am 20. Juni
bestätigt werden soll, muss bis Freitag eingereicht werden.
Professor Hartmut Usbeck, der das Konzept mit Wissenschaftlerkollegen erarbeitet
hatte, bot den Stadträten zunächst eine optimistische Prognose an. "Im Jahr 2015
hat die Stadt 19.800 Einwohner." So viel, wie bereits im letzten Jahr gezählt
wurden. Die negative Annahme, die von 14.000 Bornaern in 13 Jahren ausgeht,
scheint deshalb realistischer. Und zwingt zu dramatischen Schlüssen
www.lvz-online.de
08.06.2002
Eisenach: Häuser für je sechs Familien
Was ist unter dem Vermerk Teilrückbau von AWG-Blocks mit 264 Wohnungen in
Eisenach-Nord zu verstehen? Dazu äußerte sich die Genossenschaft auf Anfrage
dieser Zeitung. Demnach könnte aus dem nahezu geschlossenen Platten-Karree in
der Stregdaer Allee 17 bis 38 eine aufgelockerte Siedlung mit wesentlich
kleineren Gebäuden werden. "Unser Ziel sind Sechs- oder höchstens
Achtfamilienhäuser", sagte AWG-Vorstand Edgar Lautenbach. Das beauftragte
Architekturbüro habe vorgeschlagen, die Fünfgeschosser zunächst um ein oder zwei
Stockwerke zu kappen. Außerdem solle jeder zweite Aufgang samt Wohnungen aus der
geschlossenen Blockfront herausgebrochen werden. Es entstünden einzeln stehende
Häuser überschaubarer Größe. Müssten nicht mehr 40 Familien unter einem Dach
leben, sondern sechs oder acht, verbessere das die Vermietungschancen erheblich.
www.thueringer-allgemeine.de
07.06.2002
Mecklenburg-Vorpommern: Mit 112,5 Millionen
Euro wird Stadtumbau forciert
Trotz angespannter Kassenlage bleibt die Städtebauförderung auf dem Niveau des
Vorjahres", sagte Bauminister Helmut Holter (PDS) gestern beim Startschuss für
das Programm. Gefördert werden insgesamt 137 Sanierungs-, Entwicklungs- und
Fördergebiete. Die höchsten Förderraten bekommen die Städte Rostock, Stralsund,
Greifswald und Schwerin.
Neuer Schwerpunkt sei in diesem Jahr der Stadtumbau Ost, sagte Holter. Dafür
stünden mehr als 51 Millionen Euro bereit. Mit dem Programm sollen die Städte
attraktiver gestaltet und der Wohnungsleerstand verringert werden. In
Mecklenburg-Vorpommern stehen derzeit etwa acht Prozent der Wohnungen leer.
www.svz.de
www.mvnet.de
06.06.2002
BMVBW: Jury zum
Wettbewerb
Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, Bau- und
Wohnungswesen, Achim Großmann, und der Staatsminister im Bundeskanzleramt, Rolf
Schwanitz, haben am 6. Juni 2002 die Jury zum Wettbewerb Stadtumbau Ost
vorgestellt.
Der Jury gehören 4 Vertreter des Bundes, 6 Vertreter der neuen Länder sowie 11
unabhängige Experten, nämlich Architekten, Stadtplaner, Landschaftsplaner sowie
Vertreter der Wohnungswirtschaft, der Kreditwirtschaft, der Kultur und des
Denkmalschutzes an.
www.bmvbw.de
06.06.2002
Böhlen: Weitere Abrisskandidaten
Die Stadt Böhlen wird bis zum Jahre 2015 neben Wohnblöcken in der Mozartstraße
und Häusern in der Robert-Koch-Straße wahrscheinlich auch Gebäude im
Plattenbaugebiet Am Ring abreißen. Dies geht aus der neuen Analyse zum geplanten
Stadtentwicklungskonzept innerhalb des Bundeswettbewerbs "Stadtumbau Ost"
hervor, die das Projektierungsbüro Tanzer & Göhler neulich dem Stadtrat
vorstellte.
www.lvz-online.de
05.06.2002
Freiberg: Abrissfreie Zone: Altstadt
Abbrüche konnten in Freiberg bisher verhindert werden. Baudezernent Bruha
ist glücklicherweise kein Freund der neuen Städtebaukonzepte, deren klingender
Name "Stadtumbau Ost" oft nur die euphemistische Umschreibung für Abrißpolitik
ist. Natürlich ist auch Freiberg von ostdeutschen Problemen wie hoher
Arbeitslosigkeit, Abwanderung und Wohnungsleerstand geplagt. Die Silberstadt hat
heute nur noch fünfundvierzigtausend Einwohner, ein Zehntel weniger als in der
DDR-Zeit. Dennoch ist die Zahl der Altstadtbewohner dank den Sanierungen nach
einem Rückgang auf zweitausendachthundert mittlerweile wieder auf die
dreitausendzweihundert der Vorwendezeit gestiegen. Mit sechzehn Prozent ist der
Leerstand im historischen Zentrum für ostdeutsche Verhältnisse eher
undramatisch. Auch das gründerzeitliche Wohnquartier in der Bahnhofsvorstadt ist
gut vermietet.
www.faz.net
04.06.2002
Uni Jena: Demographische Falle
Eine Wiederbelebung der einstigen industriellen Standorte in
Nordthüringen wird als wenig realistisch eingeschätzt. Das jedenfalls geht aus
einer Untersuchung der Uni Jena in 109 Betrieben des verarbeitenden Gewerbes in
den vier Kreisen der Region hervor, die heute in Nordhausen offiziell
vorgestellt wird. Der Wegbruch früherer betrieblicher Strukturen, Mängel in der
Infrastruktur, die Abwanderung der Jungen und eine verfehlte Standortpolitik
werden als Gründe angeführt. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass mit dem
Geburtenrückgang und der starken Abwanderung von jungen Leuten die
"demographische Falle" für die Region durchaus realistisch ist.
www.thueringer-allgemeine.de
02.06.2002
MSWV Brandenburg:
51 Millionen Euro für die Stadtumbaustädte
"Mit dem heutigem Tag haben alle 22 Stadtumbaustädte in Brandenburg ihre
Fördermittelbescheide für das Programmjahr 2002 erhalten. 51 Millionen Euro
fließen in die Kommunen, um den Stadtumbau zu gestalten", sagte Bauminister
Hartmut Meyer bei der Übergabe der Bescheide an Vertreter der Städte
Eisenhüttenstadt, Schwedt und Wittenberge. Damit ist die Masse der in diesem
Jahr zur Verfügung stehenden Mittel bewilligt. Insgesamt sind für den Stadtumbau
in Brandenburg im Programmjahr 2002 rund 72 Millionen Euro vorhanden. Zu den
jetzt bewilligten 51 Millionen kommen 12,7 Millionen Euro kommunaler Anteil und
nochmals 8,4 Millionen Landesförderung für die Eigentumsbildung im Bestand.
www.brandenburg.de